{"id":28531,"date":"2023-04-27T11:50:00","date_gmt":"2023-04-27T09:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=28531"},"modified":"2023-04-27T11:53:59","modified_gmt":"2023-04-27T09:53:59","slug":"pflege-fur-bluhende-obstbaume","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/pflege-fur-bluhende-obstbaume\/","title":{"rendered":"Professionelle Pflege f\u00fcr bl\u00fchende Obstb\u00e4ume"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Streuobstbestand_\u00a9Joerg-Huth-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28541\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Streuobstbestand_\u00a9Joerg-Huth-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Streuobstbestand_\u00a9Joerg-Huth-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Streuobstbestand_\u00a9Joerg-Huth-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine zweieinhalb Hektar gro\u00dfe Streuobstwiese auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Forstberg nord\u00f6stlich der th\u00fcringischen Stadt M\u00fchlhausen ist Testgebiet f\u00fcr ein neuartiges Regelwerk zur Obstbaumpflege. \u00a9 J\u00f6rg Huth<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>M\u00fchlhausen in Th\u00fcringen\/Hamburg. Es kreucht und fleucht am Boden und in der Luft zwischen den alten Obstb\u00e4umen auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/forstberg\/\" target=\"_blank\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Forstberg<\/a> in Th\u00fcringen. Verteilt \u00fcber zehn Hektar wachsen Pflaumen-, \u00c4pfel-, Birnen- und Kirschb\u00e4ume unterschiedlichen Alters und bieten einer Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum. Will man solche Streuobstwiesen langfristig erhalten, m\u00fcssen sie regelm\u00e4\u00dfig gepflegt werden. Daf\u00fcr erarbeitet der Pomologen-Verein in einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef\u00f6rderten Projekt ein Regelwerk zur fachgerechten Obstbaumpflege, an dem sich neben qualifizierten Baumpflegern und Baumpflegerinnen zuk\u00fcnftig auch Auftraggeber und Auftraggeberinnen orientieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Streuobstwiesen als wahre Hotspots der biologischen Vielfalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die nord\u00f6stlich der th\u00fcringischen Stadt M\u00fchlhausen gelegene DBU-Naturerbefl\u00e4che Forstberg ist eines von vier Testgebieten. Auf den Wiesen der knapp 300 Hektar gro\u00dfen DBU-Naturerbefl\u00e4che stehen zahlreiche alte Obstb\u00e4ume. \u201eStreuobstwiesen sind wahre Hotspots der biologischen Vielfalt\u201c, sagt Dr. Sabrina <strong>Jerrentrup<\/strong>, Offenlandmanagerin im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung (DBU). Jerrentrup erg\u00e4nzt: \u201eDie Obstb\u00e4ume sind ebenso Lebensraum wie das umgebende Gr\u00fcnland. Doch ohne die notwendige Pflege brechen die gro\u00dfkronigen, alten B\u00e4ume zunehmend auseinander.\u201c In den ausladenden Kronen und versteckten H\u00f6hlen finden mit dem Gr\u00fcnspecht, dem Kleinspecht und dem stark gef\u00e4hrdeten Wendehals neben vielen weiteren Baumbewohnern gleich drei anspruchsvolle Spechtarten Unterschlupf. Die Wiesen darunter werden von Schafen beweidet, die das Gras kurzhalten und so verhindern, dass die Fl\u00e4che zuw\u00e4chst. Das allein reicht aber nicht: \u201eStreuobstwiesen sind Teil der Kulturlandschaft und somit durch Menschen angelegt. Sie m\u00fcssen auch von Menschen gepflegt werden, um sie zu erhalten\u201c, sagt Jerrentrup. F\u00fcr die professionelle Pflege gilt es, ausgebildete Fachkr\u00e4fte zu finden und zugleich pachtende und besitzende Personen dabei zu unterst\u00fctzen, vorab den Zustand der B\u00e4ume einsch\u00e4tzen zu lassen. Auf der Fl\u00e4che Forstberg unterst\u00fctzte der <a href=\"https:\/\/www.pomologen-verein.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pomologen-Verein<\/a> den <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge mit Revierleiter Matthias <strong>Brehm <\/strong>vom bei der Vergabe und Abwicklung der Pflege von zweieinhalb Hektar Streuobstwiesen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Baumpflege_\u00a9Pomologen-Verein-e.V.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28543\" width=\"269\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Baumpflege_\u00a9Pomologen-Verein-e.V.jpg 1398w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Baumpflege_\u00a9Pomologen-Verein-e.V-800x570.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Baumpflege_\u00a9Pomologen-Verein-e.V-400x285.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das allgemeine Regelwerk soll typische und wiederkehrende Arbeiten in der Pflege von Obstbest\u00e4nden beschreiben und klare Qualit\u00e4tsstandards formulieren. \u00a9 Pomologen-Verein e. V.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Besondere Schnitttechniken erforderlich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur aufgrund ihrer \u00f6kologischen Wertigkeit, sondern auch durch ihren Beitrag zur Landschaftskulisse sowie wegen ihrer Bedeutung f\u00fcr den Erhalt alter Obstsorten sind in den vergangenen Jahren vermehrt Streuobstwiesen angepflanzt worden. Durch Verb\u00e4nde, Vereine, Kommunen, aber auch durch Privatpersonen. Und manchmal auch zum Ausgleich von Eingriffen in die Natur. Das Problem: \u201eGro\u00dfkronige Obstb\u00e4ume ben\u00f6tigen fachgerechte Pflege, die nicht mit dem Anbau von etwa Plantagenobst gleichzusetzen ist\u201c, sagt Michael <strong>Krieger <\/strong>vom Pomologen-Verein. Doch die f\u00fcr Streuobstwiesen n\u00f6tigen Schnitttechniken werden nach seinen Worten in der heutigen g\u00e4rtnerischen Ausbildung nicht mehr gelehrt. Dadurch ist in Firmen des Gartenlandschaftsbaus standardm\u00e4\u00dfig kaum noch ausreichend ausgebildetes Personal vorhanden. Die Pflege wird zunehmend von gezielt daf\u00fcr qualifizierten Fachfirmen \u00fcbernommen. Auch auf Seiten der Auftraggebenden von Streuobstanlagen fehle bei Schnitt- und Pflegearbeiten zuweilen die Fachkenntnis zur Einsch\u00e4tzung der Obstbaumbest\u00e4nde. Krieger: \u201eDies f\u00fchrt zu unzureichenden Leistungsverzeichnissen bei der Vergabe von Auftr\u00e4gen.\u201c Au\u00dferdem k\u00f6nnten so die beauftragten Arbeiten nicht auf Ihren Erfolg \u00fcberpr\u00fcft werden. \u201eDaher kommt es h\u00e4ufig zu nachhaltigen Sch\u00e4digungen der B\u00e4ume\u201c, so Krieger.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Bluehende-Streuobstwiese_\u00a9Pomologen-Verein-e.V-1-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28539\" width=\"306\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Bluehende-Streuobstwiese_\u00a9Pomologen-Verein-e.V-1-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Bluehende-Streuobstwiese_\u00a9Pomologen-Verein-e.V-1-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Bluehende-Streuobstwiese_\u00a9Pomologen-Verein-e.V-1-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Streuobstwiesen sind wahre Hotspots der biologischen Vielfalt: Die Obstb\u00e4ume sind ebenso Lebensraum wie das umgebende Gr\u00fcnland. \u00a9 Pomologen-Verein e. V.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr Obstbaumpflegema\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem DBU-gef\u00f6rderten Projekt erarbeitet der Pomologen-Verein ein allgemeines Regelwerk, das typische und wiederkehrende Arbeiten in der Pflege von Obstbest\u00e4nden beschreibt und klare Qualit\u00e4tsstandards formuliert. Krieger: \u201eEs ist als praktische Handreichung f\u00fcr die Pflege von Streuobstbest\u00e4nden gedacht, um die Qualit\u00e4tssicherung bei Beauftragung und Umsetzung zu gew\u00e4hrleisten. So soll letztlich der hohe naturschutzfachliche Wert und der angestrebte Erfolg einer Ausgleichsma\u00dfnahme tats\u00e4chlich erreicht werden.\u201c Der Pomologen-Verein betreut auf den Testgebieten jeweils die Geh\u00f6lzpflege von der Beurteilung \u00fcber die Ausschreibung bis hin zur Erfolgskontrolle. Gemeinsam mit den Projektpartnern vor Ort werden die Qualit\u00e4tsstandards und Musterleistungsverzeichnisse entwickelt und anschlie\u00dfend auf Praxistauglichkeit getestet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt bei fachlichen Fragen (AZ 37175\/01): <\/strong>Michael Krieger, Tel. +49 669 220 2833<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-97cb8ec1-0d85-428e-90ed-48cb754a0215' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-97cb8ec1-0d85-428e-90ed-48cb754a0215' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-059-2023-Tag-der-Streuobstwiese.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-97cb8ec1-0d85-428e-90ed-48cb754a0215' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=dGrhGFtwBol%2F5quCw4LjnDwNpxZ1VurjMhotE3cxCpH89MDAK3auY3SXXZYV3p5Y'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Michael Krieger<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Pomologen-Verein e. V.<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU-Naturerbefl\u00e4che Forstberg ist Testgebiet f\u00fcr neuartiges Regelwerk zur Obstbaumpflege<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":28537,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,14],"tags":[49,75,50,71],"class_list":["post-28531","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","category-naturerbe","tag-landwirtschaft","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-thueringen"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/28531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/28531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28547,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/28531\/revisions\/28547"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}