{"id":18280,"date":"2023-07-13T15:07:52","date_gmt":"2023-07-13T13:07:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/00526-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:07:54","modified_gmt":"2023-07-13T13:07:54","slug":"00526-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/00526-01\/","title":{"rendered":"Aufbau der Benutzeroberfl\u00e4che einer Methodenbank f\u00fcr den Bodenschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Entwicklung, Anpassung und Implementation eines Informationssystems f\u00fcr die Umsetzung wasserwirtschaftlicher Forderungen in Bezug auf die Landnutzungsplanung und Landbewirtschaftung zur Erhaltung der Grundwasserqualit\u00e4t in Wasserschutzgebieten. Anla\u00df ist die Erkenntnis, da\u00df die aktuelle Art der Landbewirtschaftung ein hohes Gef\u00e4hrdungspotential f\u00fcr die Grundwasser- bzw. Trinkwasserqualit\u00e4t birgt. Dies schl\u00e4gt sich deutlich in besorgniserregenden Steigerungsraten der NO3-Belastung v. a. des oberfl\u00e4chennahen Grundwassers, aber auch der tieferen Aquiferbereiche nieder Die zunehmende Grundwasserbelastung mit Reaktionsprodukten v. a. der heterotrophen, aber auch der autotrophen Denitrifikation (Sulfat, Eisen, Hydrogencarbonate, CO2 etc.) lassen das tats\u00e4chliche Ausma\u00df des NO3-Eintrags nur erahnen, stellen aber viele Versorgungsunternehmen schon jetzt vor erhebliche Probleme bei der Aufbereitung ihrer Rohw\u00e4sser.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAus den Projektzielen ergeben sich bez\u00fcglich der Unterst\u00fctzung der Aufgaben eines Wasserversorgers durch Einsatz eines Informationssystems notwendige Arbeitsschritte in 4 Ebenen.<br \/>\n1. Organisation und \u00dcbergabe bereits vorhandener Datenbest\u00e4nde zum Gebiet des WVV SULINGER LAND.<br \/>\n2. Organisation und \u00dcbergabe bereits vorhandener Auswertungsmethoden zum Problemkreis Grund-wasserqualit\u00e4t.<br \/>\n3. Entwicklung der notwendigen Software (Hauptarbeitspunkt) auf der Basis der Methodenbank des Nieders\u00e4chsischen Bodeninformationssystems NIBIS.<br \/>\n4.  Implementation der Software beim WVV SULINGER LAND.<\/p>\n<p>Die Vorgehensweise basierte auf umfangreichen Vorarbeiten des Nieders\u00e4chsischen Landesamtes f\u00fcr Bodenforschung hinsichtlich der erforderlichen Software.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Grundlage der Arbeiten war die Weiterentwicklung der vorhandenen Ans\u00e4tze zum Aufbau von Bodeninformationssystemen. In ihrer Struktur sehr komplex, bedurfte es einer Weiterentwicklung dergestalt, da\u00df nicht als Systemspezialisten ausgebildetes Personal ein solches System bedienen kann.<br \/>\nDie \u00dcbernahme und Haltung von spezifischen Daten eines Wasserversorgers konnte erfolgen und bereitete keine besonderen Schwierigkeiten. Es zeigte sich aber, da\u00df in der Datenaufbereitung seitens des Datenerzeugers ein wesentlich h\u00f6herer Zeitaufwand angenommen werden mu\u00df als seitens der Nutzer von Informationssystemen gemeinhin vermutet wird.<br \/>\nDie vorhandenen Auswertungsmethoden zur Einsch\u00e4tzung der Tragf\u00e4higkeiten\/Potentiale von Standorten konnten adaptiert werden. Erweiterungen in Bezug auf spezifische Auswertungen zu Grundwasserqualit\u00e4t konnten vorgenommen werden. Generell wurden sie f\u00fcr die Planung\/Durchf\u00fchrung der Aufgaben eines Wasserversorgers als ausreichend angesehen.<br \/>\nDer aufwendigste Teil &#8211; und Schwerpunkt des Projektes &#8211; war die Entwicklung der notwendigen Software. Die entwickelte Software erlaubt den Zugriff auf Daten und Methoden unterschiedlicher Informationssysteme. Die verf\u00fcgbaren Elemente k\u00f6nnen f\u00fcr Nutzer direkt zug\u00e4nglich automatisiert und dokumentiert werden. Nutzer werden von der Kenntnis technischer Details entbunden und k\u00f6nnen sich auf die verf\u00fcgbaren Daten und Methoden in ihren inhaltlichen Kontexten konzentrieren, wobei seine Arbeitsumgebung in die heute am weitesten verbreitete Nutzeroberfl\u00e4che (Windows \u00b495 \/ Windows-NT) integriert ist. Die Implementation der Software als eine Menge von kooperativen Komponenten erlaubt ihre leichte Anpassung an verschiedene Inhaltskomplexe.<br \/>\nDas Design der Software unterst\u00fctzt die drei wesentlichen T\u00e4tigkeiten der Nutzer, n\u00e4mlich Identifikation der verf\u00fcgbaren Daten und Methoden, Datenauswahl und Datenverkn\u00fcpfung durch Methoden, Darstellung der Ergebnisse. Dabei wird der Schwerpunkt auf die generische Unterst\u00fctzung der Nutzer gelegt und ist nicht beeinflu\u00dft durch die Strukturen und Eigenschaften spezieller Daten- und Methodenbest\u00e4nde.<br \/>\nDer urspr\u00fcnglich vorgesehene Zeitrahmen konnte nicht eingehalten werden. Die Ursache lag in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in die der Auftragnehmer zur Entwicklung der Software geraten war.<br \/>\nDie Projekterfahrung hat gezeigt, da\u00df der Einsatz derartiger Systeme die nachhaltige Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen stark unterst\u00fctzen kann &#8211; in einigen Bereichen wird es erst durch den Einsatz derartiger Systeme m\u00f6glich. Der Einsatz des Systems bei der Durchf\u00fchrung bodenkundlicher Vorstudien im Trinkwasserbereich hat f\u00fcr Niedersachsen gezeigt, da\u00df bisher eine finanzielle Entlastung der Planungstr\u00e4ger in H\u00f6he von 25-30 Mio. DM erreicht wurde.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>&#8211; April 1994 auf einer Tagung der Norddeutschen Naturschutzakademie<br \/>\nVor Vertretern aus Kommunen, Kreisen, Landesbeh\u00f6rden und Planungsb\u00fcros<br \/>\n&#8211; Mai 1994 auf einer Tagung der Staatlichen \u00c4mter f\u00fcr Wasser und Abfall<br \/>\nVertretern der staatlichen \u00c4mter f\u00fcr Wasser und Abfall<br \/>\n&#8211; Juni 1994 auf einer Tagung der Geologischen L\u00e4ndes\u00e4mter<br \/>\nAuf einer Tagung der Geologischen Landes\u00e4mter im Juni in Berlin, auf der es im wesentlichen um GIS-gest\u00fctzte Aufgabendurchf\u00fchrung ging, ist das System in der derzeitigen Fassung vorgestellt worden<br \/>\n&#8211; Juli 1994 auf einer Tagung von Landschaftplanern in Bremen<br \/>\nVorstellung vor Vertretern von Planungsb\u00fcros aus Norddeutschland<br \/>\n&#8211; September 1994 auf der ECOINFORMA 1994 in Wien<br \/>\nAuf Einladung des Umweltbundesamtes der Republik \u00d6sterreich<br \/>\n&#8211; November 1996 EU-Tagung zu Soil Information Systems &#8211; Developments for the sustainable use of land<br \/>\n  resources<br \/>\nVorstellung vor allen verantwortlichen Personen, die in den EU-Staaten Bodeninformationssyteme aufbauen und betreiben<br \/>\n&#8211; Das System wird durch den Hersteller Digital Equipment GmbH vertrieben und hei\u00dft MEMAS<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Kontext einer Organisation zur Wasserversorgung erlaubt die entwickelte Software den durch die Metadatenbest\u00e4nde kontrollierbaren Zugriff auf relevante Daten. Nutzer sind von technischen Details entbunden und bekommen Daten so aufbereitet, wie es zur Beantwortung ihrer Fragen notwendig ist. Das System stellt den Zugriff auf geeignete Daten und ihre Verkn\u00fcpfung durch geeignete Methoden sicher. Da das gew\u00e4hlte Design hochgradig generisch ist, kann die Software an andere Fragestellungen und Daten- und Methodenbest\u00e4nde angepa\u00dft werden. Aus diesem Grund ist das Konzept durch die Bundesumweltministerkonferenz f\u00fcr den Einsatz beim Aufbau von Bodeninformationssystemen empfohlen worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Entwicklung, Anpassung und Implementation eines Informationssystems f\u00fcr die Umsetzung wasserwirtschaftlicher Forderungen in Bezug auf die Landnutzungsplanung und Landbewirtschaftung zur Erhaltung der Grundwasserqualit\u00e4t in Wasserschutzgebieten. 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