{"id":18133,"date":"2023-07-13T15:13:30","date_gmt":"2023-07-13T13:13:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09733-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:32","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:32","slug":"09733-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09733-01\/","title":{"rendered":"Verbreitung der \u00d6ko-Audit-Verordnung in der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft mit kommunaler Unterst\u00fctzung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind die personellen und materiellen Aufwendungen zur systematischen Erarbeitung der Anforderungen der EG-Verordnung 1836\/93 zur Implementierung eines betrieblichen Umweltmanagementsystems, im Vergleich zu gro\u00dfen Unternehmen, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch. Acht Karlsruher Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen sollen in dem branchen\u00fcbergreifenden Projekt in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe in die Lage versetzt werden, innerhalb eines dreiviertel Jahres die Anforderungen der EG-\u00d6ko-Audit-Verordnung zu erarbeiten und im Betrieb umzusetzen, um eine kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes am Standort Karlsruhe auf freiwilliger Basis zu erreichen. Die abschlie\u00dfende Erstellung einer betrieblichen Umwelterkl\u00e4rung sowie Validierung durch einen zugelassenen Umweltgutachter ist Ziel des Projektes f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen im Stadtgebiet Karlsruhe. Auf die Anforderungen der DIN ISO Normenreihe 14000 wird erg\u00e4nzend eingegangen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der acht Karlsruher Unternehmen, der Stadtverwaltung Karlsruhe sowie des externen Kooperationspartners, werden in 11 halbt\u00e4gigen Bausteinen die Anforderungen der EG-Verordnung 1836\/93 in Vortr\u00e4gen und Praxisbeispielen in 9 Monaten vermittelt und in \u00dcbungsbeispielen, mit Checklisten sowie Schablonen, vertieft. Nach jedem Baustein sind Hausaufgaben im Unternehmen zu erledigen, die durch den externen Kooperationspartner begleitet und \u00fcberpr\u00fcft werden. Erg\u00e4nzend erfolgt eine gemeinsame Betriebsbegehung bei den Unternehmen durch Vertreter der Stadt Karlsruhe und Vertreter des Kooperationspartners.<br \/>\nDurch die branchen\u00fcbergreifende Gruppenarbeit werden Synergieffekte sowie Kosteneinsparungen beim betrieblichen \u00d6ko-Audit erwartet. Ein Workshop soll die Arbeitsschritte, Methoden und Ergebnisse anderen interessierten mittelst\u00e4ndischen Unternehmen zug\u00e4nglich machen. Nach Abschlu\u00df des Projektes soll eine freiwillige, durch die Stadtverwaltung moderierte Arbeitsgruppe aus Vertretern der am Projekt beteiligten Betriebe eingerichtet werden um den regelm\u00e4\u00dfigen Erfahrungsaustausch zum betrieblichen Umweltmanagement zu pflegen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das mit dem Projekt verfolgte Ziel, die Inhalte der beiden Umweltmanagementsysteme EG-\u00d6ko-Audit und DIN ISO 14001 kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen zu vermitteln und diese zu bef\u00e4higen, eines der beiden Umweltmanagementsysteme umzusetzen, ist \u00fcberwiegend gelungen. Die Minimierung der Kosten war hierbei ein wesentliches Ziel. Der gesteckte Kostenrahmen wurde eingehalten. Es wurden sogar teils wesentliche Einsparungen im Energie- und Abfallsektor erzielt. Eine weitere Ma\u00dfnahme zur Abw\u00e4rmenutzung in einer B\u00e4ckerei wird derzeit gepr\u00fcft. Entscheidend f\u00fcr die Gruppenarbeit ist weniger die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Branche, als eine gewisse Homogenit\u00e4t im vorhandenen Wissensstand. Betriebe mit eingef\u00fchrtem Qualit\u00e4tsmanagement verf\u00fcgen bereits \u00fcber Erfahrungen bez\u00fcglich der formalen Anforderungen an ein solches System. Dies war in der Projektgruppe deutlich geworden. Betriebe mit Qualit\u00e4tsmanagement w\u00fcnschten sich daher teils auch eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung der Inhalte der DIN ISO 9000 ff, insbesondere Anregungen zur Zusammenf\u00fchrung von Qualit\u00e4ts- und Umweltmanagementsystem. Ein Betrieb setzte dies unmittelbar nach Projektabschlu\u00df in Form eines gemeinsamen Umwelt- und Qualit\u00e4tshandbuches bereits um. Die notwendige Information und Einbindung der Mitarbeiter\/innen im Betrieb erfolgte unterschiedlich. Als Mittel wurden eingesetzt: Info-Brett, Mitarbeiter\/innen-Versammlungen, innerbetrieblicher Verbesserungswettbewerb und Gespr\u00e4chsrunden. Die jeweiligen gemeinsamen Betriebsbegehungen waren aus zweierlei Gr\u00fcnden wichtig: Sie vermittelten einen Eindruck vom Zustand des Betriebes und vom Stand der Umsetzung der in den Bausteinen vermittelten Inhalte. Gleichzeitig war dies auch eine vertrauensbildende Ma\u00dfnahme, aus der wichtige Aspekte f\u00fcr die weitere Umsetzung der betrieblichen Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem resultierten. Entscheidend als Signal sowie f\u00fcr die Motivation der am Projekt aktiv Beteiligten war, nach etwa der H\u00e4lfte der Projektdauer, ein gemeinsames Treffen der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer mit dem Umweltdezernenten und Schirmherrn des Pilotprojektes. Auf Anregung der Betriebe wurden weitere Treffen zum  Erfahrungsaustausch auch nach Projektende im Mai 1998 vereinbart. Diese fanden bereits dreimal in  unterschiedlichen Betrieben statt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits 1997 wurde in einem Artikel im Karlsruher Wirtschaftsspiegel \u00fcber das geplante Pilotprojekt informiert. Ein Pressetermin im Rathaus der Stadt Karlsruhe, unter Beteiligung eines lokalen TV-Senders, folgte im M\u00e4rz 1998. Zum Projektabschluss wurde dann im Mai 1998 ein halbt\u00e4giger Workshop bei der Handwerkskammer Karlsruhe durchgef\u00fchrt. Ein  Fachvortrag \u00fcber das Projekt, im Rahmen des Kongresses Lokale Agenda 21des Landes B.W. in Stuttgart, folgte im November 1998. Zum Workshop Agenda 21 in Kommunen des deutsch-franz\u00f6sischen Kooperationsraumes PAMINA im Januar 1999 in W\u00f6rth am Rhein wurde eine Projektbeschreibung zur Verf\u00fcgung gestellt. In 1999 ist ein Vortrag \u00fcber das Projekt im Umweltarbeitskreis der Kreishandwerkerschaft f\u00fcr den Stadt- und Landkreis Karlsruhe eingeplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Pilotprojektes zur systematischen Erarbeitung der Anforderungen der EG-Verordnung 1836\/93 und der DIN ISO 14001 wurden in acht Karlsruher Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen Umweltpr\u00fcfungen durchgef\u00fchrt und eine Umweltpolitik festgelegt. Durch die Gruppenschulung konnten die Beratungskosten erheblich gesenkt werden. Da die Projektteilnehmer nicht im Wettbewerb zueinander standen, wurden Informationen und Anregungen offen ausgetauscht und Probleme vorbehaltlos angesprochen. Ein weitere Optimierung der Gruppenarbeit kann m\u00f6glicherweise dadurch erfolgen, da\u00df Unternehmen mit Erfahrungen im Qualit\u00e4tsmanagement oder auch mit gleichgearteten Umweltauswirkungen als Gruppe zusammengefa\u00dft werden.<\/p>\n<p>Von den acht Unternehmen sind nach Projektende zwei Unternehmen nach DIN ISO 14001 zertifiziert worden. Ein weiteres Unternehmen strebt in 1999 die Validierung nach EG-\u00d6ko-Audit an. Die \u00fcbrigen Projektteilnehmer haben entweder dem gleichzeitig laufenden Qualit\u00e4tsmanagement zeitlich Priorit\u00e4t einger\u00e4umt, hier ist der Druck am Markt auf einige Branchen recht hoch, oder sie sind  mit den erzielten Ergebnissen intern zufrieden und sparen sich den letzten kostenintensiven formalen Schritt der Validierung bzw. Zertifizierung. Gerade die aktuellen Anforderungen der AGENDA 21 (Kapitel 28\/30) an die Kommunen zum Dialog mit der Wirtschaft, lassen ein solches Gruppenprojekt zur kosteng\u00fcnstigen Vermittlung der Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem aus Sicht der Stadt Karlsruhe auch k\u00fcnftig sinnvoll und geeignet erscheinen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind die personellen und materiellen Aufwendungen zur systematischen Erarbeitung der Anforderungen der EG-Verordnung 1836\/93 zur Implementierung eines betrieblichen Umweltmanagementsystems, im Vergleich zu gro\u00dfen Unternehmen, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch. 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