{"id":170825,"date":"2026-05-22T11:58:17","date_gmt":"2026-05-22T09:58:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/40880-01\/"},"modified":"2026-05-22T11:58:18","modified_gmt":"2026-05-22T09:58:18","slug":"40880-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/40880-01\/","title":{"rendered":"HOLZBAU ZIRKUL\u00c4R macht Schule \u2212 Holzbau-System f\u00fcr kreislaufgerechte und flexible Schulgeb\u00e4ude in Elementbauweise"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines kreislaufgerechten Holzbau-Systems f\u00fcr Schulgeb\u00e4ude, welches mit geringem Aufwand r\u00fcckgebaut und dessen Bauteile wiederverwendet werden k\u00f6nnen. Ausgangspunkt ist die hohe \u00f6kologische Belastung des Bauwesens durch Ressourcenverbrauch und CO\u2082-Emissionen, insbesondere durch konventionelle Gr\u00fcndungen, hybride Verbunddeckenaufbauten und komplexe, nicht gut trennbare Schichtenaufbauten in der aktuellen Schulbaupraxis. Bestehende Ans\u00e4tze zum zirkul\u00e4ren Bauen fokussieren meist einzelne Materialien oder Bauteile und blenden das Zusammenspiel von Konstruktion, Ausbau und Geb\u00e4udetechnik im System \u201eGeb\u00e4ude\u201c aus.<br \/>\nDas Vorhaben reagiert auf diese Defizite, indem es ein ganzheitliches Bausystem f\u00fcr Schulbauten in Holzbauweise entwickelt, welches alle konstruktiven Ebenen \u2013 von der Gr\u00fcndung \u00fcber Tragwerk, Au\u00dfen- und Innenw\u00e4nde, Decken und Dach \u2013 systematisch auf R\u00fcckbaubarkeit, Wiederverwendung und Recyclingf\u00e4higkeit \u00fcberpr\u00fcft und optimiert. Zentrale umweltrelevante Zielsetzungen sind die Reduktion grauer Emissionen durch minimierten Beton- und Verbundmaterialeinsatz, die Steigerung des Recycling- und Reuse-Anteils von Holzbauteilen sowie die Verl\u00e4ngerung der Nutzungsdauer von Bauteilen durch flexible und anpassungsf\u00e4hige Grundriss- und Geb\u00e4udestrukturen insbesondere auch sich wandelnde Lehrkonzepte und Bedarfe.<br \/>\nDurch die Entwicklung eines Bauteil- und Detailkatalogs, kreislaufgerechter Konstruktionsprinzipien soll ein unmittelbar praxisf\u00e4higes System entstehen, welches auf vielf\u00e4ltige Schulbautypologien \u00fcbertragbar ist und perspektivisch auch andere Geb\u00e4udekategorien unterst\u00fctzt. Ausgangspunkt bildet ein Herangehen \u00fcber die konstruktiven Hierarchien und den Ansatz des Design for Disassembly, wobei die entwickelten Systeme \u00fcber geeignete Bewertungsmethoden, unter anderem Circularity Scores, validiert werden. Damit leistet das Vorhaben einen Beitrag zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs im Bildungsbau und schafft eine Grundlage, um kommunale Schulneubauten systematisch auf Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Wiederverwendbarkeit auszurichten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden<\/p>\n<p>In diesem Vorhaben werden aufeinander abgestimmte Arbeitspakete bearbeitet, die von der Analyse des Status quo bis zur prototypischen Systementwicklung und Bewertung reichen. Zu Beginn stehen die Auswertung bestehender Holzbau  und Schulbausysteme sowie die Identifikation typischer Problembereiche f\u00fcr R\u00fcckbau, Wiederverwendung und Recycling (Gr\u00fcndung, Tragwerk, H\u00fcllschichten, Ausbau, Technik). Darauf aufbauend werden konstruktive Prinzipien, Raster und Module f\u00fcr ein kreislaufgerechtes Holzbau-System im Schulbau entwickelt, welche unterschiedliche Schulformen und Standortbedingungen abbilden.<br \/>\nKern des Projekts ist die Erarbeitung eines Bauteil- und Regeldetailkatalogs f\u00fcr alle wesentlichen Bauteilebenen (Gr\u00fcndung, Prim\u00e4rkonstruktion, Au\u00dfen- und Innenw\u00e4nde, Decken, Dach). Der Fokus liegt auf einer m\u00f6glichst sortenreinen Materialwahl, reduzierter Schichtenanzahl, der M\u00f6glichkeit zur Revisionierbarkeit, demontierbarer F\u00fcgungen und Design for Disassembly. Parallel werden planerische Prozesse und Zust\u00e4ndigkeiten entlang der HOAI-Phasen so weiterentwickelt, dass Montage, R\u00fcckbau und Remontage integrale Bestandteile der Planung werden. Erg\u00e4nzend entsteht eine Handreichung zu Ausnahmen und Befreiungen von geltenden Regelwerken, um kreislaufgerechte Holzbauweisen baurechtlich abzusichern.<br \/>\nMethodisch kommen etablierte und weiterentwickelte Bewertungsverfahren zur Anwendung, insbesondere Circularity Scores und holzbauspezifische Scoring-Systeme, mit denen Demontierbarkeit, Wiederverwendbarkeit und Restwert der Bauteile quantifiziert werden. Variantenstudien auf Geb\u00e4ude- und Bauteilebene, diagrammatische Analysen konstruktiver Hierarchien sowie prototypische Planungen f\u00fcr Schulgeb\u00e4ude dienen dazu, Konstruktions- und Systementscheidungen iterativ zu optimieren. \u00dcber den Stand der Technik hinaus geht das Vorhaben, indem es erstmals ein gesamthaftes, praxisf\u00e4higes Bausystem f\u00fcr den Schulbau entwickelt, das Kreislaufgerechtigkeit nicht nur auf Material- oder Bauteilebene, sondern \u00fcber alle Ebenen von der Gr\u00fcndung bis zur Geb\u00e4udetechnik und den Planungsprozessen hinweg integriert und damit substanzielle, dauerhafte Umweltentlastungen im Bildungsbau erm\u00f6glicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines kreislaufgerechten Holzbau-Systems f\u00fcr Schulgeb\u00e4ude, welches mit geringem Aufwand r\u00fcckgebaut und dessen Bauteile wiederverwendet werden k\u00f6nnen. 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