{"id":18069,"date":"2023-07-13T15:13:26","date_gmt":"2023-07-13T13:13:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09543-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:26","slug":"09543-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09543-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung eines Qualifizierungsprogrammes f\u00fcr Jugend-Nachwuchskr\u00e4fte im Umweltschutz (Kurs Zukunftspiloten)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anla\u00df des Vorhabens ist der Bedarf an systematischer Personalentwicklung f\u00fcr die Umweltverb\u00e4nde.  Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines Qualifizierungsprogrammes in Form von Stipendien f\u00fcr Jugend-Nachwuchskr\u00e4fte im Umweltschutz: Eine Gruppe von 10 Stipendiaten im Alter von 18-25 Jahren aus der gesamten Bundesrepublik soll \u00fcber einen Zeitraum von einem Jahr durch Seminare, ein Praktikum und Studienbriefe fundiert zu Nachwuchskr\u00e4ften qualifiziert werden. Dabei werden fachliche, soziale und methodische Kompetenzen vermittelt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wird das Qualifizierungsprogramm in der f\u00fcnfmonatigen Vorbereitungsphase detailliert entwickelt, d.h. die inhaltliche Konzeption wird ausgearbeitet, die Konzepte f\u00fcr die Seminare werden entworfen, Praktikapl\u00e4tze geworben, geeignete Arbeitsmaterialien (Studienbriefe) f\u00fcr das Selbststudium der Stipendiaten recherchiert und ausgew\u00e4hlt. Parallel wird das Stipendienprogramm ausgeschrieben, das Auswahlverfahren entwickelt und durchgef\u00fchrt.<br \/>\nAm 31. M\u00e4rz 1998 beginnt der erste einj\u00e4hrige Kursdurchlauf zur Erprobung des Qualifizierungsprogrammes. Die Kursteilnehmer erhalten Studienbriefe, um im Selbststudium mit Hilfe von Einsendeaufgaben sich Fachkompetenz (zu Themen wie Umweltpolitik, Umweltrecht, Umwelt\u00f6konomie, Naturschutz, Landschaftsplanung, Wasser, Boden, Luft etc.) zu erarbeiten. Es werden insgesamt 25 Seminartage in Form von Wochenend-, Vier- und F\u00fcnftages-Seminaren  durchgef\u00fchrt, auf denen vor allem soziale und methodische Kompetenzen vermittelt und trainiert werden (z.B. Projektmanagement, Teamarbeit, Kommunikation, Zeitmanagement, Ziele setzen, Moderieren, Pr\u00e4sentieren, Visualisieren, &#8230;). Im Rahmen eines mindestens dreimonatigen, finanziell unterst\u00fctzten Praktikums bei Umweltorganisationen haben die Stipendiaten schon w\u00e4hrend des Kurses die M\u00f6glichkeit ihre erlernten Methoden und F\u00e4higkeiten in der Praxis zu erproben.<br \/>\nAb dem 1. M\u00e4rz 1999 findet innerhalb eines Monats die Nachbereitung des Projektes statt. Das Abschlu\u00dfzertifikat wird in der Umweltbewegung bekannt gemacht und es erfolgt die abschlie\u00dfende Evaluation, Abrechnung und Dokumentation des Projektes.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das gesetzte Projektziel, ein Qualifizierungsprogramm f\u00fcr Jugend-Nachwuchskr\u00e4fte im Umweltschutz zu entwickeln und zu erproben, wurde in vollem Umfang erreicht. Der Arbeits- und Zeitplan konnte eingehalten werden. In der Vorbereitungsphase wurde das Kurskonzept entwickelt. F\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Seminare wurde ein Trainerteam gebildet und ein aufeinander aufbauender Seminarablauf konzipiert; f\u00fcr die Ausstattung der Stipendiaten mit Studienbriefen wurde eine Kooperation mit der Universit\u00e4t Rostock eingegangen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit stellte die Universit\u00e4t den Teilnehmern 12 Studienbriefe mit Einsendeaufgaben und eine entsprechende Betreuung zur Verf\u00fcgung. Zus\u00e4tzlich erhielten die Kursteilnehmer aufgrund einer Kooperation mit dem F\u00f6rderverein Umweltmediation einen Studienbrief zum Thema Umweltmediation. F\u00fcr das drei- bis sechsmonatige Praktikum wurden knapp 30 Praktikastellen in nicht-staatlichen und staatlichen Umweltinstitutionen\/ bzw. -organisationen aquiriert. W\u00e4hrend des einj\u00e4hrigen Qualifizierungsprogrammes wurden insgesamt zehn Wochenend- bzw. Mehrtages-Seminare veranstaltet, die in verschiedenen Tagungsh\u00e4usern im Bundesgebiet stattgefunden haben. Die Teilnehmer haben ihr Praktikum in den verschiedensten Stellen durchgef\u00fchrt, so z.B. bei BUND, NABU, Umweltbundesamt, UN, European Environmental Bureau etc. und sie haben im Selbststudium die Studienbriefe bearbeitet. Von 10 Kursteilnehmern haben neun den Kurs absolviert; der Zehnte hat leider (aus Zeitmangel) fr\u00fchzeitig den Kurs beenden m\u00fcssen.<br \/>\nIm Rahmen der intensiven Projektevaluation konnte festgestellt werden, da\u00df die Seminare einem hohen qualitativen Niveau entsprachen. Hierzu hat die gute bis sehr gute Arbeit des Trainerteams wesentlich beigetragen und auch die Auswahl der Seminarinhalte hat sich als eine gute Wahl herausgestellt. Die Studienbriefe der Universit\u00e4t Rostock wurden von den Stipendiaten heterogen beurteilt: manche Studienbriefe wurden gut, andere weniger gut bewertet. Das Feedback der Studienbriefautoren zu den Ein-sendeaufgaben erwies sich als wenig ausf\u00fchrlich. Das Praktikum hat sich als ein sehr wichtiger Kursbaustein bew\u00e4hrt, da es die M\u00f6glichkeit bot, die erlernten Methoden und Kenntnisse in der Praxis anzuwenden sowie neue Organisationen und Personen im Umweltschutz kennen zu lernen.<br \/>\nDie urspr\u00fcngliche Kostenkalkulation konnte nicht v\u00f6llig eingehalten werden. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt beantragt, Haushaltsmittel umzuwidmen. Insgesamt war der Projekthaushalt jedoch zu knapp bemessen. Nur durch den massiven unentgeltlichen Arbeitseinsatz w\u00e4hrend des Projektes, konnte eine hohe Qualit\u00e4t erreicht werden. F\u00fcr Bildungsma\u00dfnahmen gilt, da\u00df der Personal- bzw. Arbeitszeitaufwand verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch im Vergleich zu den Sachkosten zu bemessen ist. Kapitalisiert man den unbezahlten Arbeitsaufwand dieses Projektes, so kommt man auf einen Fehlbetrag von ca. 80.000,- DM (60.000,- DM 1\/2 Stelle BAT IIa + 20.000,- DM Honorare f\u00fcr Handouts sowie zus\u00e4tzliche Honorare und Reisekosten f\u00fcr Trainer). Die Umweltentlastung aufgrund dieses Projektes erfolgt indirekt: Durch die Qualifizierung von kompetenten Nachwuchskr\u00e4ften f\u00fcr die Umweltbewegung, wird diese in ihrer Arbeit unterst\u00fctzt. Dadurch kann sie ihre Umweltentlastungs-Ziele eher erreichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zu Beginn des Projektes erfolgte im Rahmen der Ausschreibung der Stipendien eine sehr intensive Pressearbeit. In zahlreichen Umweltzeitschriften, wie auch in Tageszeitungen wurde \u00fcber das Projekt berichtet. F\u00fcr Interessenten und Bewerber wurde ein Informationsfaltblatt erstellt. W\u00e4hrend des Projektes wurden drei Ausgaben eines mehrseitigen Nachrichtenblattes (KursNews) herausgegeben, die Interessierte \u00fcber die Entwicklung und den Verlauf des Kurses unterrichteten. Auch in den DNR-eigenen Medien Deutschland-Rundbrief, DNR-Kurier und EU-Rundschreiben wurde von Zeit zu Zeit \u00fcber das Projekt berichtet und am 5. Juli 1998 konnte sogar in der 3SAT-Jugend-Umwelt-Sendung terranetcaf\u00e9 das Qualifizierungsprogramm vorgestellt werden. Als kontinuierliches und auch in Zukunft verf\u00fcgbares PR-Angebot dient die Homepage www.zukunftspiloten.de, die \u00fcbersichtlich und ausf\u00fchrlich \u00fcber den Kurs informiert. Dar\u00fcber hinaus wurden auf Sitzungen und Treffen der Umweltverb\u00e4nde und deren Jugendorganisationen das Projekt und die Ergebnisse pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Umweltbewegung leistet in Deutschland einen erheblichen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz. Ihr Erfolg fu\u00dft auf dem Engagement, der Kompetenz und Professionalit\u00e4t der in ihr aktiven Menschen. Zu diesem Fundament kann dieses neu entwickelte Qualifizierungsprogramm einen soliden Beitrag leisten, das hat der erste Probedurchlauf gezeigt. Insbesondere f\u00fcr die Schulung von Managementmethoden und sozialen Kompetenzen besteht ein gro\u00dfer Bedarf. Die Konzeption, diese Schl\u00fcsselqualifikationen zusammen mit Umweltfachthemen in Seminaren, einem Praktikum und Studienbriefen zu vermitteln, hat sich bew\u00e4hrt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anla\u00df des Vorhabens ist der Bedarf an systematischer Personalentwicklung f\u00fcr die Umweltverb\u00e4nde. 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