{"id":17975,"date":"2023-07-13T15:13:54","date_gmt":"2023-07-13T13:13:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10323-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:56","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:56","slug":"10323-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10323-01\/","title":{"rendered":"Becherspend- und Sp\u00fclautomat"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Konstruktion, Bau und Erprobung eines Becherspend- und Sp\u00fclautomaten (BSSA) mit folgenden Eigenschaften: Ersatz von Einwegbechern zum Genuss von Hei\u00df- und Kaltgetr\u00e4nken aus Automaten durch Mehrweg-Trinkgef\u00e4\u00dfe, die gegen Pfand am BSSA ausgegeben, nach Gebrauch zur\u00fcckgenommen, gesp\u00fclt und wieder bereitgestellt werden. Hierbei sind als Ziele definiert:<br \/>\n\u00b7 Verbesserung des Handlings bei der Nutzung des Mehrwegbechers<br \/>\n\u00b7 Steigerung der Akzeptanz durch den Nutzer durch optimale technische Ausf\u00fchrung, h\u00f6chstm\u00f6gliche Ergonomie und positive \u00e4sthetische Anmutung<br \/>\n\u00b7 Einsparung von Personalkosten f\u00fcr das Einsammeln und Sp\u00fclen des Mehrwegbechers, damit Anreiz f\u00fcr den Betreiber, das Mehrwegsystem einzusetzen<br \/>\n\u00b7 Zus\u00e4tzliche Ressourcenschonung durch geringere Verlustrate bei den Mehrwegbechern, da mit einem Pfandsystem gearbeitet wird. <\/p>\n<p>Der umweltrelevante Energie-, Wasser- und Sp\u00fclmittelverbrauch ist dabei gegen\u00fcber konventionellen Geschirrsp\u00fclmaschinen deutlich zu reduzieren und durch das Mehrwegsystems ist das Abfallaufkommen zu minimieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Entwicklung des Mehrwegsystems aus Becherspend- und Sp\u00fclautomat (BSSA) und Trinkbecher erfolgt in drei Stufen:<\/p>\n<p>Stufe 1: \tKonzepterstellung (Pflichtheft, L\u00f6sungssammlung, Bewertung der L\u00f6sungen)<br \/>\nStufe 2:\tKonstruktion und Bau eines Prototypen, Funktionstest, Auswertung<br \/>\nStufe 3:\tOptimierung des Prototypen, Herstellung einer Nullserie, Feldtest<\/p>\n<p>Die Aufgabenbereiche Design, Ergonomie, Marktanalyse und \u00d6kologie werden durch die Kooperationspartner bearbeitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Gestaltung des Ger\u00e4tes nach ergonomischen Gesichtspunkten und unter Ber\u00fccksichtigung wichtiger Designaspekte stellt sicher, dass sowohl die Akzeptanz der Kunden\/Nutzer als auch der Ger\u00e4tekomfort gew\u00e4hrleistet ist.<br \/>\nDie Umweltzielsetzungen des Projektes konnten erfolgreich realisiert werden: ein minimaler Wasserverbrauch von 50 ml pro gereinigter Tasse, der weit unterhalb (Faktor 4 bis 20) anderer Sp\u00fclsysteme liegt. Der Energieverbrauch des BSSA liegt mit 20 Wh pro gesp\u00fclter Tasse etwa 30 % unterhalb von handels\u00fcblichen Industriemaschinen. Unter Ber\u00fccksichtigung, dass der BSSA keine reine Sp\u00fcleinheit darstellt, kann auch dieses Ergebnis positiv bewertet werden. Das im Antrag formulierte Ziel, ungef\u00e4hr 6 Tonnen Einwegbecher pro Jahr einsparen zu k\u00f6nnen, kann aufgrund aktueller Daten auf mindestens 2.100 Tonnen pro Jahr gesch\u00e4tzt werden, wenn durch den Einsatz des BSSA etwa 10 % der bisher eingesetzten Einwegbecher substituiert werden, was aufgrund der vorliegenden Erfahrungen als realistische Zielgr\u00f6\u00dfe betrachtet werden kann.<br \/>\nUm den Absatz des neuen Ger\u00e4tes zu gew\u00e4hrleisten, muss das Ger\u00e4t wirtschaftlich betrieben werden k\u00f6nnen. Eine \u00dcberschlagsrechung, die auf den jeweiligen Einsatzfall angepasst werden muss, kommt zu dem Schluss, dass ab etwa 300 verkauften Kaffees pro Tag, der Einsatz des BSSA allein durch den Anteil der eingesparten Einwegbecher, wirtschaftlich ist.<br \/>\nVorteile des BSSA lassen sich wie folgt zusammenfassen:<br \/>\nDie deutliche Verbesserung des Handlings und der Akzeptanz bei der Nutzung von Mehrwegtassen werden durch eine optimale technische Ausf\u00fchrung, eine h\u00f6chstm\u00f6gliche Ergonomie und ein \u00e4sthetisches Ambiente erreicht. Das optionale Pfandsystem gew\u00e4hrleistet einen ungest\u00f6rten Tassenkreislauf. Dadurch ergeben sich erhebliche Kosteneinsparungen f\u00fcr das Einsammeln und Sp\u00fclen der Trinkgef\u00e4\u00dfe. Aufgrund des sehr niedrigen Wasserverbrauches ben\u00f6tigt das Ger\u00e4t keinen separaten Abwasseran-schluss. Dies gew\u00e4hrleistet, dass der BSSA problemlos in bereits bestehende Automatenzeilen integriert werden kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der gesamten Projektdauer wurde eine konsequente \u00d6ffentlichkeitsarbeit durchgef\u00fchrt. Die Werbung f\u00fcr den BSSA wird im Rahmen der Vertriebsaktivit\u00e4ten in den kommenden Jahren fortgef\u00fchrt. Ein Werbeplan f\u00fcr das Jahr 2001 wurde erarbeitet. Neben Anzeigen in ausgew\u00e4hlten Fachzeitschriften, Presseberichten und Direktmailings werden auch ausgew\u00e4hlte Fachmessen als Verkaufsplattform genutzt. Die Vorstellung des BSSA als CupServiceCenter auf der imega 2000, Internationale Fachmesse f\u00fcr Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung in M\u00fcnchen, best\u00e4tigte, dass der BSSA unter Ber\u00fccksichtigung gewisser Randbedingungen, die einen profitablen Einsatz des Ger\u00e4tes gew\u00e4hrleisten, eine gute Marktf\u00e4higkeit besitzt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Aus der Kooperation eines kleinen Maschinenbauunternehmens mit einer Designerin und dem Steinbeis-Transferzentrum Innovation und Umwelt, Mosbach, ist im Rahmen des F\u00f6rderprojektes ein innovatives Ger\u00e4tekonzept als marktf\u00e4higes Produkt entstanden, dass gleicherma\u00dfen ergonomischen, \u00f6kologischen wie auch \u00f6konomischen Gesichtspunkten in vollem Umfang Rechnung tr\u00e4gt.<br \/>\nDie Neukonstruktion einer Sp\u00fclzelle mit reduziertem Wasser-, Energie- und Sp\u00fclmittelverbrauch, der Tassenbef\u00f6rderungsmechanismus, die Ein- und Ausgabefunktionen des Ger\u00e4tes, der integrierte Tassenspeicher sind alles Eigenentwicklungen, die im Ergebnis umfangreicher Markt- und Patentanalysen von den Projektpartnern entworfen und konstruiert wurden. Der BSSA stellt als CupServiceCenter eine akzeptable, umweltfreundliche und wirtschaftliche Alternative zu den bisher eingesetzten Einwegbechern in Getr\u00e4nkeautomaten dar.<br \/>\nIn Abstimmung mit dem Bewilligungsempf\u00e4nger wird im ersten Quartal 2001 eine Produktbewertung von Automatenbetreibern mit Nutzerbefragung in Erg\u00e4nzung zum Abschlussbericht durchgef\u00fchrt. Ausgehend von der erfolgreichen Messepr\u00e4sentation des Prototyps im Oktober auf der imega 2000 in M\u00fcnchen und der Resonanz bei marktf\u00fchrenden Automatenbetreibern auf das innovative Produkt bieten sich f\u00fcr den Hersteller des BSSA und die neugegr\u00fcndete Vertriebsfirma Cup Service Center GmbH sehr gute Marktchancen in Deutschland und Europa. Es handelt sich um ein herausragendes Projekt, welches in der Branche  und in der \u00d6ffentlichkeit eine besondere Wirkung entfaltet und seine Zielsetzung einschlie\u00dflich zeitnaher Umsetzung in jeder Hinsicht erreicht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Konstruktion, Bau und Erprobung eines Becherspend- und Sp\u00fclautomaten (BSSA) mit folgenden Eigenschaften: Ersatz von Einwegbechern zum Genuss von Hei\u00df- und Kaltgetr\u00e4nken aus Automaten durch Mehrweg-Trinkgef\u00e4\u00dfe, die gegen Pfand am BSSA ausgegeben, nach Gebrauch zur\u00fcckgenommen, gesp\u00fclt und wieder bereitgestellt werden. 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