{"id":29074,"date":"2023-05-17T09:59:05","date_gmt":"2023-05-17T07:59:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=29074"},"modified":"2023-06-08T18:24:26","modified_gmt":"2023-06-08T16:24:26","slug":"ein-froschkonzert-auf-das-elbehochwasser-in-der-aue","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/ein-froschkonzert-auf-das-elbehochwasser-in-der-aue\/","title":{"rendered":"Ein Froschkonzert auf das Elbehochwasser in der Aue"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Ringfurth\/ Dessau-Ro\u00dflau. Grau in grau \u2013 der Blick aus dem Fenster war monatelang nicht wirklich erhellend. Das regenreiche Fr\u00fchjahr hat aber der Elbe so viel Wasser geschenkt, dass der Fluss in mehreren Wellen auch entlang der DBU-Naturerbefl\u00e4chen <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/rosslauer-elbauen\/\">Ro\u00dflauer <\/a>und <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/ringfurther-elbauen\/\">Ringfurther Elbauen<\/a> \u00fcber die Ufer trat und die flussbegleitenden Auen nach jahrelanger Trockenheit wieder mit Wasser speiste. In Folge profitieren nicht nur die dort br\u00fctenden Kraniche, verschiedene Amphibien- und Libellenarten in den Flutmulden sowie die Eichen und Eschen in der Hartholzaue von den gut durchtr\u00e4nkten B\u00f6den. \u00dcberstaute Auen dienen auch als Wasserfilter und Hochwasserschutz, bereichern die biologische Vielfalt, sind gut f\u00fcr die Grundwasserneubildung und zudem wundersch\u00f6n anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehrere Wellen lie\u00dfen Altarme, Flutmulden und Kolke volllaufen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1372\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-070-2023-Hochwasser_Elbaue_\u00a9Christian-Block_Bundesforst-1-1920x1372.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29224\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-070-2023-Hochwasser_Elbaue_\u00a9Christian-Block_Bundesforst-1-1920x1372.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-070-2023-Hochwasser_Elbaue_\u00a9Christian-Block_Bundesforst-1-800x572.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-070-2023-Hochwasser_Elbaue_\u00a9Christian-Block_Bundesforst-1-400x286.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mehr als die H\u00e4lfte der Flussauen in Deutschland sind laut Bundesumweltministerium stark ver\u00e4ndert, nur neun Prozent sind \u00f6kologisch intakt. Auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Ringfurther Elbauen bei Magdeburg werden die Auen gesch\u00fctzt. Dank des mittleren Elbehochwassers herrschen dort seit einigen Wochen ideale Bedingungen f\u00fcr die Lebensr\u00e4ume und ihre spezielle Tier- und Pflanzenwelt. \u00a9 Christian Block\/Bundesforst<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Intakte Auengebiete leben davon, immer mal wieder \u00fcberflutet zu werden. Sie nehmen beachtliche Wassermengen auf und helfen so, Hochwasserwellen abzuschw\u00e4chen. \u201eSie werden auch als Nieren der Landschaft bezeichnet. Die Flie\u00dfgeschwindigkeit des vom Fluss einstr\u00f6menden Wassers verlangsamt sich in den Auen aufgrund der vergr\u00f6\u00dferten Fl\u00e4che, wodurch sich Sedimente absetzen, damit auch N\u00e4hr- und Schadstoffe\u201c, erl\u00e4utert Dr. Uwe Fuellhaas, Gew\u00e4sser und Feuchtgebietsmanager im DBU Naturerbe. Die gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat mit den Ringfurther Elbauen bei Magdeburg 1200 Hektar (ha) und mit den Ro\u00dflauer Elbauen bei Dessau-Ro\u00dflau 1650 ha vom Bund \u00fcbernommen und dem Naturschutz gewidmet. Fuellhaas freut sich \u00fcber das anhaltende Hochwasser ohne Gefahr f\u00fcr die angrenzenden Gemeinden: \u201eEs ist zehn Jahre her, dass die Auengebiete in diesem Ma\u00dfe vom Wasser profitiert haben.\u201c Seit Februar seien in mehreren Wellen Altarme, Flutmulden, sogenannte Kolke \u2013 kleine T\u00fcmpel \u2013 sowie Teile der Weichholzaue in den Ringfurther Elbauen und der Hartholzaue in den Ro\u00dflauer Elbauen vollgelaufen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Paradiesische Bedingungen f\u00fcr Amphibien<em> und Fische<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1398\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0701-2-1920x1398.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29230\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0701-2-1920x1398.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0701-2-800x582.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0701-2-400x291.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">F\u00fcr die Versorgung aller elbnahen Feuchtgebiete und Gew\u00e4sser waren die hohen Wasserst\u00e4nde perfekt. Auch auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Ro\u00dflauer Elbauen k\u00f6nnen die selten gewordenen Lebensr\u00e4ume entlang der Elbe nach einer jahrelangen Durststrecke wieder richtig \u201eWasser tanken\u201c \u2013 f\u00fcr Amphibien und Fische perfekte Bedingungen. \u00a9 Daniel Andrick\/Bundesforst<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eF\u00fcr Amphibien und Fische sind das gerade perfekte Bedingungen\u201c, betont Christian Block, Revierleiter vom <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\">Bundesforst<\/a>betrieb N\u00f6rdliches Sachsen-Anhalt f\u00fcr die Ringfurther Elbauen. Auen sind die Kinderstube f\u00fcr Fische und Amphibien. Je mehr intakte Auen es entlang eines Flusses gibt, desto fischreicher ist dieser. Laut <a href=\"https:\/\/www.ifgg.kit.edu\/aueninstitut\/index.php\">WWF-Aueninstitut<\/a> kommen ungef\u00e4hr zwei Drittel aller Lebensgemeinschaften Mitteleuropas in Auen vor \u2013 auf nur etwa sieben Prozent der Landfl\u00e4che. Aber mehr als die H\u00e4lfte der Flussauen in Deutschland sind laut Bundesumweltministerium stark ver\u00e4ndert, nur neun Prozent sind \u00f6kologisch intakt und von dem einst pr\u00e4genden Auwald ist nur noch rund ein Prozent \u00fcbriggeblieben. \u201eAuf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Ringfurther Elbauen sehen wir noch viel Potenzial etwa f\u00fcr den Anschluss von Altarmen und Flutmulden zur Redynamisierung der flussbegleitenden Lebensr\u00e4ume\u201c, betont Fuellhaas.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ma\u00dfnahmenumsetzung zeigt erhoffte Wirkung<\/strong><em> <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen unsere Auen besser sch\u00fctzen, indem beispielsweise Altarme wieder an Fl\u00fcsse angeschlossen, geeignete Deichabschnitte geschlitzt oder Flutrinnen vertieft werden\u201c, so Daniel Andrick, Bundesforstrevierleiter f\u00fcr die Ro\u00dflauer Elbauen. Die <a href=\"https:\/\/www.mittelelbe.com\/\">Bioph\u00e4renreservatsverwaltung Mittelelbe<\/a> hatte eine entsprechende Ma\u00dfnahme im Winter 2020\/21 auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che in Zusammenarbeit mit dem Bundesforstbetrieb umgesetzt. Um dem vorhandenen Wasserdefizit ein wenig Rechnung zu tragen, haben die Projektbeteiligten fast am Ende des vorhandenen Sommerdeiches am Oberluch bei Ro\u00dflau eine Senke auf rund sechs Metern L\u00e4nge eingearbeitet, um eine bessere Versorgung auch bei mittleren Hochw\u00e4ssern m\u00f6glich zu machen. \u201eDie Ma\u00dfnahme zeigt Erfolg: Heute steht wieder ausreichend Wasser in der Flutrinne\u201c, freut sich Andrick.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-7692d4f6-4de3-45a8-8bc8-ab9df2aa3f55' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-7692d4f6-4de3-45a8-8bc8-ab9df2aa3f55' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=6pPrvQZctptpqJaQBBvXhd0GlXFkFbTp3iKS12hpAKnuc1UlpsulLfFiE9GnFT4F'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Benedikt Zirnsak<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Mittelelbe<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7692d4f6-4de3-45a8-8bc8-ab9df2aa3f55' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=Mdwnc6RYqSi7ssWHlAp878EvTULqwc%2FipEg67HLZYAh0BrNBINXl%2BLprLFbAdjT2'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Wolfgang Rost<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb N\u00f6rdliches Sachsen-Anhalt<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7692d4f6-4de3-45a8-8bc8-ab9df2aa3f55' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-Rosslauer-Ringfurther-Elbauen_Elbehochwasser_wan_bfb_uf-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7692d4f6-4de3-45a8-8bc8-ab9df2aa3f55' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Hintergrund-DBU-Naturerbe-3.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU-Naturerbefl\u00e4chen Ro\u00dflauer und Ringfurther Elbauen profitieren von dem \u00fcberstauenden Nass<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":29075,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[49,75,50,69],"class_list":["post-29074","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-landwirtschaft","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-sachsen-anhalt"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/29074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/29074\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30282,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/29074\/revisions\/30282"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29075"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}