{"id":66232,"date":"2024-02-21T09:07:48","date_gmt":"2024-02-21T08:07:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=66232"},"modified":"2024-02-21T09:07:49","modified_gmt":"2024-02-21T08:07:49","slug":"feuer-und-flamme-fuer-die-heide","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/feuer-und-flamme-fuer-die-heide\/","title":{"rendered":"Feuer und Flamme f\u00fcr die Heide"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-66238\" style=\"width:382px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Heide ist nicht nur selbst ein selten gewordener und daher sch\u00fctzenswerter Lebensraum, sondern auch wichtig f\u00fcr gef\u00e4hrdete Vogelarten wie Heidelerche, Ziegenmelker, Brachpieper und Steinschm\u00e4tzer.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfkei\u00dfel. Wer in den kommenden Tagen Rauchschwaden auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/zschornoer-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald <\/a>s\u00fcd\u00f6stlich von Cottbus aufsteigen sieht, braucht sich keine Sorgen zu machen: Bei stabiler Wetterlage mit wenig Wind und trockener Witterung werden Experten im Auftrag der gemeinn\u00fctzigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem DBU Naturerbe, auf rund drei Hektar der hier landschaftspr\u00e4genden Heide kontrolliert abbrennen und sie so jung halten. \u201eMithilfe dieser feuer\u00f6kologischen Pflegema\u00dfnahme wird die \u00fcberalterte, stark verholzte Heide abgebrannt und das Keimen junger Heidepflanzen gef\u00f6rdert\u201c, sagt Dr. Sabrina <strong>Jerrentrup<\/strong>, Offenlandmanagerin im DBU Naturerbe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontrolliertes Brennen ist im Winter \u00e4u\u00dfert kontrollierbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Brennen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che ist im Winter \u00e4u\u00dferst kontrollierbar\u201c, betont Andreas <strong>Petzel<\/strong>, DBU-Koordinator beim <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Lausitz und erg\u00e4nzt: \u201eGemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr D\u00f6bern halten wir strenge Sicherheitsauflagen ein und schaffen zuvor Sicherheitsstreifen rund um die Brandfl\u00e4che, die abgem\u00e4ht und feucht gehalten werden.\u201c Die Ma\u00dfnahme soll aus Artenschutzgr\u00fcnden bis zum 31. M\u00e4rz abgeschlossen sein. Andernfalls wird die Heide erst im kommenden Winter gebrannt. Unverzichtbar f\u00fcr das kontrollierte Brennen sei eine gr\u00fcndliche Vorbereitung: Unter Ber\u00fccksichtigung der Windst\u00e4rke und der Windrichtung wird das Feuer kontrolliert \u00fcber die Fl\u00e4che geleitet. F\u00fcr den Brand hat Revierleiter Gert <strong>Noack<\/strong> von Bundesforstbetrieb Lausitz nur solche Fl\u00e4chen ausgew\u00e4hlt, auf denen die Heide am Ende ihres Lebensalters angekommen und ihre Austriebskraft erloschen ist. \u201eIm Boden \u00fcberwinternde Lebewesen sind w\u00e4hrend des Brennens sicher und nehmen keinen Schaden, da das Feuer durch seine physikalischen Eigenschaften in Bodenn\u00e4he nicht so hei\u00df werde und schnell \u00fcber die Fl\u00e4che wandert\u201c, erkl\u00e4rt Noack.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1270\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Heidebrennen_\u00a9Rebecca-Rathmann_Bundesforst-1920x1270.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-66240\" style=\"width:386px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Heidebrennen_\u00a9Rebecca-Rathmann_Bundesforst-1920x1270.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Heidebrennen_\u00a9Rebecca-Rathmann_Bundesforst-800x529.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Heidebrennen_\u00a9Rebecca-Rathmann_Bundesforst-400x265.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Feuer als Naturschutzma\u00dfnahme: Durch das kontrollierte Brennen erh\u00e4lt die Heide optimale Keimbedingungen, die sie zur Verj\u00fcngung ben\u00f6tigt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Feuer als Naturschutzma\u00dfnahme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Heide ist nicht nur selbst ein selten gewordener und daher sch\u00fctzenswerter Lebensraum, sondern auch wichtig f\u00fcr gef\u00e4hrdete Vogelarten wie Heidelerche, Ziegenmelker, Brachpieper und Steinschm\u00e4tzer. Die Heidefl\u00e4chen sind durch jahrelange milit\u00e4rische Nutzung entstanden und w\u00fcrden \u2013 ohne Pflegema\u00dfnahmen \u2013 wieder verbuschen und zu Wald werden. Auch wenn es nach der Aktion zun\u00e4chst karg und leblos aussehen werde, w\u00fcrde sich die Natur den Lebensraum schnell wieder zur\u00fcckholen. Die charakteristische Besenheide ist ein typischer Brandkeimer. Jerrentrup erkl\u00e4rt: \u201eDie Heidesamen im Boden erhalten optimale Keimbedingungen, da das Feuer konkurrierende Pflanzen verringert und Rohboden schafft, den die Besenheide zur Verj\u00fcngung ben\u00f6tigt. W\u00e4hrend Stickstoff durch den Brand entzogen wird, verbleiben mit der Asche andere N\u00e4hrstoffe auf der Fl\u00e4che und stehen f\u00fcr die Heideentwicklung zur Verf\u00fcgung.\u201c Bereits im selben Jahr sei mit etwas Gl\u00fcck wieder mit den ersten Heidepflanzen zu rechnen. Auch an den noch vorhandenen Wurzelst\u00f6cken triebe die Heide wieder aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Uralte Tradition neu entdeckt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher spielte das Brennen in Mittel- und Nordwesteuropa bei der Nutzung von Heiden und Mooren eine bedeutende Rolle. Das Feuer erwies sich als ein geeignetes und kosteng\u00fcnstiges Mittel, um die Heide zu verj\u00fcngen und vor \u00dcberalterung und Verbuschung zu sch\u00fctzen. Au\u00dferdem geh\u00f6rt das Brennen auch zu den nat\u00fcrlichen Ursachen f\u00fcr Entstehung und Erhaltung der Heide. \u201eDas Brennen nutzen wir seit Jahren auch f\u00fcr unsere Naturschutzzwecke\u201c, erkl\u00e4rt Jerrentrup. Im Unterschied zu dem fr\u00fcher weit verbreiteten j\u00e4hrlichen Abbrennen von ein und derselben Fl\u00e4che, geht es hier um ein kontrolliertes Feuer das h\u00f6chstens alle 15 bis 30 Jahre auf gleicher Fl\u00e4che stattfinden wird, denn solange lebt durchschnittlich solch eine Heidepflanze. Das Brennen erfolgt im ausklingenden Winter. Dazu muss das Heidekraut schneefrei und trocken sein. \u201eEine solche, stark vom Witterungsverlauf abh\u00e4ngende Situation kommt nicht in jedem Winter vor. Der letzte Brenneinsatz auf der DBU Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald liegt bereits f\u00fcnf Jahre zur\u00fcck\u201c, sagt Jerrentrup.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-dc6e4261-0b7b-4434-9b2c-0c3dbc05f181' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-dc6e4261-0b7b-4434-9b2c-0c3dbc05f181' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=eXi%2B6oXminwtL73lXiuqVfH6tSNKg%2BWjbxfp8kK9nIsfooYkftXD82I25hmS5XAh'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Andreas Petzel<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Lausitz<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-dc6e4261-0b7b-4434-9b2c-0c3dbc05f181' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-013-2024-Heidebrennen-Zschornoer-Wald.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-dc6e4261-0b7b-4434-9b2c-0c3dbc05f181' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-202401_Hintergrund-DBU-Naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU Naturerbe plant kontrolliertes Brennen zur Heidepflege auf DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald<\/p>\n","protected":false},"author":27,"featured_media":66240,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[59,433,75,432,50,2671],"class_list":["post-66232","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-brandenburg","tag-dbu-naturerbe","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-zschornoer-wald"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/66232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/27"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/66232\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":66252,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/66232\/revisions\/66252"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/66240"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}