{"id":194326,"date":"2026-08-21T08:58:28","date_gmt":"2026-08-21T06:58:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=194326"},"modified":"2026-08-21T08:58:29","modified_gmt":"2026-08-21T06:58:29","slug":"grosse-vielfalt-im-hohen-gras-2","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/grosse-vielfalt-im-hohen-gras-2\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Vielfalt im hohen Gras"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-offenland-authausen-schneider-dbu-naturerbe-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194329\" style=\"width:393px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-offenland-authausen-schneider-dbu-naturerbe-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-offenland-authausen-schneider-dbu-naturerbe-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-offenland-authausen-schneider-dbu-naturerbe-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-offenland-authausen-schneider-dbu-naturerbe.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bunte Feuchtwiesen wie entlang des Sirxbaches sind besondere Lebensr\u00e4ume: artenreich aber mittlerweile selten in Deutschland.<div class='alignright'>&copy; Jan Felix Schneider\/DBU Naturerbe  <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/grosse-vielfalt-im-hohen-gras-2\/offenland-auf-der-dbu-naturerbeflaeche-authausener-wald\/\"><i class=\"fa-sharp fa-solid fa-down dbu-button__icon-download\"><\/i><\/a><\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bad D\u00fcben. Mit struppig, chaotisch, ungepflegt oder wild w\u00fcrden einige die Sirxbach-Wiesen auf der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/authausener-wald\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/authausener-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Authausener Wald<\/a>&nbsp;beschreiben. Dabei sind die sogenannten Altgrasstreifen mit hohem Gras nicht vergessen worden, sondern bewusst geschaffener Lebensraum. \u201eNaturschutz beginnt genau hier. Bei jeder Mahd l\u00e4sst der landwirtschaftliche Betrieb von Marco <strong>G\u00f6ttert&nbsp;<\/strong>ein Teil der Wiesenfl\u00e4che stehen, der Insekten, Amphibien und V\u00f6geln vielf\u00e4ltige Lebens-, R\u00fcckzugs- und Nahrungsr\u00e4ume bietet\u201c, erkl\u00e4rt Jan Felix <strong>Schneider<\/strong>, Offenlandmanager im DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ungem\u00e4ht f\u00fcr den Naturschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kreucht und fleucht zwischen den Grashalmen und es tummeln sich zahlreiche V\u00f6gel und Insekten am Bl\u00fctenbuffet im Gr\u00fcnland. Gleichzeitig steht die Heumahd an. \u201eFr\u00fcher zog sich die Heuernte \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit hin und die Tiere konnten ringsherum auf ungem\u00e4hte Fl\u00e4chen ausweichen. Mit den modernen Maschinen und M\u00e4hwerken werden Wiesen innerhalb weniger Stunden abgem\u00e4ht. Da bleibt f\u00fcr die Tierwelt nur wenig \u00fcbrig und es gibt kaum Ausweichm\u00f6glichkeiten\u201c, erkl\u00e4rt Schneider. Sogenannte Altgrasstreifen k\u00f6nnen helfen. Dazu werden bei jeder Mahd bis zu zehn Prozent der Wiesenfl\u00e4che stehengelassen und in Form von Streifen oder kompakten Inseln von der Mahd ausgespart. So bleiben unterschiedliche Strukturen auf der Fl\u00e4che erhalten. \u201eAltgrasstreifen bieten nicht nur im Sommer Lebensraum, sondern k\u00f6nnen auch als Winterquartiere in der offenen Landschaft dienen. Insekten \u00fcberwintern in den Pflanzenst\u00e4ngeln oder am Boden\u201c, erkl\u00e4rt Schneider. Er erg\u00e4nzt \u201eWichtig ist aber, dass die Altgrasstreifen, die neben den dominierenden Gr\u00e4sern auch viele krautige Pflanzenarten enthalten, im n\u00e4chsten Jahr wieder an anderer Stelle angelegt werden, um die Pflanzenzusammensetzung nicht zu beeintr\u00e4chtigen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-mahd-authausen-schneider-dbu-naturerbe-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194328\" style=\"width:396px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-mahd-authausen-schneider-dbu-naturerbe-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-mahd-authausen-schneider-dbu-naturerbe-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-mahd-authausen-schneider-dbu-naturerbe-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-mahd-authausen-schneider-dbu-naturerbe.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Neuer Lebensraum: Bei jeder Mahd l\u00e4sst der landwirtschaftliche Betrieb von Marco G\u00f6ttert ein Teil der Wiesenfl\u00e4che stehen, der Insekten, Amphibien und V\u00f6geln vielf\u00e4ltige Lebens-, R\u00fcckzugs- und Nahrungsr\u00e4ume bietet.<div class='alignright'>&copy; Jan Felix Schneider\/DBU Naturerbe  <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/grosse-vielfalt-im-hohen-gras-2\/teilweise-gemaehtes-offenland-auf-der-dbu-naturerbeflaeche-autha\/\"><i class=\"fa-sharp fa-solid fa-down dbu-button__icon-download\"><\/i><\/a><\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Altgrasstreifen schaffen neuen Lebensraum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWer genau hinschaut, sieht keine ungepflegte Wiese, sondern vielf\u00e4ltigen und wertvollen Lebensraum\u201c, betont Uwe <strong>Vanhauer<\/strong>, zust\u00e4ndiger Revierleiter im <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Mittelelbe. W\u00e4hrend der Mahd werden in den Altgrasstreifen zahlreiche Tiere wie Heuschrecken und Spinnen verschont, die den schnellen Maschinen nicht ausweichen k\u00f6nnen. Nach der Mahd dienen die Streifen ihnen als R\u00fcckzugsr\u00e4ume und bieten Futter sowie Deckung vor Feinden. Ebenso f\u00fchlen sich Wiesenv\u00f6gel wie das Braunkehlchen in den ungenutzten Bereichen wohl und finden dort geeignete Brutpl\u00e4tze und Sitzwarten, von denen sie zur Nahrungssuche die Umgebung beobachten k\u00f6nnen. Moorfr\u00f6sche finden in dem hohen Gras geeignete Landlebensr\u00e4ume. Wildbienen, Schwebfliegen, oder verschiedene Zikaden wie Diademzirpe, Graue Seggenzirpe und Steifseggen-Spornzikade profitieren von dem langfristigen Nahrungsangebot an Pollen und Pflanzens\u00e4ften. Ein weiterer Vorteil: Auch sp\u00e4tbl\u00fchende Pflanzenarten kommen bis zur Samenreife. Vanhauer: \u201eNach der Mahd sind die Altgrasstreifen wiederum Startpunkt, von denen aus die Tiere die gem\u00e4hten Bereiche nach und nach besiedeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ohne Mahd keine bl\u00fchenden Wiesen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bunte Feuchtwiesen wie entlang des Sirxbaches sind besondere Lebensr\u00e4ume: artenreich aber mittlerweile selten in Deutschland. \u201eSie sind seit Jahrhunderten von Menschen und Landwirtschaft gepr\u00e4gt, doch verschwinden zunehmend aus unserer Kulturlandschaft, obwohl Deutschland f\u00fcr sie nationale Verantwortung tr\u00e4gt\u201c, sagt Schneider. Neben zunehmender Nutzung durch Entw\u00e4sserung, Umbruch und D\u00fcngung sind die Feuchtwiesen ebenso durch das genaue Gegenteil bedroht. Ihr Erhalt h\u00e4ngt von einer extensiven Pflege, also einer Nutzung ohne D\u00fcngung und mit wenigen Mahdterminen im Jahr ab. \u201eDie meisten Feuchtwiesen im Authausener Wald werden derzeit einmal j\u00e4hrlich ab Juli gem\u00e4ht, um einer Verbuschung der Wiesen mit Str\u00e4uchern und B\u00e4umen entgegenzuwirken\u201c, verdeutlicht Schneider. 2012 hat das DBU Naturerbe den ehemaligen milit\u00e4rischen \u00dcbungsplatz als Teil des <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbes<\/a> vom Bund \u00fcbernommen.&nbsp;Die rund 2.200 Hektar gro\u00dfen DBU-Naturerbefl\u00e4che Authausener Wald im Naturpark D\u00fcbener Heide ist dem Naturschutz gewidmet.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-7f8fef47-8463-466d-923d-b10aa3dfdcd9' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-7f8fef47-8463-466d-923d-b10aa3dfdcd9' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=bB4vzfdm7WOFVK9bRr0v52ARiGQJmcbqHPVJvPmQTm%2FRkkM65Av6ITXgMJ%2Ffhrwq'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Uwe Vanhauer<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Mittelelbe<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7f8fef47-8463-466d-923d-b10aa3dfdcd9' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-authausener-wald-pm-103-2026-authausener-wald-altgras.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-7f8fef47-8463-466d-923d-b10aa3dfdcd9' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202606-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altgrasstreifen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Authausener Wald schaffen neuen Lebensraum<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":194328,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[2749,433,75,432,50,68],"class_list":["post-194326","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-authausener-wald","tag-dbu-naturerbe","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-sachsen"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/194326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/194326\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194418,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/194326\/revisions\/194418"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/194328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=194326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=194326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=194326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}