{"id":18272,"date":"2023-07-13T15:11:22","date_gmt":"2023-07-13T13:11:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06352-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:22","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:22","slug":"06352-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06352-01\/","title":{"rendered":"Kathodische Korrosionsschutz-Technik mit solarelektrischer autarker Energieversorgung und spezieller Steuerelektronik f\u00fcr Stahlbetonbauwerke und gef\u00e4hrdete Objekte"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Ziel unseres Vorhabens war es, ein modulares, angepasstes und betriebssicheres System mit einer optimierten Ger\u00e4tetechnik f\u00fcr den kathodischen Korrosionsschutz von Stahlbewehrungen in Beton zu entwickeln und am Ende des Vorhabens ein funktionst\u00fcchtiges Schutzsystem vorzustellen. Die Energieversorgung sollte auf der Basis adaptierter solarelektrischer Stromversorgungen realisiert werden, da sie besonders f\u00fcr dezentrale Anwendungen mit geringem Energiebedarf pr\u00e4destiniert sind und eine wirtschaftliche Alternative zu der konventionellen Versorgung darstellen. In einer Reihe von Anwendungsf\u00e4llen ist sie die einzige M\u00f6glichkeit, das Schutzsystem zu versorgen. Im Rahmen des Vorhabens mussten besonders auch im Hinblick auf die Stromversorgung die Besonderheiten der Schutzobjekte ber\u00fccksichtigt werden. Es handelte sich hierbei um die Montagem\u00f6glichkeiten und um die optimale Ausrichtung der Solarmodule, um die Energiespeicherung und um die M\u00f6glichkeit zur Anlagen\u00fcberwachung.<br \/>\nDie Korrosion von Stahl-Bewehrungen in Stahl-Betonbauwerken f\u00fchrt zum Teil zu erheblichen materielen Sch\u00e4den und gef\u00e4hrdet die allgemeine Sicherheit. Als technische L\u00f6sung zur Vermeidung von Korrosion bietet sich hier grunds\u00e4tzlich der kathodische Korrosionsschutz als elektrochemisches Schutzverfahren an.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Vorhaben wurde in enger Zusammenarbeit mit der BAM, der Bundesanstalt f\u00fcr Materialforschung und -pr\u00fcfung Berlin als wissenschaftliche Begleitung zur Korrosionsschutztechnik KKSB und zur Planung und Dimensionierung der Forschungsplattform durchgef\u00fchrt. Durch die Firma De Nora wurden wir im Hinblick auf die Auswahl der Anoden und des Aufbaus der Plattform beraten. Die SET GmbH hatte die Gesamtverantwortung und war f\u00fcr die Konstruktion und die Entwicklung der Ger\u00e4te und des Gesamtsystems zust\u00e4ndig.<br \/>\nZu den Schwerpunkten der Ger\u00e4teentwicklung z\u00e4hlte die Entwicklung der Schutzstrom- und Ladeger\u00e4te.<br \/>\nBei der Entwicklung konnten wir auf das vorhandene know-how, das wir uns in den letzten 15 Jahren auf den Fachgebieten Korrosionsschutz und Solartechnik erarbeitet hatten, zur\u00fcckgreifen.<br \/>\nDieses galt auch f\u00fcr die Auswahl und Anwendung der Solarmodule und der Montagetechniken f\u00fcr die Module. Im Fall der Messelektroden haben wir versucht, kosteng\u00fcnstigere Varianten auf der Basis von CuCuSO4 mit und ohne Diaphragmamantel zu entwickeln. Die Bew\u00e4hrungsprobe m\u00fcssen diese Bezugs-Elektroden erst im rauen Alltag in der Forschungsplattform bestehen; sie werden dort mit den MNO2-Elektroden verglichen. Als Energiespeicher wurden handels\u00fcbliche wartungsfreie Akkumulatoren eingesetzt, die sich in den vergangenen Jahren f\u00fcr Korrosionsschutzanlagen f\u00fcr Rohrleitungssysteme bew\u00e4hrt hatten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die im Rahmen dieses Vorhabens entwickelten solarelektrisch versorgten Schutzsysteme sind nach Abschluss des Vorhabens als einsatzf\u00e4hig zu betrachten. Energetische Optimierungen des Gesamtsystems sind erst im Verlauf des weiteren Betriebes und nach weitern Untersuchungen m\u00f6glich. Die entwickelten Laderegler und Schutzstromger\u00e4te haben bereits im Verlauf des Vorhabens ihre Zuverl\u00e4ssigkeit und Betriebsf\u00e4higkeit im Labor und bei artverwandten Eins\u00e4tzen unter realen Bedingungen bewiesen. Sie wurden im SET-Pr\u00fcflabor im Klimaschrank und auf dem EMC Pr\u00fcfplatz eingehend gestresst und vermessen. Auf Grund der vorliegenden, erfreulichen Ergebnisse k\u00f6nnen die Systeme bereits jetzt in realen Anwendungen an Schutzobjekten eingesetzt werden. Die vorgesehenen eigenfinanzierten Langzeitversuche an der Forschungsplattform stehen noch aus; hierf\u00fcr ist die ca. 5-j\u00e4hrige Test-, Optimierungs- und Demonstrationsphase ab dem 01.01.2000 vorgesehen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Vorhabensergebnisse werden die beteiligten Firmen durch Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften, durch Vortr\u00e4ge auf Fachverbandstagungen und z. B. durch Vorort-Pr\u00e4sentationen an der Forschungsplattform sicherstellen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch das technische know-how der beteiligten Firmen und durch die Fachkompetenz der beteiligten Mitarbeiter konnte das Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Es wurden energetisch und ger\u00e4tetechnisch optimierte Gesamtsysteme entwickelt und an der Forschungsplattform auf dem Betriebsgel\u00e4nde der SET GmbH eingesetzt. Durch die firmengebundene Plattform ist auch zuk\u00fcnftig eine weitere freie Erprobung und Weiterentwicklung sichergestellt. Da die Plattform keine bautechnischen Aufgaben zu erf\u00fcllen hat &#8211; sie dient lediglich als Parkplatz -, k\u00f6nnen auch zerst\u00f6rend wirkende Versuche gefahren werden, um die Grenzen der angewandten Technik zu erforschen.<\/p>\n<p>Nach unserem Kenntnisstand stehen jetzt erstmalig, nach Abschluss des Vorhabens KASTELLO, optimierte solarelektrisch versorgte KKSB Systeme f\u00fcr reale Anwendungen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Ziel unseres Vorhabens war es, ein modulares, angepasstes und betriebssicheres System mit einer optimierten Ger\u00e4tetechnik f\u00fcr den kathodischen Korrosionsschutz von Stahlbewehrungen in Beton zu entwickeln und am Ende des Vorhabens ein funktionst\u00fcchtiges Schutzsystem vorzustellen. Die Energieversorgung sollte auf der Basis adaptierter solarelektrischer Stromversorgungen realisiert werden, da sie besonders f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,2425,51,70,52,53],"class_list":["post-18272","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-kulturgueter","tag-ressourcenschonung","tag-schleswig-holstein","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"06352\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-06352.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"134.290,81","dbu_projektdatenbank_firma":"SET selected electronic technologies GmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Am Marienhof 10","dbu_projektdatenbank_plz_str":"22880","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Wedel","dbu_projektdatenbank_p_von":"1996-03-18 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2000-06-21 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"4 Jahre und 3 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"(04103) 91239-0","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Schleswig-Holstein","dbu_projektdatenbank_foerderber":"8","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18272\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31275,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/18272\/revisions\/31275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}