{"id":45445,"date":"2023-08-01T09:45:00","date_gmt":"2023-08-01T07:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=45445"},"modified":"2023-08-22T08:34:21","modified_gmt":"2023-08-22T06:34:21","slug":"lila-blutenpracht-ladt-zum-naturerleben-im-zschornoer-wald-ein","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/lila-blutenpracht-ladt-zum-naturerleben-im-zschornoer-wald-ein\/","title":{"rendered":"Lila Bl\u00fctenpracht l\u00e4dt zum Naturerleben ein"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_Michelle-Liedke-1-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45264\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_Michelle-Liedke-1-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_Michelle-Liedke-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_Michelle-Liedke-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Immer wieder im August entfalten die 30 bis 50 Zentimeter hohen und bis zu 40 Jahre alten Heidepflanzen ihre Bl\u00fctenpracht und ihren w\u00fcrzigen Geruch. <br>\u00a9 Michelle Liedtke<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>D\u00f6bern. Lila Schimmer soweit das Auge reicht: Auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/zschornoer-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald<\/a> steht die Besenheide bald in voller Bl\u00fcte. Immer wieder im August entfalten die 30 bis 50 Zentimeter hohen und bis zu 40 Jahre alten Pflanzen ihre Bl\u00fctenpracht und ihren w\u00fcrzigen Geruch. Das Heidekraut zieht nicht nur eine Vielzahl von Insekten an, die die sogenannte \u201e<em>Calluna vulgaris<\/em>\u201c als verl\u00e4ssliche Futterquelle und Brutst\u00e4tte sch\u00e4tzen, sondern auch Besucherinnen und Besucher der Fl\u00e4che. \u201eWer dieses bl\u00fchende Pflanzenmeer sehen m\u00f6chte, kann gerne \u00fcber die freigegebenen Wege unsere rund 250 Hektar (ha) gro\u00dfe Heidefl\u00e4che besuchen\u201c, informiert Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einer gemeinn\u00fctzigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Am besten erreichen Besucher die Bl\u00fctenpracht im Zentrum der insgesamt 1.850 ha gro\u00dfen DBU-Fl\u00e4che von der Stra\u00dfe D\u00f6bern \u2013 Jerischke oder \u00fcber J\u00e4mlitz\/Zschorno. Zur besseren Orientierung helfen auch die an den Zuwegungen aufgestellten Informationstafeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heidefl\u00e4chen als Zeugnis b\u00e4uerlicher Kultur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heidefl\u00e4chen sind keine nat\u00fcrlich entstandenen Landschaften, sondern Zeugen alter, b\u00e4uerlicher Kultur. Lange Zeit war Ackerbau einseitig \u2013 meist wurde etwa nur eine Getreideart angebaut. Bis Justus von Liebig um 1840 den Grundstein f\u00fcr Kunstd\u00fcnger legte, trugen landwirtschaftliche Betriebe oft die oberste Bodenschicht auf ihren \u00c4ckern ab. Diese Plaggen nutzten sie als Einstreu f\u00fcr ihre St\u00e4lle. Zusammen mit dem Mist der Tiere wurden sie sp\u00e4ter als D\u00fcnger wieder auf die Felder gebracht, damit ihr Land ertragreich blieb. Diese schwere T\u00e4tigkeit, das Plaggen, hat schlie\u00dflich das Wort \u201ePlackerei\u201c hervorgebracht, das bis heute ein beliebtes Synonym f\u00fcr k\u00f6rperlich harte Arbeit ist. Durch diese Bewirtschaftung ging jedoch wertvoller Humus verloren und die abgeplaggten B\u00f6den wurden immer n\u00e4hrstoff\u00e4rmer. Viele der heutigen Heidefl\u00e4chen sind Zeugnisse dieser historischen Landnutzung, auf denen sich Besenheide, aber auch Ginster und Wacholder ausbreiten konnten. \u201eBei uns auf der Fl\u00e4che hat das Milit\u00e4r tats\u00e4chlich mit ihren \u00dcbungen im Offenland einen gro\u00dfen Anteil daran, dass sich die Heide entwickeln konnte und erhalten blieb\u201c, erkl\u00e4rt Belting.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Uebersichtskarte-1920x1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45452\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Uebersichtskarte-1920x1920.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Uebersichtskarte-800x800.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Uebersichtskarte-400x400.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Am besten erreichen Besucher die Bl\u00fctenpracht im Zentrum der insgesamt 1.850 ha gro\u00dfen DBU-Fl\u00e4che von der Stra\u00dfe D\u00f6bern \u2013 Jerischke oder \u00fcber J\u00e4mlitz\/Zschorno. Zur besseren Orientierung helfen auch die an den Zuwegungen aufgestellten Informationstafeln. <br>\u00a9 DBU Naturerbe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Heide als R\u00fcckzugsort f\u00fcr seltene Tiere und Pflanzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute sind Heidefl\u00e4chen wichtige R\u00fcckzugsgebiete f\u00fcr seltene Tiere und Pflanzen. V\u00f6gel wie Heidelerchen, Baumpieper und Goldammer nutzen die halboffene Landschaft mit den vereinzelten Str\u00e4uchern und B\u00fcschen. \u201eEine interessante Vogelart, die auf vegetationsfreien Bodenstellen br\u00fctet, kann man in der D\u00e4mmerung aus dem ehemaligen \u00dcbungsplatz rufen h\u00f6ren. Es ist das merkw\u00fcrdige Schnurren des nachtaktiven Ziegenmelkers. Seine Laute geh\u00f6ren wohl zu den ungew\u00f6hnlichsten Ges\u00e4ngen unserer einheimischen Vogelwelt\u201c, wei\u00df Revierleiter Gert <strong>Noack<\/strong> vom <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Lausitz, der die DBU-Naturerbefl\u00e4che vor Ort betreut. Den Tag verschl\u00e4ft der Ziegenmelker gut getarnt am Boden oder auf dem Baum, um in der Nacht Insekten in der Luft zu jagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pflegeintensives Offenland droht kontinuierlich zu verbuschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit die Besenheide Jahr f\u00fcr Jahr so sch\u00f6n bl\u00fcht wie jetzt gerade, m\u00fcssen sich die Offenlandmanager im DBU Naturerbe gemeinsam mit dem Bundesforstbetrieb und den P\u00e4chtern darum k\u00fcmmern, dass die Fl\u00e4che dauerhaft gepflegt wird. \u201eSeit einem Jahr hilft uns ein Sch\u00e4fer mit seiner Herde als Landschaftspfleger, die Pflanzen kurz zu halten und damit zu pflegen und erhalten\u201c, wei\u00df Noack. Durch den Wiederbewaldungsdruck und aufgehende Baum- und Strauchsamen droht das Offenland zu verbuschen. \u201eWenn junge aufwachsende B\u00e4ume zu gro\u00df werden, gehen die Schafe und Ziegen da nicht mehr ran. Dann m\u00fcssen wir manuell nachhelfen und von Zeit zu Zeit entkusseln, also Geh\u00f6lzwuchs entfernen\u201c, erkl\u00e4rt der Revierleiter. Auch kontrollierte Br\u00e4nde helfen kleinfl\u00e4chig, die Besenheide jung zu halten. \u201eDieses sch\u00f6ne Bl\u00fctenmeer ist also ausgesprochen pflegebed\u00fcrftig. Aber das Ergebnis l\u00e4sst sich sehen\u201c, meint der Bundesf\u00f6rster.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1481\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Noack-1920x1481.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-45448\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Noack-1920x1481.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Noack-800x617.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete-Zschornoer-Wald_Noack-400x308.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Lila Schimmer auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald: Die Besenheide steht in voller Bl\u00fcte. <br>\u00a9 Gert Noack\/Bundesforst<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>DBU Naturerbe hat 71 Fl\u00e4chen vom Bund \u00fcbernommen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>2011 hat das DBU Naturerbe den ehemaligen milit\u00e4rischen \u00dcbungsplatz als Teil des Nationalen Naturerbes vom Bund \u00fcbernommen. Insgesamt besitzt die Stiftungstochter 71 Naturschutzfl\u00e4chen mit rund 70.000 Hektar in zehn Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-7fce5ee7-1107-4798-b6e6-320cbfcce266' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-7fce5ee7-1107-4798-b6e6-320cbfcce266' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Hintergrund-DBU-Naturerbe-5.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7fce5ee7-1107-4798-b6e6-320cbfcce266' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-108-2023-Heidebluete_Zschornoer-Wald.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7fce5ee7-1107-4798-b6e6-320cbfcce266' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=%2FK58b%2B8IjFr3ssIKLKda8BUHhVdGahdOxOhe2y1eE0Q%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Bundesforstbetrieb Lausitz<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00fctzenswert: 250 Hektar Besenheide auf DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":45448,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14,2434],"tags":[59,75,50],"class_list":["post-45445","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","category-naturerbe-presse","tag-brandenburg","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/45445","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/45445\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45502,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/45445\/revisions\/45502"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45445"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45445"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}