{"id":103043,"date":"2024-09-13T09:43:05","date_gmt":"2024-09-13T07:43:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=newsletter&#038;p=103043"},"modified":"2024-09-13T10:20:40","modified_gmt":"2024-09-13T08:20:40","slug":"deutscher-umweltpreis-2024-fuer-herausragende-moorforschung-und-innovative-schnellladesysteme","status":"publish","type":"newsletter","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/newsletter\/dbuaktuell-september-2024\/deutscher-umweltpreis-2024-fuer-herausragende-moorforschung-und-innovative-schnellladesysteme\/","title":{"rendered":"Deutscher Umweltpreis 2024 f\u00fcr herausragende Moorforschung und innovative Schnellladesysteme"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Zwei Pers\u00f6nlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft werden dieses Jahr mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geehrt: Moorforscherin Dr. Franziska Tanneberger (46) aus Greifswald und Elektrotechnikingenieur Thomas Speidel (57) aus N\u00fcrtingen bei Stuttgart. Sie teilen sich den Preis von insgesamt 500.000 Euro. Der Preis z\u00e4hlt zu den h\u00f6chstdotierten Umweltauszeichnungen Europas und wird j\u00e4hrlich von der DBU vergeben. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier \u00fcberreicht die Auszeichnung am 27. Oktober in Mainz.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schnelllade- und Speichersysteme als Multitools der Energiewende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eInnovationskraft, strategische Weitsicht und wirtschaftlicher Wagemut zeichnen Thomas Speidel aus\u201c, sagte DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde. \u201eEr ist ein Wegbereiter f\u00fcr mehr Elektromobilit\u00e4t, Klimaschutz und eine umfassende Energiewende.\u201c Thomas Speidel hat als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der ads-tec Energy innovative batteriegepufferte Hochleistungssysteme entwickelt, die als Multi-Tool \u201ewie ein Schweizer Taschenmesser der Energiewende\u201c fungieren. Sie erm\u00f6glichen etwa das Stromtanken binnen Minuten statt Stunden. Eine Motivation: der rasche, fl\u00e4chendeckende Ausbau der Ladeinfrastruktur \u2013 eine Voraussetzung, damit die umweltfreundliche E-Mobilit\u00e4t mehr Akzeptanz erreicht und so der Aussto\u00df des klimasch\u00e4dlichen Kohlendioxids (CO<sub>2<\/sub>) durch optimalen Einsatz erneuerbarer Energien verringert wird. Die batteriegepufferten Schnelllader sind laut Speidel flexibel an Stra\u00dfen, Firmengeb\u00e4uden, in Wohngebieten ohne Garagen oder Wallboxen sowie in urbanen Ballungsr\u00e4umen und abgelegenen Orten installierbar. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Modelle gibt es: <em>ChargeBox <\/em>sowie <em>ChargePost<\/em> \u2013 letzterer mannshoch wie eine Telefonzelle, beide je rund drei Tonnen schwer und ausgestattet mit je zwei Schnellladepunkten. Die Speichersysteme mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie ziehen langsam Strom aus dem vorhandenen Stromnetz, speichern diesen und wandeln den Wechselstrom aus dem Netz in Gleichstrom um, der mit einer Leistung von 320 Kilowatt zum Laden genutzt werden kann. Wird ein E-Fahrzeug angedockt, kann es aus den Speicherreserven binnen Minuten geladen werden. Speidel: \u201eWie bei einem WC-Sp\u00fclkasten, der sich langsam f\u00fcllt und bei Nutzung ruckzuck leert.\u201c Hinzu kommt: <em>ChargeBox<\/em> und <em>ChargePost<\/em> sind \u2013 neben dem Schnellladen \u2013 Multi-Tools. Mittels ihrer Batteriespeicher sichern sie etwa lokal erzeugte Sonnenenergie, stabilisieren das Netz \u2013 und vermeiden \u00fcberall dort Stromengp\u00e4sse, wo es am Netzausbau hapert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Treibende Kraft bei der Revitalisierung und Wiedervern\u00e4ssung von Mooren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Moorexpertin Franziska Tanneberger entwickelt laut Bonde gemeinsam mit Landwirten Nutzungsperspektiven: \u201eMoorschutz und Moornutzung sind f\u00fcr sie kein Widerspruch. Sie hat es als exzellente und weltweit hoch anerkannte Moorforscherin durch unerm\u00fcdlichen Einsatz mit ihrem Team geschafft, die Bedeutung von Moorschutz und Wiedervern\u00e4ssung f\u00fcr eine lebenswerte Zukunft national und international in politischen Entscheidungsprozessen zu platzieren.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Plan zur Klimaneutralit\u00e4t in Deutschland bis 2045 und in der EU bis 2050 spielt in der Arbeit von Tanneberger, Co-Leiterin des Greifswald Moor Centrums, eine erhebliche Rolle. Ihr Trumpf: Moore sind beim Klimaschutz die besten Verb\u00fcndeten. Die international renommierte Moorforscherin gilt deshalb als treibende Kraft bei der Revitalisierung und Wiedervern\u00e4ssung von Mooren sowie als Br\u00fcckenbauerin zwischen Wissenschaft, Politik und Landwirtschaft. Ob auf Weltklimakonferenzen, beim Weltbiodiversit\u00e4tsrat oder in der EU-Agrarpolitik: Tanneberger nutzt jede Gelegenheit, Moore als veritable Klima- und Biodiversit\u00e4tssch\u00fctzer zu r\u00fchmen. \u201eNat\u00fcrliche und nasse Moore entnehmen der Atmosph\u00e4re Kohlendioxid und speichern dann diesen Kohlenstoff, was sie zu richtig guten Helfern im Klimaschutz macht.\u201c Und zu einem Multitalent: Sie sind zugleich Kohlenstoffsenken, Wasserspeicher und Garant f\u00fcr Lebensvielfalt. Eine m\u00e4chtige Herausforderung gibt es gleichwohl: Allein in Deutschland sind laut Tanneberger mehr als 90 Prozent der Moore trockengelegt \u2013 und daraus entweichen klimasch\u00e4dliche Treibhausgase. \u201eWir m\u00fcssen Moore wiedervern\u00e4ssen\u201c, so Tanneberger. Mit ihrer Forschung zeigt sie, wie das Hand in Hand mit der Landwirtschaft gehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Beide Pers\u00f6nlichkeiten seien echte Praxis-Pioniere, die mit herausragendem Engagement Umwelt- und Biodiversit\u00e4tsschutz, aber auch Klimaschutz mit technologischem Fortschritt voranbringen, so DBU-Generalsekret\u00e4r Bonde.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie m\u00f6chten mehr \u00fcber unsere Preistr\u00e4gerin und unseren Preistr\u00e4ger sowie den Deutschen Umweltpreis erfahren? Dann schauen Sie in unseren Blog zum Deutschen Umweltpreis: <\/em><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/umweltpreis\/umweltpreis-blog\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>https:\/\/www.dbu.de\/umweltpreis\/umweltpreis-blog\/<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pressetexte, Fotos und O-T\u00f6ne zum Deutschen Umweltpreis finden sich unter: <\/em><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/presse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>https:\/\/www.dbu.de\/presse\/<\/em><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14,"featured_media":103100,"parent":102981,"template":"","meta":{"footnotes":""},"newsletter-kategorie":[],"class_list":["post-103043","newsletter","type-newsletter","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"meta_box":{"dbu_newsletter_gruppe_container":[{"dbu_newsletter_gruppe_container_select":"newsletter"}],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/103043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/newsletter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/103043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103202,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/103043\/revisions\/103202"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter\/102981"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/103100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"newsletter-kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/newsletter-kategorie?post=103043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}