{"id":54207,"date":"2023-09-15T09:08:15","date_gmt":"2023-09-15T07:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/newsletter\/dbuaktuell-nr-7-2023\/text-1-umweltpreis\/"},"modified":"2023-09-18T16:32:15","modified_gmt":"2023-09-18T14:32:15","slug":"text-1-umweltpreis","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-nr-7-2023\/text-1-umweltpreis\/","title":{"rendered":"Deutscher Umweltpreis 2023 f\u00fcr Klimaforscherin und Holzbau-Pionierin"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Exzellente Forschung zu Extremwetterereignissen und wegweisende Impulse f\u00fcr die Bauwende: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt vergibt in diesem Jahr den Deutschen Umweltpreis an zwei Preistr\u00e4gerinnen, die mit herausragender Tatkraft beweisen, dass keine Zeit im Kampf gegen die Klimakrise zu verlieren ist. Die Klimaforscherin Prof. Dr. Friederike Otto und die Holzbau-Unternehmerin Dipl.-Ing. Dagmar Fritz-Kramer teilen sich die zum 31. Mal verliehene renommierte Auszeichnung in H\u00f6he von insgesamt 500.000 Euro. Sie z\u00e4hlt zu den h\u00f6chstdotierten Umweltpreisen Europas. \u00dcberreicht wird der Preis am 29. Oktober in L\u00fcbeck von Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Worten von DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde gelingt Friederike Otto und Dagmar Fritz-Kramer etwas Entscheidendes: \u201eSie sind echte Inspiration und Motivation, aus den bereits un\u00fcbersehbaren Folgen der Erderw\u00e4rmung zu lernen und deshalb Tag f\u00fcr Tag noch mehr Umwelt- und Ressourcenschutz umzusetzen, damit der Planet lebenswert bleibt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenhang zwischen Extremwetter und Klimawandel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Friederike Otto vom <em>Imperial College London<\/em> hat sich laut Bonde als \u201eexzellente Klimawissenschaftlerin mit wegweisenden Forschungsarbeiten um die sogenannte Zuordnungswissenschaft verdient gemacht\u201c. Die auch Attributionsforschung genannte Disziplin geht der Frage nach, welche Rolle der Klimawandel beim Wetter spielt \u2013 \u201eob es also Zusammenh\u00e4nge zwischen Klimaver\u00e4nderungen und Extremwetter wie Hitzewellen, D\u00fcrren, \u00dcberflutungen und Starkregen gibt\u201c, so der DBU-Generalsekret\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_FO_ScienceTeam2_\u00a9Geoff-Marsh-1920x1080.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53974\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_FO_ScienceTeam2_\u00a9Geoff-Marsh-1920x1080.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_FO_ScienceTeam2_\u00a9Geoff-Marsh-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_FO_ScienceTeam2_\u00a9Geoff-Marsh-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Videokonferenz: Prof. Dr. Friederike Otto (vorne) diskutiert mit kanadischen Kolleginnen und Kollegen die Waldbr\u00e4nde in Ostkanada im vergangenen Mai und Juni. Foto: Geoff Marsh<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>2015 hat die 41-j\u00e4hrige in Kiel geborene Klimawissenschaftlerin zusammen mit ihrem mittlerweile verstorbenen niederl\u00e4ndischen Kollegen Prof. Dr. Geert Jan van Oldenborgh die <a href=\"https:\/\/www.worldweatherattribution.org\/\">Initiative <em>World-Weather-Attribution (WWA)<\/em><\/a> gegr\u00fcndet und das Verfahren der Attribution ma\u00dfgeblich mitentwickelt. Mit ihrer Kommunikation der Studien direkt zum Zeitpunkt eines Extremwetters liegen wissenschaftlich fundierte Fakten vor \u201enoch w\u00e4hrend die Auswirkungen des Geschehens in Medien, Politik und Gesellschaft diskutiert werden\u201c, sagt Bonde. \u201eDas schnelle Ver\u00f6ffentlichen der Studienergebnisse hat einen bahnbrechenden Einfluss auf den Diskurs \u00fcber Folgen und Ma\u00dfnahmen wegen des Klimawandels.\u201c Ohne den menschengemachten Klimawandel w\u00e4ren die diesj\u00e4hrigen Hitzewellen in Nordamerika und S\u00fcdeuropa so nicht m\u00f6glich gewesen, zeigte etwa eine <a href=\"https:\/\/www.worldweatherattribution.org\/extreme-heat-in-north-america-europe-and-china-in-july-2023-made-much-more-likely-by-climate-change\/\"><em>WWA<\/em>-Studie<\/a> im Juli.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hitzeaktionspl\u00e4ne weiter ausrollen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Studien sind zudem deshalb wegweisend, da das Team um Friederike Otto stets auch Ursachen analysiert und L\u00f6sungen empfiehlt. \u201eIn vielen Gemeinden und St\u00e4dten gibt es inzwischen Hitzeaktionspl\u00e4ne\u201c, sagt die Physikerin und promovierte Philosophin mit Blick auf ein weiteres Ergebnis der Hitzewellen-Studie: \u201eIn Anbetracht von zunehmender Vulnerabilit\u00e4t durch alternde Gesellschaften und wachsende Ungleichheit gibt es einen enormen Bedarf, diese Hitzeaktionspl\u00e4ne weiter auszurollen.\u201c Die Klimawissenschaftlerin ist eine Leitautorin des <a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/sixth-assessment-report-cycle\/\">sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC)<\/a> und geh\u00f6rt zum zentralen Autorenteam des im M\u00e4rz erschienenen <a href=\"https:\/\/archive.ipcc.ch\/report\/authors\/report.authors.php?q=38&amp;p\">IPCC-Syntheseberichts<\/a>. Im November 2022 erhielt sie eine Exzellenzprofessur der Petersen-Stiftung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baustoff Holz f\u00fcr den Klimaschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dagmar Fritz-Kramer (52) ist als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Allg\u00e4uer Familienbetriebs <a href=\"https:\/\/www.baufritz.com\/de\">Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG<\/a>, kurz Baufritz, laut DBU-Generalsekret\u00e4r Bonde \u201eIdeengeberin f\u00fcr neue Wege im Bausektor\u201c. Bonde weiter: \u201eSie und ihr Unternehmen sind Motor f\u00fcr die Branche und Vorreiterin f\u00fcr die Bauwende.\u201c Denn bei Neubau, Sanierungen und Aufstockungen setzt Baufritz fast ausschlie\u00dflich auf den Baustoff Holz \u2013 \u201eein exzellenter Klimasch\u00fctzer, der gro\u00dfe Mengen an Kohlenstoff speichert und auf diese Weise die Bildung von klimasch\u00e4dlichem Kohlendioxid verhindert\u201c, so Bonde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_seitlich-mit-Musterhaeusern2_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1791.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53969\" style=\"width:303px;height:283px\" width=\"303\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_seitlich-mit-Musterhaeusern2_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1791.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_seitlich-mit-Musterhaeusern2_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-800x746.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_seitlich-mit-Musterhaeusern2_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-400x373.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Am Betriebs-Stammsitz in Erkheim im Allg\u00e4u steht Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dagmar Fritz-Kramer auf dem Gel\u00e4nde, wo das mittelst\u00e4ndische Unternehmen Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG Musterh\u00e4user aus Holz pr\u00e4sentiert. Foto: Jongebloed | DBU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Geb\u00e4udesektor ist nach Bondes Einsch\u00e4tzung \u201eeiner der Schl\u00fcsselfaktoren, wenn Deutschland, wie geplant, bis 2045 klimaneutral werden will\u201c. Aus gutem Grund: Der Geb\u00e4udebereich verursacht hierzulande etwa 40 Prozent der laut Umweltbundesamt-Statistik des Jahres 2022 bundesweit 746 Millionen Tonnen Emissionen an klimasch\u00e4dlichen Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>). Dringend saniert werden muss deshalb der Geb\u00e4ude-Altbestand hierzulande \u2013 fast zwei Drittel der rund 21,4 Millionen Immobilien in Deutschland fallen in diese Kategorie. Einer Studie der Ruhr Universit\u00e4t Bochum zufolge er\u00f6ffnen sich bereits bis 2030 Chancen f\u00fcr mehr Klimaschutz, wenn man konsequent auf Holz als Baustoff setzt: Demnach k\u00f6nnten auf diese Weise allein in Deutschland binnen der n\u00e4chsten sieben Jahre 42 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sanierung, Recycling und Ressourcenschonung essenziell<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Baufritz-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Fritz-Kramer sieht die eigene Branche auch deshalb in der Pflicht, \u201eweil sie fast zwei Drittel des M\u00fcllbergs in Deutschland verursacht\u201c. Sanierung, Recycling und Ressourcenschonung nennt die 52-J\u00e4hrige \u201eessenziell\u201c, auch weil Sand zu einem raren Gut geworden sei. Baufritz verarbeitet vor allem heimisches Fichtenholz und erreicht nach eigenen Angaben durch die Bauprojekte jedes Jahr eine CO<sub>2<\/sub>-Ersparnis von etwa 12.000 Tonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fritz-Kramer ist seit 2004 gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin im Familienbetrieb, der 1896 seinen Anfang nahm und <a href=\"https:\/\/www.baufritz.com\/de\/unternehmen\/unsere-geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">mittlerweile in vierter Generation existiert<\/a>. Das mittelst\u00e4ndische Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitenden hat eine eigene Abteilung Forschung und Entwicklung und <a href=\"https:\/\/www.baufritz.com\/de\/darum-baufritz\/innovationen-und-patente\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">h\u00e4lt mehr als 40 Patente und Schutzrechte<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie m\u00f6chten mehr \u00fcber unsere Preistr\u00e4gerinnen erfahren? Ab dem 4. Oktober pr\u00e4sentieren wir in unserem Blog zum Deutschen Umweltpreis Portr\u00e4ts, Videosequenzen und Hintergrundinformationen zur Forschung und T\u00e4tigkeit und alle Informationen zur Umweltpreisverleihung in L\u00fcbeck. Schauen Sie rein unter:<\/strong><em> <\/em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/umweltpreis\/umweltpreis-blog\/\" target=\"_blank\">www.dbu.de\/umweltpreis\/umweltpreis-blog\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Pressetexte, Fotos und O-T\u00f6ne zum Deutschen Umweltpreis unter: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/presse\/\" target=\"_blank\">www.dbu.de\/presse\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Twittern Sie mit unter #uwp23.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Titelbild: (links) Baufritz | (rechts) guy@strikingfaces<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14,"featured_media":54132,"parent":54205,"template":"","meta":{"footnotes":""},"newsletter-kategorie":[],"class_list":["post-54207","newsletter","type-newsletter","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"meta_box":{"dbu_newsletter_gruppe_container":[],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/54207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/newsletter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/54207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54236,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/54207\/revisions\/54236"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/54205"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"newsletter-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter-kategorie?post=54207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}