{"id":193960,"date":"2026-08-06T08:58:38","date_gmt":"2026-08-06T06:58:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=193960"},"modified":"2026-08-06T08:58:39","modified_gmt":"2026-08-06T06:58:39","slug":"pflanzenwelt-digital-neue-app-macht-naturschutzarbeit-effizienter","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/pflanzenwelt-digital-neue-app-macht-naturschutzarbeit-effizienter\/","title":{"rendered":"Pflanzenwelt digital: Neue App macht Naturschutzarbeit effizienter"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-namis-biotop-appkerstinheemanndbu-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194024\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-namis-biotop-appkerstinheemanndbu-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-namis-biotop-appkerstinheemanndbu-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-namis-biotop-appkerstinheemanndbu-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Klemmbrett, Stift und Papier waren gestern:<\/strong> Digitale Arteninventur auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Mellrichstadt durch Dr. Roland Schr\u00f6der.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Osnabr\u00fcck. Saubere Luft, reines Wasser, gesunde B\u00f6den und Naturerholung \u2013 intakte \u00d6kosysteme leisten zentrale Grundlagen f\u00fcr das menschliche Wohlergehen. \u201eAls Instrument f\u00fcr den Schutz der Lebensvielfalt bietet die Digitalisierung ein erhebliches Potenzial\u201c, so Alexander Bonde, Generalsekret\u00e4r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Jetzt hat die Tochtergesellschaft, das DBU Naturerbe, gemeinsam mit dem Software-Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.arc-greenlab.de\/\">Arc-Greenlab<\/a> aus Berlin eine App zur Biotopkartierung entwickelt. Das mache Monitoring und Naturschutzplanungen im Offenland des DBU Naturerbes deutlich effizienter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Meilenstein: Digitale Schnittstelle \u00fcbertr\u00e4gt Gel\u00e4ndedaten direkt ins System<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klemmbrett, Stift und Papier geh\u00f6rten bisher zur Standardausr\u00fcstung: Damit erfassten das DBU-Naturerbe und beauftragte B\u00fcros auf den Fl\u00e4chen des <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\">Nationalen Naturerbes<\/a> die Pflanzenwelt f\u00fcr die sogenannte Biotoptypenkartierung \u2013 eine fl\u00e4chendeckende Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Vegetation in einem bestimmten Gebiet. Sp\u00e4ter wurden die so gewonnenen Daten, in einer speziell mit dem DBU Naturerbe entwickelten Onlinedatenbank, dem \u201eNaturerbe Management und Informationssystem\u201c (<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-ne-themen-namis-infoblatt-2026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Namis<\/a>), eingegeben. Um diesen Prozess zu optimieren, arbeitet das Team nun mit einer speziell entwickelten mobilen Software-Anwendung (App): \u201eAb jetzt geben wir die Daten zur Biotoptypenkartierung w\u00e4hrend der Begehung im Gel\u00e4nde direkt in die neue Namis-Biotop-App ein\u201c, sagt Henning Schneidereit, Datenbankbetreuer im DBU Naturerbe. \u201eWir haben damit einen Meilenstein erreicht: \u00dcber eine digitale Schnittstelle k\u00f6nnen die im Gel\u00e4nde erfassten Daten direkt ins System \u00fcbergeben werden, das spart enorm viel Zeit sowie Kosten und senkt gleichzeitig die Fehlerquote.\u201c Die Biotoptypenkartierung sei Schneidereit zufolge eine der Grundvoraussetzungen f\u00fcr jegliche Naturschutzplanungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Naturschutzfachliche Bewertung und Planung auf rund 70.000 Hektar in zehn Bundesl\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-btmoni-mellrichstadt2-kerstin-heemann-dbu-1280x1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-193712\" style=\"width:384px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-btmoni-mellrichstadt2-kerstin-heemann-dbu-1280x1920.jpg 1280w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-btmoni-mellrichstadt2-kerstin-heemann-dbu-533x800.jpg 533w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-btmoni-mellrichstadt2-kerstin-heemann-dbu-267x400.jpg 267w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-mellrichstadt-btmoni-mellrichstadt2-kerstin-heemann-dbu-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Die Kartierung kann offline erfolgen.<\/strong> Sobald eine Internetverbindung vorhanden ist, synchronisiert sich die App mit dem Datenserver \u2013 auch bei gleichzeitigen Dateneingaben.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stiftungstochter ist verantwortlich f\u00fcr die naturschutzfachliche Entwicklung von 66 Fl\u00e4chen des Nationalen Naturerbes mit insgesamt rund 70.000 Hektar. \u201eF\u00fcr jedes einzelne Gebiet m\u00fcssen wir Lebensr\u00e4ume mit ihren wertgebenden Arten und deren Zustand ermitteln\u201c, so Schneidereit. Dann geht es um die naturschutzfachliche Bewertung und Planung: \u201eMit unserer Expertise erkennen wir Beeintr\u00e4chtigungen, bewerten den Handlungsbedarf und kennen Pflegema\u00dfnahmen, welche die Biotope aufwerten.\u201c Ein Beispiel: Eine Orchideenwiese wird durch das Aufwachsen von B\u00fcschen und B\u00e4umen gef\u00e4hrdet. \u201eIst die Beeintr\u00e4chtigung hoch, sollte umgehend, also innerhalb von einem Jahr eine Pflegema\u00dfnahme erfolgen. Das k\u00f6nnte eine Mahd, Beweidung oder ein h\u00e4ndisches Entkusseln sein\u201c, so Schneidereit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bundeslandspezifische Informationen k\u00f6nnen hinzugeladen werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um vergleichbare Daten zu erhalten, sind Artenlisten und Biotoptypenkartierungen in der Namis-Biotopdatenbank standardisiert. \u201eDoch jedes Bundesland hat etwas andere Kartieranleitungen und die Bewertung des Erhaltungszustands ist ebenfalls ein bisschen unterschiedlich\u201c, sagt Schneidereit und nennt damit eine der Herausforderungen f\u00fcr die in zehn Bundesl\u00e4ndern befindlichen DBU-Naturerbefl\u00e4chen. Die Entwickler konfigurierten die Namis-Biotop-App so, dass \u201eman f\u00fcr jede Naturerbefl\u00e4che die entsprechenden bundeslandspezifischen Informationen hinzul\u00e4dt\u201c, so Schneidereit. Das Praktische an dem System sei ihm zufolge, dass \u201edie Kartierenden eine E-Mail mit QR-Code erhalten, der direkt in der App gescannt wird\u201c. So landen die digitalen Fl\u00e4chen automatisch auf dem mobilen Endger\u00e4t und k\u00f6nnen vor Ort bearbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kartierung kann ohne Internetverbindung erfolgen mit sp\u00e4terer Synchronisierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fl\u00e4chen des Nationalen Naturerbes zeichnen sich durch ihre Gro\u00dfr\u00e4umigkeit, Unzerschnittenheit und St\u00f6rungsarmut aus. \u201eWas von gro\u00dfem Wert f\u00fcr die Natur ist, stellte f\u00fcr die App-Entwicklung eine Herausforderung dar\u201c, sagt Schneidereit. Der Grund: \u201eIn diesen oft internetfreien Gebieten war eine digitalisierte Kartierung bisher nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich.\u201c Doch auch diese H\u00fcrde l\u00f6st die Namis-Biotop-App. \u201eDie Kartierung kann offline erfolgen. Sobald eine Internetverbindung vorhanden ist, synchronisiert sich die App mit dem Datenserver \u2013 auch bei gleichzeitigen Dateneingaben\u201c, sagt Felix Lehmann von Arc-Greenlab. Die Stiftungstochter nutzt eigene Server, auf denen alle Kartierungsdaten sicher und datenschutzkonform gespeichert werden. Lehmann: \u201eDie App wurde als exklusive Anwendung f\u00fcr die Namis-Biotopdatenbank des DBU Naturerbes entwickelt. Eine Anwendung der App f\u00fcr weitere Nutzer*innen ist aber durchaus denkbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-reiterswiesen-reiterswiesen-btk-gesawannick-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194022\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-reiterswiesen-reiterswiesen-btk-gesawannick-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-reiterswiesen-reiterswiesen-btk-gesawannick-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-reiterswiesen-reiterswiesen-btk-gesawannick-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Naturschutzplanung wird digitaler:<\/strong> Lena Fitzner vom DBU Naturerbe-Team erfasst mit der mobilen Namis-Biotop-App fl\u00e4chendeckend die Pflanzenwelt im oberfr\u00e4nkischen Reiterswiesen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erste Einsatzgebiete in Bayern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fehlerfreie Synchronisation der Daten zwischen Offline- und Online-Modus sei Schneidereit zufolge besonders herausfordernd gewesen: \u201eWir haben das mehrfach im Gel\u00e4nde getestet, unter anderem mit f\u00fcnf parallelen Kartierungen.\u201c Da zudem zahlreiche Sonderf\u00e4lle ber\u00fccksichtigt und neue Anforderungen integriert werden mussten, dauerte die App-Entwicklung insgesamt zwei Jahre \u2013 von der ersten Idee inklusive Konzeptionierung im DBU Naturerbe \u00fcber die Beauftragung von Arc-Greenlab bis zur Ausf\u00fchrung. Das DBU Naturerbe und das Berliner Software-Unternehmen blicken auf eine bereits 13 Jahre lange vertrauensvolle Zusammenarbeit zur\u00fcck. Die ersten Einsatzgebiete der Namis-Biotop-App sind die in Bayern gelegenen DBU-Naturerbefl\u00e4chen <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/artenreiches-juwel-in-unterfranken\/\">Mellrichstadt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/reiterswiesen\/\">Reiterswiesen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/?s=Lauterberg&amp;post_type=naturerbeflaechen\">Lauterberg<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-a74b51d3-a4aa-40c3-ac53-ed85513db1da' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-a74b51d3-a4aa-40c3-ac53-ed85513db1da' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-ne-themen-namis-infoblatt-2026.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Fachinformation NAMIS<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>f\u00fcr GIS-Anwender*innen<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a74b51d3-a4aa-40c3-ac53-ed85513db1da' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-naturerbe-pm-086-2026-namis-biotop-app.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a74b51d3-a4aa-40c3-ac53-ed85513db1da' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202606-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU Naturerbe: Meilenstein f\u00fcr Biotoperfassung<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":194022,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,14],"tags":[57,2477,3126,50,3127,52,53],"class_list":["post-193960","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","category-naturerbe","tag-bayern","tag-deutschland","tag-mellrichstadt","tag-naturschutz","tag-reiterswiesen","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/193960","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/193960\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194029,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/193960\/revisions\/194029"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/194022"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=193960"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=193960"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=193960"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}