{"id":28369,"date":"2023-04-20T12:00:00","date_gmt":"2023-04-20T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=28369"},"modified":"2023-04-20T13:01:45","modified_gmt":"2023-04-20T11:01:45","slug":"intakte-moore-sind-natuerliche-klimaschuetzer","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/intakte-moore-sind-natuerliche-klimaschuetzer\/","title":{"rendered":"Intakte Moore sind nat\u00fcrliche Klimasch\u00fctzer"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1914\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Weisshaus-Wiedervernaessung-Gesa-Wannick-1914x1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28395\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Weisshaus-Wiedervernaessung-Gesa-Wannick-1914x1920.jpg 1914w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Weisshaus-Wiedervernaessung-Gesa-Wannick-798x800.jpg 798w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/Weisshaus-Wiedervernaessung-Gesa-Wannick-400x400.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1914px) 100vw, 1914px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit F\u00f6rdermitteln der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und dank tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung vom Bundesforstbetrieb Lausitz renaturiert die gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, die entw\u00e4sserten Niedermoore auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus. \u00a9 Gesa Wannick\/DBU Naturerbe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Doberlug-Kirchhain. Jahrhundertelang haben Menschen mithilfe von Gr\u00e4ben B\u00f6den und Moore entw\u00e4ssert, um sie land- oder forstwirtschaftlich zu nutzen. Auch die Niederung der Gro\u00dfen und Kleinen Vehne auf der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/weisshaus\/\" target=\"_blank\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus<\/a> zeigt diese Praxis. Den degenerierten Niedermooren fehlt es an Wasser. Mit finanzieller Unterst\u00fctzung der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.naturschutzfonds.de\/\" target=\"_blank\">Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg<\/a> in H\u00f6he von rund 114.000 Euro renaturiert die gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, die wertvollen Torfb\u00f6den auf rund 20 Hektar. <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/moorschutz-im-naturerbe-saegespaene-fuer-mehr-wasser-im-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dazu wurden vergangenen Herbst mit Unterst\u00fctzung des Bundesforstbetrieb Lausitz die Gr\u00e4ben au\u00dfer Funktion gesetzt. <\/a>Heute (Donnerstag) warfen Vertreter einen Blick auf die umgesetzten Wiedervern\u00e4ssungsma\u00dfnahmen. \u201eWir wollen den nat\u00fcrlichen Wasserhaushalt der Niedermoore wiederherstellen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, aber auch, um den selten gewordenen Lebensraum f\u00fcr spezialisierte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten\u201c, so Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. F\u00fcnf Messstellen sollen zuk\u00fcnftig helfen, den Grundwasserstand kontinuierlich zu beobachten und den Erfolg der Ma\u00dfnahmen zu dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Moorschutz f\u00fcr mehr Wasser in der Landschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Intakte \u00d6kosysteme sind nat\u00fcrliche Klimasch\u00fctzer. Gut wasserversorgte wachsende Moore binden Kohlenstoffdioxid aus der Atmosph\u00e4re und speichern es langfristig im Boden. Die gest\u00f6rten Niedermoore der Gro\u00dfen und Kleinen Vehne auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus sind von einem umfangreichen Grabensystem durchzogen, das sie seit Jahrzehnten sehr effektiv entw\u00e4ssert. Indem Wiedervern\u00e4ssungsma\u00dfnahmen den Grundwasserstand anpassen, k\u00f6nne der Torfboden bestenfalls nicht weiter mineralisieren und Klimagase freisetzen. \u201eInsbesondere im R\u00fcckblick auf die langanhaltenden Trockenphasen der vergangenen Jahre muss ein Umdenken stattfinden, um Wasser l\u00e4nger in den Landschaften zu speichern\u201c, betont Belting w\u00e4hrend der Exkursion durch das Projektgebiet. Moorschutz ist Klimaschutz, aber auch wichtig f\u00fcr die biologische Vielfalt. Werden Feuchtgebiete auf Dauer entw\u00e4ssert, verlieren sie nicht nur ihre \u00f6kologische Funktion als Kohlenstoffsenken, sondern es verschwinden auch seltene Lebensr\u00e4ume und damit gleichzeitig ihre besondere Flora und Fauna. F\u00fcr die f\u00f6rdernde Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg waren daher nicht nur die Klimaschutzfakten ausschlaggebend, um in den Moorschutz zu investieren. Stiftungs-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Holger <strong>R\u00f6\u00dfling<\/strong>: \u201eMoore sind mit ihren vielen Funktionen wahre Allesk\u00f6nner. Sie geh\u00f6ren zur Identit\u00e4t Brandenburgs, die wir mit unserer Arbeit sch\u00fctzen und erhalten wollen. Wir stehen in ganz Brandenburg bereit, um gemeinsam mit Partnern gute Naturschutzprojekte m\u00f6glich zu machen &#8211; wie hier mit dem DBU Naturerbe auf ihrer Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>26 Grabenplomben optimieren Grundwasserstand<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1467\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0583-2-1920x1467.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28413\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0583-2-1920x1467.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0583-2-800x611.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-0583-2-400x306.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Machten sich bei str\u00f6mendem Regen ein Bild von der Wiedervern\u00e4ssung der Niedermoore auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus: (v.l.) Bundesforst-Koordinator Andreas Petzel, Dr. Holger R\u00f6\u00dfling, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg, Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, Dr. Uwe Fuellhaas, Gew\u00e4sser- und Feuchtgebietsmanager im DBU Naturerbe, und Daniel Rei\u00df, Bauleiter BSD Baustoff- und Gew\u00e4ssersanierungs GmbH. \u00a9 Gesa Wannick\/ DBU Naturerbe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Insgesamt wurden im vergangenen Herbst an 26 Standorten sogenannte Grabenplomben zur Wiedervern\u00e4ssung der wertvollen Torfb\u00f6den gesetzt. Ein Bagger verf\u00fcllte die Gr\u00e4ben daf\u00fcr punktuell mit anstehendem sowie angeliefertem Bodenmaterial, um den Wasserabfluss langfristig zu stoppen. Zus\u00e4tzlich wurden einige Gr\u00e4ben im Projektgebiet vollst\u00e4ndig verf\u00fcllt. Auf einer L\u00e4nge von 240 Metern konnte dies mit umliegendem Torfmaterial geschehen und an einer anderen Stelle wurden auf einer L\u00e4nge von 460 Metern rund 640 Kubikmeter S\u00e4gesp\u00e4ne verwendet. \u201eDas Material ist sehr saugf\u00e4hig und unter Luftabschluss recht langlebig. Da nicht gen\u00fcgend umliegender Torfboden zur Abdichtung zur Verf\u00fcgung stand, ist das Material eine passende Alternative\u201c, erl\u00e4utert Andreas <strong>Petzel <\/strong>vom <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Lausitz die Materialwahl. Gelingt durch die Ma\u00dfnahmen eine gro\u00dffl\u00e4chige Vern\u00e4ssung mit ganzj\u00e4hrig hohen Wasserst\u00e4nden auf rund 20 Hektar, werden in den Niederungen der Gro\u00dfen und Kleinen Vehne zuk\u00fcnftig nur noch wenig Kiefern heranwachsen. Mit Hilfe der k\u00fcrzlich installierten Messstellen kann der naturnahe Grundwasserstand nun auch durch den betreuenden Bundesforstbetrieb Lausitz kontrolliert und protokolliert werden. \u201eBislang mussten mit gro\u00dfem Kostenaufwand die jungen B\u00e4ume regelm\u00e4\u00dfig mechanisch entfernt werden, denn Kiefern und Birken entziehen dem Moor das lebensnotwendige Wasser\u201c, erkl\u00e4rt Dr.&nbsp;Uwe <strong>Fuellhaas<\/strong>, Gew\u00e4sser- und Feuchtgebietsmanager im DBU Naturerbe. Geh\u00f6lze erh\u00f6hen grunds\u00e4tzlich die Verdunstung und beschleunigen das Austrocken des Torfbodens. Alle Arbeiten in der Vehne-Niederung setzte die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.gartenbau.org\/dessau-rosslau\/bsd-baustoff-und-gewaessersanierungs-gmbh-aUMbGm\" target=\"_blank\">Baustoff- und Gew\u00e4ssersanierungs GmbH Dessau<\/a> (BSD) aus Dessau-Ro\u00dflau um.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimaschutzerfolge brauche einen langen Atem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Wiedervern\u00e4ssungsma\u00dfnahmen organischer B\u00f6den auf vielen der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\/flaechen\/flaechenliste\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">71 Naturerbefl\u00e4chen<\/a> leistet das DBU Naturerbe einen Beitrag zum nat\u00fcrlichen Klimaschutz. Klimaschutzerfolge stellen sich im Moor aber nicht direkt ein, sondern brauchen einen langen Atem in der Betreuung. \u201eLangfristig muss geschaut werden, ob die Ma\u00dfnahmen zur Wiedervern\u00e4ssung vor allem aufgrund des Klimawandels mit \u00e4ndernden Niederschlagsverteilungen und Verdunstungsraten in die richtige Richtung laufen\u201c, wei\u00df Belting. Umso wichtiger sei daher eine langfristige Planung, die nur durch best\u00e4ndige Partner auch abgesichert ist.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-ca943ab6-4a21-46a4-a2d5-d42f3db55a60' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-ca943ab6-4a21-46a4-a2d5-d42f3db55a60' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/PM-058-2023-Wiedervernaessung-Naturschutzfonds.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-ca943ab6-4a21-46a4-a2d5-d42f3db55a60' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=61dzgCFNOFdpbTV8IFY450%2F7nKUWNhxWNXwsiY1ZJH0%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Marc Thiele<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU Naturerbe und Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg stellen Moorvern\u00e4ssung auf DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus vor<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":28401,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[59,75,50],"class_list":["post-28369","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-brandenburg","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/28369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/28369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28421,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/28369\/revisions\/28421"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28401"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}