{"id":18025,"date":"2025-04-10T10:32:10","date_gmt":"2025-04-10T08:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11896-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:32:12","modified_gmt":"2025-04-10T08:32:12","slug":"11896-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11896-01\/","title":{"rendered":"Alter f\u00fcr die Umwelt &#8211; Programm zur F\u00f6rderung nachberuflicher, freiwilliger und generations\u00fcbergreifender Arbeit \u00c4lterer im Umweltbereich in Bildung und Beratung, Forschung und Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In einer \u00e4lter werdenden Gesellschaft m\u00fcssen die Wissens- und Erfahrungspotenziale der \u00e4lteren Generationen verst\u00e4rkt erschlossen und f\u00fcr die Allgemeinheit in Form nachberuflicher freiwilliger T\u00e4tigkeit erhalten und nutzbar gemacht werden, wobei insbesondere die wachsende Zahl der h\u00f6herqualifizierten \u00c4l-teren f\u00fcr entsprechende Aufgaben gewonnen werden sollen. Das Programm Alter f\u00fcr die Umwelt hat sich zum Ziel gesetzt, Wege zur Erschlie\u00dfung dieses Potenzials f\u00fcr umweltbezogene Aufgabenfelder in den Bereichen Bildung und Beratung, Forschung und Entwicklung zu finden. In diesem Aufgabengebiet gibt es einen gro\u00dfen Handlungsbedarf, weil bisher die vorhandenen Potenziale \u00c4lterer gesellschaftlich (noch) nicht ausreichend genutzt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Umsetzung der zentralen Zielsetzung wurden verschiedene miteinander verzahnte Programmelemente entwickelt. Die Programmelemente zielten auf die Entstehung neuer Initiativen nachberuflichen freiwilligen Engagements im Umweltbereich bzw. auf die Unterst\u00fctzung von vorhandenen Initiativen und Einrichtungen sowie auf die Bekanntmachung von entsprechenden guten Beispielen, die als Vorbild dienen k\u00f6nnen. Das Programm wurde in drei Phasen realisiert:<br \/>\n1. In der Aufbauphase wurde die zentrale Infrastruktur des Programms geschaffen. Dies umfasste die Aufnahme der Zusammenarbeit zwischen den regionalen Kooperationspartnern und dem IES, die Anlage einer Datenbank, um die am Programm interessierten Personen und Einrichtungen systematisch zu erfassen, die Entwicklung von Informationsmaterial f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Programmfaltblatt, Netzwerkbrief, Internetauftritt) sowie die Einrichtung eines Programmbeirats.<br \/>\n2. In der Hauptphase veranstalteten die Kooperationspartner Workshops f\u00fcr die an nachberuflichem Engagement im Umweltbereich interessierten \u00c4lteren. Das IES hat engagementbereite \u00c4ltere durch eine Vermittlungsstelle beim Finden einer f\u00fcr sie geeigneten T\u00e4tigkeit im Umweltbereich unterst\u00fctzt. Au\u00dferdem wurde intensive \u00d6ffentlichkeitsarbeit betrieben (Netzwerkbriefe, Jahrestagung) und gute Beispiele nachberuflichen Engagement wurden erfasst und analysiert (u.a. Interviews mit engagierten \u00c4lteren).<br \/>\n3. In der Auswertungsphase erfolgte die Analyse und Dokumentation der Projektergebnisse.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zentrale Ergebnisse des Projekts Alter f\u00fcr die Umwelt:<br \/>\n&#8211; Die regionalen Kooperationspartner haben neue Initiativen nachberuflichen ehrenamtlichen Engagements in umweltbezogenen Handlungsfeldern auf den Weg gebracht, die \u00fcber das Ende der Modellphase hinaus weiter aktiv sein werden. Sie haben sich durch die Projektbeteiligung neue Formen der Zielgruppenerreichung und neue Themen erschlossen.<br \/>\n&#8211; Durch die Informations- und Vermittlungsstelle des IES wurden engagementbereite \u00c4ltere sowie interessierte Einrichtungen individuell \u00fcber das Projekt sowie Engagementm\u00f6glichkeiten informiert und beraten. An nachberuflichem Engagement interessierten \u00c4lteren konnten neue Aufgaben vermittelt werden.<br \/>\n&#8211; \u00dcber die Informations- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit (Herausgabe von Netzwerkbriefen, Veranstaltung von Tagungen, Homepage, Beantwortung von Einzelanfragen) wurde die interessierte \u00d6ffentlichkeit umfassend \u00fcber Projektintention und -ergebnisse informiert.<br \/>\n&#8211; Die in dem Projekt gesammelten Erfahrungen m\u00fcndeten in der Formulierung von allgemeing\u00fcltigen Aussagen zu den f\u00f6rderlichen und hinderlichen Bedingungen des nachberuflichen ehrenamtlichen Engagements im Umweltbereich. Auf den Erkenntnissen der Modellphase basierend konnten Zugangswege zur F\u00f6rderung des Engagements \u00c4lterer f\u00fcr umweltbezogene T\u00e4tigkeiten dargestellt werden, die Nachfolgeaktivit\u00e4ten anderer umweltbezogener Einrichtungen und Projekte stimulieren sollen.<br \/>\nErkenntnisse des Modellprojektes Alter f\u00fcr die Umwelt:<br \/>\n1. Die anvisierte Zielgruppe der h\u00f6herqualifizierten \u00c4lteren musste im Projektverlauf relativiert werden. Die fachlich kompetenten \u00c4lteren zeigten sich zwar an Umweltthemen interessiert, lie\u00dfen sich jedoch teilweise aufgrund von politischen und ideellen Vorbehalten nicht an Umweltbildungseinrichtungen vermitteln. Anderen an Umweltthemen interessierten Personen, die von den regionalen Kooperationspartnern angesprochen wurden, fehlten zuweilen die notwendigen Kompetenzen. Sie mussten dementsprechend zun\u00e4chst qualifiziert werden. Au\u00dferdem zeigten sich bei der Zielgruppenerreichung Stadt-Land-Unterschiede: In l\u00e4ndlichen Regionen war es schwieriger als in st\u00e4dtischen, engagementbereite \u00c4ltere f\u00fcr Umweltthemen zu interessieren. Eine erfolgreiche Zielgruppenansprache ist nur bei genauer Kenntnis der Kompetenzprofile der \u00c4lteren sowie der inhaltlichen und strukturellen Bedingungen der Einrichtungen m\u00f6glich. Die Umwelteinrichtungen m\u00fcssen die Gewinnung dieser Zielgruppe als strategische Aufgabe begreifen.<br \/>\n2. Die T\u00e4tigkeiten Bildung und Beratung, Forschung und Entwicklung wurden in der Projektkonzeption als besonders geeignete T\u00e4tigkeitsarten f\u00fcr engagementbereite h\u00f6herqualifizierte \u00c4ltere angesehen. Im Projektverlauf zeigte sich eine deutliche Pr\u00e4ferenz f\u00fcr den Bereich Wissensvermittlung. Gegen\u00fcber der beratenden Mithilfe von \u00c4lteren zeigten sich zuweilen Vorbehalte (z.B. seitens Kommunen, Berufsverb\u00e4nden), da eine Verdr\u00e4ngung von Erwerbsarbeit bef\u00fcrchtet wurde. Neben den genannten T\u00e4tigkeitsarten interes-sieren sich \u00c4ltere auch f\u00fcr praktische Aufgaben in der Umweltarbeit (z.B. Anlage und Pflege von G\u00e4rten). Sie erwiesen sich als besonders attraktiv f\u00fcr generationen\u00fcbergreifende Projekte. \u00c4ltere sind f\u00fcr Umwelteinrichtungen &#8211; so zeigen die Projekterfahrungen &#8211; nicht nur als Vermittelnde von Wissen interessant, sondern auch als Nutzerinnen und Nutzer entsprechender Angebote (speziell auch Angebote von \u00c4lteren f\u00fcr \u00c4ltere).<br \/>\n3. Die Entwicklung von generationen\u00fcbergreifenden Angeboten in umweltbezogenen Handlungsfeldern steht noch am Anfang. Die Erfahrungen des Projektes Alter f\u00fcr die Umwelt zeigen, dass nur handlungsorientierte Angebote eine Ansprache und Einbeziehungen von Jungen und Alten gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen. Weitere innovative Projekte auf dem Gebiet der Umweltkommunikation sind zuk\u00fcnftig zu entwickeln. Sie geben j\u00fcngeren und \u00e4lteren Menschen die M\u00f6glichkeit zum Erfahrungsaustausch und versetzen sie in die Lage, von den anderen Generationen zu lernen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Programmfaltblatt (Gesamtauflage 7.850 Exemplare); Netzwerkbrief (6 Nummern mit Auflagen zwischen 1.700 und 2.800 Exemplaren); ausf\u00fchrliche Projektinformation; Homepage (www.ies.uni-hannover.de\/ altum); 3 Jahrestagungen 1998, 1999 und 2000, 16 Workshops (Kooperationspartner).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Beim Modellprojekt Alter f\u00fcr die Umwelt erwies es sich als positiv, dass die theoretischen Annahmen zur Initiierung der generationen\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit in dem engen Kooperationsverbund aus Einrichtungen der Praxis (Umwelt- und Erwachsenenbildung) mit Institutionen aus dem wissenschaftlichen Bereich (Projekttr\u00e4ger DGFFA und der Netzwerk-Agentur IES) erprobt, weiterentwickelt und ausgewertet wurden. Auch f\u00fcr die weitere Entwicklung von neuen, innovativen Zug\u00e4ngen in der generationen\u00fcbergreifenden Umweltkommunikation ist die Verzahnung von Theorie und Praxis anzustreben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In einer \u00e4lter werdenden Gesellschaft m\u00fcssen die Wissens- und Erfahrungspotenziale der \u00e4lteren Generationen verst\u00e4rkt erschlossen und f\u00fcr die Allgemeinheit in Form nachberuflicher freiwilliger T\u00e4tigkeit erhalten und nutzbar gemacht werden, wobei insbesondere die wachsende Zahl der h\u00f6herqualifizierten \u00c4l-teren f\u00fcr entsprechende Aufgaben gewonnen werden sollen. 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