{"id":29196,"date":"2023-05-22T10:12:39","date_gmt":"2023-05-22T08:12:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=29196"},"modified":"2023-05-22T11:32:48","modified_gmt":"2023-05-22T09:32:48","slug":"tierische-landschaftspfleger-fuer-die-biologische-vielfalt","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/tierische-landschaftspfleger-fuer-die-biologische-vielfalt\/","title":{"rendered":"Tierische Landschaftspfleger f\u00fcr die biologische Vielfalt"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konikpferde_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29206\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konikpferde_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konikpferde_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konikpferde_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">27 Konik-Pferde weiden derzeit auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Cuxhavener K\u00fcstenheiden, die mehr \u201ewilde Gene\u201c in sich tragen als andere Hauspferderassen.\u00a9 Gesa Wannick\/DBU Naturerbe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Cuxhaven. Nur knapp f\u00fcnf Minuten braucht Landwirt Arne <strong>Hasenkampf <\/strong>mit seinem Pickup von seinem Hof im Ortsteil Berensch zur <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/cuxhavener-kuestenheiden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Cuxhavener K\u00fcstenheiden<\/a>. Jede Bodenwelle und jede Kurve kennt er schon im Schlaf, denn die Strecke f\u00e4hrt er t\u00e4glich. Hasenkampf betreut hier auf rund 400 Hektar Wisente, Konik-Wildpferde und Heckrinder. Gemeinsam verhindern sie, dass das Offenland zuw\u00e4chst und nach und nach zu Wald wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Koniks und Heckrinder f\u00f6rdern biologische Vielfalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einst \u00fcbten hier Soldaten und hielten durch Fahr- und Munitions\u00fcbungen offene Landschaftsbereiche wie die weitl\u00e4ufige Heidefl\u00e4che frei von Baumaufwuchs. Heute ist die Fl\u00e4che dem Naturschutz gewidmet und geh\u00f6rt der gemeinn\u00fctzigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem DBU Naturerbe. 2006 zogen dann tierische Landschaftspfleger ein, um die Kulturlandschaft freizuhalten. \u201eMein Vater Reinhard bewarb sich im Rahmen eines EU-Life-Projektes des Landes Niedersachsen f\u00fcr die Betreuung der Fl\u00e4che mit Heckrindern, Konik-Wildpferden und Wisenten. Mit 11 Konik-Pferden und 24 Heckrindern starteten wir mit der extensiven Beweidung. Aktuell sind es rund 91 Tiere\u201c, erz\u00e4hlt Hasenkampf. Auf 350 Hektar weiden derzeit 47 Heckrinder und 27 Koniks, die mehr \u201ewilde Gene\u201c in sich tragen als andere Hauspferderassen. Nicht nur der Appetit der Vierbeiner h\u00e4lt Gr\u00e4ser kurz und B\u00e4ume klein. Durch ihre Huftritte entstehen ebenso offene Bodenstellen, in denen lichtbed\u00fcrftige Pflanzen gut keimen und Insekten einen Lebensraum finden. Im Fell der Tiere verfangen sich Samen, die so \u00fcber die Fl\u00e4che verbreitet werden und Kothaufen sind Nahrung und Zuhause f\u00fcr viele K\u00e4fer und Insekten, die wiederum ein wahres Buffet f\u00fcr V\u00f6gel und Flederm\u00e4use darstellen. Hasenkampf: \u201eHier tummeln sich eine Vielzahl an Schmetterlingen, Laufk\u00e4fern, Libellen und Bienen.\u201c Der Landwirt wei\u00df, wie wichtig seine Arbeit f\u00fcr den Schutz der biologischen Vielfalt ist. \u201eWenn wir unsere Lebensgrundlage erhalten wollen, m\u00fcssen wir uns deutlich mehr f\u00fcr Biodiversit\u00e4t einsetzen\u201c, betont der 35-J\u00e4hrige. Ganzjahresweiden mit ihrer vergleichsweisen geringen Anzahl an Weidetieren stellen eine besonders schonende Form der Naturnutzung dar, da dort auch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten Lebensr\u00e4ume ihren Platz finden \u2013 optimale Grundvoraussetzungen, um biologische Vielfalt zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Portrait-A.-Hasenkampf_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29204\" width=\"227\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Portrait-A.-Hasenkampf_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Portrait-A.-Hasenkampf_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Portrait-A.-Hasenkampf_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Arne Hasenkampf setzt sich f\u00fcr die biologische Vielfalt ein: Auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Cuxhavener K\u00fcstenheiden betreut er auf rund 400 Hektar Wisente, Konik-Wildpferde und Heckrinder. \u00a9 Gesa Wannick\/DBU Naturerbe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wisentbulle Benno \u2013 von der Gro\u00dfstadt an die K\u00fcste<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weiter im Norden der DBU-Naturerbefl\u00e4che weiden aktuell 17 Wisente auf knapp 50 Hektar. Die mit zwei Metern gr\u00f6\u00dften Lands\u00e4ugetiere Europas sind eindrucksvolle, ruhige und gen\u00fcgsame Pflanzenfresser. Sie waren Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa in freier Wildbahn schon ausgerottet, bevor eine Initiative zur Erhaltungszucht ihr \u00dcberleben sicherte. \u201eWisentbulle Benno brachte 2020 frisches Blut aus dem Berliner Zoo in die Herde. Wir sind in ganz Europa vernetzt, um das Stammbuch der Wisente m\u00f6glichst abwechslungsreich weiterzuf\u00fchren und tauschen regelm\u00e4\u00dfig Zuchtbullen mit anderen Betrieben\u201c, erkl\u00e4rt Hasenkampf. Um die Tiere zu entdecken, brauchen Besucherinnen und Besucher mitunter ein wenig Geduld. \u201eWisente haben einen gro\u00dfen Bewegungsradius und nehmen die ganze Weide ein, die zu zwei Drittel von Wald bedeckt ist. Dabei halten sie sich vornehmlich in den Waldbl\u00f6cken auf, die ihnen im Sommer Schatten spenden und in Herbst- und Wintermonaten Wind- und Wetterschutz bieten\u201c, erkl\u00e4rt Hasenkampf, w\u00e4hrend er in Richtung Waldrand sp\u00e4ht. Dann treten die ersten Tiere auf die Lichtung und n\u00e4hern sich gem\u00e4chlich. \u201eDie ruhige Art der Tiere erdet und fasziniert mich sehr\u201c, sagt Hasenkampf mit einem leichten L\u00e4cheln im Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konik_Heckrind_Wisent_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29208\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konik_Heckrind_Wisent_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konik_Heckrind_Wisent_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Konik_Heckrind_Wisent_\u00a9Gesa-Wannick_DBU-Naturerbe-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Rahmen eines EU-Life-Projektes des Landes Niedersachsen startete die Beweidung zur Pflege offener Landschaftsbereiche auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Cuxhavener K\u00fcstenheiden mit 11 Koniks und 24 Heckrindern. \u00a9 Gesa Wannick\/DBU Naturerbe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Infokasten: Ausflugstipp Cuxhavener K\u00fcstenheiden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Fu\u00df, mit dem Rad oder auch auf dem Pferd f\u00fchren eine elf Kilometer lange Themenroute sowie ein vier Kilometer langer Entdeckerpfad an dem Wisent-Gehege und der Weide der Konik-Wildpferde und Heckrinder von Arne Hasenkampf vorbei. Das im M\u00e4rz eingeweihte <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/auf-neuen-wegen-durch-eine-alte-kulturlandschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">neue Beschilderungskonzept<\/a> informiert \u00fcber die abwechslungsreiche Kultur- und Landschaftsgeschichte sowie die biologische Vielfalt der DBU-Naturerbefl\u00e4che Cuxhavener K\u00fcstenheiden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-7614ca78-846f-4a07-bc37-7e6a665132bd' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-7614ca78-846f-4a07-bc37-7e6a665132bd' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-073-2023-Portrait-Hasenkampf.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7614ca78-846f-4a07-bc37-7e6a665132bd' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Hintergrund-DBU-Naturerbe-4.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landwirt Arne Hasenkampf betreut Wisente, Konik-Wildpferde und Heckrinder auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Cuxhavener K\u00fcstenheiden<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":29197,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[49,75,50,64],"class_list":["post-29196","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-landwirtschaft","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-niedersachsen"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/29196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/29196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29222,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/29196\/revisions\/29222"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29197"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}