{"id":53747,"date":"2023-08-18T08:59:01","date_gmt":"2023-08-18T06:59:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/news\/effizientes-bauschutt-recycling\/"},"modified":"2023-09-06T15:49:44","modified_gmt":"2023-09-06T13:49:44","slug":"effizientes-bauschutt-recycling","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/effizientes-bauschutt-recycling\/","title":{"rendered":"Effizientes Bauschutt-Recycling"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck\/T\u00fcbingen. Werden Geb\u00e4ude abgerissen oder etwa Stra\u00dfen aufgerissen, bleiben sogenannte mineralische Bauabf\u00e4lle zur\u00fcck \u2013 laut dem <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt <\/a>waren es 2020 mehr als 220 Millionen Tonnen allein in Deutschland. Das Startup <a href=\"https:\/\/optocycle.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Optocycle <\/a>aus T\u00fcbingen in Baden-W\u00fcrttemberg entwickelt mit F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein System, das per Kameras und k\u00fcnstlicher Intelligenz Bauabf\u00e4lle klassifiziert. So sollen die unterschiedlichen Bestandteile des Bauschutts besser voneinander getrennt und dadurch effektiver wiederverwertet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Potenzial stofflicher Wiederverwertung von Bauschutt mehrr aussch\u00f6pfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-109-2023-Startup-Optocycle_Teamfoto.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45283\" style=\"width:557px;height:366px\" width=\"557\" height=\"366\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Um das Potenzial von Bauschutt-Recycling mehr auszusch\u00f6pfen, entwickeln die Gr\u00fcnder des Startups Optocycle Max-Frederick Gerken und Lars Wolff (v.l.) mit F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein System, das automatisch unterschiedliche Bestandteile von Bauabf\u00e4llen erkennt. \u00a9 Optocycle<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Beton, Ziegel, Keramik, Kunststoff und Metall: Bauschutt besteht aus vielen verschiedenen Materialien, sogenannten Stoff-Fraktionen. Deren Herstellung kostet Ressourcen sowie Energie und verursacht erhebliche klimasch\u00e4dliche <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/klima-energie\/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland\/treibhausgas-emissionen\/die-treibhausgase\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Treibhausgase <\/a>(THG). \u201eAllein auf die Zementproduktion \u2013 ein wichtiger Bestandteil von Beton \u2013 entfallen derzeit etwa acht Prozent der globalen<a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/klima\/treibhausgas-emissionen-in-deutschland\/kohlendioxid-emissionen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Kohlendioxid-Emissionen<\/a>\u201c, sagt Franz-Peter <strong>Heidenreich<\/strong>, der Leiter des DBU-Referats Wasser, Boden und Infrastruktur. Wichtig sei daher, dass nach einem Geb\u00e4udeabriss so viele Bauabf\u00e4lle wie m\u00f6glich hochwertig recycelt werden. Das Problem: Der Bauschutt wird meistens per Lastwagen zu Entsorgungsbetrieben transportiert und dort ohne digitale Hilfsmittel klassifiziert. \u201eEin automatisches Sortieren der Bauabf\u00e4lle nach recycelbaren und schadstoffarmen Materialien k\u00f6nnte Kosten einsparen, w\u00e4re pr\u00e4ziser und ganz im Sinne einer echten <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/news\/de\/headlines\/economy\/20151201STO05603\/kreislaufwirtschaft-definition-und-vorteile\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kreislaufwirtschaft<\/a>\u201c, sagt Heidenreich. Bauschutt werde jedoch derzeit zu einem gro\u00dfen Teil niederwertig f\u00fcr den Stra\u00dfen- und Deponiebau sowie zum Verf\u00fcllen von stillgelegten Tagebauen verwendet. \u201eDabei lie\u00dfe sich das Potenzial zum Einsparen von Rohstoffen und Treibhausgas-Emissionen durch ein Wieder- und Weiterverwerten im Hochbau viel mehr aussch\u00f6pfen\u201c, so Heidenreich. Bestimmte Bauschutt-Bestandteile k\u00f6nnten nach seinen Worten beispielsweise zu Recyclingbeton oder D\u00e4mmstoffen verarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Optocycle will Bauschutt-Recycling mithilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz vereinfachen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit in Zukunft mehr Abbruchmaterial wieder zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden kann, entwickelt das DBU-gef\u00f6rderte Startup Optocycle aus T\u00fcbingen ein System, das automatisch unterschiedliche Stoff-Fraktionen erkennt. \u201eZuerst nehmen Kameras Bilder des Bauschutts auf, zum Beispiel von einer Lastwagen-Ladung oder einem F\u00f6rderband\u201c, erkl\u00e4rt Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Max-Frederick <strong>Gerken<\/strong>. \u201eDie von uns entwickelte Software bestimmt dann durch optische Auswertung der Bilder mittels k\u00fcnstlicher Intelligenz die stoffliche Zusammensetzung des Materials.\u201c Abbruchunternehmen, Entsorgungsbetriebe oder Rohstoffproduzenten k\u00f6nnten das System entweder kaufen oder mieten und in \u00fcblichen Fahrzeugwaagen montieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pilotanlage des Erkennungssystems im Betrieb von Umweltpreistr\u00e4ger Walter Fee\u00df<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der N\u00e4he von Stuttgart im Betrieb von Walter <strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.feess.de\/startseite.html\" target=\"_blank\">Fee\u00df<\/a><\/strong>, der als Wegbereiter f\u00fcr Recycling-Beton von der DBU 2016 mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wurde, ist die Einfahrtswaage bereits mit einer Optocycle-Pilotanlage ausgestattet und unterst\u00fctzt die Mitarbeitenden bei der Sortierung und Analyse verschiedener Stoff-Fraktionen. \u201eDurch genaue Aussagen \u00fcber die Zusammensetzung von Bauschutt erm\u00f6glicht unsere Technologie eine optimale Nutzung von Abbruchmaterial\u201c, sagt Gerken. Durch eine solche umfassende Kreislaufwirtschaft werden nach seinen Worten Ressourcen effizienter genutzt sowie der Verbrauch von Rohstoffen und Abfall reduziert. DBU-Fachexperte Heidenreich: \u201eZudem k\u00f6nnte das Vorhaben des Startups Optocycle durch die im August in Kraft getretene <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bmuv.de\/gesetz\/verordnung-zur-aenderung-der-ersatzbaustoffverordnung-und-der-brennstoffwechsel-gasmangellage-verordnung\" target=\"_blank\">Ersatzbaustoffverordnung<\/a> f\u00fcr Entsorgungsfirmen interessant werden, zum Beispiel bei Annahme- und Qualit\u00e4tskontrollen.\u201c Es sei geplant, das Erkennungssystem auf die Analyse von Bio- und Papierabf\u00e4llen zu \u00fcbertragen. Die DBU f\u00f6rdert das junge Unternehmen mit etwa 109.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Green Startup F\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Green Startup F\u00f6rderung unterst\u00fctzt die Stiftung junge Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder, die auf innovative und wirtschaftlich tragf\u00e4hige Weise L\u00f6sungen f\u00fcr Umwelt, \u00d6kologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Mehr Informationen unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/startup\" target=\"_blank\">https:\/\/www.dbu.de\/startup<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt bei fachlichen Fragen (AZ 35506\/19):<\/strong> Max-Frederick Gerken, Tel. +49 176 830 528 51<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-78c1acdc-20c3-4ab4-a2be-0d3ca24f120f' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-78c1acdc-20c3-4ab4-a2be-0d3ca24f120f' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=Ehe7rFcxYOy8462j%2FU75H%2F3cp4HFoCDANGhCFliGuIo%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Projektleitung Optocycle <\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Max-Frederick Gerken<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-78c1acdc-20c3-4ab4-a2be-0d3ca24f120f' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-109-2023-Startup-Optocycle-2.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert Startup \u201eOptocycle\u201c aus T\u00fcbingen<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":45280,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[2481],"tags":[2482,2483,2484,2485],"class_list":["post-53747","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu-en","tag-klimaschutz-en","tag-ressourcenschonung-en","tag-start-up-en","tag-umwelttechnik-en"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/53747","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/53747\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53748,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/53747\/revisions\/53748"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45280"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53747"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53747"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53747"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}