{"id":18152,"date":"2024-11-29T10:32:25","date_gmt":"2024-11-29T09:32:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11784-01\/"},"modified":"2024-11-29T10:32:25","modified_gmt":"2024-11-29T09:32:25","slug":"11784-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11784-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderung der Veranstaltung \u00d6kologischer Wandel im Dreil\u00e4ndereck Deutschland &#8211; Polen &#8211; Tschechien &#8211; 1. Internationales Sch\u00fclertreffen des Europ\u00e4ischen Schulnetzwerkes St. Marienthal"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Untersuchung des \u00f6kologischen Wandels im Dreil\u00e4ndereck D-PL-CZ durch Sch\u00fcler des Europ. Schulnetzwerks St. Marienthal. Exemplarischer Vergleich mit umweltrelevanten Problemen in der jeweiligen Heimatregion der Seminarteilnehmer. Hierbei Schwerpunkte auf Bergbau, Stromerzeugung und Gew\u00e4sser- und Luftbelastung.<br \/>\nDas Seminar soll einen Beitrag zur weiteren Sensibilisierung im Umgang mit \u00f6kologischen Problemen in Schulen leisten und grenz\u00fcberschreitende und gesamteurop\u00e4ische Impulse setzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAm Anfang des einw\u00f6chigen Seminars stellen die Teilnehmer die aktuelle \u00f6kologische Situation ihrer Heimatregionen vor. Mit Hilfe einer vorbereiteten Wandzeitung werden auch historische, arbeitspolitische und soziale Aspekte zu den Bereichen Bergbau und Energieerzeugung erkl\u00e4rt und Perspektiven f\u00fcr die \u00f6kologische und \u00f6konomische Weiterentwicklung der jeweiligen Heimatregion aufgezeigt. Anschlie\u00dfend erstellen Kleingruppen ein Thesenpapier, das gemeinsame Kernbereiche der vorgestellten Situationen und Perspektiven aufzeigt.<br \/>\nVor den nun geplanten Exkursionen und der inhaltlichen Verkn\u00fcpfung mit ausgew\u00e4hlten<br \/>\nUmweltproblemen in der Euroregion Neisse formulieren einzelne Seminargruppen konkrete Arbeitsauftr\u00e4ge f\u00fcr die drei verschiedenen Exkursionsgruppen. Durch Besichtigungen und Vortr\u00e4ge vor Ort (Hagenwerder, Bogatynia, Riesengebirgs- nationalpark) bekommen die Seminarteilnehmer Informationen \u00fcber die durch den Braunkohleabbau und ihre Verstromung hervorgerufenen \u00f6kologischen Sch\u00e4den im Dreil\u00e4ndereck D-PL-CZ und dokumentieren sie mit Hilfe von Fotos, Zeichnungen, Interviews, Messergebnissen o. \u00e4.<br \/>\nDiese Dokumentation bildet die Grundlage f\u00fcr einen Vergleich \u00f6kologischer und daraus resultierender sozialer und wirtschaftlicher Probleme zwischen der Euroregion Neisse und der 15 verschiedenen Heimatregionen der Seminarteilnehmer.<br \/>\nDer letzte Seminartag beginnt mit der Erkundung alternativer bzw. umweltfreundlicher Energieanlagen in der Gemeinde Ostritz\/Neisse (pflanzliche Kl\u00e4ranlage, Solaranlage der Feuerwehr und Biomasseheizwerk).<br \/>\nAbschlie\u00dfend erfolgen im Seminarrahmen Absprachen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Weitergabe der auf dem Seminar erworbenen Erfahrungen und Erkenntnisse, auch mit dem Ziel, einen Beitrag zur Angleichung der  Umweltschutzstandards zwischen den Herkunftsl\u00e4ndern der Seminarteilnehmer zu leisten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Was haben wir aus diesem einw\u00f6chigen Seminar gelernt?- 1.) Der Br\u00fcckenschlag zwischen Ost und West in Form von pers\u00f6nlichen Begegnungen im IBZ St. Marienthal, direkt an einer (noch) EU-Au\u00dfengrenze, scheint ein richtiger Ansatz zu sein. Die seit 1994 st\u00e4ndig wachsende Anzahl von koope-rationsbereiten Partnerschulen im Netzwerk und die \u00fcberwiegend positiven R\u00fcckmeldungen der Semi-narteilnehmer best\u00e4tigen dies. 2.) Im raschen Proze\u00df des Zuammenwachsens der europ\u00e4ischen Staaten kann es nur nutzen, sich vor Ort einen pers\u00f6nlichen Eindruck von den gro\u00dfen Umwelt- und Wirtschaftsproblemen einer ganzen Region mitten in Europa zu machen, der in den n\u00e4chsten Jahrzehnten nur nach dem Solidarprinzip geholfen werden kann. Eine r\u00fccksichtslose Ausbeutung der Natur durch Braunkohletagebau und der Verstromung der Kohle hat grenz\u00fcberschreitend immense \u00f6kologische Sch\u00e4den hinterlassen und auf deutscher Seite die ganze Region nach der Schlie\u00dfung des hier gr\u00f6\u00dften Arbeitgebers, des Kohlekraftwerks Hagenwerder, vor fast unl\u00f6sbare wirtschaftliche und soziale Probleme gestellt. W\u00e4hrend des Seminars gewannen wir dank einiger Exkursionen in die n\u00e4here Umgebung von St. Marienthal aber auch den Eindruck, da\u00df hier im \u00f6kologischen Bereich einige Zeichen der Hoffnung gestzt wurden. So lernten wir in diesem Zusammenhang ein gro\u00dfes Renaturierungsprojekt, die gigantischen Tagebaukohlegruben von Hagenwerder (bei Berzdorf) betreffend, kennen oder besichtigten zwei Einrichtungen des EXPO-2000-Au\u00dfenstandorts Ostritz\/Neisse, die zur Gewinnung sanfter Energien gebaut wurden. Gerade die Seminarteilnehmer aus den osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern nahmen diese Versuche, den \u00f6kologischen Kahlschlag vergangener Jahre zu stoppen und Umweltsch\u00e4den so weit wie m\u00f6glich zu beheben, mit gro\u00dfem Interesse zur Kenntnis. 3.) Wichtig ist bestimmt auch, die netzwerkinternen Kontakte \u00fcber das allj\u00e4hrlich in St. Marienthal stattfindende Seminar zu intensivieren und auf eine noch breitere Basis zu stellen. Neben die traditionellen Austauschm\u00f6glichkeiten im Rahmen der schon gut funktionierenden Schulpartnerschaften k\u00f6nnten jetzt auch neue Begegnungen treten, wie etwa die M\u00f6glichkeit, ein Berufspraktikum in der Stadt einer anderen Netzwerkschule zu absolvieren. Auch die Nutzung der neuen Kommunikationsmedien innerhalb unseres europaweiten Schulverbunds k\u00f6nnte ausgebaut werden, um gemeinsam und zeitgleich technisch-naturwissenschaftliche Projekte zu bearbeiten oder alle Partnerschulen in die grenzenlose Entstehung eines Romans oder Theaterst\u00fccks einzubinden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>durch:<br \/>\n1.) die Herausgabe einer gemeinsamen Sch\u00fclerzeitschrift (ist in doppelter Ausf\u00fchrung beigef\u00fcgt)   &#8211;   2.) eine vertonte Videokassette, die die Seminararbeit visuell dokumentiert (liegt Ihnen bereits vor)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durchweg positiv. Deshalb setzt die St. Ursula-Schule ihre koordinierende Arbeit f\u00fcr die jetzt 15 Netz-werkschulen aus 10 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern fort, so da\u00df bereits das Programm eines einw\u00f6chigen Geschichtsworkshops vorliegt, der im Herbst 1998 ca. 60 Sch\u00fclerinnen\/Sch\u00fcler und 20 Lehrerinnen\/Lehrer unter dem Motto Vom II. Weltkrieg zum Haus Europa in das IBZ St. Marienthal einl\u00e4dt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Untersuchung des \u00f6kologischen Wandels im Dreil\u00e4ndereck D-PL-CZ durch Sch\u00fcler des Europ. Schulnetzwerks St. Marienthal. Exemplarischer Vergleich mit umweltrelevanten Problemen in der jeweiligen Heimatregion der Seminarteilnehmer. Hierbei Schwerpunkte auf Bergbau, Stromerzeugung und Gew\u00e4sser- und Luftbelastung. 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