{"id":70080,"date":"2024-03-15T09:32:32","date_gmt":"2024-03-15T08:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=70080"},"modified":"2024-03-15T09:32:32","modified_gmt":"2024-03-15T08:32:32","slug":"heidepflege-mit-gepanzerter-technik","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/heidepflege-mit-gepanzerter-technik\/","title":{"rendered":"Heidepflege mit gepanzerter Technik"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gluecksburger-Heide_Heide_\u00a9Joerg-Tillmann_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-70082\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gluecksburger-Heide_Heide_\u00a9Joerg-Tillmann_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gluecksburger-Heide_Heide_\u00a9Joerg-Tillmann_DBU-Naturerbe-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gluecksburger-Heide_Heide_\u00a9Joerg-Tillmann_DBU-Naturerbe-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wenn die Heide im Sp\u00e4tsommer bl\u00fcht, erstreckt sich ein eindrucksvoller lila Bl\u00fctenteppich \u00fcber weite Teile der DBU-Naturerbefl\u00e4che Gl\u00fccksburger Heide n\u00f6rdlich von Jessen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Jessen. Es ist wohl das gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Heidegebiet au\u00dferhalb noch aktiver Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze in Sachsen-Anhalt und bedeutend f\u00fcr den Naturschutz. Die rund 1000 Hektar gro\u00dfen Zwergstrauchheiden entwickelten sich seit den 1930er Jahren durch den ehemaligen milit\u00e4rischen Betrieb und geh\u00f6ren inzwischen zur <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/gluecksburger-heide\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Gl\u00fccksburger He<\/a><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/gluecksburger-heide\/\">ide<\/a> n\u00f6rdlich von Jessen im Landkreis Wittenberg. Die Pflege ist heute aufgrund der m\u00f6glichen Kampfmittelbelastung schwierig. Dank der Schafe des <a href=\"https:\/\/www.landschaftspflegehof.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landschaftspflegehofs Dabrun<\/a> wird ein Teil des wertvollen Lebensraums offengehalten. Jetzt hat das <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU Naturerbe<\/a>, eine gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), als Fl\u00e4cheneigent\u00fcmer einen Weg gefunden, mit gesch\u00fctzter Technik vorerst weitere 50 Hektar zu entkusseln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere 200 Hektar f\u00fcr Beweidung vorbereiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, in einigen Jahren mindestens f\u00fcr weitere 200 Hektar die Beweidungsf\u00e4higkeit herzustellen, um Lebensr\u00e4ume etwa f\u00fcr den Ziegenmelker, den Wiedehopf und die Italienische Sch\u00f6nschrecke zu erhalten\u201c, erl\u00e4utert Susanne <strong>Belting<\/strong>, fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. Schritt f\u00fcr Schritt will die Stiftungstochter diese kostenintensive Ersteinrichtung vorantreiben und hofft auf finanzielle Unterst\u00fctzung durch das Land Sachsen-Anhalt. \u201eSchafe und Ziegen k\u00f6nnen so stark \u00fcberalterte Heidepflanzen zwischen dichtem Geh\u00f6lzaufwuchs nicht gut abfressen. Deshalb m\u00fcssen wir erst Bewuchs zur\u00fccknehmen, bevor wir einen Sch\u00e4fereibetrieb f\u00fcr die neu freigestellten Fl\u00e4chen als P\u00e4chter unter Vertrag nehmen k\u00f6nnen\u201c, so Jan Felix <strong>Rennack<\/strong>, Offenlandmanager im DBU Naturerbe. Ein Expertenteam sorgte daher maschinell in einem ersten Schritt mit gepanzerter Technik daf\u00fcr, dass beispielsweise aufwachsende Kiefern gef\u00e4llt und Geh\u00f6lzgruppen aufgelichtet wurden. Auf stark belasteten Fl\u00e4chen kam ausschlie\u00dflich ferngesteuerte, Drohnen unterst\u00fctzte Technik zum Einsatz. Eingesetzte Harvester und Traktoren hatten zum Schutz vor m\u00f6glichen Detonationen gepanzerte Bodenplatten; und das verbaute Schutzglas war splittersicher. Alle Ma\u00dfnahmen wurden im Vorfeld mit der zust\u00e4ndigen Ordnungsbeh\u00f6rde durch die Revierleiterin Katalin Wiese-Brattig vom Bundesforstbetrieb Mittelelbe abgestimmt. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Die n\u00e4chsten Schritte sollen im kommenden Herbst folgen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1323\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gruppenfoto_Gluecksburger-Heide_\u00a9Jan-Felix-Rennack_DBU-Naturerbe-1920x1323.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-70113\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gruppenfoto_Gluecksburger-Heide_\u00a9Jan-Felix-Rennack_DBU-Naturerbe-1920x1323.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gruppenfoto_Gluecksburger-Heide_\u00a9Jan-Felix-Rennack_DBU-Naturerbe-800x551.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gruppenfoto_Gluecksburger-Heide_\u00a9Jan-Felix-Rennack_DBU-Naturerbe-400x276.jpg 400w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Gruppenfoto_Gluecksburger-Heide_\u00a9Jan-Felix-Rennack_DBU-Naturerbe.jpg 2040w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gemeinsam mit Kollegen vom DBU Naturerbe und Mitarbeiterinnen des Bundesforstbetriebs Mittelelbe hat sich Susanne Belting (2.v.l.), Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einen Eindruck von den Arbeiten auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Gl\u00fccksburger Heide gemacht.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>DBU Naturerbe hat 66 Fl\u00e4chen mit rund 70.000 Hektar vom Bund \u00fcbernommen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Gl\u00fccksburger Heide ist rund 2.600 Hektar gro\u00df. Ab 1936 beanspruchte die Wehrmacht die Fl\u00e4che als Truppen\u00fcbungsplatz, insbesondere f\u00fcr die Luftwaffe. Ein 400 Hektar gro\u00dfes Areal war Bombenabwurfgebiet. Nach 1945 nutzten russische Streitkr\u00e4fte die Fl\u00e4che als Panzer\u00fcbungsplatz. Es gab Schie\u00dfpl\u00e4tze und einen Hubschrauberlandeplatz. Mehrfach hat es im Gebiet gebrannt, was die Ausbreitung der Besenheide bef\u00f6rderte, die als Brandkeimer mit Feuerereignissen gut umgehen kann. Trockene Europ\u00e4ische Heiden geh\u00f6ren zu den europ\u00e4isch gesch\u00fctzten Lebensr\u00e4umen. \u201eAlle Bundesl\u00e4nder haben entsprechende Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfen nach Br\u00fcssel gemeldet und sich verpflichtet, einen g\u00fcnstigen Zustand zu erhalten oder, wenn n\u00f6tig, zu verbessern \u2013 so auch in der Gl\u00fccksburger Heide\u201c, erl\u00e4utert Rennack. 1990 wurde der Milit\u00e4rbetrieb eingestellt. Seit 2008 geh\u00f6rt die Fl\u00e4che zum <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/nationales-naturerbe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbe<\/a>. Das DBU Naturerbe verantwortet den Naturschutz auf <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\/flaechen\/flaechenliste\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">66 \u00fcberwiegend ehemaligen Milit\u00e4rfl\u00e4chen<\/a> mit rund 70.000 Hektar in zehn Bundesl\u00e4ndern. Der Bund verzichtet seit 2005 auf den Verkauf ausgew\u00e4hlter, wertvoller Naturfl\u00e4chen im Bundeseigentum und hat bislang rund 164.000 Hektar als Nationales Naturerbe stattdessen dem Naturschutz gewidmet und an Stiftungen, Naturschutzverb\u00e4nde oder Bundesl\u00e4nder \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1522\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Raupe_Maschine_\u00a9SEBU-GmbH-1920x1522.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-70084\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Raupe_Maschine_\u00a9SEBU-GmbH-1920x1522.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Raupe_Maschine_\u00a9SEBU-GmbH-800x634.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Raupe_Maschine_\u00a9SEBU-GmbH-400x317.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Naturschutz unter erschwerten Bedingungen: Eingesetzte Maschinen wie die Raupe hatten zum Schutz vor m\u00f6glichen Kampfmittel-Detonationen gepanzerte Bodenplatten. Das verbaute Schutzglas war splittersicher.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-033d303f-ca24-4e2a-9757-1e02d9756733' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-033d303f-ca24-4e2a-9757-1e02d9756733' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=6pPrvQZctptpqJaQBBvXhd0GlXFkFbTp3iKS12hpAKnuc1UlpsulLfFiE9GnFT4F'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Benedikt Zirnsak<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Mittelelbe<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-033d303f-ca24-4e2a-9757-1e02d9756733' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-202401_Hintergrund-DBU-Naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-033d303f-ca24-4e2a-9757-1e02d9756733' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-025-2024-Gluecksburger-Heide-Heidepflege-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wertvoller Lebensraum auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Gl\u00fcckburger Heide wird entkusselt<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":70084,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,2743,75,2462,432,50,69],"class_list":["post-70080","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-gluecksburger-heide","tag-nationales-naturerbe","tag-natur","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-sachsen-anhalt"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/70080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/70080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70127,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/70080\/revisions\/70127"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/70084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}