{"id":53852,"date":"2023-09-11T06:55:00","date_gmt":"2023-09-11T04:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=53852"},"modified":"2023-09-12T16:03:35","modified_gmt":"2023-09-12T14:03:35","slug":"das-bauen-neu-denken","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/das-bauen-neu-denken\/","title":{"rendered":"\u201eDas Bauen neu denken\u201c"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Weg-Tunnel-DFK-dreht-sich-um_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1014.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53919\" style=\"width:330px;height:174px\" width=\"330\" height=\"174\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Weg-Tunnel-DFK-dreht-sich-um_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1014.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Weg-Tunnel-DFK-dreht-sich-um_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-800x423.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Weg-Tunnel-DFK-dreht-sich-um_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-400x211.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Licht am Ende des Tunnels: Mit Wille, Weitsicht und Wagemut haben Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dagmar Fritz-Kramer (Bild) und ihr Allg\u00e4uer Familienbetrieb Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG den Weg f\u00fcr mehr Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz durch die Verwendung des Baustoffes Holz geebnet. Am Firmensitz in Erkheim hilft die Untertunnelung der Autobahn A 96, um von einem zum anderen Ende des Betriebsgel\u00e4ndes zu gelangen. Am 29. Oktober erh\u00e4lt Diplom-Ingenieurin Fritz-Kramer in L\u00fcbeck den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). \u00a9 Jongebloed | DBU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Text: Klaus Jongebloed<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fcck. Angefangen hat alles 1896. Dagmar <strong>Fritz-Kramers<\/strong> Urgro\u00dfvater Sylvester wagte damals mit seinen Mannen (Frauen waren tats\u00e4chlich nicht dabei) den ersten Spatenstich f\u00fcr eine Betriebsgr\u00fcndung. Ein Schwarz-Wei\u00df-Foto ist als historisches Zeugnis geblieben. Seitdem ist aus einer klassischen Landzimmerei im beschaulichen Erkheim im Allg\u00e4u in nun vierter Generation der mittelst\u00e4ndische Fertigholzhaus-Betrieb <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.baufritz.com\/de\" target=\"_blank\">Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG<\/a>, kurz Baufritz, gewachsen. Noch mehr: Er hat sich bundesweit zum Motor einer Branche gemausert, wurde zur Inspiration f\u00fcr eine Bauwende \u2013 im Zeichen von mehr Klima- und Ressourcenschutz und mit einem Repertoire von Neubauten \u00fcber Sanierungen bis zu Aufstockungen. Am 29. Oktober erh\u00e4lt Baufritz-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und Diplom-Ingenieurin Dagmar Fritz-Kramer daf\u00fcr in L\u00fcbeck den <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/umweltpreis\/der-deutsche-umweltpreis\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/umweltpreis\/der-deutsche-umweltpreis\/\" target=\"_blank\">Deutschen Umweltpreis<\/a> der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), \u00fcberreicht von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bundespraesident.de\/DE\/Home\/home_node.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundespraesident.de\/DE\/Home\/home_node.html\" target=\"_blank\">Bundespr\u00e4sident <\/a>Frank-Walter <strong>Steinmeier<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Schwarz-Wei\u00df-Foto dokumentiert den magischen Moment<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die M\u00e4nner schauen stoisch in die Kamera. Die Gesichter ernst, aber auch gepr\u00e4gt von Entschlossenheit. Manche tragen Hut, andere Schl\u00e4germ\u00fctzen, teils keck auf dem Kopf. Einige halten ihre Werkzeuge in der Hand, alle haben sich in Schale geworfen f\u00fcr diesen gro\u00dfen Augenblick. Zwei sitzen. Einer davon ist Sylvester <strong>Fritz<\/strong>, in der Linken eine Urkunde. Er ist, wenn man so will, der Chef vom Ganzen. Und das Schwarz-Wei\u00df-Foto Ende des 19. Jahrhunderts dokumentiert einen magischen Moment. Es ist der <a href=\"https:\/\/www.baufritz.com\/de\/unternehmen\/unsere-geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Beginn der Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG<\/a>, wie das Unternehmen mittlerweile hei\u00dft \u2013 und einer Betriebsgeschichte, die im Laufe von vier Generationen und nach vielen Auszeichnungen in den vergangenen Jahren jetzt, man darf sagen: einen weiteren H\u00f6hepunkt erlebt. Denn am 29. Oktober wird in L\u00fcbeck das, was die rund 500 Baufritz-Mitarbeitenden unter der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Sylvester Fritz\u2018 Urenkelin Dagmar Fritz-Kramer durch energieeffizientes und \u00f6kologisches Bauen mit Holz f\u00fcr Umweltschutz auf den Weg gebracht haben, mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gew\u00fcrdigt \u2013 mit insgesamt 500.000 Euro eine der h\u00f6chstdotierten Umweltauszeichnungen Europas. Diplom-Ingenieurin Fritz-Kramer teilt sich den Preis mit Klimawissenschaftlerin Prof. Dr. Friederike <strong>Otto<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Arbeiter-technisches-Dichtpapier_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53921\" style=\"width:326px;height:217px\" width=\"326\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Arbeiter-technisches-Dichtpapier_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Arbeiter-technisches-Dichtpapier_\u00a9Jongebloed_DBU-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Arbeiter-technisches-Dichtpapier_\u00a9Jongebloed_DBU-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Echte Handarbeit: Ein Baufritz-Arbeiter befestigt sogenanntes technisches Dichtpapier auf einer Holzwerkstoffplatte \u2013 so wird die patentierte D\u00e4mmung aus Holzsp\u00e4nen sowie Soda und Molke zum Ungeziefer- und Brandschutz komplett. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeichnet Baufritz-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dagmar Fritz-Kramer mit dem diesj\u00e4hrigen Deutschen Umweltpreis f\u00fcr herausragende Leistungen beim Klima- und Umweltschutz im Fertigholzbau aus. \u00a9 Jongebloed | DBU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Per Autobahntunnel \u00fcbers Betriebsgel\u00e4nde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Trenchcoat flattert im Wind. Wer Dagmar Fritz-Kramer beim Gang \u00fcbers Baufritz-Betriebsgel\u00e4nde folgen will, muss sich sputen. Bei der Gr\u00f6\u00dfe des Firmenareals ist das aber auch kein Wunder. Rund zw\u00f6lf Hektar umfasst die Fl\u00e4che \u2013 Verwaltungsgeb\u00e4ude, Musterh\u00e4user, einen veritablen f\u00fcnfgeschossigen Holzkopfbau, Produktionshallen. Um von einem zum anderen Ende zu gelangen, ist ein Tunnel unter der Autobahn A 96 zu durchqueren. M\u00f6glich wurde eine solche Ausdehnung durch den Firmensitz in Erkheim. Das 3000-Einwohner-St\u00e4dtchen im Allg\u00e4u \u2013 die Einheimischen sprechen auch von der <a href=\"https:\/\/www.erkheim.de\/de\/gemeinde-ortsteile\/rund-um-erkheim\/allgemeines\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eMarktgemeinde\u201c Erkheim<\/a>, weil der Ort 1906 Marktrecht erhielt \u2013 hat die Erweiterung unterst\u00fctzt. Andernorts w\u00e4ren mittelst\u00e4ndische Firmen vermutlich froh \u00fcber solche Optionen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schilderspr\u00fcche wie ein Philosophenpfad<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg zu den Fertigungshallen wirkt wie ein Philosophenpfad, an dessen Rand Schilder mit Spr\u00fcchen platziert sind. Sie regen zum Nachdenken an, verraten zugleich etwas von der Firmen-DNA dieses Familienbetriebs: \u201eEgal was Du tust, tu es mit ganzem Herzen\u201c, hei\u00dft es etwa. Ein anderes Schild lautet: \u201eIm Wandel liegt die Best\u00e4ndigkeit\u201c. Und zum Beispiel: \u201eVerantwortlich ist man nicht nur f\u00fcr das, was man tut, sondern auch f\u00fcr das, was man nicht tut\u201c oder: \u201eOptimismus bedeutet, in jeder Schwierigkeit eine Gelegenheit zu sehen.\u201c Die Entschlossenheit der ersten Stunde in den Gesichtern der M\u00e4nner um Sylvester Fritz ist auch heute geblieben; Beharrlichkeit, Kreativit\u00e4t, die Sorge um den Einklang mit Gesundheit, Umwelt und Natur wurden zu Baufritz-Markenzeichen \u2013 ebenso wie die <a href=\"https:\/\/www.baufritz.com\/de\/darum-baufritz\/innovationen-und-patente\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">mehr als 40 Patente und Schutzrechte<\/a> im Fertigholzbau. Von Beginn an geblieben ist vor allem auch: Holz und insbesondere heimisches Fichtenholz als zentraler Baustoff \u2013 ein Klimasch\u00fctzer par excellence. Denn <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/wald\/holz\/holz_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Holz z\u00e4hlt zu den wenigen Rohstoffen<\/a>, die nicht nur nachwachsen und der Atmosph\u00e4re dabei klimasch\u00e4dliches Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) entziehen, sondern \u00fcberdies noch den darin enthaltenen Kohlenstoff langfristig speichern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Kita1-u-Erzieherin-Beate-Sommer_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53923\" style=\"width:374px;height:249px\" width=\"374\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Kita1-u-Erzieherin-Beate-Sommer_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Kita1-u-Erzieherin-Beate-Sommer_\u00a9Jongebloed_DBU-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Kita1-u-Erzieherin-Beate-Sommer_\u00a9Jongebloed_DBU-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Familienfreundlich: Von montags bis freitags haben die Mitarbeitenden des Allg\u00e4uer Fertigholzbaubetriebs Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG Gelegenheit, ihre Kinder im firmeneigenen Kindergarten unterzubringen. Erzieherin Beate Sommer (links) k\u00fcmmert sich mit einem Team von Fachkr\u00e4ften um die M\u00e4dchen und Jungen. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dagmar Fritz-Kramer (zweite von links) ist f\u00fcr die vorbildliche Einrichtung unter anderem vom Land Bayern ausgezeichnet worden. Am 29. Oktober kommt eine andere Ehrung hinzu: der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. \u00a9 Jongebloed | DBU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Auf f\u00fcnf Etagen reckt sich ein Holzkopf in den blauen Himmel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sinnbildlich f\u00fcr neue Ideen und Durchhaltekraft steht in Sichtweite des Philosophenpfades ein Holzgeb\u00e4ude in Kopfform, das sich \u00fcber f\u00fcnf Etagen in den blauen Himmel reckt. \u201eDas ist gewisserma\u00dfen ein Think Tank f\u00fcr Architekten\u201c, sagt Fritz-Kramer. \u201eAuch externe Fachleute werden eingeladen.\u201c Kluge K\u00f6pfe rauchen ebenso im Baufritz-Planungsb\u00fcro, Arbeitsplatz der Bauzeichnerinnen und Bauzeichner und dem Pendant zum Holzkopf-Think Tank. \u201eAlle H\u00e4user und Bauteile werden digital gezeichnet\u201c, erl\u00e4utert die Baufritz-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. \u201eUnd die Zeichnungen der Architekten werden in vorfertigbare Teile zerlegt.\u201c N\u00fctzlich etwa bei der Sanierung von Geb\u00e4udebestand sind 3-D-Modelle, die unter anderem mithilfe von Drohnen erstellt werden. Daraus entstehen sogenannte digitale Zwillinge f\u00fcr Bauteile, die \u00fcber die Bestandsbauten gest\u00fclpt werden k\u00f6nnen \u2013 und so f\u00fcr mehr D\u00e4mmung und Energieeffizienz sorgen. Fritz-Kramer: \u201eWir packen ein bestehendes Haus ein, wie einst K\u00fcnstler Christo. Aber eben nicht mit Folie, sondern mit Holzbauteilen aus D\u00e4chern, Decken und W\u00e4nden.\u201c Die Bauwelt werde immer digitaler. Eigentlich. Denn beim Stichwort \u201eDigitalisierung\u201c rollt die Diplom-Ingenieurin mit den Augen und ist zuweilen der Verzweiflung nahe: \u201eDigitale Bauantr\u00e4ge sind zum Beispiel in Gro\u00dfbritannien seit Jahren gang und g\u00e4be.\u201c In Deutschland: Fehlanzeige. \u201eHier hantieren wir noch mit Mappen\u201c, so Fritz-Kramer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eWir k\u00f6nnen nicht so weitermachen wie bisher\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Schild-Wandel-u-Holzkopf_Ausschnitt-1_\u00a9Jongebloed_DBU-1649x1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53925\" style=\"width:244px;height:284px\" width=\"244\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Schild-Wandel-u-Holzkopf_Ausschnitt-1_\u00a9Jongebloed_DBU-1649x1920.jpg 1649w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Schild-Wandel-u-Holzkopf_Ausschnitt-1_\u00a9Jongebloed_DBU-687x800.jpg 687w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Schild-Wandel-u-Holzkopf_Ausschnitt-1_\u00a9Jongebloed_DBU-344x400.jpg 344w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Schild-Wandel-u-Holzkopf_Ausschnitt-1_\u00a9Jongebloed_DBU.jpg 1849w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Denkfabrik: \u00dcber f\u00fcnf Etagen erstreckt sich der Baufritz-Holzkopf \u2013 ein Think Tank f\u00fcr Architekten und Symbol f\u00fcr die Ideen und Durchhaltekraft des Allg\u00e4uer Fertigholzbaubetriebs Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dagmar Fritz-Kramer wird am 29. Oktober mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. \u00a9 Jongebloed | DBU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als die 52-J\u00e4hrige anhand eines kleinen Holzmodells, in der Rechten ein Dachteil und in der Linken eine Geb\u00e4udeh\u00fclle, das Christo-Prinzip von Baufritz erkl\u00e4rt, wird sie grunds\u00e4tzlich und redet dabei der eigenen Branche ins Gewissen. So mancher Spruch am \u201ePhilosophenpfad\u201c ergibt da pl\u00f6tzlich einen tieferen Sinn. \u201eWir k\u00f6nnen nicht so weitermachen wie bisher\u201c, beginnt sie. Der Deutsche Umweltpreis der DBU sei auch deshalb \u201eso wertvoll, weil er ein Schlaglicht auf ein enorm wichtiges Thema wirft\u201c \u2013 inmitten von Klimakrise, Energiewende, Russlands Krieg gegen die Ukraine und den damit einhergehenden Sorgen um Energiesicherheit. Fritz-Kramer: \u201eWir w\u00fcrden eine erhebliche CO<sub>2<\/sub>-Reduzierung schaffen, wenn wir uns endlich trauen, das Bauen neu zu denken \u2013 sowohl beim Umgang mit Ressourcen als auch mit dem alten Geb\u00e4udebestand hierzulande.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Worst performing buildings: ein Schl\u00fcssel zum Erreichen von W\u00e4rme- und Energiewende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Baufritz-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin geht es dabei nicht allein um den riesigen M\u00fcllberg, den die Bauindustrie durch Verschnitt, Abriss und Umbau Jahr f\u00fcr Jahr in Deutschland verursacht. Vielmehr: Von den <a href=\"https:\/\/www.dena.de\/newsroom\/publikationsdetailansicht\/pub\/dena-gebaeudereport-2023\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">rund 21,4 Millionen Geb\u00e4uden in Deutschland<\/a>, die laut <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt<\/a> zu 40 Prozent der bundesweit j\u00e4hrlich rund <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/klima\/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#emissionsentwicklung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">746 Millionen Tonnen Emissionen klimasch\u00e4dlicher Treibhausgase<\/a> beitragen, geh\u00f6ren fast zwei Drittel zum alten Eisen. Fachleute sprechen wenig schmeichelhaft von den \u201e<em>worst performing buildings<\/em>\u201c \u2013 dem gr\u00f6\u00dften und zugleich energetisch schlechtesten Geb\u00e4udebestand. Kaum D\u00e4mmung, Energieschleudern, noch dazu oft gesundheitlich bedenklich f\u00fcr den Menschen. Fritz-Kramer: \u201e\u00d6kologie, Nachhaltigkeit und vor allem Baubiologie waren in der nachkriegstypischen Bauweise Fremdworte.\u201c Die Branche habe allzu lange \u201eaus dem Vollen gesch\u00f6pft\u201c, f\u00e4hrt sie fort. Kies, Sand, fossile Energietr\u00e4ger wie Erd\u00f6l zur Styropor-D\u00e4mmung: Alles schien im \u00dcberfluss vorhanden. Doch die Lage habe sich dramatisch ver\u00e4ndert, so Fritz-Kramer. Sand sei so rar, dass er mittlerweile aus dem Meer geholt werden m\u00fcsse, auch die Kiesvorkommen gingen rasant zur Neige.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Modell-Huelle-wie-Christo_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1583.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53927\" style=\"width:354px;height:292px\" width=\"354\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Modell-Huelle-wie-Christo_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-1920x1583.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Modell-Huelle-wie-Christo_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-800x659.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Modell-Huelle-wie-Christo_Ausschnitt_\u00a9Jongebloed_DBU-400x330.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wie K\u00fcnstler Christo: \u201eWir packen ein bestehendes Haus ein\u201c, erl\u00e4utert Dagmar Fritz-Kramer (Bild), Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des mittelst\u00e4ndischen Allg\u00e4uer Familienbetriebs Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG, der vor allem auf Holz als Baustoff setzt \u2013 und dadurch Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz voranbringt. Am 29. Oktober erh\u00e4lt Fritz-Kramer in L\u00fcbeck daf\u00fcr den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). \u00a9 Jongebloed | DBU<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Eigene Abteilung Forschung und Entwicklung sowie mehr als zwei Dutzend Baubiologen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotz allem: Dagmar Fritz-Kramer, die mit ihrem Mann Klaus zwei Kinder hat, ist fest davon \u00fcberzeugt, \u201edass wir die W\u00e4rme- und Bauwende packen k\u00f6nnen\u201c. Dabei f\u00fchlt sie sich der Familientradition verpflichtet: Urgro\u00dfvater Sylvester legte mit Willen und Wagemut den Grundstein. Opa Johann kam auf die Idee, Hausteile statt auf der Baustelle in externen Hallen vorzufertigen. Und Vater Hubert, der \u00fcbrigens bei der Preisverleihung in L\u00fcbeck dabei sein wird, hatte nach vielem T\u00fcfteln den grandiosen Gedanken f\u00fcr die mittlerweile patentierte Baufritz-D\u00e4mmung aus Holzsp\u00e4nen, Soda und Molke. Fritz-Kramer, die nach einer Lehre das Abitur nachholte und anschlie\u00dfend studierte, setzt diesen Weg unbeirrt fort \u2013 unter anderem mit einer eigenen Abteilung Forschung und Entwicklung, aber auch mit mehr als zwei Dutzend Baubiologen im Betrieb und einem rigiden Zertifizierungsmechanismus, so dass Baustoffe auf gesundheitliche Unbedenklichkeit gepr\u00fcft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Holzbauinitiative der Bundesregierung will klimaneutrales Bauen f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die zweifache Mutter an die eigene Kindheit zur\u00fcckdenkt, kommen ihr verschiedene Bilder in den Sinn: der Kl\u00e4rteich im Garten, Jute statt Plastik, eine Kompost-Toilette statt Trinkwassersp\u00fclung, Warmwasser mithilfe schwarzer Schl\u00e4uche auf dem Dach. \u201eWir waren die Hardcore-\u00d6kos im Dorf\u201c, erinnert sich die 52-J\u00e4hrige und lacht. Wie es mit der Nachfolge im Familienbetrieb weitergeht? \u201eDas halten wir bewusst offen\u201c, sagt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. \u201eMein Papa hat uns Kinder auch frei entfalten lassen.\u201c Dass Dagmar Fritz-Kramer und ihre 500 Mitarbeitenden mit ihrer Holzbau-Strategie offenbar ziemlich richtig liegen, hat auch die Politik erkannt: Im Sommer dieses Jahres brachte die Bundesregierung eine <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bmwsb.bund.de\/SharedDocs\/downloads\/Webs\/BMWSB\/DE\/veroeffentlichungen\/bauen\/holzbauinitiative.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\" target=\"_blank\">Holzbauinitiative mit acht Handlungsfeldern<\/a> auf den Weg. Klimaneutrales Bauen sei m\u00f6glich, hie\u00df es. Holz solle k\u00fcnftig eine wichtigere Rolle beim Klimaschutz spielen \u2013 und es sei leicht, vielf\u00e4ltig einsetzbar, langlebig und wiederverwendbar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Spatenstich_Sylvester-Fritz_sitzt-lks_\u00a9Baufritz-2-1920x1231.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53929\" style=\"width:398px;height:255px\" width=\"398\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Spatenstich_Sylvester-Fritz_sitzt-lks_\u00a9Baufritz-2-1920x1231.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Spatenstich_Sylvester-Fritz_sitzt-lks_\u00a9Baufritz-2-800x513.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-uwp2023_DFK_Spatenstich_Sylvester-Fritz_sitzt-lks_\u00a9Baufritz-2-400x256.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Anfang: Das historische Foto zeigt Firmengr\u00fcnder Sylvester Fritz (sitzend, links) mit seinen Mitarbeitern beim ersten Spatenstich f\u00fcr den Allg\u00e4uer Familienbetrieb, der 1896 in Erkheim als klassische Landzimmerei startete und nun Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG hei\u00dft. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und Urenkelin Dagmar Fritz-Kramer erh\u00e4lt am 29. Oktober in L\u00fcbeck f\u00fcr Klima- und Umweltschutz durch Fertigholzbau bei H\u00e4usern, Wohnungen, Sanierungen und Aufstockungen den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). \u00a9 Baufritz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Daten, Zahlen, Fakten, Hintergr\u00fcnde und Reportagen im DBU-Umweltpreis-Blog: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/umweltpreis\/umweltpreis-blog\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dbu.de\/umweltpreis\/umweltpreis-blog\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-7c025d90-8dcb-4cbb-ab1c-26547e2ecd65' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-7c025d90-8dcb-4cbb-ab1c-26547e2ecd65' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-119-2023-Deutscher-Umweltpreis-2023-Feature-Fritz-Kramer-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7c025d90-8dcb-4cbb-ab1c-26547e2ecd65' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/news\/deutscher-umweltpreis-der-dbu-fuer-klimaforscherin-und-holzbau-pionierin\/'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-link'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Deutscher Umweltpreis 2023: Zusammenfassung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7c025d90-8dcb-4cbb-ab1c-26547e2ecd65' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Deutscher-Umweltpreis_Infos-zu-Ausgezeichneten-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Die Idee des Deutschen Umweltpreises<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutscher Umweltpreis f\u00fcr Dagmar Fritz-Kramer \u2013 Ein Besuch<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":53914,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[45],"class_list":["post-53852","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-deutscher-umweltpreis"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/53852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/53852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54151,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/53852\/revisions\/54151"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/53914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}