{"id":18566,"date":"2024-11-27T10:32:26","date_gmt":"2024-11-27T09:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/02826-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:27","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:27","slug":"02826-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/02826-01\/","title":{"rendered":"Umweltgerechtes kommunales Energieversorgungssystem f\u00fcr die Stadt Tanna &#8211; Holzhackschnitzelheizwerk"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Stadt Tanna will die Energieversorgung umweltfreundlich gestalten. Ein Fernw\u00e4rmenetz mit einem Heizwerk auf der Basis von Holzhackschnitzeln und die Versorgung der B\u00fcrger mit Fernw\u00e4rme wurde als alternative Energieversorgung aufgegriffen.<br \/>\nDas eigentliche, von der gro\u00dfen Mehrheit der Tannaer B\u00fcrger getragene Ziel des Fernw\u00e4rmeprojektes war von Beginn an der vorrangige Einsatz von Holz als Energietr\u00e4ger f\u00fcr die Beheizung der Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBereits 1991 versuchte die Stadt Tanna, Probleme der Energieversorgung durch einen Anschluss an das Erdgasnetz umweltfreundlicher zu l\u00f6sen. Der entsprechende Anbieter stellte eine Versorgung der Stadt mit Erdgas jedoch erst Mitte der neunziger Jahre in Aussicht, bei eigener Finanzierung der Zubringerleitung \u00fcber ca. 15 km.<\/p>\n<p>Im Zuge der Brennstoffumstellung nach der Wende von Braunkohle auf andere umweltfreundliche Energietr\u00e4ger beschloss die Stadt Tanna (2.000 Einwohner) dann, nach umfassender B\u00fcrgerinformation und -zustimmung ein Fernw\u00e4rmesystem auf Holzhackschnitzelbasis zu errichten. Auf diese Weise sollte u. a. das lokal vorhandene gro\u00dfe Restholzaufkommen sinnvoll \u00fcber ein W\u00e4rmeversorgungssystem f\u00fcr Raumheizung und Warmwasser in Tanna genutzt werden. Das Gesamtvorhaben beinhaltete zwei Bauab-schnitte. In einem nicht zu diesem Vorhaben geh\u00f6rigen ersten Abschnitt sollte das Niedertemperatur-Fernw\u00e4rmenetz errichtet werden, In einem zweiten Abschnitt (F\u00f6rderprojekt der Umweltstiftung) sollte ein Holzhackschnitzelheizwerk zur Deckung des W\u00e4rmebedarfs erstellt werden. Die gesamte Investition zur Errichtung des auf Holzhackschnitzel basierenden Heizwerkes mit \u00d6lkesseln f\u00fcr Reserve- und Spitzenlast und ca. 7 km. Leitungsnetz, Stichleitungen, W\u00e4rmemengenz\u00e4hler und Haus\u00fcbergabestationen mit Warmwasserbereitung sollte etwa 10 Mio. DM betragen.<br \/>\nVon einem Ingenieurb\u00fcro wurde zun\u00e4chst eine Vorstudie mit Wirtschaftlichkeitsberechnung vorbereitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Fernw\u00e4rmenetz wurde bereits Anfang 1994 mit einer mobilen \u00d6lfeuerungsanlage teilweise in Betrieb genommen. Schon nach wenigen Monaten Betriebszeit zeigte sich, dass der W\u00e4rmeverbrauch wesent-lich zu hoch veranschlagt worden war. In Anbetracht der betr\u00e4chtlichen Differenzen mit erheblichem Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage wurde mit dem Heizhausbau zun\u00e4chst nicht begonnen, da die Holzfeuerungsanlage ansonsten \u00fcberdimensioniert worden w\u00e4re. Aus den Erfahrungen der ersten zwei Betriebsjahre ist zur Deckung des W\u00e4rmebedarfs (350 angeschlossene Haushalte, \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude, 13 Gewerbebetriebe) lediglich eine maximale Heizleistung von 3,5 MW erforderlich, die im Sommer auf 300 kW absenkbar sein muss. Daraufhin wurde das Konzept modifiziert und zwei Holzkessel mit je 1.500 kW Nennleistung installiert sowie ein \u00d6lkessel mit 1.280 kW als Havarie- und Spitzenlastkessel. Die Betreiberin des Fernw\u00e4rmesystems ist ein Eigenbetrieb der Stadt Tanna. Bis zur Inbetriebnahme der nach der 4.BImSchV genehmigte Holzfeuerungsanlage im Fr\u00fchjahr 1997 wurde das W\u00e4rmenetz weiterhin \u00fcber eine mobile \u00d6lfeuerung versorgt. Als Biobrennstoff werden Hackschnitzel und Fr\u00e4ssp\u00e4ne aus der Umgebung eingesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Stadt Tanna will die Energieversorgung umweltfreundlich gestalten. Ein Fernw\u00e4rmenetz mit einem Heizwerk auf der Basis von Holzhackschnitzeln und die Versorgung der B\u00fcrger mit Fernw\u00e4rme wurde als alternative Energieversorgung aufgegriffen. 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