{"id":141187,"date":"2025-06-04T16:57:45","date_gmt":"2025-06-04T14:57:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=newsletter&#038;p=141187"},"modified":"2025-06-05T12:08:37","modified_gmt":"2025-06-05T10:08:37","slug":"emissionsarmer-tierwohlstall-dbu-unterstuetzt-nachhaltige-landwirtschaft","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-mai-2025\/emissionsarmer-tierwohlstall-dbu-unterstuetzt-nachhaltige-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Emissionsarmer Tierwohlstall \u2013 DBU unterst\u00fctzt nachhaltige Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>So ein neuer Schweinestall ist noch nie in Niedersachsen gebaut worden: Mit mehr als doppelt so viel Platz wie gesetzlich vorgeschrieben, Strohdusche, Au\u00dfenbereich und einer \u201eSchweinetoilette\u201c, bei der Kot und Harn direkt getrennt werden. Dadurch sollen Ammoniak- und Lachgasemissionen und damit auch der Stallgeruch minimiert werden. Die Kosten betragen rund 1,5 Mio. Euro, von denen die H\u00e4lfte der Bund \u00fcbernommen hat. Im M\u00e4rz wurde im neugebauten Stall der Landwirtin Gesa Langenberg in Drentwede (Ortsteil Bockstedt) eingestallt. Bereits 2022 hatte sie bei einem Umbau f\u00fcr 400 Tiere auf das neuartige, emissionsarme Stallkonzept ohne Mist und G\u00fclle gesetzt (siehe <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/newsletter\/dbuaktuell-nr-3-landwirtschaft-und-ernaehrung\/landwirtin-gesa-langenberg-im-interview-ueber-neuartiges-stallkonzept-ohne-mist-und-guelle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBUaktuell 3\/2023<\/a>). \u00c4hnlich sieht es auch bei Familie Baierl in der Oberpfalz aus. Sie hat den bayernweit ersten konventionellen Maststall nach diesem umweltentlastenden Konzept gebaut, der zudem die Anforderungen der Tierhaltungsstufe 3 erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>DBU-gef\u00f6rdertes Tierwohlstallkonzept<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Mit rund 95 Prozent geh\u00f6rt der Sektor Landwirtschaft zu den Hauptquellen von Ammoniak-Emissionen in Deutschland.&nbsp;Der Luftschadstoff entweicht vor allem aus Stallmist und G\u00fclle, die in der Tierhaltung anfallen und auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen als D\u00fcnger ausgebracht werden. In der Luft reagiert Ammoniak mit anderen Schadstoffen zu gesundheitssch\u00e4dlichem Feinstaub.&nbsp;Neue Stallsysteme mit reduzierter Ammoniakbildung f\u00f6rdern also nicht nur das Wohlbefinden der Tiere, sondern kommen auch Umwelt und Gesundheit zugute.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept hinter dem g\u00fcllelosen Stall stammt von den DBU-gef\u00f6rderten Projektpartnern <a href=\"https:\/\/www.schauer-agrotronic.com\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SCHAUER Maschinenfabrik <\/a>GmbH, Pocking, und D\u00f6hlerAgrar Unternehmensberatung, Untermerzbach. Im Rahmen mehrerer DBU-Projekte wurden das Haltungskonzept und eine Ausf\u00fchrungsplanung f\u00fcr einen Stall mit etwa 1&nbsp;500 Tierpl\u00e4tzen entwickelt. Das Konzept ist aber auch f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere oder kleinere Anlagen geeignet. Dabei leben jeweils 25 bis 30 Tiere in langgestreckten Buchten, die sich in einen w\u00e4rmeged\u00e4mmten und klimatisierbaren eingestreuten Liege- und Ruhebereich, einen Fress- und Aktivit\u00e4tsbereich sowie einen Kotbereich mit perforiertem Boden gliedern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Trennen von Kot und Harn und anschlie\u00dfende Behandlungsschritte werden die Emissionen aller relevanten Gase auf ein Niveau reduziert, wie es bisher nur mittels &nbsp;Abluftreinigung erreichbar ist. Schon w\u00e4hrend der Projektlaufzeit wurden in \u00d6sterreich und in Deutschland Stallsysteme auf Basis dieser Planungsgrundlagen errichtet. Laut Aussage des Projektpartners Schauer wurden inzwischen rund 80 St\u00e4lle dieser Art in \u00d6sterreich, der Schweiz und Deutschland gebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Innovative Projekte f\u00fcr nachhaltige Landwirtschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die DBU f\u00f6rdert seit Langem eine Vielzahl innovativer Projekte, die dazu beitragen, die negativen Auswirkungen der Landwirtschaft auf Klima, Boden, Wasser, Luft und Artenvielfalt zu verringern. Neben dem Minimieren von Ammoniak- und Lachgasemissionen stehen dabei Projekte im Fokus, die sich mit verbessertem N\u00e4hrstoffmanagement \u2013 insbesondere zum Schutz der Gew\u00e4sserqualit\u00e4t \u2013 und der Reduktion des Pestizideinsatzes befassen (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/newsletter\/dbuaktuell-oktober-2024\/alternativen-fuer-die-umwelt-dbu-foerderinitiative-pestizidvermeidung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBUaktuell Oktober 2024<\/a> zur DBU-F\u00f6rderinitiative Pestizidvermeidung).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNachhaltige Landwirtschaft steht nicht im Widerspruch zu einer profitablen Landwirtschaft \u2013 sie ist vielmehr der Schl\u00fcssel dazu. Wer heute verantwortungsvoll mit Boden, Wasser und Artenvielfalt umgeht, sichert die Ern\u00e4hrungsgrundlagen von morgen\u201c, sagt DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mehr \u00fcber die neuen Stallkonzepte, Kosten und Herausforderungen berichten zwei Fernsehbeitr\u00e4ge von <\/em><a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/hallo-niedersachsen\/mehr-tierwohl-im-stall-drentweder-zukunftsmodell-eroeffnet\/ndr\/Y3JpZDovL25kci5kZS83MzE3NzE2My0zM2JjLTRmODQtOTk0Yy0yNWZhMjA2ZDAyNjQ\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Hallo Niedersachsen<\/em><\/a><em> (NDR) und <\/em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SIrVVLSHe70\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Unser Land<\/em><\/a><em> (Bayerischer Rundfunk). <\/em><br><em>Die Details zum DBU-Projekt finden sich unter <\/em><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34882-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34882-01\/<\/em><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14,"featured_media":141309,"parent":141185,"template":"","meta":{"footnotes":""},"newsletter-kategorie":[],"class_list":["post-141187","newsletter","type-newsletter","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"meta_box":{"dbu_newsletter_gruppe_container":[{"dbu_newsletter_gruppe_container_select":"newsletter"}],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/141187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/newsletter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/141187\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141281,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/141187\/revisions\/141281"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/141185"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"newsletter-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter-kategorie?post=141187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}