{"id":18507,"date":"2023-07-13T15:10:33","date_gmt":"2023-07-13T13:10:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05041-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:34","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:34","slug":"05041-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05041-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines sandreichen Betons unter Beimischung spezifischer Betonzusatzmittel zur Schonung nat\u00fcrlicher Rohstoffvorkommen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Transportbetonindustrie leidet seit Jahren unter dem Druck knapper werdender Rohstoffe. Zu den Grundsubstanzen des Betons geh\u00f6ren begrenzt zur Verf\u00fcgung stehende Rohstoffe. Hierzu z\u00e4hlen im wesentlichen Zement, Kies, Sand und Wasser.<br \/>\nZiel des Projektes war es, unter Beimischung eines speziellen Betonzusatzmittels sandreichen Beton bis zur G\u00fcteklasse B 25 herzustellen. Mit dieser Betonsorte werden ungef\u00e4hr 65-70 % des Transportbetonbedarfs abgedeckt. \u00dcblich sind Sandanteile am gesamten Zuschlagbedarf von etwa<br \/>\n40 %. Mit dem neuen Betonzusatzmittel sollte ein Anteil des Sandes im Beton von etwa 80 % erreicht werden. Als umweltrelevante Sekund\u00e4reffekte wurden erwartet: eine erhebliche Einsparungen von Kies, erhebliche Verk\u00fcrzungen von Transportwegen und die sinnvolle Verwertung des \u00fcbersch\u00fcssigen Sandes als hochwertiger Rohstoff im Beton.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZu Beginn des Projektes verfeinerte die Firma Baustoffpr\u00fcftechnik Hameln die Rezeptur des Betonzusatzmittels mit der Bezeichnung Pantarhit S (FM) im eigenen Labor. Im Anschluss daran f\u00fchrte das Deutsche Institut f\u00fcr Bautechnik, Berlin, die f\u00fcr Betonzusatzmittel vorgeschriebenen und genormten Pr\u00fcfverfahren durch. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde f\u00fcr das Betonzusatzmittel die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erteilt.<br \/>\nDie Fachhochschule Hildesheim\/ Holzminden, Institut f\u00fcr Chemie, Herr Professor Kutzner, f\u00fchrte erg\u00e4nzend die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung von Beton mit dem Zusatzmittel Pantarhit S (FM) durch. Dazu wurden Probek\u00f6rper mit und ohne Betonzusatzmittel hergestellt. Nach 28-t\u00e4giger Erh\u00e4rtungszeit wurden die Proben in einer w\u00e4ssrigen L\u00f6sung ausgelaugt und das Eluat auf Inhaltsstoffe untersucht.<br \/>\nDes Weiteren stellte die Firma Baustoffpr\u00fcftechnik Hameln sandreiche Betonrezepturen mit dem Zusatzmittel f\u00fcr den Einsatz auf der Baustelle auf.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Pantarhit S (FM) wurde in erfolgreicher Weise f\u00fcr sehr sandreiche Betone entwickelt, ist aber auch f\u00fcr andere Betone als Flie\u00dfmittel verwendbar. Es kann mit allen Normzementen verarbeitet werden. Die stark verfl\u00fcssigende Wirkung von Pantarhit S (FM) erm\u00f6glicht eine hohe Wassereinsparung. Dadurch wird die Steigerung der Festigkeit des Betons erreicht. Mit dem Zusatzmittel kann aus steifem Beton ein leicht verarbeitbarer Beton bis hin zum Flie\u00dfbeton erzielt werden. Mit Pantarhit hergestellte Betone lassen sich leichter pumpen, einbringen, verteilen und verdichten. Bei niedriger Zugabemenge wirkt Pantarhit wie ein normaler Betonverfl\u00fcssiger.<br \/>\nDen Projektergebnissen zufolge k\u00f6nnen durch die Zugabe von Pantarhit S (FM) in den Beton etwa 65 % des normalerweise ben\u00f6tigten Kieses eingespart werden. Zur Herstellung eines Ku-bikmeters Normalbeton braucht man aus der Kiesgrube (sandreiche Ge-gend) etwa 6 Tonnen Rohmaterial. F\u00fcr 1 m3 sandreichen Beton werden nur etwa 1,7 Tonnen Rohmaterial ben\u00f6tigt.<br \/>\nVon einer Produktionsmenge von insgesamt 39,9 Mio. m3 Beton in den Lan-desverbandsregionen mit Sand\u00fcberschussmengen in der K\u00f6rnung 0\/2 sind 80,7%  (= 32 Mio. m3 ) in den Betonfestigkeitsklassen B 5 bis B 25 ausgeliefert worden.<br \/>\nW\u00fcrden nur 25 % der Menge von 32 Mio. m3 als sandreicher Beton ausgeliefert, so erg\u00e4be sich rein rechnerisch eine Menge an sandreichem Beton von 8 Mio. m3. Das bedeutet unter der Annahme, dass die Austauschmenge Sand anstelle Kies etwa 500 kg\/m3 betr\u00e4gt (bei B 5 bis B 15 weniger als bei B 25), ein Ersatz von 4 Mio. t Kies durch die gleiche Menge Sand.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadresse:<br \/>\nFirma Ha-Be Betonberatungs GmbH, Baustoffpr\u00fcftechnik &#038; Co. KG,<br \/>\nSt\u00fcvestra\u00dfe 39, 31785 Hameln, Ansprechpartner: Herr Ulrich Meyer,<br \/>\nTel. 05151\/587-0, Fax \/ 59959.<\/p>\n<p>Eine offizielle Pr\u00e4sentation des Forschungsergebnisses hat auf der Baufachmesse in Neum\u00fcnster stattgefunden. Des Weiteren kam es zu zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen in der Tagespresse und in Fachzeitschriften.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wurde das insbesondere f\u00fcr sehr sandreiche Betone entwickelte Zusatzmittel Pantarhit S (FM) in erfolgreicher Weise durch die einschl\u00e4gigen Pr\u00fcfinstitute getestet. Die Projektziele wurden vollst\u00e4ndig erreicht.<br \/>\nEin wesentliches Kriterium f\u00fcr die F\u00f6rderung des Projektes im Sinne der Ressourcenschonung war es, dass die Rohstoffe zur Betonherstellung so sparsam wie m\u00f6glich abbaut werden, um den erheblichen Landschaftsverbrauch durch Kiesgruben und F\u00f6rderanlagen einzud\u00e4mmen.<br \/>\nNach den Ausf\u00fchrungen der Firma Baustoffpr\u00fcftechnik Hameln hat das neuartige Produkt \u00fcber die Aspekte Umweltentlastung und Wirtschaftlichkeit hinaus seit Juni 1996 sehr gro\u00dfes Interesse gefunden. Allerdings beschr\u00e4nkte sich das Absatzgebiet zun\u00e4chst auf sandreiche Gegenden wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin.<br \/>\nDeutlich wurde, dass sich der Absatz erst langsam entwickelt, da in der Branche generell eine z\u00f6gerliche Haltung gegen\u00fcber neuen Produkten festzustellen ist. Des Weiteren ist ein langwieriges Eignungspr\u00fcfungsverfahren Voraussetzung f\u00fcr den Einsatz von Pantarhit  S (FM). Einen starken Bef\u00fcrworter und Abnehmer des Produktes fand Herr Meyer von der Firma Baustoffpr\u00fcftechnik Hameln aber beispielsweise in Herrn Sievert sen. von der Firma Sievert AG &#038; Co, die neben dem Standort Osnabr\u00fcck mehrere Transportbetonwerke in Deutschland unterh\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Transportbetonindustrie leidet seit Jahren unter dem Druck knapper werdender Rohstoffe. Zu den Grundsubstanzen des Betons geh\u00f6ren begrenzt zur Verf\u00fcgung stehende Rohstoffe. Hierzu z\u00e4hlen im wesentlichen Zement, Kies, Sand und Wasser. Ziel des Projektes war es, unter Beimischung eines speziellen Betonzusatzmittels sandreichen Beton bis zur G\u00fcteklasse B 25 herzustellen. 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