{"id":18302,"date":"2023-07-13T15:09:13","date_gmt":"2023-07-13T13:09:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/03097-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:15","slug":"03097-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/03097-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Bioabfallverwertung: Innovativer Einsatz eines Pendelbodens als zentrales Element eines automatisierten, emissionsarmen Kompostierprozesses"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ausgehend von den gesetzlichen Anforderungen, die an Kompostieranlagen in Bezug auf anlagentechnische und arbeitshygienische Aspekte sowie hinsichtlich der infolge von m\u00f6glichen Geruchsemissionen entstehenden Akzeptanzprobleme zu stellen sind, ist es notwendig, herk\u00f6mmliche, meist manuell betriebene F\u00f6rder- und Transporttechnik durch innovative L\u00f6sungen zu ersetzen, die alle Kriterien einer \u00f6kologisch und \u00f6konomisch effizienten Betriebsweise erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Erreichung der Untersuchungsziele ist der Pendelbodenf\u00f6rderer hinsichtlich seiner Eignung als Umsetz- und Transportorgan mit hohem Automatisierungsgrad im Kompostierproze\u00df (z. B. Anlieferung, Aufbereitung, Intensivrotte, Konfektionierung) erprobt worden. Dazu war es notwendig, sch\u00fcttgut-, verfahrens- und antriebstechnische Versuche am Pendelbodenversuchsstand durchzuf\u00fchren, um in Auswertung dessen ein Gesamtkonzept f\u00fcr eine modular aufgebaute Kompostieranlage zu entwickeln.<br \/>\nAngestrebt wurde neben einer einfachen konstruktiven Gestaltung ein hoher Automatisierungsgrad sowie ein emissionsarmer, kontinuierlich ablaufender Verfahrensproze\u00df mit variierten Input- und Proze\u00dff\u00fchrungsparametern, so da\u00df gleichzeitig eine Minimierung gesundheitlich relevanter Arbeitsplatzindikationen erreicht wird.<br \/>\nAls zu variierende Parameter w\u00e4hrend der Untersuchungen wurden schwerpunktm\u00e4\u00dfig die Verweilzeiten des Materials im Proze\u00df, die Mischungsverh\u00e4ltnisse von Bioabfall und Gr\u00fcnschnitt, die Einstellung definierter Ausgangswerte f\u00fcr Wassergehalt und Sch\u00fcttdichte und der Ablauf des Prozesses in Abh\u00e4ngigkeit von der Bel\u00fcftungsrate betrachtet.<br \/>\nZus\u00e4tzlich zum konzipierten Projektumfang vorgenommene Analysen der mit Hilfe der Biotonne erfa\u00dften biogenen Stoffe aus dem Siedlungsabfallbereich f\u00fchrten zu fundierten Aussagen \u00fcber den Verlauf des Abfallaufkommens, der Zusammensetzung, Struktur und Sortenreinheit. Daraus konnten die entsprechenden Schlu\u00dffolgerungen f\u00fcr die Gestaltung des Systems bzw. dessen Modifikation abgeleitet werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>\u00b7 Entwicklung eines modularen Kompostiersystems auf der Basis des Pendelbodenf\u00f6rderers f\u00fcr die dezentrale als auch f\u00fcr die gro\u00dftechnische Anlagenkonzeption.<br \/>\n\u00b7 Einfache konstruktive Gestaltung des Rottemoduls unter Beachtung von Verschlei\u00df- und Korrosionsbeanspruchungstypen; entsprechende Werkstoffauswahl und Festlegung des Korrosionsschutzsystemes in speziellen Anlagenbereichen.<br \/>\n\u00b7 Modifikation der Pendelbalken in Abh\u00e4ngigkeit von den verfahrens- und f\u00f6rdertechnischen Anforderungen sowie Optimierung des Gleitlager- und Antriebssystems.<br \/>\n\u00b7 Einsatz einer komplexen Me\u00dfwerterfassung zur Steuerung und Regelung des Rotteverlaufs unter Auswertung von Wassergehalt, Temperatur und Sauerstoffbedarf im Kompostmaterial.<br \/>\n\u00b7 Ein- und Austragszyklen bzw. Umsetzungsprozesse oder Kreislauff\u00fchrung werden durch die Auswertung von verfahrensspezifischen Parametern mit Hilfe einer SPS gesteuert und \u00fcber f\u00f6rdertechnische Komponenten mit hydraulischen Antriebssystemen realisiert.<br \/>\nTrotz der erzielten Ergebnisse haben die Recherchen und Untersuchungen an der vorliegenden Thematik auch den noch bestehenden Forschungsbedarf hinsichtlich der Entwicklung von stoffbezogenen Austragssystemen und des spezifischen Einsatzes in der Abfallwirtschaft und Altlastensanierung aufgezeigt. Aus den Anwendungsbereichen zwingend vorgegeben sind dabei solche Kriterien wie Zuverl\u00e4ssigkeit, Wartungsarmut, Automatisierbarkeit und Emissionsminderung.<br \/>\nIn Bezug auf die Entwicklung der Ger\u00e4tetechnik, die den umweltcharakteristischen Anforderungen gen\u00fcgen mu\u00df, stellen sich die Schwerpunkte wie folgt dar:<br \/>\n\u00b7 Realisierung von geneigten F\u00f6rderprinzipien unter Ber\u00fccksichtigung der genannten Randbedingungen<br \/>\n\u00b7 Vorrichtungen zur Reduzierung bzw. Vermeidung der Restguth\u00f6he<br \/>\n\u00b7 Verkn\u00fcpfung von Anlagenkomponenten zur Realisierung von Stoffkreisl\u00e4ufen<br \/>\n\u00b7 Entwicklung von Vermarktungs- und Logistikstrategien f\u00fcr die erzeugten Produkte<br \/>\nAuch die erforderlichen Grundlagen zur Parameterbestimmung der In- und Outputstoffe im Sinne der Sch\u00fcttguttechnik liegen nur unzureichend vor.<br \/>\nWeitere innovative Anwendungsm\u00f6glichkeiten des Pendelbodens als selbstaustragendes System sind denkbar.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Teil- und Endergebnisse wurden im Zwischen- und Abschlu\u00dfbericht dokumentiert, der bei Bedarf zur Verf\u00fcgung gestellt werden kann. Kurzzusammenfassungen sind sowohl dem Jahresbericht des Institutes als auch dem World-Wide-Web zu entnehmen. Au\u00dferdem wurden auf der Basis des gef\u00f6rderten Projektes zwei Patentanmeldungen beim Deutschen Patentamt vorgenommen, die zur Zeit der patentrechtlichen Pr\u00fcfung unterliegen. Damit wird eine etwaige kommerzielle Nutzung gegenw\u00e4rtig erschwert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in dem Projekt erzielten Ergebnisse weisen den Pendelbodenf\u00f6rderer als grunds\u00e4tzlich geeignet f\u00fcr die Lagerung und den Transport des Frisch- und Fertigmaterials in und zwischen den Rottephasen sowie zur Durchf\u00fchrung des eigentlichen Rotteprozesses aus. Die verfahrenstechnische Steuerung der Abl\u00e4ufe l\u00e4\u00dft sich dem Stand der Technik entsprechend realisieren. Die Problematik der Abdichtung zwischen den Pendelbalken und des Pendelbodens insgesamt wird als konstruktiv l\u00f6sbar angesehen. Vorschl\u00e4ge zu einer entsprechenden Werkstoffwahl wurden dargelegt. Auf der Basis einer Einzelkomponente lassen sich verschiedenste Anlagenvarianten konfigurieren.<br \/>\nDie im Projektverlauf mehrfach angestrebte Kooperation mit Praxispartnern konnte bis zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt aufgrund unterschiedlicher Ursachen noch nicht realisiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ausgehend von den gesetzlichen Anforderungen, die an Kompostieranlagen in Bezug auf anlagentechnische und arbeitshygienische Aspekte sowie hinsichtlich der infolge von m\u00f6glichen Geruchsemissionen entstehenden Akzeptanzprobleme zu stellen sind, ist es notwendig, herk\u00f6mmliche, meist manuell betriebene F\u00f6rder- und Transporttechnik durch innovative L\u00f6sungen zu ersetzen, die alle Kriterien einer \u00f6kologisch und \u00f6konomisch effizienten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,2422,51,69,52,53],"class_list":["post-18302","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-landnutzung","tag-ressourcenschonung","tag-sachsen-anhalt","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"03097\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-03097.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"89.210,21","dbu_projektdatenbank_firma":"Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t MagdeburgInstitut f\u00fcr F\u00f6rder- und Baumaschinentechnik,Stahlbau, Logistik","dbu_projektdatenbank_strasse":"Universit\u00e4tsplatz 2","dbu_projektdatenbank_plz_str":"39106","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Magdeburg","dbu_projektdatenbank_p_von":"1993-06-16 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"1997-01-28 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"3 Jahre und 7 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0391\/67-18604","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Sachsen-Anhalt","dbu_projektdatenbank_foerderber":"9","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18302","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18302\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31305,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18302\/revisions\/31305"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18302"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18302"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18302"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}