{"id":18274,"date":"2024-11-27T10:32:46","date_gmt":"2024-11-27T09:32:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06676-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:46","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:46","slug":"06676-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06676-01\/","title":{"rendered":"Biorohstoff Hanf &#8211; technisch-wissenschaftliches Symposium zum Thema Anbau und Nutzung von Hanf"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das wichtigste Ziel des Symposiums war, deutsche Institute und &#8211; vor allem mittelst\u00e4ndische &#8211; Unternehmen, die infolge der Hanfanbauverbote gegen\u00fcber anderen EU-L\u00e4ndern ein erhebliches Wissensdefizit in Sachen Hanf aufwiesen, in engen Kontakt zu den f\u00fchrenden internationalen Hanfexperten zu bringen. Hierdurch sollte eine Versachlichung der Diskussion um die Potentiale von Hanf und die Aufhebung der Anbauverbote erreicht sowie die Realisierung geeigneter innovativer \u00f6kologischer Produktlinien beschleunigt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7 Ausarbeitung des detaillierten Symposiumskonzeptes.<br \/>\n\u00b7 Schaffung der geeigneten Rahmenbedingungen: Das viert\u00e4gige Symposium fand in der Frankfurter Messe statt, eingebettet in die gr\u00f6\u00dfte Fachmesse f\u00fcr umweltfreundliche Konsumg\u00fcter, die BIOFACH \u00b495, und in den Weltkongre\u00df der biologischen Landbaubewegung, der IFOAM. Auf der BIOFACH wurde von der Firma TriTec GmbH eine Hanfprodukt- und Technologieschau veranstaltet. Dieser Kontext sollte dem BIOROHSTOFF-HANF-Symposium eine optimale Aufmerksamkeit und Wirksamkeit sichern.<br \/>\n\u00b7 Ansprechen und Auswahl geeigneter Referenten im In- und Ausland. Hierzu wurden vor allem die guten Verbindungen zu verschiedenen Verb\u00e4nden wie Deutsche Hanfgesellschaft, International Hemp Association oder FAO-Flax\/Hemp-Group genutzt.<br \/>\n\u00b7 Wiederholte Pressemitteilungen und Schaltung von Anzeigen.<br \/>\n\u00b7 Direktes Kontaktieren von einigen hundert potentiell interessierten Personen.<br \/>\n\u00b7 Durchf\u00fchrung des Symposiums mit einem eigens hierf\u00fcr geschaffenen Fachteam. Durchf\u00fchrung von Pressekonferenzen, Presseinterviews und Betreuung von Filmteams parallel zum Symposium.<br \/>\n\u00b7 Erstellung eines Tagungsbandes zum Symposium und nachtr\u00e4gliche \u00dcberarbeitung und Erg\u00e4nzung f\u00fcr die zweite und dritte Auflage.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Symposium BIOROHSTOFF HANF war das weltweit gr\u00f6\u00dfte technisch-wissenschaftliche Symposium, das bis heute zum Thema Anbau und Nutzung von Hanf veranstaltet wurde. \u00dcber 60 Hanfexperten aus 15 L\u00e4ndern konnten als Referenten gewonnen werden, um vor \u00fcber 200 Teilnehmern aus mehr als 16 L\u00e4ndern umfassend \u00fcber s\u00e4mtliche Bereiche der Hanfforschung und Entwicklung zu informieren und zu diskutieren. Damit wurden sowohl bei den Referenten als auch bei den Teilnehmern die Erwartungen \u00fcbertroffen. Das gro\u00dfe Engagement und Interesse von Referenten und Teilnehmern zeigte sich sowohl daran, da\u00df alle Referenten auf ihr Honorar verzichteten, als auch am Durchhalteverm\u00f6gen der Teilnehmer: Der Konferenzsaal war von 10 bis 19 Uhr nahezu voll besetzt.<br \/>\nErreichte Ziele im Bereich Wissenschaft und Forschung:<br \/>\nUnter den Teilnehmern fand sich ein hoher Prozentsatz an Entwicklern, Wissenschaftlern und Studenten, die ihre Diplom- bzw. Doktorarbeiten \u00fcber Hanf schrieben. Durch das Zusammenbringen einer gro\u00dfen Zahl von Hanfexperten kam es zum internationalen wissenschaftlichen und technischen Austausch auf aktuellstem Niveau. Die daraus resultierenden Synergismen regten Forschungskooperationen und Projektkoordinationen an. In diesem Zusammenhang wurde intensiv \u00fcber ungel\u00f6ste Probleme, Schwachstellen und Hemmnisse sowie L\u00f6sungsans\u00e4tze entlang der Wertsch\u00f6pfungskette diskutiert.<br \/>\nErreichte Ziele im Bereich Technologie- und Produktentwicklung:<br \/>\nDurch den Ansatz, auf dem Symposium alle Bereiche entlang der Wertsch\u00f6pfungskette vom Saatgut bis zum Endprodukt zu Wort kommen zu lassen, gab es intensive Kontakte zwischen den verschiedenen Teilen der Wertsch\u00f6pfungskette. Hierdurch wurde die Realisierung innovativer \u00f6kologischer Produktlinien stark unterst\u00fctzt. Unternehmen, die an Hanfrohstoffen und Zwischenprodukten interessiert sind, konnten hier wertvolle Kontakte zu ausl\u00e4ndischen Firmen kn\u00fcpfen und so bereits konkrete Erfahrungen sammeln, bevor deutscher Hanf zur Verf\u00fcgung stand.<br \/>\nDurch das Zusammenbringen von Forschung und Unternehmen konnte die Umsetzung der wissenschaftlich-technischen Erkenntnisse in die Praxis unterst\u00fctzt werden. Kleinen und mittleren Unternehmen half das Symposium bzgl. der strategisch richtigen Ausrichtung am Markt durch realistischere Einsch\u00e4tzung von Technologien, Produktentwicklungen und Marktpotentialen. Dies gilt auch insbesondere f\u00fcr die \u00f6kologischen Marktsegmente. Deutsche mittelst\u00e4ndische Technologiefirmen und Anlagenbauer haben unmittelbar vom Symposium profitiert; sie versp\u00fcrten nach dem Symposium ein stark erh\u00f6htes nationales und internationales Interesse an ihren Entwicklungen. Konkrete Vertragsabschl\u00fcsse zum Aufbau moderner Faseraufschlu\u00dftechnologien sind unterwegs.<br \/>\nDie erreichten Ziele kamen in besonderem Ma\u00dfe den deutschen Wissenschaftlern und Entwicklern zugute. Bei der ung\u00fcnstigen Ausgangslage durch die damals bestehenden Anbauverbote und fehlender Forschungsmittel stellte das Symposium einen effektiven Weg dar, aufzuholen, das international erarbeitete Wissen nach Deutschland zu bringen und zuk\u00fcnftige Projekte auf diesem Wissen aufzubauen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit war von Beginn an ein ganz wesentlicher Bestandteil des Projektes. Die Integration des Symposiums BIOROHSTOFF HANF in die BIOFACH\u00b495 hatte als prim\u00e4res Ziel die Erh\u00f6hung von medialer Aufmerksamkeit und Wirkung. Zahlreiche Berichte in der in- und ausl\u00e4ndische Fach- und Tagespresse zeigten, da\u00df dieses Konzept aufgegangen ist. Dar\u00fcberhinaus publizierten Mitarbeiter vom nova-Institut verschiedene Fachartikel in in- und ausl\u00e4ndischen Zeitschriften.<br \/>\nBereits zum Symposium wurde ein Tagungsband herausgegeben, der inzwischen in erweiterter 2. und 3. Auflage (Gesamtauflage 700 Ex.) erschienen ist und zu dem wissenschaftlichen Standardwerk im Bereich Nutzhanf wurde: 60 Fachbeitr\u00e4ge auf 640 Seiten in deutscher und englischer Sprache, erweitert u. a. um eine ausf\u00fchrliche Symposiumszusammenfassung und ein Deutsch-Englisches-Fachlexikon.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Symposium BIOROHSTOFF HANF hat die bereits hoch angesetzten Erwartungen \u00fcbertroffen. Das Symposium hat das Wissen um Nutzhanf in Deutschland auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand gebracht, eine wesentliche Rolle bei der Versachlichung der Diskussion um die \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Potentiale von Hanf und damit zur \u00dcberwindung der Anbauverbote gespielt und schlie\u00dflich Wissenschaftlern, Entwicklern und Investoren wichtige Kontakte gebracht, die den Aufbau einer deutschen Hanfindustrie wesentlich unterst\u00fctzen.<br \/>\nDer Erfolg des Symposiums war sicher nicht nur im Konzept und dem Engagement der nova-Mitarbeiter begr\u00fcndet. Ebenso wichtig war, da\u00df die Zeit f\u00fcr ein solches Symposium goldrichtig war. Wissenschaft und Technik, ebenso wie Unternehmen und Politik warteten geradezu auf ein solches Ereignis.<br \/>\nAngesichts des gro\u00dfen Interesses wird f\u00fcr 1997 ein Folgesymposium anvisiert. Verbessert werden sollte die Kleingruppenkommunikation durch Bereitstellung geeigneter R\u00e4umlichkeiten, in die sich spezielle Interessengruppen zweckes vertiefender Diskussion zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das wichtigste Ziel des Symposiums war, deutsche Institute und &#8211; vor allem mittelst\u00e4ndische &#8211; Unternehmen, die infolge der Hanfanbauverbote gegen\u00fcber anderen EU-L\u00e4ndern ein erhebliches Wissensdefizit in Sachen Hanf aufwiesen, in engen Kontakt zu den f\u00fchrenden internationalen Hanfexperten zu bringen. 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