{"id":129494,"date":"2024-12-04T15:53:16","date_gmt":"2024-12-04T14:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=newsletter&#038;p=129494"},"modified":"2024-12-04T16:26:36","modified_gmt":"2024-12-04T15:26:36","slug":"wie-finanzieren-wir-die-transformation-symposium-zum-deutschen-umweltpreis-2024","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-dezember-2024\/wie-finanzieren-wir-die-transformation-symposium-zum-deutschen-umweltpreis-2024\/","title":{"rendered":"Wie finanzieren wir die Transformation? Symposium zum Deutschen Umweltpreis 2024"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>\u201eWir stehen in einer Situation, wo die naturwissenschaftlichen Herausforderungen, aber auch die \u00f6konomischen Herausforderungen gro\u00df sind. Es braucht mehr zielgerichtete Bewegung \u2013 in den K\u00f6pfen, aber auch in den Brieftaschen und Bankdepots\u201c, sagte DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde in seiner Einf\u00fchrung zum Fachsymposium \u201eWie finanzieren wir die Transformation?\u201c am 26. Oktober im Vorfeld der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der DBU in Mainz. Die \u00f6konomischen Herausforderungen sind in der Tat betr\u00e4chtlich: Studien beziffern die Kosten der Klimaneutralit\u00e4t Deutschlands auf rund 5 Billionen Euro (in Zahlen: 5.000.000.000.000), davon sind 2 Billionen zus\u00e4tzliche Kosten, die \u00fcber den reinen Ersatzbedarf, der ohnehin anfallen w\u00fcrde, hinausgehen. F\u00fcr Europa werden zus\u00e4tzliche Kosten von 10 Billionen Euro ausgewiesen. \u201eIn der Gesamtrechnung d\u00fcrfen wir auch die Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder mit ihrem schnell wachsenden Energiebedarf nicht vergessen\u201c, so Bonde weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Privates Kapital mobilisieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00f6ffentlichen Haushalte werden diese Summen nicht stemmen k\u00f6nnen, nicht in Deutschland und erst recht nicht in Schwellenl\u00e4ndern. Aber auch das Bankensystem kommt bei diesen Summen an seine Grenzen. Wie k\u00f6nnen wir die notwendigen Mittel f\u00fcr den Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschaft und Gesellschaft aufbringen? Was muss getan werden, um privates Kapital zu mobilisieren? Dazu diskutieren Expert*innen aus der Finanzbranche im Verlauf des Symposiums, moderiert von der Wirtschaftsjournalistin Sissi Hajtmanek. Eine der Schwierigkeiten im Hinblick auf privates Kapital: Viele Privatanleger*innen haben zwar ein Interesse an nachhaltigen Kapitalanlagen, erhalten aber von den Bankberater*innen h\u00e4ufig nicht die passenden Angebote \u2013 so die Ergebnisse von Studien, die Prof. Dr. Christian Klein von der Universit\u00e4t Kassel in seinem Impulsvortrag vorstellte. Eine wichtige Rolle spiele dabei auch die pers\u00f6nliche Pr\u00e4ferenz und ausreichendes Wissen des Anlageberaters sowie die Breite der Angebotsauswahl. Hier m\u00fcssten die Schulungen erweitert und verbessert werden, so Klein. In der anschlie\u00dfenden Fachdiskussion berichtete DBU-Finanzchef Michael Dittrich \u00fcber die guten Erfahrungen der DBU mit nachhaltigen Kapitalanlagen: \u201eIn der langfristigen Betrachtung und bei einer breiten Diversifizierung \u00fcber viele Branchen bringen diese Anlagen keine Renditenachteile gegen\u00fcber konventionellen Anlagen mit sich.\u201c Silke Stremlau, Vorsitzende des Sustainable Finance Beirates (SFB) der Bundesregierung, verwies darauf, dass das Ziel der Transformation heute nicht mehr in Frage gestellt werde: \u201eEs ist ganz klar, wir m\u00fcssen uns dekarbonisieren, wir laufen auf eine Kreislaufwirtschaft hin. Die Frage ist nur noch wie.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltigkeitsstandards international festlegen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. J\u00f6rg Kr\u00e4mer, Chefvolkswirt der Commerzbank, f\u00fchrte aus, dass das Ziel der Dekarbonisierung klar sei, aber die Frage gestellt werden m\u00fcsste, was der effizienteste Weg sei. Bei einer Investitionslenkung auf der Basis von Empfehlungen an die Politik sei nicht sichergestellt, ob das CO<sub>2<\/sub> wirklich dort eingespart werde, wo es am preiswertesten sei. \u201eOder wir gehen einen Weg, der \u00fcber CO<sub>2<\/sub>-Preise funktioniert\u201c, regte Kr\u00e4mer an. Dann k\u00f6nne jeder Einzelne selbst entscheiden, wo er einsparen wolle und wo nicht. Dr. Ndidi Nnoli-Edozien, Vorstand im International Sustainability Standard Board (ISSB), verwies darauf, dass der gesamte afrikanische Kontinent nur f\u00fcr weniger als 4 Prozent der weltweiten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen verantwortlich sei. Dennoch seien viele afrikanische L\u00e4nder bereit, sich internationalen Vereinbarungen anzuschlie\u00dfen. Es sei dringend notwendig, Nachhaltigkeitsstandards international festzulegen, damit eine gemeinsame Sprache zu Fragen der Nachhaltigkeit \u00fcber die Kontinente hinweg m\u00f6glich sei. DBU-Generalsekret\u00e4r Bonde fasste es so zusammen: \u201eEs gilt, Teil der L\u00f6sung und nicht Teil des Problems zu sein. Das Beispiel der DBU zeigt: Erfolgreiches Wirtschaften und nachhaltiges Investment sind kein Widerspruch!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Forum \u201eWie finanzieren wir die Transformation?\u201c kann im YouTube-Kanal der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) nachgeschaut werden unter: <\/em><\/p>\n\n\n<div class='dbu-youtube'><div class='dbu-youtube__default'><\/div><div class='dbu-youtube__video'><div id=\"tt_UyScc3tc-69ded918f0093\" data-video-id=\"tt_UyScc3tc\" class=\"ma-gdpr-youtube-wrapper\" style=\"width:100%;aspect-ratio:16\/9;\" data-new-window=\"\" data-yt-parameters=\"\"><picture class=\"ma-gdpr-youtube-thumbnail\"><source media=\"(min-width:640px)\" type=\"image\/webp\" srcset=\"\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/ma-gdpr-youtube-thumbnails\/tt_UyScc3tc\/tt_UyScc3tc_hq720.webp\"><source media=\"(min-width:640px)\" type=\"image\/jpeg\" srcset=\"\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/ma-gdpr-youtube-thumbnails\/tt_UyScc3tc\/tt_UyScc3tc_hq720.jpg\"><source media=\"(min-width:320px)\" type=\"image\/webp\" srcset=\"\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/ma-gdpr-youtube-thumbnails\/tt_UyScc3tc\/tt_UyScc3tc_sddefault.webp\"><source media=\"(min-width:320px)\" type=\"image\/jpeg\" srcset=\"\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/ma-gdpr-youtube-thumbnails\/tt_UyScc3tc\/tt_UyScc3tc_sddefault.jpg\"><source media=\"(min-width:240px)\" type=\"image\/webp\" srcset=\"\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/ma-gdpr-youtube-thumbnails\/tt_UyScc3tc\/tt_UyScc3tc_hqdefault.webp\"><source media=\"(min-width:240px)\" type=\"image\/jpeg\" srcset=\"\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/ma-gdpr-youtube-thumbnails\/tt_UyScc3tc\/tt_UyScc3tc_hqdefault.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/ma-gdpr-youtube-thumbnails\/tt_UyScc3tc\/tt_UyScc3tc_mqdefault.jpg\" alt=\"YouTube Datenschutz\" \"><\/picture><svg class=\"ma-gdpr-youtube-button button-youtube \" ><use xlink:href=\"#ma-gdpr-youtube-play-button-youtube\"><\/use><\/svg><div class=\"ma-gdpr-youtube-notice \" style=\"font-size:.7em; \">When clicked, this video is loaded from YouTube and data is send to YouTube. 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