{"id":18396,"date":"2023-07-13T15:10:25","date_gmt":"2023-07-13T13:10:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04832-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:26","slug":"04832-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04832-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Vakuum-Inlinerverfahrens zur Kanalrohrsanierung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war die Entwicklung eines sogenannten Vakuum-Inliner-Verfahrens zur Kanalrohrsanierung, das \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Umweltanforderungen in besonderer Weise entspricht.<br \/>\nDas Langzeitverhalten der eingesetzten Materialien gegen\u00fcber S\u00e4uren und Laugen (aggressive Stoffe im Abwasser, die den Kanal sch\u00e4digen) sollte verbessert sowie insgesamt eine h\u00f6here Festigkeit der Materialien erzielt werden. Gleichzeitig sollten &#8211; falls erforderlich &#8211; spezielle Filter zur Absorbtion der Styrold\u00e4mpfe entwickelt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Weiterentwicklung des Inliner-Verfahrens wurden zun\u00e4chst die Einzelkomponenten und das Zusammenspiel verschiedener Materialien erprobt (Harzmischanlage, Harzpumpe, Vakuumsaugpumpe, Harze und Glasfasergewebeschl\u00e4uche). Die Materialien wurden analysiert und die Pr\u00fcfberichte erstellt. Nach den ersten Testdurchl\u00e4ufen erfolgten entsprechende Ger\u00e4teanpassungen. Danach wurden die neuen Ger\u00e4tetypen mit angepassten Leistungen wiederum getestet und abgestimmt. Es folgten mehrere Test-Vorf\u00fchrungen vor interessierten Kunden und Feldversuche an praxisnahen Objekten sowie nochmals Optimierungsarbeiten aufgrund der gewonnenen Testergebnisse.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zum Projekt liegt der Bericht vom August 1999 mit den Testergebnissen des Verfahrens und der Auswahl der einzelnen Materialien vor.<\/p>\n<p>Durch den direkten Zusammenhang zwischen Gewebeart und der entsprechenden Harzwahl sind unterschiedliche Ergebnisse bzw. Inlinereigenschaften, die der Auftraggeber bestimmt und festlegt, m\u00f6glich. Es ist jeweils abzuw\u00e4gen, ob eine sehr kosteng\u00fcnstige Sanierung gew\u00fcnscht ist, bei der m\u00f6glicherweise keine hohen Festigkeiten erreicht werden k\u00f6nnen, oder eine Sanierung mit hohen Festigkeiten (hohe Dichte der Impr\u00e4gnierung ohne Luftbl\u00e4schen im Harz mit h\u00f6herer Wasserdichtheit nach DIN 4033 sowie DIN EN 1610) des Inliners. Die Aush\u00e4rtung erfolgt durch Einmischung von Hei\u00df-Trockendampf in die Druckluft, die den Schlauch aufbl\u00e4st und an die Kanalwandung dr\u00fcckt, mit unterschiedlichen Aush\u00e4rtungszeitr\u00e4umen bei Temperaturen bis 110o C.<\/p>\n<p>Insofern mu\u00df zun\u00e4chst festgestellt werden, ob die zu sanierende Rohrleitung noch eine ausreichende Statik aufweist. Ist dieses der Fall, kann beispielsweise durch Auswahl eines d\u00fcnnfl\u00fcssigen Harzes und eines Gewebeschlauches mit \u00fcberwiegend l\u00e4ngsgerichteten Fasern eine schnelle und kosteng\u00fcnstige Sanierung vorgenommen werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Firma roditec, Hobel-Ring 3, 24226 Heikendorf, Ansprechpartner: Herr Manfred Schmidt, Tel. 0431\/2 44 01-2, Fax 24 35 12.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auf Basis der reinen Patentanmeldung des Verfahrens wurde im Projekt nach Einsch\u00e4tzung der Firma roditec eine deutliche Weiterentwicklung hin zu einem \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Kanalrohrsanierungsverfahren vollzogen. Die Firma roditec sieht in ihrer Entwicklung ein Kanalrohrsanierungsverfahren, das kosteng\u00fcnstiger als die derzeit auf dem Markt befindlichen Verfahren ist und mit einem langlebigen und gegen\u00fcber aggressiven Medien im Abwasserbereich sehr best\u00e4ndigen Inliner aufwarten kann.<\/p>\n<p>Die Vermarktung dieses Verfahrens sieht roditec fachlich als nicht problematisch an, jedoch mit erheblichen und f\u00fcr das kleine Unternehmen kaum zu tragenden Kosten verbunden.<br \/>\nDie im Projekt gewonnenen Erkenntnisse seien k\u00fcnftig in die Erstellung von serienreifen Anlagen f\u00fcr die Herstellung der ben\u00f6tigten Gewebeschl\u00e4uche f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Baustellen umzusetzen. Bis jetzt w\u00fcrden die Standardgewebe werksseitig modifiziert. Dazu befinde man sich aber im Gespr\u00e4ch mit Glasgewebeherstellern. <\/p>\n<p>Insgesamt konnte das Projekt aus fachlicher Sicht nach zeitlichen Verz\u00f6gerungen und einigen M\u00fchen hinsichtlich der Verwendungspr\u00fcfung und der Erstellung des Abschlu\u00dfberichtes erfolgreich beendet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war die Entwicklung eines sogenannten Vakuum-Inliner-Verfahrens zur Kanalrohrsanierung, das \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Umweltanforderungen in besonderer Weise entspricht. Das Langzeitverhalten der eingesetzten Materialien gegen\u00fcber S\u00e4uren und Laugen (aggressive Stoffe im Abwasser, die den Kanal sch\u00e4digen) sollte verbessert sowie insgesamt eine h\u00f6here Festigkeit der Materialien erzielt werden. 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