{"id":194648,"date":"2026-08-31T08:58:19","date_gmt":"2026-08-31T06:58:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=194648"},"modified":"2026-08-31T08:58:20","modified_gmt":"2026-08-31T06:58:20","slug":"laserstrahlen-am-halberstaedter-dom-schuetzen-meisterwerk-der-gotik","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/laserstrahlen-am-halberstaedter-dom-schuetzen-meisterwerk-der-gotik\/","title":{"rendered":"Laserstrahlen am Halberst\u00e4dter Dom sch\u00fctzen Meisterwerk der Gotik"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Osnabr\u00fcck. Bereits die Anf\u00e4nge der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vor nunmehr 35 Jahren sind eng mit Projektf\u00f6rderungen in den ostdeutschen, damals \u201eneuen\u201c Bundesl\u00e4ndern verbunden \u2013 f\u00fcr mehr Klima- und Umweltschutz im Einsatz gegen den menschengemachten Klimawandel. In lockerer Reihenfolge stellt die DBU verschiedene wegweisende Vorhaben in den f\u00fcnf Bundesl\u00e4ndern vor. Den Start macht Sachsen-Anhalt \u2013 und ein Juwel der Baukunst: Der Halberst\u00e4dter Dom in der gleichnamigen Stadt im n\u00f6rdlichen Harzvorland gilt als mittelalterliches Meisterwerk von nationaler Bedeutung. Doch der Dom ist bedroht durch sch\u00e4dliche Emissionen vor allem fossiler Brennstoffe. Ein von der DBU gef\u00f6rdertes High-Tech-Projekt sorgt f\u00fcr Schutz und Erhalt dieses Denkmals \u2013 mithilfe von Lasertechnik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>DBU-Generalsekret\u00e4r Bonde: Kulturgut vor Umweltsch\u00e4den sch\u00fctzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1484\" height=\"925\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-halberstaedter-dom-kober-kulturstiftung-sachsen-anhalt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194748\" style=\"aspect-ratio:1.604435793074972;width:487px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-halberstaedter-dom-kober-kulturstiftung-sachsen-anhalt.jpg 1484w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-halberstaedter-dom-kober-kulturstiftung-sachsen-anhalt-800x499.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-halberstaedter-dom-kober-kulturstiftung-sachsen-anhalt-400x249.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1484px) 100vw, 1484px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Mittelalterliches Juwel: <\/strong>Der Halberst\u00e4dter Dom gilt als ein Meisterwerk der Gotik. Allerdings setzen Umweltsch\u00e4den dem Baumaterial zu. Ein F\u00f6rderprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat den Einsatz verschiedener Lasertypen zu Restaurationszwecken erprobt.<div class='alignright'>&copy; Bertram Kober\/Kulturstiftung Sachsen-Anhalt  <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/laserstrahlen-am-halberstaedter-dom-schuetzen-meisterwerk-der-gotik\/der-halberstaedter-dom-von-nordosten-aus-gesehen\/\"><i class=\"fa-sharp fa-solid fa-down dbu-button__icon-download\"><\/i><\/a><\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit steht das Bauwerk exemplarisch f\u00fcr zahlreiche historische Geb\u00e4ude im Bundesgebiet, die gleichfalls von derartigen sch\u00e4dlichen Emissionen betroffen sind. \u201eSachsen-Anhalt und insbesondere die <a href=\"https:\/\/www.dom-schatz-halberstadt.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dom-schatz-halberstadt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kulturstiftung Sachsen-Anhalt<\/a> als Kooperationspartnerin beim Halberst\u00e4dter Dom setzen beachtliche Zeichen f\u00fcr mehr Klima- und Umweltschutz\u201c, so DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>. Lasertechnologie ist in der Denkmalpflege seit vielen Jahren etabliert. Ihre Anwendung erfordert hohes Fachwissen \u00fcber die eingesetzten Ger\u00e4te als auch hinsichtlich der zu behandelnden Materialien. Das gilt umso mehr, weil es bislang kaum fachliche Standards zum Einsatz von Lasern in der Denkmalpflege gibt. Wichtige Impulse und Erkenntnisse hat nun ein Forschungsprojekt am Halberst\u00e4dter Dom geliefert, das die DBU mit rund 125.000 Euro gef\u00f6rdert hat. Der Kirchenbau besteht \u00fcberwiegend aus Halberst\u00e4dter Muschelkalk \u2013 ein Gestein, dessen Oberfl\u00e4che sich in Gips umwandelt, wenn es zu andauerndem Kontakt mit Schwefels\u00e4ure kommt. Die S\u00e4ure wiederum entsteht durch Kombination von feuchter Luft und Schwefeldioxid \u2013 eine Emission aus Kohleverbrennung. S\u00e4ure und Kalkgestein haben am Halberst\u00e4dter Dom erhebliche Sch\u00e4den verursacht.&nbsp; \u201eWir m\u00fcssen bedeutende Kulturg\u00fcter vor solchen Auswirkungen sch\u00fctzen\u201c, sagt Bonde. Wichtig seien jedoch \u201eschonende und innovative L\u00f6sungen f\u00fcr den Denkmalschutz\u201c, die \u00fcber das einzelne Projekt heraus nutzbar sind. \u201eAm Halberst\u00e4dter Dom haben wir wichtige Grundlagen geschaffen, um dieses Ziel zu erreichen\u201c, so der DBU-Generalsekret\u00e4r. Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt hatte den Halberst\u00e4dter Dom als geeignetes Objekt definiert, weil er im Inneren wie im \u00c4u\u00dferen vielf\u00e4ltige Schadensbilder aufweist. \u201eSomit konnten an einem Ort verschiedene Ger\u00e4te mit verschiedenen Einstellungsparametern an verschiedenen Schadph\u00e4nomenen getestet werden\u201c, erkl\u00e4rt die zust\u00e4ndige DBU-Referentin Constanze <strong>Fuhrmann <\/strong>f\u00fcr Umwelt- und Kulturg\u00fcterschutz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fachgerechte und substanzschonende Restaurierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Folge sei es im Projekt gelungen, einen grundlegenden Anwendungs- und Einstellungskatalog f\u00fcr den Einsatz von Lasern im Denkmalschutz zu erstellen. \u201eDas Projekt am Halberst\u00e4dter Dom bietet belastbare Erkenntnisse, wie unterschiedliche Lasersysteme f\u00fcr spezifische Objekte einzustellen sind, um eine fachgerechte und substanzschonende Restaurierung zu gew\u00e4hrleisten\u201c, sagt Fuhrmann. Pauschale Standardisierungen seien bei Restaurierungen allerdings nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Fuhrmann: \u201eEntscheidungen m\u00fcssen immer bezogen auf das konkrete Objekt gef\u00e4llt werden.\u201c Die gewonnenen Erkenntnisse lieferten aber eine gute Grundlage f\u00fcr weitere Forschung und fachliche Handlungsempfehlungen. Die Ergebnisse des Projektes sind in eine eigens erstellte Datenbank namens LADIS eingeflossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1492 geweihter Kirchenbau sieht in manchen Details wieder aus wie einst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben wissenschaftlichen Ergebnissen f\u00fchre das F\u00f6rderprojekt zu sichtbaren Erfolgen in der \u00d6ffentlichkeit: So konnten im und am Halberst\u00e4dter Dom zahlreiche Verkrustungen und Schichten reduziert werden. Der im Jahr 1492 geweihte Kirchenbau n\u00e4herte sich damit auch in Details seinem mittelalterlichen Erscheinungsbild wieder an. Die Chancen stehen gut, dass er von neuerliche Schwefelsch\u00e4den f\u00fcr lange Zeit verschont bleibt. In Deutschland sind Emissionen von Schwefeldioxyd seit 1990 um 96 Prozent zur\u00fcckgegangen. Auch weltweit haben Schwefeldioxydemissionen abgenommen. Die Erprobung von Lasern war nicht das erste Projekt der DBU am Halberst\u00e4dter Dom. Schon zuvor hatte die Stiftung mit rund 120.000 Euro die Rettung von 14 farbigen Chorskulpturen aus der Bauzeit des Doms im Sp\u00e4tmittelalter gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>DBU-Tochter sichert Naturerbefl\u00e4chen in \u00f6stlichen Bundesl\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der DBU-Projektf\u00f6rderung profitiert Sachsen-Anhalt von der Arbeit des DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der DBU. Sie k\u00fcmmert sich auf rund 11.000 Hektar um zehn Fl\u00e4chen des <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbes<\/a>, darunter etwa die <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/ringfurther-elbauen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ringfurther Elbauen<\/a>, Fl\u00e4chen des ehemaligen Braunkohletagebaus <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/goitzsche\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/goitzsche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goitzsche<\/a> im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sowie die <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/oranienbaumer-heide\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/oranienbaumer-heide\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oranienbaumer Heide<\/a> in Dessau-Ro\u00dflau. Ein Ziel: mehr Wildnis, damit sich gef\u00e4hrdete Arten zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bei fachlichen Fragen: (AZ&nbsp;<\/strong><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35765-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">35765\/01<\/a><strong>):<\/strong>&nbsp;Corinna Grimm, Tel. +49 160 722 6259<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-b655f972-6ec4-4486-bf36-81839132e227' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-b655f972-6ec4-4486-bf36-81839132e227' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=FzlG9iXu%2F6fzzq5N%2FOFQMJ9ubRIyjbnW%2BMDHcg1tupo%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Dipl. Restaurator Corinna Grimm<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Restaurierung &#038; Konservierung von Stein<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-b655f972-6ec4-4486-bf36-81839132e227' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-pm-107-2026-dom-halberstadt.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU-Serie zu Projekten in ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":194748,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2477,2425,51,69,52,53],"class_list":["post-194648","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-deutschland","tag-kulturgueter","tag-ressourcenschonung","tag-sachsen-anhalt","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/194648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/194648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194764,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/194648\/revisions\/194764"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/194748"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=194648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=194648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=194648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}