{"id":18443,"date":"2023-07-13T15:13:37","date_gmt":"2023-07-13T13:13:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09983-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:40","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:40","slug":"09983-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09983-01\/","title":{"rendered":"Umweltvertr\u00e4gliche Pflanzenproduktion &#8211;  Indikatoren, Bilanzierungsans\u00e4tze und ihre Einbindung in \u00d6kobilanzen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Diskussion um die Umweltauswirkungen der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion gewann in den letzten Jahren verst\u00e4rkt an Bedeutung. In diesem Kontext ist es das Ziel dieses Vorhabens, den diesbez\u00fcglichen fach\u00fcbergreifenden Wissenstransfer und die Kommunikation zwischen den davon tangierten Personenkreisen durch eine zweit\u00e4gige Veranstaltung (Umweltvertr\u00e4gliche Pflanzenproduktion &#8211; Indikatoren, Bilanzierungsans\u00e4tze und ihre Einbindung in \u00d6kobilanzen) zu verbessern. Hierbei sollen die jeweils unter-suchten Ans\u00e4tze und Forschungsschwerpunkte zur Analyse der Umweltauswirkungen aufgezeigt werden; dabei sollen Bilanzierungsans\u00e4tze f\u00fcr einzelne \u00f6kologische Parameter und Umweltindikatoren ebenso diskutiert werden wie Bewertungsans\u00e4tze und -verfahren sowie deren Einbindung in \u00f6kologische Bilanzierungs- bzw. Bewertungsverfahren mit einer Schwerpunktsetzung auf \u00d6kobilanzen. Durch diese Gesamtschau sollen die Vor- und Nachteile der einzelnen Ans\u00e4tze identifiziert werden, um dadurch ggf. Ideen f\u00fcr eine m\u00f6glichst sinnvolle Kombination der einzelnen \u00dcberlegungen zu finden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErarbeitung eines Konzeptes f\u00fcr die Tagung. Auf der Grundlage von Literaturangaben und Expertengespr\u00e4chen wird zun\u00e4chst ein knapp gehaltenes Konzept f\u00fcr die zweit\u00e4gige Tagung erarbeitet. Desweiteren wird eine potentielle Referentenliste samt m\u00f6glichen Themenstellungen erstellt.<br \/>\nDiskussion und Beschlu\u00dffassung des Konzeptes. Im Rahmen eines Treffens der Projektpartner werden das erarbeitete Konzept sowie die potentielle Referentenliste diskutiert, entsprechend abge\u00e4ndert und damit die Struktur der Tagung endg\u00fcltig festgelegt.<br \/>\nAbsprache mit Referenten \/ Tagungsvorbereitung. Die Projektbearbeiter nehmen Kontakt zu den gew\u00fcnschten Referenten auf und stimmen die Inhalte der zu haltenden Vortr\u00e4ge detailliert ab. Anschlie\u00dfend werden entsprechende Tagungsank\u00fcndigungen erstellt.<br \/>\nDurchf\u00fchrung der Tagung. Die Projektbearbeiter f\u00fchren die Tagung in Wittenberg durch.<br \/>\nErstellung eines Tagungsbandes. Ausgehend von den Vortragsmanuskripten wird ein Tagungsband erstellt.<br \/>\nZusammenfassung und Ausblick. Abschlie\u00dfend wird ein Beitrag Zusammenfassung und Ausblick erarbeitet, in dem die wesentlichen Ergebnisse zusammengefa\u00dft und der gegebene Forschungsbedarf im Gesamtzusammenhang aufgezeigt werden sollen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufbauend auf der Analyse der inhaltlichen Schwerpunkte der diskutierten Instrumente und Bewertungskonzepte wurden Aussagen \u00fcber deren Anwendbarkeit f\u00fcr die Ermittlung und Bewertung der Umweltwirkungen der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion getroffen. Hieraus k\u00f6nnen verschiedene Ergebnisse abgeleitet werden.<br \/>\nGeografischer Bezug. \u00d6kobilanzen stellen eine Gesamt-Lebenswegbetrachtung unter Ber\u00fccksichtigung von R\u00fcckkopplungen zwischen verschiedenen Lebenswegabschnitten dar. Dadurch k\u00f6nnen Wirkungspotentiale auf globaler und in Teilbereichen regionaler Ebene ermittelt werden. Jedoch sind auch Ergebnisse auf lokaler Ebene m\u00f6glich &#8211; dabei werden aber stets die jeweils vor- und nachgelagerten Prozesse ber\u00fccksichtigt. Die Indikatoren und Bilanzierungsans\u00e4tze dagegen konzentrieren sich insbesondere auf den Lebenswegabschnitt Produktion auf dem Acker; sie erm\u00f6glichen deshalb ausschlie\u00dflich Aussagen auf betrieblicher Ebene. Hierbei sind grunds\u00e4tzlich nur Aussagen m\u00f6glich zwischen z. B. verschiedenen Anbau- oder Bewirtschaftungsalternativen. Auch steht die Betrachtung vorwiegend lokaler Effekte im Mittelpunkt.<br \/>\nBewertungskonzepte. Die Bewertung der Ergebnisse der Bilanzierungsans\u00e4tze und der \u00d6kobilanzen mu\u00df hinsichtlich methodischer Aspekte noch erheblich weiterentwickelt werden. Zwar folgen die Bewertungsmethoden der einzelnen Instrumente den grundlegenden Logiken einer Bewertung. Jedoch unterscheiden sich die Kriterien, Ziele und Erkenntnisinteressen teilweise. Eine Bewertung verbindet f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung landwirtschaftlicher Systeme und f\u00fcr die \u00f6kologische Bewertung von Produkten die zugrunde liegenden Sachinformationen mit subjektiven Elementen. So k\u00f6nnen z. B. Kosten-Nutzen-Ans\u00e4tze und Methoden wie die Nutzwertanalyse mit entsprechenden Modifikationen angewandt werden. Immer stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien bewertet werden soll, welche Me\u00dfparameter oder Indikatoren auszuw\u00e4hlen sind und welche Art der Gewichtung einzelner Aspekte wie angewandt werden sollen.<br \/>\nAnwendungsm\u00f6glichkeiten. Einen wesentlichen Bestandteil der Auseinandersetzung mit Fragen der Umweltvertr\u00e4glichkeit der Pflanzenproduktion stellt die Analyse und Beschreibung des Ist-Zustandes dar. Jedoch gilt es auf die Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit und dem Streben nach umfassenden, aussagekr\u00e4ftigen Daten und den tats\u00e4chlich vorhandenen und auch de facto bereitstellbaren Daten hinzuweisen. Die Erarbeitung und (allgemein verf\u00fcgbare) Bereitstellung entsprechenden Datenmaterials ist in diesem Zu-sammenhang eine wesentliche zuk\u00fcnftige Aufgabe, die alle Fachbereiche betrifft.<br \/>\nAusblick. Die oben dargelegte unterschiedliche Ausrichtung der verschiedenen Instrumente macht deutlich, da\u00df sie in Abh\u00e4ngigkeit von der jeweiligen Zielsetzung und dem jeweiligen Schutzziel spezifisch &#8211; auch nebeneinander &#8211; gew\u00e4hlt und genutzt werden k\u00f6nnen und ggf. m\u00fcssen. Weiterhin sollte, um dem Ziel einer m\u00f6glichst weitreichenden umweltvertr\u00e4glichen Landbewirtschaftung durch allumfassende Betrachtungen gerecht zu werden, ein integrales Zusammenwirken realisiert werden. Auch gilt es, durch interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit eine umfassende und fach\u00fcbergreifende sowie komplexe Ermittlung und Bewertung der Umweltwirkungen zu erhalten. Somit k\u00f6nnen einerseits fallspezifische Aussagen getroffen werden und andererseits kann evtl. eine einheitliche Me\u00dflatte als Standard ausgearbeitet werden. Die f\u00fcr die Bewertung zur Verf\u00fcgung stehenden methodischen Ans\u00e4tze sollten noch weiter entwickelt werden; insbesondere die Integration der unterschiedlichen Ans\u00e4tze zu einem Gesamtansatz, der ggf. im Rahmen von \u00d6kobilanzen als dem aus gegenw\u00e4rtiger Sicht am weitestgehenden entwickelten und normierten Instrument realisiert werden k\u00f6nnte, w\u00e4re w\u00fcnschenswert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Tagungsband, in dem die verschiedenen Vortragsmanuskripte und eine Zusammenfassung sowie ein Ausblick abgedruckt sind, liegt vor und kann bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bezogen werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Vortr\u00e4ge der in- und ausl\u00e4ndischen Referenten und der Diskussionen mit dem Auditorium lassen die dringende Notwendigkeit einer weitergehenden Erarbeitung von Me\u00df- und Bewertungsverfahren erkennen, durch die das Ma\u00df der Umweltvertr\u00e4glichkeit der Pflanzenproduktion beschrieben und quantifiziert werden kann. Es hat sich aber auch sehr deutlich gezeigt, da\u00df diese erweiterten neuen Methoden nicht allein fachbereichsbezogen beispielsweise durch die Landwirtschaft erarbeitet werden k\u00f6nnen und sollten, sondern m\u00f6glichst alle gegebenen Wirkungskategorien umfassen sollten und damit nur interdisziplin\u00e4r erarbeitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Diskussion um die Umweltauswirkungen der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion gewann in den letzten Jahren verst\u00e4rkt an Bedeutung. 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