{"id":129188,"date":"2024-11-30T10:32:28","date_gmt":"2024-11-30T09:32:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11260-01\/"},"modified":"2024-11-30T10:32:28","modified_gmt":"2024-11-30T09:32:28","slug":"11260-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11260-01\/","title":{"rendered":"Wissenschaftliche Vorbereitung des Europ\u00e4ischen Stirling Forums 1998"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Stirling-Motor stellt aufgrund seiner speziellen Eigenschaften, wie einer \u00e4u\u00dferen W\u00e4rmezufuhr und der zahlreichen geeigneten W\u00e4rmequellen (Biogas, Biomasse, Solarenergie etc.) einen besonders umweltfreundlichen Antrieb dar und gewinnt infolge zunehmender globaler Energie- und Umweltproblematik st\u00e4ndig an Bedeutung. Auch als K\u00e4ltemaschine, die ohne FCKW bzw. Ersatz-K\u00e4ltemittel arbeitet, ist die Stirlingmaschine eines der umweltfreundlichsten und leistungsf\u00e4higsten Aggregate zur Erzeugung von K\u00e4lte bis in tiefste Temperaturbereiche (80 K und darunter).<br \/>\nHohe Kosten f\u00fcr den Aufbau von Serienfertigungen sowie ein unzureichender Wissens- und Technologietransfer erschweren die schnelle Verbreitung und den Einsatz von Stirling-Motoren. Aus diesem Anla\u00df wurde ein Forum f\u00fcr Entwickler, Hersteller, potentielle Zulieferer und Anwender von Stirling-Motoren veranstaltet. Zielsetzung war:<br \/>\n\u00b7 Aufgreifen von Problemfeldern der Hersteller von Stirling Maschinen, in denen Defizite in der Herstellbarkeit, Herstellungskosten und Anpassung an den Stirling-Motor und die Anwendungsbereiche bestehen.<br \/>\n\u00b7 Darstellung der daraus resultierenden Themen zur Informationsvermittlung und zum Zweck der Anbahnung von m\u00f6glichen Firmenkooperationen.<br \/>\n\u00b7 Veranstaltung eines Kontaktforums f\u00fcr Entwickler, Hersteller, potentielle Anwender von Stirling Motoren und Zulieferern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Vorhaben wurde in Kooperation mit der Fachhochschule Osnabr\u00fcck, dem CUT Centrum f\u00fcr Umwelt und Technologie Osnabr\u00fcck, der Stadtwerke Osnabr\u00fcck und dem VDI Osnabr\u00fccker Bezirksverein e.V. durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Organisation und Durchf\u00fchrung der Konferenz erfolgte in folgenden Arbeitsschritten:<br \/>\n\u00b7 Bildung eines Konferenzbeirats mit Vertretern aus Wissenschaft und Industrie, Ausarbeitung des Antrags zur F\u00f6rderung des Europ\u00e4ischen Stirling Forums 1998 gemeinsam mit dem Konferenzbeirat.<br \/>\n\u00b7 Europaweite Recherchen bei Forschungsinstituten und Herstellern von Stirling-Motoren zur Ermittlung von Informationsdefiziten in der Entwicklung und Fertigung sowie von W\u00fcnschen nach neuen Partnern.<br \/>\n\u00b7 Auswertung aktueller Fachliteratur sowie von Beitr\u00e4gen zur 8. International Stirling Engine Conference 1997.<br \/>\n\u00b7 Formulierung von Themenschwerpunkten der Konferenz auf Grundlage der Ergebnisse der Recherchen sowie den bereits gewonnenen Erkenntnissen.<br \/>\n\u00b7 Verfassung eines Fachbeitrags zum Stand der Technik, zu Problemstellungen und zu Marktchancen des Stirling-Motors zur Ver\u00f6ffentlichung in Fachzeitschriften. Ver\u00f6ffentlichung parallel zu den Call for Papers.<br \/>\n\u00b7 Im Rahmen der Call for Papers wurde neben der Einhaltung der festgelegten Themenschwerpunkte auch um Angaben zu gew\u00fcnschten Kooperationen (Suche &#8211; Biete) gebeten.<br \/>\n\u00b7 Zusammenstellung von Arbeiten (Entwicklungen, Forschungsarbeiten etc.) f\u00fcr eine Kontaktvermittlung, die im Rahmen der Gesamtveranstaltung durchgef\u00fchrt wurde.<br \/>\n\u00b7 Einladung von Referenten (z.B. aus den USA oder Japan), die \u00fcber ihr eigentliches Fachgebiet hinaus bekannt sind und bereits erfolgreich umgesetzte Konzepte (z.B. zur Serienfertigung von Stirlingmaschinen) im Rahmen ihres Vortrags pr\u00e4sentieren, zum Zweck der Vermittlung von externem Know-how und zur Motivation der Teilnehmer.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit insgesamt 178 Teilnehmern zeigte das Europ\u00e4ische Stirling Form 1998 gegen\u00fcber den vorangegangenen Veranstaltungen wiederum einen deutlichen Teilnehmerzuwachs. Insbesondere wurden zunehmende Besucherzahlen aus dem europ\u00e4ischen Ausland sowie dem Unternehmensbereich registriert. Ins-gesamt waren Teilnehmer aus 19 L\u00e4ndern vertreten.<br \/>\nIm Rahmen der Vortr\u00e4ge und Workshops wurden folgende Themenbereiche behandelt:<br \/>\n&#8211; Dish-Stirling Systeme<br \/>\n&#8211; Thermodynamik<br \/>\n&#8211; Stirlingmaschinen in der K\u00e4ltetechnik<br \/>\n&#8211; Marktchancen f\u00fcr Stirling-Maschinen<br \/>\n&#8211; Kraft-W\u00e4rmekopplung, Neuentwicklungen und Betriebserfahrung<br \/>\n&#8211; Komponenten<br \/>\n&#8211; Niedertemperatur-Stirling-Motoren<br \/>\nDie Themenbereiche, die im Rahmen von Vortr\u00e4gen und Workshops behandelt wurden, sind ausf\u00fchrlich im Abschlu\u00df- und Tagungsbericht zum Europ\u00e4ischen Stirling Forum 1996 zusammengefa\u00dft.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die Veranstaltung wurde in folgenden Fachmedien berichtet:<br \/>\nVorank\u00fcndigung, Call for Papers<br \/>\nDer Versand der Vorank\u00fcndigung und Call for Papers erfolgte \u00fcber folgende Medien:<br \/>\n&#8211; Die Motorkraft (Fachorgan des BVMKW, Auflage ca. 2.000 St.)<br \/>\n&#8211; MTZ (Fachorgan des VDMA, Auflage ca. 4.200 St.)<br \/>\n&#8211; Sun At Work In Europe (Auflage ca. 900 St.)<br \/>\n&#8211; KI &#8211; Luft und K\u00e4ltetechnik (Auflage ca. 5.000 St.)<br \/>\n&#8211; Gas-W\u00e4rme international (Auflage ca. 3.400 St.)<br \/>\n&#8211; Stirling Machine World (Versand an alle Abonnenten, Auflage ca. 200 St.)<br \/>\n&#8211; Einladungen des VDI-GET (Versand zusammen mit Einladungen zu VDI-Tagungen an Mitglieder, ca. 10.000 Ank\u00fcndigungen)<br \/>\n&#8211; Internet (Erstellung einer Homepage mit Ver\u00f6ffentlichung von Vorank\u00fcndigung und Call for Papers, Einrichtung von Links von unterschiedlichen Internet-Seiten z.B. aus Japan, USA, Deutschland auf die Homepage des Europ\u00e4ischen Stirling Forums), ca. 100 Zugriffe pro Monat wurden registriert <\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus erfolgten Vorank\u00fcndigungen in den folgenden regionalen Medien: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung; Veranstaltungskalender des VDI Osnabr\u00fccker Bezirksverein und den \u00fcberregionalen Medien; Sonnenenergie und W\u00e4rmetechnik; Stirling News &#8211; The Journal of the Stirling Engine Society sowie in unterschiedlichen Veranstaltungskalendern (z.B. BINE).<\/p>\n<p>Die einzelnen Beitr\u00e4ge sind in einem Tagungsband zusammengefa\u00dft. Dieser wird von der Firma ECOS vertrieben.<br \/>\nFachbericht:<br \/>\nDie Ver\u00f6ffentlichung des Fachberichtes zum Stand der Entwicklung der Stirling-Maschine erfolgte in folgenden Fachorganen: Energie und Management (15. Juli 1997); Energie Spektrum (6\/97); MTZ Motortechnische Zeitschrift (9\/97); MTZ Worldwide (9\/97); Sun At Work In Europe (12\/97); Neue Energie (2\/98).<br \/>\nBericht von der Konferenz:<br \/>\nIn den folgenden Medien ist eine Berichterstattung beabsichtigt bzw. bereits erfolgt:<br \/>\nFernsehen:\tntv, CNN (2min\u00fctiger Bericht, bereits erfolgt); N 3 Fernsehen<br \/>\nPrintmedien:\tVDI-Nachrichten ;Neue Osnabr\u00fccker Zeitung ggf. BWK<\/p>\n<p>Voraussichtlich im M\u00e4rz 2001 soll in Osnabr\u00fcck die 10. Internationale Stirling-Maschinen-Konferenz stattfinden. Hauptveranstalter dieser Konferenz ist der VDI, einen Teil der Organisation wird voraussichtlich die ECOS GmbH \u00fcbernehmen. Die Wahl des Veranstaltungsortes Osnabr\u00fcck ist ma\u00dfgeblich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, da\u00df sich das Europ\u00e4ische Stirling Forum mittlerweile europaweit zu einer zentralen Veranstaltung zu dieser Thematik entwickelt hat.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der weitere Anstieg der Teilnehmerzahl gegen\u00fcber der vorangegangenen Konferenz ist vor allem durch eine verst\u00e4rkte \u00d6ffentlichkeitsarbeit zu erkl\u00e4ren, die sich neben der Ber\u00fccksichtigung deutscher Fachmedien auch auf das europ\u00e4ische Ausland konzentrierte. Besonders erfreulich war hier die zunehmende Anzahl von Teilnehmern aus dem osteurop\u00e4ischen Bereich, aus dem mehrere neue Entwicklungsarbeiten vorgestellt wurden. Es zeigte sich ein ausgesprochen gro\u00dfes Interesse von Seiten der potentiellen Anwender. Der kontinuierliche Teilnehmerzuwachs seit dem Europ\u00e4ischen Stirling Forum 1996 best\u00e4tigt das zugrundeliegende Konzept bei der Planung und Organisation der Veranstaltung.<br \/>\nBesonders deutlich wurde das st\u00e4ndig wachsende Interesse an dem Bereich der Kraft-W\u00e4rmekopplung. Dies belegten nicht nur hohe Teilnehmerzahlen im Workshop 4 (Stirling-BHKW), sondern auch die Auswertungen der Teilnehmerumfrage sowie die gro\u00dfe Resonanz auf die Vorf\u00fchrung des Stirling-BHKW der Firma SOLO. Auch Weiterentwicklungen von Stirling-Kraft-W\u00e4rmekopplungen und erste Feldversuche im Bereich der Stromerzeugung durch Biomasse (z.B. Holzhackschnitzel) sto\u00dfen auf wachsendes Interesse.<br \/>\nErfreulich stellte sich der Bereich der Komponenten dar, aus dem gleich meh-rere Arbeiten zu Neu- und Weiterentwicklungen an Brennern und Brennkammern und neuen Werkstoffen pr\u00e4sentiert wurden. Hier zeigte sich auch deutlich das zunehmende Interesse von Instituten und potentiellen Zulieferfirmen.<br \/>\nAls nicht hinreichend behandelte Themen sowie als weitere Themenvorschl\u00e4ge f\u00fcr das n\u00e4chste Europ\u00e4ische Stirling Forum werden neben der Verfolgung der bereits genannten Entwicklungslinien vor allem folgende Schwerpunkte angesehen:<br \/>\n\u00b7 Entwicklungen von Hybrid-Antrieben in Fahrzeugen;<br \/>\n\u00b7 Entwicklungen von Freikolben-Stirling-Maschinen;<br \/>\n\u00b7 Normierung von Stirling Leistungsdaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Stirling-Motor stellt aufgrund seiner speziellen Eigenschaften, wie einer \u00e4u\u00dferen W\u00e4rmezufuhr und der zahlreichen geeigneten W\u00e4rmequellen (Biogas, Biomasse, Solarenergie etc.) einen besonders umweltfreundlichen Antrieb dar und gewinnt infolge zunehmender globaler Energie- und Umweltproblematik st\u00e4ndig an Bedeutung. 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