{"id":18205,"date":"2023-07-13T15:11:02","date_gmt":"2023-07-13T13:11:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05949-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:04","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:04","slug":"05949-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05949-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Sanit\u00e4rzusatzes f\u00fcr mobile Toilettensysteme auf der Grundlage von Fermentgetreide fl\u00fcssig &#8211; BroLacSani &#8211;"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in Erg\u00e4nzung des DBU-F\u00f6rderprojektes AZ 05972 Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit und Kl\u00e4ranlagenvertr\u00e4glichkeit biozidfreier Sanit\u00e4rpr\u00e4parate zur schrittweisen Substitution biozidhaltiger Produkte durchgef\u00fchrt. Ziel der Arbeiten war die anwendungsorientierte Entwicklung des so genannten Sanit\u00e4rzusatzes BroLacSani f\u00fcr mobile Toilettensysteme auf der Grundlage der Erfahrungen, die die Firma Kanne mit Fermentgetreide fl\u00fcssig und dem Brottrunk als weiteres Produkt des Hauses bei der Reduzierung von Ger\u00fcchen auf anderen Gebieten gesammelt hatte. Die Firma Kanne setzte das Produkt BroLacSani seit l\u00e4ngerem erfolgreich in Kompostieranlagen zur Verbesserung der Luft ein. Auch im Rahmen der Tierk\u00f6perbeseitigung und auf Kl\u00e4ranlagen war das Projekt mit Erfolg verwendet worden. Auf  Basis dieser Erkenntnisse wurden im Rahmen des Projektes in erster Linie die Aspekte Dosierung und Gebrauchstauglichkeit untersucht. \u00dcbergeordnetes Ziel der Firma Kanne war es, im Anschluss an das Projekt den so genannten Blauen Engel, der vom Umweltbundesamt in Berlin f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliche Produkte vergeben wird, f\u00fcr BroLacSani als Sanit\u00e4rzusatz zu beantragen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit der Ermittlung der effektiv notwendigen Dosierungen, um \u00f6kologisch bedenkliche \u00dcberdosierungen zu vermeiden, sowie der Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit wurde das Ingenieurb\u00fcro MITEC GmbH, Bremen, beauftragt. MITEC sollte entsprechende Reihenversuche auf den Gebieten Camping- und Miettoiletten durchf\u00fchren. Die Ergebnisse wurden in einem gesonderten Bericht zusammengefasst. Gleichzeitig wurde BroLacSani von einem Miettoiletten-Unternehmen &#8211; begleitet durch MITEC &#8211; getestet. Um f\u00fcr die Produktion und Vermarktung von BroLacSani Rahmenanforderungen zur Preisstellung und zu \u00fcblichen Darreichungsformen zu erhalten, wurden Recherchen zu anderen am Markt erh\u00e4ltlichen Sanit\u00e4rpr\u00e4paraten f\u00fcr den Campingbereich durchgef\u00fchrt. Die Markt- sowie die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen wurden von der Firma Kanne parallel zum F\u00f6rderprojekt eigenst\u00e4ndig durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zum Projekt liegt der ausf\u00fchrliche Bericht Untersuchungen zur Dosierung und Gebrauchstauglichkeit von BroLacSani in mobilen Toilettensystemen von 09\/1995 vor.<br \/>\nDie Firma MITEC ermittelte im Unterauftrag in umfangreichen Versuchen sowie durch Einsatzpr\u00fcfungen durch einen Toilettenvermieter f\u00fcr folgende Dosierungen von BroLacSani die Gebrauchtauglichkeit:<br \/>\n&#8211;\t100 ml auf 2 l Frischwasser f\u00fcr den Anwendungsfall Campingtoilette (Tankvolumen etwa 20 l);<br \/>\n&#8211;\t1,5  ml auf 20 l Frischwasser f\u00fcr den Anwendungsfall Miettoilette      (Tankvolumen etwa 170 l).<br \/>\nMit der Durchf\u00fchrung der Arbeiten zur Gebrauchstauglichkeit wurden f\u00fcr die Beantragung des Blauen Engels hilfreiche Daten ermittelt.<br \/>\nAls Ergebnis der eigenen Untersuchungen der Firma Kanne zur Wirtschaftlichkeitssituation wurden folgende Rahmenbedingungen f\u00fcr den Sanit\u00e4rzusatz BroLacSani festgelegt:<br \/>\na)\tBroLacSani sollte in 0,5 l-Flaschen vertrieben werden;<br \/>\nb)\tdie Flaschen sollten per Pfand-R\u00fccknahme-System mehrfach benutzt werden;<br \/>\nc)\taus der ermittelten Dosierung ergab sich eine Ausbeute von 5 Anwendungen pro Flasche;<br \/>\nd)\tder Gesamtpreis (incl. Pfand von DM 0,30) der 0,6 l-Flasche sollte 5,30 DM betragen;<br \/>\ne)\tdaraus ergab sich ein Preis von DM 1,00 pro Anwendung.<br \/>\nDer ermittelte Preis erschien im Vergleich mit konkurrierenden Sanit\u00e4rpr\u00e4paraten durchaus wettbewerbsf\u00e4hig. F\u00fcr den Anwendungsbereich der gewerblichen Miettoilette sollte BrocLacSani in gr\u00f6\u00dferen Beh\u00e4ltern angeboten werden. Es waren Kunststoff-Kanister mit 25 l Inhalt bis zu Kunststofftanks mit 500 l Fassungsverm\u00f6gen denkbar. Auch f\u00fcr diesen Anwendungsfall wurden Mehrweg\/ R\u00fccknahmesysteme ins Auge gefa\u00dft.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes wurden zum einen dem Projektbeirat, bestehend aus Vertretern des Umweltbundesamtes Berlin (UBA), der Abwassertechnischen Vereinigung (ATV) in Hennef, des VDWH Verbandes Deutscher Wohnwagen-Hersteller und der DBU im Rahmen des Projektabschlusses geschildert. Zum anderen wurden die Resultate in den Sitzungen der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung der Vergabe-grundlage f\u00fcr das Umweltzeichen \u0082Blauer Engel f\u00fcr Kl\u00e4ranlagenvertr\u00e4gliche Sanit\u00e4rpr\u00e4parate im Umweltbundesamt Berlin als Praxisbeispiel f\u00fcr alternative Pr\u00e4parate einem breiten Fachgremium (Vertreter der Industrie, Stiftung Warentest, Verbrauchsverb\u00e4nde etc) dargestellt. Aufgrund der Erf\u00fcllung der Kriterien f\u00fcr die Vergabe erhielt das Produkt BroLacSani sp\u00e4ter das G\u00fctezeichen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ermittlungen der erforderlichen Anwendungsdosierungen f\u00fcr die verschiedenen Einsatzgebiete von BroLacSani sowie die diesbez\u00fcgliche Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit wurden erfolgreich abgeschlossen und die entsprechenden Anwendungsempfehlungen herausgearbeitet. Die Firma Kanne erhielt sp\u00e4ter f\u00fcr das Produkt BroLacSani den Blauen Engel. Dennoch musste die Firma Kanne im Nachhinein feststellen, dass der Markt von chemischen Pr\u00e4paraten dominiert wurde. So gelang es letztlich nicht, BroLacSani als Sanit\u00e4rpr\u00e4parat in den Markt zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt wurde in Erg\u00e4nzung des DBU-F\u00f6rderprojektes AZ 05972 Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit und Kl\u00e4ranlagenvertr\u00e4glichkeit biozidfreier Sanit\u00e4rpr\u00e4parate zur schrittweisen Substitution biozidhaltiger Produkte durchgef\u00fchrt. 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