{"id":177529,"date":"2026-03-28T10:32:02","date_gmt":"2026-03-28T09:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06065-01\/"},"modified":"2026-03-28T10:32:05","modified_gmt":"2026-03-28T09:32:05","slug":"06065-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06065-01\/","title":{"rendered":"Energieverbrauchskennwerte f\u00fcr Geb\u00e4ude in der Bundesrepublik Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Energieverbrauchskennwerte (EKW) geben den spezifischen Jahresenergieverbrauch bezogen auf eine Bezugsgr\u00f6\u00dfe &#8211; in der Regel ein Fl\u00e4chenma\u00df &#8211; an. Sie stellen insofern ein wichtiges Hilfsmittel dort dar, wo bei der Bewirtschaftung gr\u00f6\u00dferer Geb\u00e4udebest\u00e4nde eine rationelle Energieverwendung, Kostensenkungen und eine Verringerung der Umweltbelastung erreicht werden sollen.<br \/>\nEmpirische Untersuchungen zu EKW von Geb\u00e4uden in der Bundesrepublik Deutschland sind nicht nur ver-gleichsweise selten, sie sind zudem aufgrund der sehr unterschiedlichen methodischen Ans\u00e4tze nur eingeschr\u00e4nkt verwendbar. Insbesondere fehlen belastbare empirische Daten, die auf der Grundlage der VDI 3807 Blatt 1 aufgenommen und aufbereitet worden sind.<br \/>\nIm Rahmen dieses Forschungsprojektes sollten auf der Grundlage empirischer Daten Energieverbrauchskennwerte von Geb\u00e4uden nach der Methode der VDI-Richtlinie 3807 Blatt 1 ermittelt werden. Dabei war eine Differenzierung der Geb\u00e4udearten entsprechend der Systematik des Richtlinienausschusses VDI 3807 Blatt 2 vorgesehen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die Bildung der Verbrauchskennwerte wurden Daten aus folgenden Quellen genutzt:<br \/>\n\u00b7 Daten kommunaler \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude aus \u00f6rtlichen Energiekonzepten,<br \/>\n\u00b7 Daten aus dem Kreis der Mitglieder des VDI-Richtlinienausschusses 3807 Blatt 2,<br \/>\n\u00b7 Daten von Liegenschaften im Zust\u00e4ndigkeitsbereich von sonstigen Kommunen, Kreisen und Bundesl\u00e4ndern,<br \/>\n\u00b7 Daten von Liegenschaften aus sonstigen Untersuchungen.<br \/>\nGegen\u00fcber den bislang vorliegenden Untersuchungen zeichnet sich das Projekt dadurch aus, da\u00df:<br \/>\n\u00b7 Verbrauchsdaten von 7.000 Geb\u00e4uden bundesweit gesammelt wurden,<br \/>\n\u00b7 aktuelle Verbrauchswerte \u00fcberwiegend aus den Jahren 1992 bis 1994 vorliegen,<br \/>\n\u00b7 eine differenzierte statistische Auswertung der Daten erfolgt und<br \/>\n\u00b7 das Projekt fortschreibbar angelegt ist<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Von den ca. 15.000 zugesagten Objektdaten wurden etwa 10.000 tats\u00e4chlich zur Verf\u00fcgung gestellt. Davon waren 7.340 aus 66 Quellen f\u00fcr Auswertungen verwendbar. Es liegen insgesamt 15.846 Verbrauchsdaten (W\u00e4rme 6.286, Strom 5.502, Wasser 4.058) \u00fcberwiegend aus dem Zeitraum 1992 bis 1994 vor. Dabei handelt es sich vorwiegend um Daten von \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden in Tr\u00e4gerschaft von Bund, L\u00e4ndern und Gemeinden. Dar\u00fcber hinaus umfa\u00dft der Geb\u00e4udekatalog z.B. auch Verkaufsst\u00e4tten.<br \/>\nDer umfangreiche &#8211; insbesondere auf differenzierte technische Ausstattungsmerkmale ausgerichtete &#8211; Fragenkatalog blieb weitgehend unbeantwortet. Es zeigte sich, da\u00df Geb\u00e4udedaten in dieser Differenzierung zur Zeit &#8211; noch &#8211; nicht verf\u00fcgbar sind. \u00dcberhaupt gestaltete sich die Datenbeschaffung schwieriger und langwieriger als erwartet, da die Kooperationswilligkeit angesichts der Arbeitsbelastung der zust\u00e4ndigen Sachbearbeiter teilweise unerwartet gering war und weil die Daten teilweise nicht belastbar waren.<br \/>\nDie mittleren Heizenergieverbrauchskennwerte liegen im Niveau 30 bis 40% unter den bislang bekannten Werten. Das ist &#8211; wegen der Verwendung von Modalwerten als Mittelwerten &#8211; teilweise methodisch bedingt, teilweise aber auch Ausdruck von erfolgreichen Sparbem\u00fchungen. Gleichwohl sind auch immer noch erhebliche Einsparpotentiale erkennbar.<br \/>\nF\u00fcr die praktische Arbeit von Interesse sind sicherlich auch die hier ermittelten elektrischen Leistungskennwerte. Ebenso d\u00fcrften die im Rahmen des Projektes ermittelten und zusammengestellten Fl\u00e4chenumrechnungsfaktoren  von Interesse sein, da  diese vergleichsweise tief nach Geb\u00e4udearten differenziert werden konnten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die enge Zusammenarbeit mit dem VDI Richtlinienausschu\u00df 3807-2 und die breit angelegte Datenanfrage war das Projekt bereits w\u00e4hrend der Durchf\u00fchrung in Fachkreisen bekannt. Durch Pr\u00e4sentation der vorl\u00e4ufigen Ergebnisse im Rahmen der VDI Fachtagung Energiekennwerte &#8211; Instrumente f\u00fcr den Geb\u00e4udebetrieb wurde gro\u00dfes Interesse an der Untersuchung geweckt. Mit Vorlage des Gr\u00fcndrucks der VDI 3807 Blatt 2 im Fr\u00fchjahr 1997 und \u00fcber den Vertrieb des Forschungsberichtes ist dar\u00fcber hinausgehend gew\u00e4hrleistet, da\u00df die Ergebnisse der Arbeit interessierten Fachkreisen zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit den im Rahmen dieses Projektes gewonnenen Ergebnissen werden den Interessenten Verbrauchskennwerte zur Verf\u00fcgung gestellt, die in den kommenden Jahren als Orientierungswerte in der Praxis verwendet werden k\u00f6nnen. Die in der VDI Richtlinie 3807 Blatt 1 beschriebene Vorgehensweise f\u00fcr die Ermittlung von Verbrauchskennwerten hat sich dabei als praktikabel erwiesen. Bei einer Durchsetzung des Verfahrens ist in Zukunft eine breitere Datengrundlage f\u00fcr statistische Auswertungen nach dem hier durchgef\u00fchrten Verfahren zu erwarten.<br \/>\nInsbesondere \u00fcber die breite Anwendung des hier im Anhang dokumentierten Bauwerkzuordnungskataloges nach ARGE BAU d\u00fcrfte in den kommenden Jahren ein Datenfundus entstehen, der auch f\u00fcr die hier unber\u00fccksichtigt gebliebenen Geb\u00e4udearten die Ausweisung von Richt- und Mittelwerten erlaubt.<br \/>\nGepr\u00fcft werden sollte allerdings, ob nicht der Aussagegehalt von Strom- und Wasserverbrauchskennwerten dadurch erh\u00f6ht werden sollte, da\u00df \u00fcber eine Differenzierung nach Geb\u00e4udearten (z.B. Verwaltungsgeb\u00e4ude mit niedriger\/hoher technischer Ausstattung) hinausgehend Merkmale zum Technisierungsgrad oder zum Funktionsumfang (z.B. mit\/ohne Au\u00dfenbew\u00e4sserung) ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Energieverbrauchskennwerte (EKW) geben den spezifischen Jahresenergieverbrauch bezogen auf eine Bezugsgr\u00f6\u00dfe &#8211; in der Regel ein Fl\u00e4chenma\u00df &#8211; an. Sie stellen insofern ein wichtiges Hilfsmittel dort dar, wo bei der Bewirtschaftung gr\u00f6\u00dferer Geb\u00e4udebest\u00e4nde eine rationelle Energieverwendung, Kostensenkungen und eine Verringerung der Umweltbelastung erreicht werden sollen. 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