{"id":207891,"date":"2026-10-09T08:49:27","date_gmt":"2026-10-09T06:49:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=207891"},"modified":"2026-10-09T08:49:28","modified_gmt":"2026-10-09T06:49:28","slug":"grosse-vielfalt-im-hohen-gras-3","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/grosse-vielfalt-im-hohen-gras-3\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Vielfalt im hohen Gras"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1223\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgrasstreifen-tillmann-dbu-naturerbe-1920x1223.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-207894\" style=\"aspect-ratio:1.5699813746422568;width:437px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgrasstreifen-tillmann-dbu-naturerbe-1920x1223.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgrasstreifen-tillmann-dbu-naturerbe-800x510.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgrasstreifen-tillmann-dbu-naturerbe-400x255.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wertvoller Lebensraum: Bei jeder Mahd werden bis zu zehn Prozent der Wiesenfl\u00e4che stehengelassen und in Form von Streifen oder kompakten Inseln von der Mahd ausgespart.<div class='alignright'>&copy; J\u00f6rg Tillmann\/DBU Naturerbe  <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/grosse-vielfalt-im-hohen-gras-3\/altgrasstreifen-mit-unterschiedlichem-bewuchs-auf-der-dbu-nature\/\"><i class=\"fa-sharp fa-solid fa-down dbu-button__icon-download\"><\/i><\/a><\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Westerkappeln. Regelm\u00e4\u00dfig stechen aus dem mittlerweile gem\u00e4hten Gr\u00fcnland auf der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/wersener-heide\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/wersener-heide\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Wersener Heide<\/a>\u00a0lange Halme oder vertrocknete Bl\u00fctenst\u00e4ngel hervor. Besonders in der Gr\u00fcnlandkulisse des Vogelpohl ist diese Naturschutzma\u00dfnahme gut wahrzunehmen. \u00a0Dabei sind die sogenannten Altgrasstreifen mit hohem Gras als Lebensraum nicht vergessen, sondern gemeinsam mit der \u00f6rtlichen Landwirtschaft bewusst geschaffen worden. \u201eNaturschutz beginnt genau hier. Bei jeder Mahd lassen die landwirtschaftlichen Betriebe\u00a0einen Teil der Wiesenfl\u00e4che stehen, der Insekten, Amphibien und V\u00f6geln vielf\u00e4ltige Lebens-, R\u00fcckzugs- und Nahrungsr\u00e4ume bietet\u201c, erkl\u00e4rt Dr. J\u00f6rg <strong>Tillmann<\/strong>, Offenlandmanager im DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ungem\u00e4ht f\u00fcr den Naturschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kreucht und fleucht zwischen den Grashalmen und es tummeln sich zahlreiche V\u00f6gel und Insekten am Bl\u00fctenbuffet im Gr\u00fcnland.&nbsp; \u201eFr\u00fcher zog sich die Heuernte \u00fcber mehrere Wochen hin und war aufgrund der damaligen Technik auch wesentlich langsamer als heute. Die Tiere konnten ringsherum ins Gr\u00fcnland auf ungem\u00e4hte Fl\u00e4chen ausweichen. Mit den modernen Maschinen und M\u00e4hwerken werden Wiesen heute innerhalb k\u00fcrzester Zeit gro\u00dffl\u00e4chig abgem\u00e4ht. Da bleibt f\u00fcr die Tierwelt nur wenig \u00fcbrig und es gibt kaum Ausweichm\u00f6glichkeiten. Aus Sicht der Wiesenbewohner entspricht das dem landl\u00e4ufig als \u201eErnteschock\u201d bezeichneten Ph\u00e4nomen\u201c, erkl\u00e4rt Tillmann. Sogenannte Altgrasstreifen k\u00f6nnen helfen. Dazu werden bei jeder Mahd bis zu zehn Prozent der Wiesenfl\u00e4che stehengelassen und in Form von Streifen oder kompakten Inseln von der Mahd ausgespart. So bleiben unterschiedliche Strukturen auf der gem\u00e4hten Fl\u00e4che erhalten. \u201eAltgrasstreifen bieten nicht nur im Sommer Lebensraum, sondern k\u00f6nnen auch besonders als Winterquartiere und Deckung f\u00fcr eine Vielzahl von Organismen in der offenen Landschaft dienen. Insekten \u00fcberwintern in den Pflanzenst\u00e4ngeln oder am Boden. Das ist insgesamt ein \u00e4u\u00dferst erfolgreiches Instrument des Artenschutzes mit der Landwirtschaft\u201c, erkl\u00e4rt Tillmann. Er erg\u00e4nzt: \u201eWichtig ist aber, dass die Altgrasstreifen, die neben den dominierenden Gr\u00e4sern auch viele krautige Pflanzenarten enthalten, im n\u00e4chsten Jahr dann an anderer Stelle angelegt werden, um eine ungew\u00fcnschte Verbrachung auszuschlie\u00dfen und damit die Aufwuchsqualit\u00e4t im Hinblick auf die weitergehende Nutzung des Gr\u00fcnlandes als Futter oder Einstreu in der Landwirtschaft zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgras-tillmann-dbu-naturerbe-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-207893\" style=\"aspect-ratio:1.5001087665869044;width:428px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgras-tillmann-dbu-naturerbe-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgras-tillmann-dbu-naturerbe-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-altgras-tillmann-dbu-naturerbe-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wer genau hinschaut, wird feststellen, dass es auf dem gem\u00e4hten Gr\u00fcnland nach der Mahd still wird, in Altgrasfl\u00e4chen hingegen weiterhin zirpt, summt, brummt und bl\u00fcht. Insekten, Amphibien und V\u00f6gel finden vielf\u00e4ltige Lebens-, R\u00fcckzugs- und Nahrungsr\u00e4ume.<div class='alignright'>&copy; J\u00f6rg Tillmann\/DBU Naturerbe  <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/grosse-vielfalt-im-hohen-gras-3\/dbu-media-wersener-heide-altgras-tillmann-dbu-naturerbe\/\"><i class=\"fa-sharp fa-solid fa-down dbu-button__icon-download\"><\/i><\/a><\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Altgrasstreifen schaffen neuen Lebensraum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWer genau hinschaut, wird feststellen, dass es auf dem gem\u00e4hten Gr\u00fcnland nach der Mahd still wird, in Altgrasfl\u00e4chen hingegen weiterhin zirpt, summt, brummt und bl\u00fcht\u201c, betont Tillmann. W\u00e4hrend der Mahd werden in den Altgrasstreifen zahlreiche Tiere wie Heuschrecken und Spinnen verschont, die den schnellen Maschinen nicht ausweichen k\u00f6nnten. Nach der Mahd dienen ihnen die ausgesparten Areale als R\u00fcckzugsr\u00e4ume und bieten weiterhin Futter sowie Deckung vor Feinden. Ebenso f\u00fchlen sich Wiesenv\u00f6gel wie das Schwarzkehlchen in den ungenutzten Bereichen wohl und finden dort geeignete Brutpl\u00e4tze und Sitzwarten, von denen sie zur Nahrungssuche die Umgebung beobachten k\u00f6nnen. Grasfr\u00f6sche finden in dem hohen Gras geeignete Landlebensr\u00e4ume. Schmetterlinge, Wildbienen, Schwebfliegen, Heuschrecken und verschiedene Zikaden profitieren von dem langfristigen Nahrungsangebot an Pollen und Pflanzens\u00e4ften. Ein weiterer Vorteil: Auch sp\u00e4tbl\u00fchende Pflanzenarten kommen bis zur Samenreife. Tillmann: \u201eNach der Mahd sind die Altgrasstreifen wiederum Startpunkte, von denen aus die Tiere die gem\u00e4hten Bereiche nach und nach zur\u00fcckerobern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ohne Mahd keine bl\u00fchenden Wiesen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Extensiv bewirtschaftete Magerwiesen sind besondere Lebensr\u00e4ume: artenreich, aber mittlerweile selten in Deutschland. \u201eSie sind seit Jahrhunderten von Menschen und Landwirtschaft gepr\u00e4gt, doch sie verschwinden zunehmend aus unserer Kulturlandschaft, obwohl Deutschland f\u00fcr sie nationale Verantwortung tr\u00e4gt\u201c, sagt Tillmann.\u00a0 Ihr Erhalt h\u00e4ngt von einer extensiven Bewirtschaftung, also einer Nutzung ohne D\u00fcngung und mit wenigen Mahdterminen im Jahr ab. \u201eDie meisten Wiesen in der Wersener Heide werden derzeit einmal oder zweimal j\u00e4hrlich gem\u00e4ht, um einer Verbuschung und Verbrachung entgegenzuwirken\u201c, verdeutlicht Tillmann. 2017 hat das DBU Naturerbe den ehemaligen milit\u00e4rischen \u00dcbungsplatz als Teil des <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nationalen Naturerbes<\/a> vom Bund \u00fcbernommen.\u00a0Die rund 1.000 Hektar gro\u00dfe DBU-Naturerbefl\u00e4che Wersener Heide im Nordosten des Kreises Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) sowie einem kleineren Teilbereich im Kreis Osnabr\u00fcck (Niedersachsen) ist damit komplett dem Naturschutz gewidmet.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-7f811b3f-fc82-4eca-90a9-f81b68b99fbe' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-7f811b3f-fc82-4eca-90a9-f81b68b99fbe' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=km4WgmcIJUqnGqhTe%2FH2v12s5qIFVXJSuKDTPZdEg5kAxukcY783JL2cFm%2BWWCWj'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Rainer Schmidt<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Rhein-Weser<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7f811b3f-fc82-4eca-90a9-f81b68b99fbe' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-pm-130-2026-wersener-heide-altgras.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7f811b3f-fc82-4eca-90a9-f81b68b99fbe' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202606-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altgrasstreifen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che       Wersener Heide bieten neuen Lebensraum<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":207893,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,75,432,2682,2460,2681],"class_list":["post-207891","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-nordrhein-westfalen-2","tag-offenland","tag-wersener-heide"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/207891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/207891\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":207896,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/207891\/revisions\/207896"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/207893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=207891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=207891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=207891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}