{"id":17917,"date":"2023-07-13T15:13:16","date_gmt":"2023-07-13T13:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09298-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:18","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:18","slug":"09298-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09298-01\/","title":{"rendered":"Membranelektrolytische Regenerierung von Chromatierl\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel der Untersuchungen war es, ein Verfahren zu erhalten, da\u00df die in-line-Regeneration von Chromatierl\u00f6sungen erm\u00f6glicht. Der Elektrolyt sollte  hierbei durch das Entfernen der Kationen und der Reoxidation von Cr3+ zu Cr6+ regeneriert werden. Dieses f\u00fchrt im Idealfall dazu, da\u00df der Elektrolyt, der vorher regelm\u00e4\u00dfig erneuert wurde, eine unendliche Standzeit hat.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wurden verschiedene Anoden getestet, da es zu starken Korrosionseffekten kam.<\/p>\n<p>Daran anschlie\u00dfend wurde eine mobile Anlage in den Betrieben der Kooperationspartner jeweils f\u00fcr 3 Monate getestet. Hierbei war es wichtig, die Anlage den entsprechenden Verh\u00e4ltnissen anzupassen und jeweils zu optimieren. W\u00e4hrend der gesamten Versuchszeit wurde sowohl der Katholyt als auch der Elektrolyt st\u00e4ndig kontrolliert und analysiert, um auf eventuelle St\u00f6rungen direkt reagieren zu k\u00f6nnen. Ebenfalls wurde die Wirksamkeit der Regeneration getestet.<br \/>\nIn diesem Langzeittest wurde auch die Standzeit des Katholyten getestet, wobei beachtet werden mu\u00dfte, ob der Wirkungsgrad variiert.<br \/>\nDes weiteren sollte die Standzeit der Membran erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurden f\u00fcr die Versuche zwei neue Anlagen gebaut, eine kleine Anlage f\u00fcr die Vorversuche und eine gr\u00f6\u00dfere transportable Anlage f\u00fcr die Versuche in den Betrieben. Beide Anlagen wurden besonders abgedichtet um die Aerosolbildung zu vermeiden. Die gro\u00dfe Anlage verf\u00fcgt zus\u00e4tzlich noch \u00fcber einen Gasw\u00e4scher. <\/p>\n<p>In der kleinen Anlage wurden zun\u00e4chst verschiedene Anoden getestet. Hierbei zeigte sich, da\u00df die keramikbeschichteten Titan-Anoden am besten f\u00fcr unsere Zwecke geeignet sind. Der Vorteil dieser Anoden ist, da\u00df sie sowohl eine hohe Leitf\u00e4higkeit als auch eine gute Best\u00e4ndigkeit haben. Ein weiterer Vorteil ist, da\u00df sie f\u00fcr alle getesteten Badtypen eingesetzt werden k\u00f6nnen. Dieses ist entscheidend, da so die Anlage f\u00fcr verschiedene Badtypen genutzt werden kann, ohne da\u00df gr\u00f6\u00dfere Umbauten notwendig sind. <\/p>\n<p>Bei allen getesteten Schwarz- und Gelbchromatierungen konnte gezeigt werden, da\u00df die Regeneration ohne Probleme m\u00f6glich ist. Sind in der Chromatierung Zink und Eisen als St\u00f6rionen vorhanden, so werden beide gleicherma\u00dfen entfernt. Die Ausbeute bei den abgeschiedenen Metallen l\u00e4\u00dft sich durch das Variieren des pH-Wertes optimieren. So liegt das pH-Optimum im allgemeinen bei pH 3.0.<\/p>\n<p>Die Reoxidation von Cr3+ zu Cr6+ ist bei allen Chromatierungen gegeben.<\/p>\n<p>Betrachtet man alle Ergebnisse, so stellt man bei allen Versuchen, sowohl in der kleinen Anlage als auch der gro\u00dfen Anlage fest, da\u00df pro Amperestunde 0,12 g Zink abgeschieden werden. <\/p>\n<p>Es konnte zudem gezeigt werden, da\u00df sich die Anlage auch f\u00fcr Blauchromatierungen eignet, die aufgrund ihrer geringen Konzentration an Salzen nur eine geringe Leitf\u00e4higkeit haben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Artikel im Westfalenblatt (29.\/30.05.97, 12.09.97, 17.06.98)<br \/>\nArtikel in der Neuen Westf\u00e4lischen (12.09.97, 18.06.98)<br \/>\nFernsehbericht (04.06.97, 3SAT)<br \/>\nVortrag IHK (06.11.97)<br \/>\nVerleihung Umweltschutzpreis im Rahmen der Envitec (02.03.98 &#8211; 2. Preis)<br \/>\nUmweltstiftung konkret Nr. 3<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in dem Projekt erzielten Ergebnisse zeigen, da\u00df f\u00fcr Chromatierungen eine in-line- Regeneration m\u00f6glich ist. Nach dem Anpassen der Anlage auf die jeweilige Chromatierung konnten keinerlei negative Einfl\u00fcsse auf den Chromatierungsproze\u00df festgestellt werden. Selbst Chromatierungen mit geringer Leitf\u00e4higkeit k\u00f6nnen regeneriert werden. In diesem Fall werden jedoch aufgrund der schlechten Leitf\u00e4higkeit gr\u00f6\u00dfere Anlagen ben\u00f6tigt. Als Anode empfiehlt sich der Einsatz von keramikbeschichteten Titan-Anoden, da diese f\u00fcr alle getesteten Chromatierungen geeignet sind und eine gute Leitf\u00e4higkeit haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel der Untersuchungen war es, ein Verfahren zu erhalten, da\u00df die in-line-Regeneration von Chromatierl\u00f6sungen erm\u00f6glicht. 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