{"id":18265,"date":"2024-11-27T10:32:43","date_gmt":"2024-11-27T09:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06384-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:44","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:44","slug":"06384-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06384-01\/","title":{"rendered":"Photovoltaisch betriebener Wasserl\u00fcfter f\u00fcr die Teich- und Fischereiwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der extensiven Teichwirtschaft sowie in nat\u00fcrlichen Gew\u00e4ssern und Hobbyteichen treten abh\u00e4ngig von der Eutrophierung besonders an sonnenreichen Tagen Sauerstoffdefizite auf, die zu N\u00e4hrstoffr\u00fcckl\u00f6sungen aus den Sedimenten und Algenbl\u00fcten sowie Schadgasbildung und Fischsterben f\u00fchren k\u00f6nnen. Zum Schutz dieser Gew\u00e4sser vor diesen Auswirkungen sind kleine photovoltaisch be-triebene Bel\u00fcfter geringer Leistung sehr gut geeignet.<br \/>\nDie mit Sonnenenergie betriebene Wasserbel\u00fcftung speziell von Fischteichen stellt eine umweltentlastende L\u00f6sung dar, weil durch photovoltaische Systeme Kraftstoff oder Strom verbrauchende Aggregate ersetzt werden k\u00f6nnen. Auf der Basis der Betriebs- und Anwendungserfahrung, die POLYPLAN mit dem PV-Bel\u00fcftungssystem SOWA erworben hat, soll dieses System im Hinblick auf seine Kosten, Anwenderfreundlichkeit und Langlebigkeit optimiert sowie ein weiterer serienreifer Kleinwasserbel\u00fcfter f\u00fcr die Teich- und Fischwirtschaft entwickelt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Projektphase wird eine \u00fcber den marktspezifischen bisherigen Kenntnisstand hinausgehende Marktanalyse auf der Basis einer gro\u00dfangelegten Fragebogenaktion und durch die Zuhilfenahme verschiedener statistischer Quellen durchgef\u00fchrt. Aus der Marktanalyse werden die \u00f6konomischen und technischen Anforderungen abgeleitet. Auf dieser Grundlage erfolgt in der Konzeptionsphase die Definition der Pflichtenhefte f\u00fcr die solaren Bel\u00fcftungssysteme. Auf Basis der Pflichtenhefte werden die entsprechenden Entwicklungsarbeiten f\u00fcr die Teilkomponenten Bel\u00fcfter, Laderegler \/ Schaltkasten, Modulst\u00e4nderung und Kabelstecksystem durchgef\u00fchrt. In der folgenden Modellbau- und Testphase werden Funktionsmodelle gefertigt und unter Labor- und Freilandbedingungen getestet. Nach einer auf den Testergebnissen basierenden \u00dcberarbeitung werden Prototypen des solaren Bel\u00fcftungssystems SOWA sowie des neu entwickelten solaren Wasserbel\u00fcfters QUIRLY erstellt und einer weiteren Testreihe zur Vorbereitung einer Nullserie unterzogen. Parallel zu den Entwicklungsarbeiten wird in enger Zusammenarbeit mit potentiellen Fertigungsbetrieben und Kunden ein Produktions- und Vertriebsnetz aufgebaut. Das Entwicklungsvorhaben wird mit der Erstellung von Datenbl\u00e4ttern und Betriebsanleitungen abgeschlossen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die in der weiterf\u00fchrenden Marktrecherche gewonnenen Erkenntnisse f\u00fchrten dazu, dass der Schwerpunkt des Entwicklungsvorhabens statt &#8211; wie urspr\u00fcnglich geplant &#8211; von der Kostenreduktion durch Standardisierung des SOWA-Systems auf die Neuentwicklung eines leistungsf\u00e4higen und preiswerten solaren Kleinbel\u00fcfters (QUIRLY) gelegt wurde. Durch diese von der DBU genehmigte \u00c4nderung der Zielsetzung wurde wegen unvorhersehbaren Schwierigkeiten bei der Auswahl eines geeigneten, langlebigen Antriebs und wegen einiger Versuchsreihen, die nur im Winter bzw. im Sommer durchgef\u00fchrt werden konnten, eine Projektverl\u00e4ngerung um 1,5 Jahre notwendig. Durch Umwidmung der einzelnen Entwicklungskosten konnten die Gesamtkosten konstant gehalten werden.<br \/>\nIm Bereich der Weiterentwicklung des SOWA-Systems wurde ein wirtschaftlich hochinteressantes St\u00e4nderungssystem entwickelt, das auch in anderen Bereichen der Solarenergie eingesetzt werden kann. Weiterhin wurde ein standardisierter Schaltkasten entwickelt, der alle f\u00fcr das Bel\u00fcftungssystem erforderlichen Steuerungsaufgaben \u00fcbernimmt und durch seine Kabelsteckanschl\u00fcsse einfach mit den Komponenten zu verbinden ist. Die durch die Standardisierung des SOWA-Systems erzielte Kostenreduktion wird den Absatz zwar erleichtern; sie wird diesem System jedoch vermutlich nicht den erhofften Durchbruch in den Markt der Fischz\u00fcchter erm\u00f6glichen. Solange es nicht eine durchgreifende Preisreduzierung im Bereich der PV-Modulproduktion geben wird, solange wird der Absatz von Wasserbel\u00fcftern mit h\u00f6heren Nennleistungen im Fischzucht- und Gartenteichbereich schwierig bleiben. Durch eine Steigerung der Absatzzahlen kann besonders bei den FLAWA-Bel\u00fcftern sowie allen Systembauteilen -ausgenommen der Module- eine weitere Kostenreduktion erzielt werden, die die Absatzm\u00f6glichkeiten weiter verbessert. Weiterhin werden wir unsere Kontakte zu Kaufleuten in Taiwan und Israel dazu nutzen, einen Absatz in diese M\u00e4rkte zu forcieren. Die gro\u00dfindustrielle Fisch- und Garnelenzucht ist in die-sen L\u00e4ndern sehr stark verbreitet. Das dortige Klima ist pr\u00e4destiniert f\u00fcr den Einsatz solarer Systeme. Eine besondere Umweltentlastung geht von dem SOWA-System aus, wenn dieser batteriegest\u00fctzte, so-lare Bel\u00fcfter an Standorten ohne Netzstromanschluss die dort \u00fcblichen batterie- oder kraftstoffbetriebenen Bel\u00fcfter ersetzt.<br \/>\nMit dem QUIRLY-Bel\u00fcfter ist die Entwicklung eines sehr vielseitigen, preiswerten und leistungsf\u00e4higen solaren Wasserbel\u00fcfters gelungen, der in Deutschland ohne Konkurrenz ist. Die hohe Durchsatzrate mit den damit verbundenen positiven Effekten auf das Gew\u00e4sser (hoher Sauerstoffeintrag, Umw\u00e4lzung des Wasserk\u00f6rpers und dadurch Aktivierung der biologischen Aktivit\u00e4t, hohe Filterleistung, Phosphatabsorption, pH-Wert-Stabilisierung) bei sehr geringer elektrischer Leistungsaufnahme machen dieses Ger\u00e4t zu einem solaren System, das mit geringen Investitionen (kleines Modul) eine gro\u00dfe Wirkung erzielt. Die erzielbare Lebensdauer des Bel\u00fcfters von 20.000 h unterscheiden diesen Bel\u00fcfter von vielen anderen solaren Gleichstromsystemen und steht den netzstrombetriebenen Pump- und Bel\u00fcftungseinrichtungen in Sachen Lebensdauer in nichts nach.<br \/>\nEin Teil der W\u00fcnsche des Anforderungskatalogs konnten aus Kostengr\u00fcnden nicht realisiert werden. Da-zu geh\u00f6ren Zusatzfunktionen wie die integrierte Beleuchtung sowie die Fernbedienung.<br \/>\nDie Verkaufserfolge der Nullserie (60 Stck.) werden die M\u00f6glichkeiten aufzeigen, inwieweit das Bel\u00fcftergeh\u00e4use statt durch das Tiefziehverfahren im Spritzgussverfahren hergestellt werden kann. Durch die-ses Verfahren k\u00f6nnen bei entsprechender St\u00fcckzahl die Herstellkosten erheblich gesenkt und der Absatz des Ger\u00e4tes \u00fcber Bau- und Gartenm\u00e4rkte erm\u00f6glicht und damit einer sehr viel breiteren Kundengruppe angeboten werden.<br \/>\nDer Quirly-Bel\u00fcfter eignet sich wegen seiner geringen Leistung nicht als Ersatz f\u00fcr konventionelle Bel\u00fcfter in der Fischzucht. Er kann jedoch im Verbund mit einem kleinen Batteriepuffer Spitzenlasten w\u00e4hrend Sch\u00f6nwetterperioden abdecken und so eine Umweltentlastung darstellen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das SOWA-System sowie der QUIRLY-Bel\u00fcfter wurden in Zusammenarbeit mit Gro\u00dfh\u00e4ndlern des Fischzucht- und Gartenteichbedarfs auf verschiedenen einschl\u00e4gigen Messen ausgestellt. Weiterhin ist die Pr\u00e4sentation dieser Systeme in Fachzeitschriften aus dem Bereich der PV-Technik und der Fischzuchtindustrie geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Absatzchancen solarer Wasserbel\u00fcfter in der Fischtechnik wurden zu Beginn der Projektbearbeitung falsch eingesch\u00e4tzt. Dadurch wurde eine \u00c4nderung der Zielsetzung notwendig. Prim\u00e4r wurde ein leistungsf\u00e4higer, kleiner, preiswerter Wasserbel\u00fcfter konzipiert und zur Serienreife entwickelt. Die durch Standardisierung des solar betriebenen Flachwassersystems SOWA erzielte Kostenreduktion wird den Absatz im Bereich der Fischz\u00fcchter erleichtern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der extensiven Teichwirtschaft sowie in nat\u00fcrlichen Gew\u00e4ssern und Hobbyteichen treten abh\u00e4ngig von der Eutrophierung besonders an sonnenreichen Tagen Sauerstoffdefizite auf, die zu N\u00e4hrstoffr\u00fcckl\u00f6sungen aus den Sedimenten und Algenbl\u00fcten sowie Schadgasbildung und Fischsterben f\u00fchren k\u00f6nnen. 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