{"id":72908,"date":"2024-03-25T10:08:18","date_gmt":"2024-03-25T09:08:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=72908"},"modified":"2024-03-25T10:10:20","modified_gmt":"2024-03-25T09:10:20","slug":"vom-aussterben-bedrohte-uferschnepfe-findet-lebensraum","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/vom-aussterben-bedrohte-uferschnepfe-findet-lebensraum\/","title":{"rendered":"Vom Aussterben bedrohte Uferschnepfe findet Lebensraum"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1536\" height=\"1152\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Kiebitz_\u00a9Werner-Wahmhoff_DBU-Naturerbe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-72912\" style=\"width:404px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Kiebitz_\u00a9Werner-Wahmhoff_DBU-Naturerbe.jpg 1536w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Kiebitz_\u00a9Werner-Wahmhoff_DBU-Naturerbe-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Kiebitz_\u00a9Werner-Wahmhoff_DBU-Naturerbe-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vogel des Jahres 2024: Der Kiebitz hat es aufgrund schwindender Lebensr\u00e4ume in Deutschland schwer. Die Wiedervern\u00e4ssung der DBU-Naturerbefl\u00e4che spielt dem Vogel in die Karten: 2023 br\u00fcteten 254 Paare in der N\u00e4he von Ottendorf.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Freiburg (Elbe). Wer im Naturschutz unterwegs ist, braucht einen langen Atem. Umso sch\u00f6ner ist es, wenn ein Plan funktioniert \u2013 wie auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/elbwiesen-ostemuendung\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/elbwiesen-ostemuendung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Elbwiesen Ostem\u00fcndung<\/a> und dem angrenzenden Gr\u00fcnland zwischen Ottendorf und Freiburg (Elbe). \u201eDurch die Wiedervern\u00e4ssung im Zuge der Fahrrinnenanpassung 1999 profitiert die in Deutschland vom Aussterben bedrohte Uferschnepfe\u201c, freut sich Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Ihre Best\u00e4nde haben sich dort auf hohem Niveau stabilisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>73 Uferschnepfen-Paare br\u00fcteten 2023 im DBU Naturerbe Elbwiesen Ostem\u00fcndung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als die rund 700 Hektar (ha) gro\u00dfe heutige DBU-Naturerbefl\u00e4che zwischen Ottendorf und Freiburg (Elbe) Anfang der 1990er f\u00fcr den Naturschutz angekauft wurden, br\u00fcteten dort nur rund 20 Uferschnepfen-Paare. Im vergangenen Jahr z\u00e4hlte Patrick <strong>Weber <\/strong>von der <a href=\"https:\/\/www.nlwkn.niedersachsen.de\/naturschutzstation-unterelbe\/naturschutz-vor-ort-die-naturschutzstation-unterelbe-42542.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nlwkn.niedersachsen.de\/naturschutzstation-unterelbe\/naturschutz-vor-ort-die-naturschutzstation-unterelbe-42542.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Naturschutzstation Unterelbe des Nieders\u00e4chsischen Landesbetriebs f\u00fcr Wasserwirtschaft, K\u00fcsten- und Naturschutz<\/a> (NLWKN) dagegen auf den drei voneinander getrennten Teilabschnitten \u2013 Belum, Hullen und Allw\u00f6rden \u2013 73 Brutpaare der rund 40 Zentimeter gro\u00dfen V\u00f6gel mit den langen Beinen und dem langen, geraden Schnabel. Der Bericht zur Bestandssituation liegt jetzt vor. \u201eDas ist ein gro\u00dfer Erfolg. Die wichtigsten deutschen Brutgebiete der Uferschnepfe liegen in Niedersachsen an der K\u00fcste und in Niedermooren. Sie ben\u00f6tigt hohe Grundwasserst\u00e4nde und eine extensive Gr\u00fcnlandbewirtschaftung, m\u00f6glichst ohne D\u00fcngeeintrag. Wir haben f\u00fcr die bedrohte Art somit eine besondere Verantwortung\u201c, meint Weber. Mit jedem Ma\u00dfnahmenpaket zur Aufwertung des Lebensraums sei seither ein sp\u00fcrbarer Anstieg der Brutpaarzahlen einhergegangen. Doch nicht nur die Uferschnepfe profitiert von der offenen Feuchtgebietslandschaft. Als wichtiger Bestandteil des rund 16.700 Hektar gro\u00dfen Vogelschutzgebiets Unterelbe bietet die DBU-Naturerbefl\u00e4che einer Vielzahl von Wasser- und Watv\u00f6geln einen wichtigen R\u00fcckzugsort zur Rast und Brut \u2013 so br\u00fctete 2023 auch der seltene Wachtelk\u00f6nig mit acht Paaren dort und der Kiebitz sogar mit 254 Brutpaaren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Uferschnepfe_Elbwiesen_\u00a9Gerd-Michael-Heinze-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-72914\" style=\"width:422px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Uferschnepfe_Elbwiesen_\u00a9Gerd-Michael-Heinze-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Uferschnepfe_Elbwiesen_\u00a9Gerd-Michael-Heinze-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Uferschnepfe_Elbwiesen_\u00a9Gerd-Michael-Heinze-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Uferschnepfe gilt in Deutschland als vorm Aussterben bedroht. Auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Elbwiesen Ostem\u00fcndung bei Freiburg (Elbe) br\u00fcteten vergangenes Jahr 73 Brutpaare<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Regelbare Staue und Windpumpen halten Wasser m\u00f6glichst lange in der Landschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle Arten vereint, dass sie an dauerfeuchte Wiesenstandorte gebunden sind. \u201eVielerorts h\u00e4ngt der Populationsr\u00fcckgang unmittelbar mit dem Verlust der passenden Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Wiesenv\u00f6gel zusammen\u201c, erl\u00e4utert Weber. In den vergangenen Jahrzehnten sind ihre Lebensr\u00e4ume zunehmend entw\u00e4ssert, die Gr\u00fcnlandnutzung intensiviert und an der Elbm\u00fcndung beispielsweise ehemals von der nat\u00fcrlichen Tidedynamik beeinflusste Vorl\u00e4nder eingedeicht worden. Daher spielt die Wiedervern\u00e4ssung und die extensive Nutzung auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che eine entscheidende Rolle f\u00fcr den Stopp ihres Bestandr\u00fcckgangs. In enger Zusammenarbeit mit der Naturschutzstation Unterelbe, den Landkreisen Stade und Cuxhaven sowie dem <a href=\"https:\/\/www.wsa-elbe-nordsee.wsv.de\/Webs\/WSA\/Elbe-Nordsee\/DE\/0_Startseite\/startseite_node.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.wsa-elbe-nordsee.wsv.de\/Webs\/WSA\/Elbe-Nordsee\/DE\/0_Startseite\/startseite_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee<\/a> (WSA) sind in den vergangenen Jahren verschiedene Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Naturschutz umgesetzt worden. \u201eGemeinsam haben wir Gr\u00e4ben verschlossen, regelbare Staue eingebaut und Windpumpen installiert, um gezielt m\u00f6glichst lange im Jahr Wasser in der Landschaft zu halten und dauerhaft hohe Grundwasserst\u00e4nde zu gew\u00e4hrleisten\u201c, erl\u00e4utert Belting. Je nach Niederschlag und Wasserstand in den Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben k\u00f6nnen die Staue ge\u00f6ffnet oder verschlossen werden. Die Windpumpen werden ab einem bestimmten Pegelstand aktiviert und helfen hohe Verdunstungsraten im Fr\u00fchsommer durch bedarfsgerechte Zuw\u00e4sserung der Fl\u00e4chen auszugleichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enge Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft als Erfolgsfaktor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso wichtig wie die ausreichende Wasserverf\u00fcgbarkeit ist die wiesenvogelgerechte Bewirtschaftung. Um das Nest und die sensiblen K\u00fcken nicht zu gef\u00e4hrden, werden Weideauftrieb und Mahdtermine jedes Jahr aufs Neue ganz genau mit den landwirtschaftlichen Betrieben abgestimmt. Nur so schaffen es die neu geschl\u00fcpften Uferschnepfen, im Herbst ihre weite Reise in ihr Winterquartier nach Afrika anzutreten und vielleicht schon bald wieder in ihre Heimat an der Unterelbe zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Uferschnepfen fressen Larven, Schnecken und Regenw\u00fcrmer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ober- und Unterseite der Uferschnepfe sind braun bis rostbraun gef\u00e4rbt. Der Bauch ist wei\u00df und mit einer leichten B\u00e4nderung gezeichnet. Sie sind in der Zugzeit sehr gesellig und oft in gr\u00f6\u00dferen Gruppen zu beobachten. Mit ihrem langen Schnabel stochert die Uferschnepfe intensiv im Schlamm, um nach Nahrung zu suchen. Wie alle Watv\u00f6gel bevorzugt sie Larven, K\u00e4fer, Schnecken, Regenw\u00fcrmer, aber auch S\u00e4mereien, w\u00e4hrend sich beispielsweise die auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che dokumentierten 35 Austernfischer-Brutpaare auf Krebse, Borstenw\u00fcrmer und Muscheln spezialisiert haben. Vier Eier br\u00fcten die Uferschnepfenpaare in einer Saison bestenfalls aus.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-b54abfcf-9b15-4580-886c-f030156ba525' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-b54abfcf-9b15-4580-886c-f030156ba525' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-046-2024-Uferschnepfe_Elbwiesen-Ostemuendung.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-b54abfcf-9b15-4580-886c-f030156ba525' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-202401_Hintergrund-DBU-Naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Elbwiesen Ostem\u00fcndung im Vogelschutzgebiet Unterelbe zeigen Ma\u00dfnahmen Wirkung<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":72914,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,75,432,50,64],"class_list":["post-72908","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-niedersachsen"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/72908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/72908\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72916,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/72908\/revisions\/72916"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/72914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}