{"id":17963,"date":"2023-07-13T15:11:18","date_gmt":"2023-07-13T13:11:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06321-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:20","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:20","slug":"06321-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06321-01\/","title":{"rendered":"Untersuchungen zur Praxistauglichkeit eines neuartigen polysulfidischen F\u00e4llungsmittels f\u00fcr Schwermetalle aus Abw\u00e4ssern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zahlenm\u00e4\u00dfiger (analytischer) Nachweis von Behandlungsergebnissen f\u00fcr die zahlreichen Abwassersorten aus Wirtschaft und Umweltschutz. Durch moderne instrumentalanalytische Bestimmung von Schwermetallen im Abwasser vor und nach der Behandlung sowie im Verlauf von Optimierungsversu-chen, sollte die \u00dcberlegenheit des neuen F\u00e4llungssystems (Mittel und Verfahren) gegen\u00fcber Stand der Technik verdeutlicht und auch vor Nichtfachleuten \u00fcberzeugend dargestellt werden. Dies war vor der F\u00f6rderung, durch Einschaltung von fremden Laboratorien nur sporadisch und mangelhaft m\u00f6glich, was die Projektarbeit extrem verlangsamte und die Einf\u00fchrung der neuen Technologie beim Anwender verhinderte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAus den F\u00f6rdermitteln wurde ein voltammetrischer Spurenanalysator mit Zubeh\u00f6r und teure ultrapure Chemikalien eingekauft. Ein promovierter Chemiker wurde am Ger\u00e4t ausgebildet. Die Kooperationspartner haben m\u00f6gliche Anwender und deren Abwasserprobleme auf ihren Gebieten erschlossen und repr\u00e4sentative Proben beschafft. Die eigentliche Projektarbeit begann mit Laborversuchen an den Wasserproben. Aliquote F\u00e4llungsmittelmengen wurden bereits in saurem Zustand dem Wasser zugesetzt, danach &#8211; immer in Anwesenheit des FMs &#8211; mit Kalkmilch schrittweise neutralisiert. Die Erstversuche haben Erkundungscharakter: Aus den Reaktionen nach Zugabe bestimmter Chemikalien(mengen) lernt man die Natur des Wassers (Art, Belastung, Behandelbarkeit) ph\u00e4nomenologisch kennen. Hierauf folgt die o.g. Analyse der Probe, vor und nach der Behandlung, sie liefert den  Erfolgsnachweis. Danach wird eine weitere Versuchsreihe mit Begleitanalytik durchgef\u00fchrt, um Verfahrensschritte und Chemikalienverbr\u00e4uche zu optimieren. Alle Ergebnisse werden in Form eines Projektberichtes dem Anwender vorgelegt, mit anlagentechn. und gesamtwirtschaftlichen Aussagen (Machbarkeitsstudie). Je nach Vorstellungen des Anwenders wird dann weiter optimiert, ein Betriebsversuch gemacht, das neue System eingef\u00fchrt oder eine neue Anlage geplant.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Projektjahr 1995 wurden 17 Projekte bearbeitet bzw. ausf\u00fchrliche Berichte erstellt. Das Spektrum der m\u00f6gl. Anwender reicht von Kraftwerken \u00fcber H\u00fctten-, Stahl-, Metallurgie-, Galvanisations-, Chemie-, Leiterplattenherstellungs- und Entsorgungsbetrieben, Akku- und Batteriefabriken, H\u00e4rtereien, Abbeize-reien, Schiffs-, Fahrzeug- und Motoreninstandhaltungen usw. bis zu Gruben-, Deponie- und Grundwassersanierungen sowie Boden, Schlamm- und Altlastensanierungen oder Kompostierungen. In allen gepr\u00fcften F\u00e4llen konnten gro\u00dfe \u00f6kologische Vorteile und soweit entsprechende Zahlen vorlagen auch \u00f6konomischer Nutzen f\u00fcr die Anwender ermittelt und dargestellt werden.<br \/>\n\u00d6kologisch:<br \/>\nStarke Verringerung der Schwermetallgehalte im Abwasser, teilweise bis zu einer 10-er Potenz unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Zugleich auch Abtrennung von Nichtmetallen, wie Cyaniden, Sulfit, Nitrit, Chlor, Fluorid u.a. Entfernung von AOX, PCB, PAK und \u00d6lresten, Verringerung von CSB. Kompakter, wenig eluierender Schlamm.<br \/>\n\u00d6konomisch:<br \/>\nWeniger Chemikalien, gegebenenfalls kein Chlor, Bisulfit, Spaltmittel, Flockungsmittel oder Aktivkohle. Weniger Entgiftungsschritte daher ein geringerer Arbeits-, Kontroll-, Anlagen- und Platzbedarf. Keine Nachbehandlung, daher ggf. kein Ionenaustauscher, Kiesfilter, Elektroflotation oder Ultra-, Mikrofiltration und von diesen keine sekund\u00e4ren Abf\u00e4lle. Das Wasser, komplett entgiftet und von org. Ballasten befreit, eignet sich zur Eindampfung und Salzr\u00fcckgewinnung. Weniger und chemisch stabilerer Schlamm, daher niedrigere Deponiekosten.<br \/>\nIm Folgejahr 1996 konnten weitere 14 Anwendungsf\u00e4lle bearbeitet werden, obwohl die Partner ihre Investitionen in den Vertrieb erheblich zur\u00fcckgeschraubt haben. So lief es im 1. Quartal 1997 weiter, so da\u00df z.Zt. insgesamt etwa 35 Projektberichte vorliegen. Immer wieder tauchen neue Projektf\u00e4lle auf, die in einem bestimmten Tempo, auch ohne besondere Finanzierung im eigenen Hause bearbeitet werden k\u00f6nnen. Die vorliegenden Projekte, die allm\u00e4hlich einen wirklich repr\u00e4sentativen Querschnitt aus allen Anwendungsbereichen ergeben, stammen fast ausschlie\u00dflich aus Deutschland. Das Europ. Patent ist seit einem halben Jahr erteilt. An die Erschlie\u00dfung dieses gro\u00dfen, latenten Marktes ist ohne Organisation- und Finanzierungshilfen nicht zu denken, geschweige denn von s\u00fcdostasiatischen oder amerikanischen M\u00e4rkten.<br \/>\nBesonderheit:<br \/>\nIm Labor eines gro\u00dfen Cyanidherstellers konnte CN- mit dem polysulfidischen F\u00e4llungsmittel vor Zeugen abgetrennt werden. Dies d\u00fcrfte prozessentscheidend sein, f\u00fcr die allg. L\u00f6sung des CN- \/AOX-Problems. Nach Stand der Technik werden gro\u00dfe Mengen Chlorbleichlauge eingesetzt, um CN-  zu oxidieren. Hierbei werden org. Substanzen chloriert und org. Halogenide (AOX) ins Abwasser hineinproduziert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Ziel des F\u00f6rderprojektes ist erreicht bzw. \u00fcbertroffen worden. Viele weniger bekannte chem. Reaktionen sind anwendungstechnisch ausgearbeitet worden. Nebst effizienter F\u00e4llung kationischer SM-e und Besonderheiten, wie die Beseitigung von Chromat, Vanadat, Cyanid, Sulfit, AOX etc, bietet die neue Technologie auch anlagentechnische Komponenten an. Die derzeitigen Anlagen sind, ob fr\u00fcher oder neu geplant, extensiv, d.h. aufwendig  und teuer, da die ihnen zu Grunde liegenden chemischen Reaktionen unzureichend sind. Der Bau von neuen, intensiven Anlagen ist nun m\u00f6glich, die kompakter\/komplexer aber preiswerter dimensioniert und konstruiert werden k\u00f6nnen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zahlenm\u00e4\u00dfiger (analytischer) Nachweis von Behandlungsergebnissen f\u00fcr die zahlreichen Abwassersorten aus Wirtschaft und Umweltschutz. 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