{"id":54240,"date":"2023-09-19T14:30:00","date_gmt":"2023-09-19T12:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=54240"},"modified":"2023-09-26T12:21:54","modified_gmt":"2023-09-26T10:21:54","slug":"schadstoffe-in-der-umwelt","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/schadstoffe-in-der-umwelt\/","title":{"rendered":"Schadstoffe in der Umwelt"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Etwa 350.000 Chemikalien gibt es weltweit auf dem Markt \u2013 zum Beispiel zur Herstellung von Plastik, Medikamenten oder Pflanzenschutzmitteln. Gelangen die Stoffe in die Umwelt, kann das erhebliche Folgen f\u00fcr \u00d6kosysteme und die menschliche Gesundheit haben. Zur <a href=\"https:\/\/www.saicm.org\/About\/ICCM\/ICCM5\/tabid\/8207\/Default.aspx\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.saicm.org\/About\/ICCM\/ICCM5\/tabid\/8207\/Default.aspx\">Weltchemikalienkonferenz <\/a>Ende September in Bonn fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen nachhaltigeren Umgang mit Chemikalien unter anderem durch die fr\u00fchzeitige Ber\u00fccksichtigung der Umweltwirkungen schon bei der Entwicklung von Produkten und einen Verzicht auf problematische Stoffe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ressourcen effizienter nutzen: nationale und internationale Regelungen notwendig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDamit gef\u00e4hrliche, langlebige Stoffe nicht in die Umwelt gelangen und die Biodiversit\u00e4t sowie unsere Gesundheit bedrohen, m\u00fcssen wir Ressourcen effizienter nutzen \u2013 also Waren wiederverwenden und -verwerten, Abfall minimieren und Produkte so gestalten, dass sie weniger sch\u00e4dliche Chemikalien enthalten\u201c, sagt DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>. Daf\u00fcr seien konsequente nationale wie globale Regelungen notwendig. \u201eF\u00fcr den Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversit\u00e4t gibt es bereits internationale \u00dcbereinkommen \u2013 das ist auch f\u00fcr Chemikalien notwendig\u201c, so Bonde. Solche globalen Vereinbarungen werden bei der Weltchemikalienkonferenz vom 25. bis 29. September in Bonn diskutiert. \u201eDie Ergebnisse sind wichtig f\u00fcr einen nachhaltigen Umgang mit Schadstoffen\u201c, sagt der DBU-Generalsekret\u00e4r. Deutschland mit der gr\u00f6\u00dften Chemieindustrie Europas stehe besonders in der Verantwortung. Mit Blick auf die Konferenz hat die DBU in ihrer Reihe #DBUdigital in einem Online-Salon mit Fachleuten \u00fcber Fragen und L\u00f6sungen f\u00fcr ein umweltschonendes Chemikalien-Management gesprochen. Mit dabei war auch die Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im <a href=\"https:\/\/www.bmuv.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bmuv.de\/\">Bundesumweltministerium<\/a>, Dr. Bettina <strong>Hoffmann<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e2023 ist ein bedeutendes Jahr f\u00fcr die internationale Chemikalienpolitik<em>\u201c, <\/em>sagte Hoffmann in ihrem Gru\u00dfwort anl\u00e4sslich des DBU-Online-Salons. \u201eDie f\u00fcnfte Weltchemikalienkonferenz in Bonn ist dabei der wichtigste Meilenstein. Wir wollen in der kommenden Woche ein Rahmenwerk f\u00fcr die internationale Chemikalienpolitik verabschieden.<em> <\/em>Damit werden wir bestehende L\u00fccken im Umgang mit Chemikalien effektiv adressieren und uns auf die wachsenden k\u00fcnftigen Herausforderungen vorbereiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-121-2023-Unkrautbekaempfung_\u00a9Kristin-Goebel_piclease-1-1920x1285.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54410\" style=\"width:522px;height:350px\" width=\"522\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-121-2023-Unkrautbekaempfung_\u00a9Kristin-Goebel_piclease-1-1920x1285.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-121-2023-Unkrautbekaempfung_\u00a9Kristin-Goebel_piclease-1-800x536.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-121-2023-Unkrautbekaempfung_\u00a9Kristin-Goebel_piclease-1-400x268.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 522px) 100vw, 522px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zu viele Chemikalien verbleiben langfristig im Boden oder landen in Gew\u00e4ssern. Mit der \u201eF\u00f6rderinitiative Pestizidvermeidung\u201c unterst\u00fctzt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) innovative Vorhaben, um Pestizidr\u00fcckst\u00e4nde in der Umwelt durch ressourcen- und energieeffiziente Pflanzenschutzmethoden zu reduzieren. \u00a9 Kristin Goebel\/piclease<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Chemikalien in der Umwelt haben negative Auswirkungen auf Natur und Mensch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die weltweit zunehmende Verschmutzung stellt neben der Klimakrise und dem Verlust der Artenvielfalt ein gro\u00dfes Risiko f\u00fcr Mensch und Natur dar. Laut <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\">Umweltbundesamt <\/a>(UBA) ist die Produktion von Chemikalien weltweit seit 1950 um das 50-Fache gestiegen. Von besonderer Bedeutung sind langlebige (persistente) Chemikalien, die \u00fcber lange Zeit in der Umwelt stabil sind. Dazu geh\u00f6ren die aufgrund ihrer schmutz- und wasserabweisenden Eigenschaften h\u00e4ufig in Produkten wie Pfannen, Backpapier oder Outdoor-Bekleidung verwendeten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Das Problem mit PFAS: \u201eWenn sie in die Umwelt gelangen, k\u00f6nnen Mikroorganismen sie nur schwer oder gar nicht abbauen\u201c, sagt Dr. Hans-Christian <strong>Schaefer<\/strong>, DBU-Experte f\u00fcr zirkul\u00e4re Wirtschaft und Bio\u00f6konomie. Die Stoffe verschmutzen so Boden, Luft sowie Gew\u00e4sser langfristig und reichern sich \u00fcber die Nahrung in Tier und Mensch an. Sie werden daher auch als Ewigkeits-Chemikalien bezeichnet. Eine UBA-<a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/presse\/pressemitteilungen\/kinder-jugendliche-haben-zu-viel-pfas-im-blut\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/presse\/pressemitteilungen\/kinder-jugendliche-haben-zu-viel-pfas-im-blut\">Studie <\/a>untersuchte von 2014 bis 2017 junge Menschen in Deutschland im Alter von 3 bis 17 Jahren. Das Ergebnis: Rund ein F\u00fcnftel war zu stark mit PFAS belastet, was laut Schaefer zu gesundheitlichen Problemen wie Lebersch\u00e4den oder Schilddr\u00fcsenerkrankungen f\u00fchren kann. \u201eAls Stiftung f\u00f6rdern wir seit vielen Jahren zukunftsweisende Projekte zur Vermeidung von Chemikalien in der Umwelt \u2013 wie das <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/34530-01\/\">REACH Radar<\/a>, mit dem Unternehmen problematische Stoffe in ihren Produkten identifizieren k\u00f6nnen, um sie dann zu ersetzen\u201c, so DBU-Generalsekret\u00e4r Bonde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pflanzenschutzmittel bedrohen Artenvielfalt \u2013 \u201eF\u00f6rderinitiative Pestizidvermeidung\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben PFAS k\u00f6nnen auch Pflanzenschutzmittel in der Umwelt gro\u00dfen Schaden anrichten \u2013 vor allem bei der Artenvielfalt. \u201ePestizide sch\u00fctzen landwirtschaftliche Nutzpflanzen vor Pilzbefall und \u00e4hnlichen Krankheiten; sie wirken sich aber auch auf N\u00fctzlinge wie Bienen und Hummeln aus\u201c, so Schaefer. Zudem k\u00f6nnen die Stoffe in Fl\u00fcsse und Seen oder das Grundwasser gelangen \u2013 ein Risiko f\u00fcr Wasserlebewesen und das Trinkwasser-Reservoir der Menschen. Mit der \u201e<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/pestizidvermeidung\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/pestizidvermeidung\/\">F\u00f6rderinitiative Pestizidvermeidung<\/a>\u201c unterst\u00fctzt die DBU innovative Vorhaben, um Pestizidr\u00fcckst\u00e4nde in der Umwelt durch ressourcen- und energieeffiziente Pflanzenschutzmethoden zu reduzieren. \u201eDie Projekte reichen von technischen Entwicklungen wie dem <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35918-01\/\">reihenbezogenen Ackerbau<\/a> \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/eine-alternative-zu-chemischen-pflanzenschutzmitteln\/\">neuartige Mulchstreifen<\/a> bis zur Entwicklung einer N\u00fctzlingsrollwiese\u201c, sagt Bonde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Titelbild: \u00a9 Richard Carey \u2013 stock.adobe.com<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-a7731aec-6ccf-438f-8460-86ca816ce6e8' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-a7731aec-6ccf-438f-8460-86ca816ce6e8' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-121-2023-Online-Salon-Chemikalien-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a7731aec-6ccf-438f-8460-86ca816ce6e8' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Weltchemikalienkonferenz.mp3'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-music'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Mit freundlicher Genehmigung von Radio Bremen: <\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Interview Dr. Maximilian Hempel, Abteilungsleiter Umweltforschung (DBU) \u2013 Weltchemikalienkonferenz<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU fordert sorgsamen Umgang mit Chemikalien<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":54243,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[50,51,52],"class_list":["post-54240","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-naturschutz","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/54240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/54240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55169,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/54240\/revisions\/55169"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}