{"id":18308,"date":"2023-07-13T15:14:22","date_gmt":"2023-07-13T13:14:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11025-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:25","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:25","slug":"11025-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11025-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von Haftklebestoffen und Trennbeschichtungsmassen zur Herstellung trennpapierfreier Selbstklebeetiketten (Phase 1)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bei der Herstellung von Etiketten fallen erhebliche Mengen an schwer recycelbaren Trennpapieren an. Diese Trennpapierabf\u00e4lle entstehen zentral beim Etikettendrucker oder dezentral beim Etikettierprozess. W\u00e4hrend die Matrixabf\u00e4lle gesammelt und zur Nutzung der W\u00e4rmeenergie verbrannt werden k\u00f6nnen, ist die Entsorgung der umfangreicheren Trennpapierabf\u00e4lle wesentlich problematischer. Ziel dieses Vorhabens sollte daher die Vermeidung der silikonbeschichteten Trennpapiere sein. F\u00fcr geometrisch einfache, d.h. rechteckige Etiketten sollte durch Entwicklung geeigneter Klebstoffe sowie Trennpapierbeschichtungen der Einsatz von Trennpapieren bzw. Trennfolie vollst\u00e4ndig vermieden werden. Bei geometrisch aufwendige Etiketten sollten die entwickelten Klebstoffe und Trennmassen nur noch partiell beschichtet werden, so dass einfache zu recycelnde Kunststoffe verbleiben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen der Labor- und Grundlagenversuche und der Rezepturentwicklung sollten die verschiedenen Rohstoffressourcen evaluiert werden. In Frage kommende Rohstoffe sowohl f\u00fcr den Bereich der Haftklebestoffe als auch f\u00fcr die Trennmassen sollten im Laborma\u00dfstab gemischt und getestet werden.<br \/>\nDie Ergebnisse der Untersuchungen sollten den Beweis erbringen, dass es m\u00f6glich ist, im Laborma\u00dfstab Systeme zu konzipieren, die zur Herstellung eines trennpapierfreien Etikettes verwendet werden k\u00f6nnen. Des Weiteren sollten die entwickelten Formulierungen f\u00fcr die im zweiten Teil des Projektes notwendigen Scale-up Versuche und Applikationstests als Grundlage dienen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit Hilfe der durchgef\u00fchrten Versuche ist es gelungen, einen UV-polymerisierenden Haftklebstoff im Laborma\u00dfstab zu entwickeln, der den Anforderungen des Druckprozesses gerecht wird und eine permanente Haftwerteinstellung besitzt. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde die Entwicklung f\u00fcr einen repsositionierbaren Haftklebstoff und einen abl\u00f6sbaren Haftklebstoff weiter vorangetrieben. Es wurden Rezepturen im Laborma\u00dfstab entwickelt, die das gesamte Haftspektrum abdecken. Au\u00dferdem sind Vernet-zungsparameter zur optimalen Nutzung der Systeme im Labor entwickelt worden. Diese gaben erste Anhaltspunkte f\u00fcr eine Parametereinstellung w\u00e4hrend der Scale-up Versuche.<br \/>\nDie umfangreichen Untersuchungen zur Trennbeschichtungsmasse haben ergeben, dass durchaus M\u00f6glichkeiten bestehen, trennpapierfreie Etiketten zu produzieren. Zum einen lassen sich Thermopapiere in einem Arbeitsgang bedrucken, mit einer Trennbeschichtung versehen und zum Abschluss selbstklebend ausstatten. Dieses Linerless-Thermoetikett kann nachtr\u00e4glich \u00fcber eine thermische Initiierung mit einfachem schwarzen Druckmuster oder geometrischen Formen durch die Trennschicht hindurch versehen werden. Zum anderen kann \u00fcber eine partielle Beschichtung einer Trennschicht und einem partiellen Klebstoffauftrag eine trennbeschichtungsfreie Zone erhalten werden, die nachtr\u00e4glich zu bedrucken ist. Die Applikation erfolgt in gleicher Weise wie beim  Linerless-Thermoetikett. Es wird nur der Thermodrucker gegen ein Druckwerk ausgetauscht, um nachtr\u00e4glich Informationen in die trennbeschichtungsfreie Zone zu drucken. Eine weitere L\u00f6sung ist die Herstellung eines Etiketts mit einer partiell beschichteten Trennfolie. Die Umsetzung der Haftklebstoffe und der Trennbeschichtung in den Technikumsma\u00dfstab verlief ohne Probleme.<br \/>\nDie Zielsetzung des Projektes, Umweltprobleme durch Vermeidung des silikonbeschichteten Trennpapiers mittels verschiedener L\u00f6sungsans\u00e4tze zu verringen, wurde erreicht. Neben der Funktionalit\u00e4t eines trennpapierfreien Thermoetiketts kann die Funktionalit\u00e4t f\u00fcr partielle Klebstoffbeschichtungen in Kombination mit partieller Trennmassenbeschichtung an mehreren Beispielen aufgezeigt werden. Die Anwendungen sind jedoch nur ein Auszug von M\u00f6glichkeiten, die durch den Einsatz verdruckbarer Haftklebstoffe und Trennmassen zu realisieren sind.<br \/>\nVerschiedene L\u00f6sungsans\u00e4tze zur Verringerung des Trennpapierabfalls, Verringerung des Energiebedarfs zur Trocknung von l\u00f6sungsmittelhaltigen Klebstoffen oder Dispersionen, Vermeidung von L\u00f6semittelemissionen und Vermeidung von Wasseraufbereitungsabf\u00e4llen wurden untersucht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse wurden in entsprechenden Fachartikeln ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es muss darauf hingewiesen, dass Klebstoffhaftwerte nicht alleine \u00fcber die Funktionalit\u00e4t f\u00fcr Etikettenanwendungen verantwortlich sind. Die Etikettiertemperaturen und die Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit bilden einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Faktor. Hier sollte im Einzelnen eine der Anwendung entsprechende spezifische Pr\u00fcfung der Klebstoffe erfolgen. Als limitierender Faktor kann nicht die erreichte Bedruckbarkeit der Trennmassen angesehen werden. In Kooperation mit der Druckfarbenindustrie lassen sich innerhalb kurzer Zeit L\u00f6sungen realisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bei der Herstellung von Etiketten fallen erhebliche Mengen an schwer recycelbaren Trennpapieren an. Diese Trennpapierabf\u00e4lle entstehen zentral beim Etikettendrucker oder dezentral beim Etikettierprozess. W\u00e4hrend die Matrixabf\u00e4lle gesammelt und zur Nutzung der W\u00e4rmeenergie verbrannt werden k\u00f6nnen, ist die Entsorgung der umfangreicheren Trennpapierabf\u00e4lle wesentlich problematischer. 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