{"id":18048,"date":"2023-07-13T15:13:41","date_gmt":"2023-07-13T13:13:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10035-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:42","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:42","slug":"10035-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10035-01\/","title":{"rendered":"Strategische Umweltfolgenpr\u00fcfung von Wirtschaftsf\u00f6rderprogrammen\/-projekten mit Hilfe digitaler geografischer Informationssysteme"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr die von der EU vorgeschriebene strategische Umweltfolgenpr\u00fcfung von strukturfondsgef\u00f6rderten Projekten und Programmen mit einem F\u00f6rdervolumen von \u00fcber 25 Mio ECU (ab F\u00f6rderperiode 2000 50 Mio Euro) sollen insbesondere die geografischen digitalen Informationen aus dem Umweltinformationssystem des Landes Brandenburg modellhaft am Beispiel des Neuen Hafens Brandenburg mit Hilfe des Programms ArcView eingesetzt werden, um durch fr\u00fchzeitige Projekttr\u00e4gerinformationen eine Vermeidung von Konflikten mit \u00f6kologisch sensiblen Gebieten zu erreichen, sowie eine Methodik f\u00fcr die Plausibilit\u00e4tskontrolle der F\u00f6rderantr\u00e4ge durch die Umweltbeh\u00f6rden zu entwickeln. Beides soll der Beschleunigung der Investitionsvorhaben an umweltschonenden Standorten dienen. Ein Datenvergleich mit sachsenanhaltinischen und NRW-Daten sowie den Daten der Europ\u00e4ischen Umweltagentur soll die \u00dcbertragbarkeit sicherstellen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitsschritte sind: 1. Datenrecherche von digitalen geografischen Daten mit Bezug zum Projekt; 2. Systematische Dokumentation der eingesetzten Daten, Pr\u00fcfung auf Verwendbarkeit; 3. Beurteilung von Landesdaten aus Sicht von Ortskenntnis und erg\u00e4nzender \u00f6rtlicher Literatur auf Relevanz und Einsetzbarkeit; 4. Entwicklung einer einfachen Evaluierungs- und Verkn\u00fcpfungsmethode mit ArcView an den Beispieldatens\u00e4tzen; 5. Grobkonzept f\u00fcr dezentrale\/zentrale Datenhaltung zur Umweltfolgenpr\u00fcfung f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderprogramme; 6. Entwicklung einer Methodik f\u00fcr die Information von Projekttr\u00e4gern und die Plausibilit\u00e4tskontrolle der Beh\u00f6rden aufbauend auf dem Einsatz einer ArcView-ARC\/INFO-Kombination; 7. Erstellung einer Anleitung f\u00fcr den Einsatz in der Landesverwaltung.<br \/>\nAn Methoden sind \u00fcbliche empirische Analyseinstrumente zur Ermittlung der vorhandenen Datenlage einschl. Delphi-Befragungen wichtiger Referate der Landesverwaltungen eingesetzt werden. F\u00fcr die Analyse sind  ArcView Routinen zur Verschneidung verwendet worden, wobei insbesondere das UVP-bezogene Spektrum der Leistungsf\u00e4higkeit von ArcView nach g\u00e4ngigen Methoden (vgl. z. B. Rauschelbach u.a. 1990, Kleinschmidt 1994) getestet wurde. In den ersten 4 Monaten ist eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr die o.g. 7 Arbeitsschritte f\u00fcr (cofinanziert) MUNR\/GL Berlin-Brandenburg erstellt worden. Danach wurden die Arbeitsschritte insb. mit Daten Sachsen-Anhalts (1998), Nordrhein-Westfalens (1999\/2000) und der Europ\u00e4ischen Umweltagentur wiederholt und die \u00dcbertragbarkeit analysiert. Als Ergebnis ist ein Leitfaden entstanden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr das Fallbeispiel Brandenburg konnten alle Ziele erreicht werden, wobei einige der eingesetzten digitalen Daten eher in weniger geeigneten Ma\u00dfst\u00e4ben vorlagen und insgesamt der Datenzugriff noch zu verbessern ist. Diese Empfehlungen wurden dem Land unterbreitet. F\u00fcr anzusiedelnde kleine und mittlere Unternehmen im Bereich des Fallbeispiels Hafen Brandenburg wurden die Abstandsklassen kartografisch aufbereitet, so dass eine Zonierung des Industriegebietes am Hafen f\u00fcr Ansiedler m\u00f6glich ist.<br \/>\nF\u00fcr Sachsen-Anhalt haben die Landesregierung und eine Wirtschaftsf\u00f6rdergesellschaft die digitalen Daten kostenfrei zur Verf\u00fcgung gestellt. Eine Cofinanzierung kam hier nicht zustande, so dass sich das Fallbeispiel auf eine grobe Plausibilit\u00e4ts\u00fcbertragung auf ein Industriegebiet im S\u00fcdosten Sachsen-Anhalts beschr\u00e4nkte, die jedoch mit positivem Ergebnis umgesetzt wurde. Das erg\u00e4nzend eingesetzte Satellitenbild brachte nicht die gew\u00fcnschten Ergebnisse (bessere Erkennbarkeit der Nutzungen), jedoch ist das Raumordnungskataster (Planungsinformationssystem) in Sachsen-Anhalt weiter entwickelt als in Brandenburg.<br \/>\nIn Oberhausen (NRW) wurde ein altes Stahlwerkgel\u00e4nde und seine Umnutzung ausgew\u00e4hlt. Hierbei wurde deutlich, dass die neuen Bundesl\u00e4nder inzwischen in Bezug auf digitale geografische Daten den Altbundesl\u00e4ndern voraus sind, jedoch werden im Gebiet des Kommunalverbandes Ruhrgebiet erg\u00e4nzende Daten angeboten (z. B. Luftbild, Realnutzungskartierung), die dieses Defizit wieder ausgleichen.<br \/>\nDie Daten der Europ\u00e4ischen Umweltagentur sind im Verh\u00e4ltnis zum Nutzen zu teuer und vom Ma\u00dfstab her ungeeignet. Die f\u00fcr ArcView entwickelten Prozeduren zur Umweltpr\u00fcfung wurden inzwischen zu ca. 60 % durch Weiterentwicklung des Programms selbst ersetzt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch eine Nachfinanzierung der Stadt Oberhausen soll eine CD-ROM erstellt werden, mit der die wichtigsten Daten und Arbeitsschritte verteilt werden k\u00f6nnen. Eine ausf\u00fchrliche Ver\u00f6ffentlichung in einer Fachzeitschrift ist 2001 geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die gesteckten Ziele wurden &#8211; wenn auch zeitlich verz\u00f6gert &#8211; im Projekt erreicht. Mit Hilfe von digitalen geografischen Daten k\u00f6nnen die EU-Strukturfonds-Umweltfolgenpr\u00fcfung qualifiziert untersetzt und die Ergebnisse veranschaulicht werden. Die Arbeitsschritte mit ArcView helfen z. B. Abst\u00e4nde zu Fau-na\/Flora-Habitat-Gebieten zu ermitteln oder die Industriegebiete in Abstandsklassen zu unterteilen. Dies dient gleichzeitig der fr\u00fchzeitigen Investoreninformation und auch der Plausibilit\u00e4tspr\u00fcfung durch die Umweltbeh\u00f6rden und die Europ\u00e4ische Kommission. Aufgrund des immer bedeutsamer werdenden Europ\u00e4ischen Rechts sind die Ergebnisse und Arbeitsschritte wichtige Hilfen f\u00fcr eine schnellere Pr\u00fcfung von Gro\u00dfprojekten, die aus EU-Strukturfonds gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr die von der EU vorgeschriebene strategische Umweltfolgenpr\u00fcfung von strukturfondsgef\u00f6rderten Projekten und Programmen mit einem F\u00f6rdervolumen von \u00fcber 25 Mio ECU (ab F\u00f6rderperiode 2000 50 Mio Euro) sollen insbesondere die geografischen digitalen Informationen aus dem Umweltinformationssystem des Landes Brandenburg modellhaft am Beispiel des Neuen Hafens Brandenburg mit Hilfe des Programms [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[504,2423],"class_list":["post-18048","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-bundesrepublik-deutschland","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"10035\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"Konkurs","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-10035.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"60.588,09","dbu_projektdatenbank_firma":"Sachverst\u00e4ndigenb\u00fcro Dr. KleinschmidtAbt. 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