{"id":18075,"date":"2023-07-13T15:11:37","date_gmt":"2023-07-13T13:11:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06732-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:38","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:38","slug":"06732-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06732-01\/","title":{"rendered":"Erarbeitung von praxisnahen Vorschl\u00e4gen f\u00fcr das Anwachsen und die Weiterentwicklung von standortgerechten Waldaufbauformen &#8211; dargestellt auf der Grundlage von boden-, ern\u00e4hrungs- und ertragskundlichen Auswertungen langfristig angelegter D\u00fcngeversuche"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrung und Auswertung langfristig angelegter D\u00fcnge- und Anbauversuche relevanter Baum- und Geh\u00f6lzarten auf verbreiteten Kippsubstraten der Niederlausitz. Ziel des Projektes ist es, aufbauend auf den bisherigen Vorarbeiten und Auswertungen in den Jahren 1976 und 1985\/89, weitere Kenntnisse \u00fcber die Entwicklung der Forst\u00f6kosysteme in Abh\u00e4ngigkeit von den gepr\u00fcften Baumarten, den D\u00fcngevarianten und den Kippsubstraten zu gewinnen und praxisnahe Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Weiterentwicklung und Behandlung standortgerechter Waldaufbauformen abzuleiten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung vorgesehenen D\u00fcnge- und Anbauversuche wurden in den Jahren 1995\/1996 z. T. neuverpf\u00e4hlt, einige durchforstet und die wichtigsten D\u00fcngevarianten in den Monaten August (Laubgeh\u00f6lze) und Oktober bis Dezember (Nadelgeh\u00f6lze) blatt- und nadelanalytisch beprobt.<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 1996 erfolgte in den Holzartenversuchen Seese und Spreetal die Nachd\u00fcngung mit N, P, K zu den Baumarten Birke, Kiefer, Schwarzkiefer, Robinie und Pappel bzw. Stieleiche und Roteiche sowie einiger relevanter Geh\u00f6lze.<br \/>\nIm 2. Halbjahr 1996 begann die umfangreiche bodenkundliche Beprobung der wichtigsten Versuchsvarianten sowohl bei den \u00e4lteren Nadel- und Laubbaumversuchen als auch bei den j\u00fcngeren Versuchen der beiden Kippenkomplexe Seese und Spreetal. Die Proben werden z. Z. analysiert.<br \/>\nDie ertragskundlichen Aufnahmen sind f\u00fcr den Winter 1996\/97 vorgesehen und bei einigen Baumarten schon durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Aufgrund der bisher noch unvollst\u00e4ndigen Auswertungen der boden-, ern\u00e4hrungs- und ertragskundlichen Aufnahmen 1995\/96 k\u00f6nnen nur Teilergebnisse dargestellt werden. Nachstehend lassen sich diese<br \/>\na) bei den \u00e4lteren (um 1972 angelegten) Kiefernd\u00fcngeversuchen<br \/>\nb) bei den j\u00fcngeren (1981 angelegten) Nadel- und Laubbaumversuchen<br \/>\nfolgenderma\u00dfen kurz skizzieren.<br \/>\nBei den \u00e4lteren D\u00fcngeversuchen zeigen die ern\u00e4hrungskundlichen Auswertungen der Jahre 1995 und 1996, da\u00df sich die inzwischen zu Stangenh\u00f6lzern entwickelten Kiefern im Ern\u00e4hrungszustand stabilisiert haben. So besitzen die z. Z. 28- bis 30-j\u00e4hrigen Kiefern eine m\u00e4\u00dfige bis gute N- und P-Ern\u00e4hrung, die vor allem im An- und Aufwuchsstadium extrem schlecht war. Die Versorgung mit den \u00fcbrigen Hauptn\u00e4hrstoffen K, Ca, Mg ist nach wie vor ausgezeichnet. Die positiven N- und P-D\u00fcngewirkungen lassen sich durch die ertragskundlichen Parameter H\u00f6he, Brusth\u00f6hendurchmesser und Holzvorr\u00e4te hochsignifikant nachweisen. Das gilt f\u00fcr alle gepr\u00fcften Rohbodenformen der Trophiestufen A (arm) bis M (m\u00e4\u00dfig n\u00e4hrstoffversorgt).<br \/>\nDie bodenkundlichen Analysen weisen nach, da\u00df sich unter den NP-ged\u00fcngten Kiefern infolge der h\u00f6heren Nadelmassenproduktion und des dadurch bedingten gr\u00f6\u00dferen Streufalls wesentlich h\u00f6here, aber auch qualitativ bessere Auflagehumusmengen angesammelt haben, die zur Erh\u00f6hung des Oberbodenfruchtbarkeitszustandes beitragen.<br \/>\nDie Untersuchungen der j\u00fcngeren Anbauversuche in den Kippenkomplexen Seese und Spreetal dokumentieren die unterschiedlichen D\u00fcngewirkungen auf kohle\u00e4rmeren und kohlehaltigen Kippsubstraten bei den Baumarten Kiefer, Schwarzkiefer, Birke, Robinie, Pappel sowie Traubeneiche und Roteiche.<br \/>\nDie Bodenanalysen lassen sowohl die unterschiedliche Wertigkeit des Kippsubstrates als auch der Einflu\u00df der Baumart auf die Herausbildung des Bodenfruchtbarkeitszustandes erkennen und werten.<br \/>\nDie Ergebnisse der erneuten Auswertungen erm\u00f6glichen tiefere Einblicke in die Zusammenh\u00e4nge zwischen Humus- und Bodenbildung unter den verschiedenen Geh\u00f6lzen auf unterschiedlichen Rohbodenformen.<\/p>\n<p>Die Zwischenergebnisse werden im Abschlu\u00dfbericht wesentlich pr\u00e4zisiert und umfassend dargestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in der Zwischenauswertung erzielten Ergebnisse zeigen, da\u00df es m\u00f6glich ist, \u00fcber standort- und baumartenbezogene D\u00fcngeverfahren stabile, vielf\u00e4ltige Wald\u00f6kosysteme auf den Kippenfl\u00e4chen der Niederlausitz zu erzielen. Sie tragen dazu bei, die Umweltverh\u00e4ltnisse in den Abbaugebieten entscheidend zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Weiterf\u00fchrung und Auswertung langfristig angelegter D\u00fcnge- und Anbauversuche relevanter Baum- und Geh\u00f6lzarten auf verbreiteten Kippsubstraten der Niederlausitz. 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