{"id":18053,"date":"2023-07-13T15:14:22","date_gmt":"2023-07-13T13:14:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11042-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:25","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:25","slug":"11042-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11042-01\/","title":{"rendered":"Aufbau einer Ausstellungsagentur Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>1. Einrichtung einer Ausstellungsagentur UMWELT, die Informationen zwischen AusstellungsmacherInnen und AusstellungsinteressentInnen vermittelt, damit das Potenzial vorhandener Umweltausstellungen effektiver eingesetzt und genutzt werden kann als bisher;<br \/>\n2. Einrichtung einer Ausstellungsdatenbank;<br \/>\n3. Aufbau eines Beratungsangebots zu geeigneten Umweltausstellungen;<br \/>\n4. Durchf\u00fchrung einer intensiven \u00d6ffentlichkeitsarbeit, um die Angebote der Ausstellungsagentur AusstellungsmacherInnen, -besitzerInnen und nutzerInnen gleicherma\u00dfen bekannt zu machen;<br \/>\n5. Erarbeitung eines \u00dcberblicks \u00fcber das Angebot an Umweltausstellungen in Deutschland, sowohl im Hinblick auf das Themenspektrum als auch auf die Qualit\u00e4t und die umweltp\u00e4dagogische Eignung der Ausstellungen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErarbeitung von Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr Umweltausstellungen in f\u00fcnf Kategorien:<br \/>\n\u00b7 Konzeptionelle und gestalterische Kriterien<br \/>\n\u00b7 Fach(wissenschaft)liche Kriterien<br \/>\n\u00b7 Didaktische Kriterien<br \/>\n\u00b7 Methodische Kriterien<br \/>\n\u00b7 Kriterien zur erg\u00e4nzenden inhaltlichen Ausstattung<br \/>\nBundesweite Recherche und Aufbau einer Datenbank auf der Grundlage:<br \/>\n\u00b7 Fragebogen der Ausstellungsagentur<br \/>\n\u00b7 Informationsmaterialien der AusstellungsbesitzerInnen<br \/>\n\u00b7 Telefonische oder pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che<br \/>\n\u00b7 Besichtigung von Ausstellungen<br \/>\nAufbau und Betreuung des NutzerInnenkreises mit Serviceangeboten f\u00fcr:<br \/>\n\u00b7 AusstellungsmacherInnen<br \/>\n\u00b7 AusstellungsbesitzerInnen<br \/>\n\u00b7 AusstellungsnutzerInnen<br \/>\nProjektevaluation durch das ECOLOG-Institut Hannover<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Alle Projektziele wurden im Wesentlichen erreicht, allerdings verlief die Umsetzung in zwei Bereichen anders als geplant:<br \/>\nF\u00fcr die Recherche von Ausstellungsdaten war der Projektzeitraum von einem Jahr sehr knapp bemessen. Die Erhebung der Daten war im Vorfeld als nicht so aufwendig eingesch\u00e4tzt worden. Ein sehr ausf\u00fchrlicher Fragebogen zur Ermittlung von Basisdaten f\u00fchrte bei einigen AusstellungsbesitzerInnen zu Unmut. Manche Daten lie\u00dfen sich gar nicht erheben, weil einige der angesprochenen Einrichtungen zwar ihre Ausstellung vermitteln lassen wollten aber nicht bereit oder in der Lage dazu waren, die notwendigen Informationen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<br \/>\nZu einem aufwendigen Umgang mit dem Datenmaterial f\u00fchrte der Umstand, dass die Anwendbarkeit der entwickelten Kriterien aufgrund der zeitlichen Enge nicht im Vorfeld erprobt werden konnte, sondern erst bei den ersten Ausstellungsbesichtigungen. Ergebnisse aus den Besichtigungen flossen w\u00e4hrend der gesamten Projektzeit in einen vorl\u00e4ufigen Kriterienkatalog zur Einsch\u00e4tzung von Umweltausstellungen ein. Deshalb konnten auch erst zum Ende des Projektes die endg\u00fcltige Fassung der Kriterien und die Daten der vermittelbaren Ausstellungen in die Datenbank eingegeben werden. F\u00fcr die Entwicklung der Kriterien erwies sich dieses Vorgehen als vorteilhaft, die Vermittlungst\u00e4tigkeit gestaltete sich dadurch jedoch anfangs als sehr zeitaufwendig.<br \/>\nDie \u00fcber den bewilligten Rahmen hinausgehenden Kosten f\u00fcr diese zus\u00e4tzlichen Arbeitszeiten konnten vom Wissenschaftsladen Hannover e.V. durch Eigenleistungen im Wesentlichen au\u00dferhalb der Abrechnung aufgefangen werden. Innerhalb des bewilligten Gesamtrahmens ergaben sich einige kleinere Verschiebungen (< 20%, etwas geringere Sachkosten und h\u00f6here Personalkosten) und gr\u00f6\u00dfere Einsparungen bei den Reisekosten, da durch geschickte Planung und private \u00dcbernachtungen die Hotelkosten zum gro\u00dfen Teil eingespart werden konnten.\nIn die Datenbank sind bis jetzt schon mehr als 180 vermittelbare Ausstellungen aufgenommen worden. Die gro\u00dfe Anzahl von Nachfragen und Vermittlungen belegt das Interesse an den Serviceleistungen der Ausstellungsagentur UMWELT. Sie tr\u00e4gt so zu einer besseren Ausnutzung und einem gr\u00f6\u00dferen Bekanntheitsgrad der vorhandenen Umwelt-Ausstellungen bei und verhilft so zu einer gr\u00f6\u00dferen Nachhaltigkeit der eingesetzten menschlichen und materiellen Ressourcen in der Umweltbildung.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\n\u00fcber\n\u00b7 Artikel in den einschl\u00e4gigen Fachzeitschriften f\u00fcr Umwelt (wie Umwelt, Umwelt kommunale \u00f6kologische Briefe oder Wechselwirkung) und Bildung\/Beratung (wie Umweltberatung im Dialog oder \u00f6kop\u00e4dnews);\n\u00b7 Einrichtung einer Website;\n\u00b7 Entwicklung und Druck eines Folders, der mit wenig Text und ansprechenden Bildern auf die Dienstleistungen der Ausstellungsagentur aufmerksam macht, verteilt als Beilage in Umwelt kommunale \u00f6kologische Briefe und in B.A.U.M. aktuell und im Rahmen einer umfangreichen Mailing-Kampagne;\n\u00b7 Vorstellung der Ausstellungsagentur UMWELT auf Tagungen und Messen;\n\u00b7 Entwicklung von Materialien f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Poster, Ausstellungsmodell).\n\n\nFazit\n\nMit dem Projekt Ausstellungsagentur UMWELT konnte erstmalig ein \u00dcberblick \u00fcber den Bestand an vermittelbaren Umweltausstellungen in Deutschland geschaffen werden. \nEs wurde eine Ausstellungsagentur aufgebaut und ihr Betrieb erprobt. Die Serviceleistungen der Agentur werden sowohl von AusstellungsbesitzerInnen als auch von AusstellungsnutzerInnen gut angenommen. Die Zukunft muss allerdings zeigen, ob die Kosten der Agentur allein \u00fcber NutzerInnengeb\u00fchren aufgebracht werden k\u00f6nnen oder ob nicht auch die AusstellungsbesitzerInnen in Verbindung mit erweiterten Dienstleistungen sowie andere Finanzquellen (wie z.B. Sponsoring) zur Finanzierung herangezogen werden k\u00f6nnen. Sinnvoll ist auch die Ausweitung des bisherigen Serviceangebotes f\u00fcr AusstellungsbesitzerInnen und EntleiherInnen.\n\nPerspektiven\nDie Ausstellungsagentur UMWELT wird aufgrund der positiven Resonanz bei AusstellungsanbieterInnen und -nutzerInnen \u00fcber die F\u00f6rderphase hinaus fortgef\u00fchrt. \nVor dem Hintergrund der Erfahrungen aus dem Projekt wurden weitere Ideen zur Erweiterung des Angebots der Ausstellungsagentur UMWELT entwickelt, die in ihren Grundz\u00fcgen in der Projekt-Dokumentation dargestellt werden.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens 1. Einrichtung einer Ausstellungsagentur UMWELT, die Informationen zwischen AusstellungsmacherInnen und AusstellungsinteressentInnen vermittelt, damit das Potenzial vorhandener Umweltausstellungen effektiver eingesetzt und genutzt werden kann als bisher; 2. Einrichtung einer Ausstellungsdatenbank; 3. Aufbau eines Beratungsangebots zu geeigneten Umweltausstellungen; 4. 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