{"id":18376,"date":"2023-07-13T15:12:52","date_gmt":"2023-07-13T13:12:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08598-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:12:52","modified_gmt":"2023-07-13T13:12:52","slug":"08598-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08598-01\/","title":{"rendered":"Aufbau des Zentrums f\u00fcr Wattenmeer-Monitoring und -Information in T\u00f6nning (Schleswig-Holstein)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>\u00d6kologische Dauerbeobachtung (Monitoring) als Grundlage des Naturschutzes im Wattenmeer soll mit neuen Methoden der \u00d6ffentlichkeit vermittelt werden. Ziel ist, die Diskrepanz zwischen dem Wissen einiger Spezialisten und dem tats\u00e4chlichen Handeln einer breiten \u00d6ffentlichkeit zu verringern. F\u00fcr diesen Zweck ist die Errichtung eines neuen Geb\u00e4udes notwendig. Naturschutz und Tourismusindustrie an der strukturschwachen Westk\u00fcste Schleswig-Holsteins sollen profitieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt wird in 2 Teilprojekten realisiert. A: Errichtung eines f\u00fcr diesen Zweck speziell entworfenen Geb\u00e4udes, B: Realisierung des neuen Vermittlungskonzeptes und Inbetriebnahme: A: Bauzeit innerhalb des DBU-F\u00f6rderzeitrahmens bis Anfang 2000, B: Diese Projekt wird ideell und personell von der DBU betreut. Laufzeit dieses Teilprojektes bis Ende 2000.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Teilprojekte A und B wurden inhaltlich und finanziell den Planungsvorgaben entsprechend durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDas Geb\u00e4ude konnte fristgerecht fertiggestellt werden. Ressourcenschonende kompakte Kubatur, Photovoltaik, Grauwassernutzung, W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung bei der Aquarienk\u00fchlung, umweltfreundliche W\u00e4rmed\u00e4mmung und die Verwendung recyclingf\u00e4higer Materialien sind Baukomponenten, die das moderne Beton-Glas-Geb\u00e4ude zum Beispiel f\u00fcr nachhaltiges Bauen machen. Die B\u00fcror\u00e4ume wurden Anfang 1999 bezogen, die Ausstellung wurde am 9. Juni 1999 durch die Ministerpr\u00e4sidentin des Landes Schleswig-Holstein Frau Heide Simonis feierlich er\u00f6ffnet. Zeitgleich wurde der Betrieb der verpachteten Gastronomie aufgenommen.<br \/>\nDer \u00d6ffentlichkeit wird eine Erlebnis-Ausstellung mit 11 Gro\u00dfaquarien pr\u00e4sentiert. Die Anordnung von Aquarien und Ausstellungselementen folgt einer inhaltlichen Systematik, die dem Besucher trotzdem erlaubt, seinen Weg frei zu w\u00e4hlen. Hauptzielgruppen sind Touristen im allgemeinen und Familien im besonderen. Die Ausstellungsdidaktik ist mit den Stichworten erlebnisorientiert, interaktiv, vom-Ph\u00e4nomen-ausgehend und Schwierigkeitsgrad-differenziert, also besucherorientiert, zu umschreiben. Am Ende des Jahres 1999 konnte bereits der 100 000ste Gast begr\u00fc\u00dft werden. Senioren waren als Nutzergruppe \u00fcberraschend h\u00e4ufig vertreten. Das Jahr 2000 als erstes vollst\u00e4ndiges Betriebsjahr brachte mit 207 000 G\u00e4sten mehr Besucher als in der Planungsphase erwartet. Somit ist das innovative Gesamtkonzept mit seinem Anspruch wissenschaftliche Inhalte kunden-orientiert, d.h. mit sinnlichem Erleben und Spa\u00df zu vermitteln, gemessen an der Besucherzahl, sehr erfolgreich. Dieses Ergebnis ist f\u00fcr das Jahr 2000 z.T. sicher auch auf die werbliche Pr\u00e4senz als weltweites Projekt der EXPO-Weltausstellung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Neben den touristischen und einheimischen Nutzergruppen sind die Schulklassen besonders hervorzuheben, f\u00fcr die spezielle Erkundungsmaterialien und Schulungsprogramme vorgehalten werden. Projektbegleitend wurde eine Evaluation durchgef\u00fchrt, die einerseits Analysen zur Besucher-Struktur und -Resonanz lieferte und andererseits die Nutzung und Wirkung einzelner Ausstellungsbestandteile untersuchte. Die vorsorgliche R\u00fcckstellung von Mitteln zur Optimierung der Ausstellung nach der Er\u00f6ffnung erwies sich in diesem Zusammenhang als sehr sinnvoll, einzelne Ausstellungsbestandteile konnten erweitert und verbessert werden. Die personale Vermittlung, wichtiger Bestandteil neben der Vielfalt des Angebotes und der Eigenaktivit\u00e4t des Gastes, konnte in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt und dem regionalen Arbeitsamt optimiert werden. 1999 und 2000 wurden insgesamt 24 Personen im Rahmen von AB-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr  die Arbeit im touristischen \u00d6ffentlichkeitsbereich qualifiziert und im Ausstellungsbereich eingesetzt. Neben der Ausstellung wird ein Veranstaltungsprogramm angeboten, das wiederkehrende F\u00fchrungen und Vortr\u00e4ge enth\u00e4lt, aber auch besondere Events, die nur einmalig angeboten, v.a. dem Anspruch des Forums f\u00fcr unterschiedliche Interessengruppen nachkommt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es wurde eine PR-Agentur beauftragt, die bis zur Er\u00f6ffnung 5 Pressedienste an einen bundesweiten Presse- und Medienverteiler verschickte. Werbefaltbl\u00e4tter mit einer Auflage von 100 000 St\u00fcck\/1999 und 210 000 St\u00fcck\/2000 wurden gedruckt und eine Brosch\u00fcre von 50 000 Ex. wird zum Kauf angeboten. Diverse Zeitungsartikel, Ver\u00f6ffentlichungen und Anzeigen in Ferienmagazinen, Fernseh- und Rundfunksendungen wurden veranlasst. Verschiedene Vortr\u00e4ge vor interessierten Laien und Fachleuten erg\u00e4nzen die PR-Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die komplexen Inhalte der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung als Grundlage f\u00fcr den Naturschutz im Wattenmeer werden im Multimar Wattforum T\u00f6nning erlebnisorientiert f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen pr\u00e4sentiert. Hohe Besucherzahlen zeigen, dass das innovative Konzept eine breite Resonanz hervorruft. Neben den Zielen der Wissenschaftsvermittlung werden strukturf\u00f6rdernde Effekte f\u00fcr die Region erzielt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens \u00d6kologische Dauerbeobachtung (Monitoring) als Grundlage des Naturschutzes im Wattenmeer soll mit neuen Methoden der \u00d6ffentlichkeit vermittelt werden. Ziel ist, die Diskrepanz zwischen dem Wissen einiger Spezialisten und dem tats\u00e4chlichen Handeln einer breiten \u00d6ffentlichkeit zu verringern. F\u00fcr diesen Zweck ist die Errichtung eines neuen Geb\u00e4udes notwendig. 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