{"id":17967,"date":"2023-07-13T15:14:43","date_gmt":"2023-07-13T13:14:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11564-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:45","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:45","slug":"11564-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11564-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung einer mobilen Anlage zur Wiederaufbereitung von Schl\u00e4mmstrahlabf\u00e4llen aus der Bausanierung mit Strahlmittelkreislauff\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projekts war die Entwicklung und praktische Erprobung einer prototypischen Anlage zur Wiederaufbereitung von Strahlabf\u00e4llen, die bei der Anwendung der Druckluft-Abrasivstrahltechnik im Baugewerbe entstehen. Diese Strahltechnik wird im Baugewerbe im Bereich der Bausanierung (Betonsanierung, Denkmalpflege, Fassadenreinigung etc. und im Neubaubereich (Oberfl\u00e4chenbehandlung von gegossenen Betonw\u00e4nden, Reinigung von Verschalungen) eingesetzt. Die hierbei entstehenden Strahlabf\u00e4lle sind Gemische aus Strahlmittel, Strahlgutabtrag, einsatzbedingten Verunreinigungen und Wasser. Die Strahlabf\u00e4lle werden insbesondere wegen der Toxizit\u00e4t des Strahlgutabtrages als Sonderm\u00fcll klassifiziert, dessen Entsorgung auf geeigneten Deponien vorgeschrieben ist.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen dieses Vorhabens wurden in einem ersten Schritt verschiedene Verfahren zur Aufbereitung von Strahlabf\u00e4llen bzgl. der besonderen Anforderungen aus dem Baugewerbe hinsichtlich ihrer technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit untersucht. Darauf aufbauend sollte in einem zweiten Schritt die Entwicklung und der Aufbau einer prototypischen Anlage erfolgen. Den Abschluss des Vorhabens sollte die praktische Erprobung der Anlage bei Strahlbetrieben und Deponien bilden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zum ersten Arbeitspaket liegt der Zwischenbericht vom M\u00e4rz 1999 vor. Die Firma INECK musste das Projekt nach dem ersten Arbeitspaket aus firmeninternen Gr\u00fcnden beenden.<\/p>\n<p>Die Erarbeitung verschiedener L\u00f6sungsvarianten einer Anlage zur Aufbereitung nasser Strahlabf\u00e4lle und die anschlie\u00dfende Bewertung der einzelnen Varianten im Hinblick auf deren technische Realisierbarkeit und deren Leistungsf\u00e4higkeit f\u00fchrte zu einer Kombination von Aufstromklassierer mit nachgeschalteten Hydrozyklonen. Die Hydrozyklone dienten hierbei zur Reduktion der anfallenden und zu filternden Suspension aus Schmutzpartikeln und Wasser und somit zu einer Minimierung der ben\u00f6tigten Filteroberfl\u00e4-che.<br \/>\nDer Schwerpunkt des 1. Arbeitspakets lag in der Dimensionierung und Konstruktion der Waschstufe. Diese ist eine der entscheidenden Komponenten der Gesamtanlage, da hier der eigentliche Reinigungsprozess des Strahlabfalls stattfindet und diese somit die Qualit\u00e4t des wiederaufbereiteten Strahlmittels bestimmt. Im Rahmen weiterf\u00fchrender Arbeiten war es notwendig, die noch fehlenden Baugruppen der Wiederaufbereitungsan-lage unter Ber\u00fccksichtigung der bereits bestimmten Auslegungsparameter zu konstruieren.<br \/>\nAn der fertiggestellten Wiederaufbereitungsanlage m\u00fcssten k\u00fcnftig noch eine Vielzahl praktischer Untersuchungen durchgef\u00fchrt werden, um die Tauglichkeit der Anlage im Einsatz unter Beweis zu stellen. Hierzu w\u00e4re dann einerseits zu pr\u00fcfen, ob alle vom Gesetzgeber geforderten Grenzwerte hinsichtlich der Schadstoffbelastung des wiederaufbereiteten Strahlmittels eingehalten werden k\u00f6nnen. Andererseits w\u00e4re sicherzustellen, dass die Anlage in einem stabilen Betriebszustand arbeitet und dabei die geforderte Leistung erreichen kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadresse: Firma INECK Ingenieurgesellschaft mbH, Zum F\u00fcrstenmoor 11, 21079 Hamburg, Ansprechpartner: Herr Jens Schmidt, Tel. 040\/791437 -45, Fax -47.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, den f\u00fcr die Entsorgung notwendigen Deponieraum zu reduzieren, besteht in der Wiederaufbereitung des Strahlabfalls, also in dessen Trennung in wiederverwendbares Strahlmittel und nicht weiter nutzbare Strahlr\u00fcckst\u00e4nde. Dabei liegt der m\u00f6gliche, verwertbare Strahlmittelanteil, nach \u00dcbereinstimmenden Angaben verschiedener Strahlunternehmen, je nach Anwendungsgebiet zwischen 70 % und 90 % der Masse des Strahlabfalls. Die umweltrelevanten Eigenschaften der Entwicklung einer derartigen Anlage zur Wiederaufbereitung nasser Strahlabf\u00e4lle liegen zum einen in der Schlie\u00dfung des Strahlmittelkreislaufs und der damit einhergehenden Entlastung der Deponiefl\u00e4chen. Zum anderen sinkt der Anreiz der illegalen Entsorgung der  als Sonderm\u00fcll klassifizierten Strahlabf\u00e4lle, da durch den Einsatz aufbereiteter Strahlmittel die Kosten der Strahlunternehmen im Vergleich zur herk\u00f6mmlichen Vorgehensweise gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach dem Abbruch des Projektes kann nach den Ausf\u00fchrungen der Firma INECK trotzdem festgehalten werden, dass es mit diesem Konzept der Wiederaufbereitungsanlage m\u00f6glich ist, die durch die vorgeschriebenen staubbindenden Ma\u00dfnahmen prinzipbedingt nassen Strahlabf\u00e4lle wiederaufzubereiten und somit den Stoffkreislauf zu schlie\u00dfen. Hierdurch kann einerseits eine erhebliche Entlastung der Umwelt erreicht und andererseits die Kosten der Strahlunternehmen gesenkt werden.<br \/>\nFalls dieses Verfahren k\u00fcnftig nochmals wieder aufgegriffen werden sollte, m\u00fcssten weiterf\u00fchrende Arbeiten im Bereich der Schadstoffanalysen des Strahlabfalls und des mit diesem Anlagentyps r\u00fcckgewonnenen Strahlmittels ansetzen. Durch eine Bewertung der Schadstoffanalysen w\u00fcrde eine Optimierung der Anlagenparameter m\u00f6glich. Leider hat die kleine Firma INECK nicht die unternehmerischen finanziellen und personellen Freiheitsgrade, um die aufwendigen Untersuchungen fortzusetzen und das Projekt weiterzuf\u00fchren. Dennoch hat sich die F\u00f6rderung des Themas gelohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projekts war die Entwicklung und praktische Erprobung einer prototypischen Anlage zur Wiederaufbereitung von Strahlabf\u00e4llen, die bei der Anwendung der Druckluft-Abrasivstrahltechnik im Baugewerbe entstehen. Diese Strahltechnik wird im Baugewerbe im Bereich der Bausanierung (Betonsanierung, Denkmalpflege, Fassadenreinigung etc. und im Neubaubereich (Oberfl\u00e4chenbehandlung von gegossenen Betonw\u00e4nden, Reinigung von Verschalungen) eingesetzt. 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