{"id":193753,"date":"2026-08-10T08:58:32","date_gmt":"2026-08-10T06:58:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=193753"},"modified":"2026-08-10T08:58:33","modified_gmt":"2026-08-10T06:58:33","slug":"naturnahe-waldraender-fuer-voegel-insekten-und-kleinsaeuger","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/naturnahe-waldraender-fuer-voegel-insekten-und-kleinsaeuger\/","title":{"rendered":"Naturnahe Waldr\u00e4nder f\u00fcr V\u00f6gel, Insekten und Kleins\u00e4uger"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hartmannsdorf\/Schneeberg\/Hundsh\u00fcbel. Spezielle Forstmaschinen wie Harvester und Schreitbagger werden ab Mitte August bis November die Waldr\u00e4nder entlang der Stra\u00dfen auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/hartmannsdorfer-forst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Hartmannsdorfer Forst<\/a> nach und nach bearbeiten. Betroffen sind mehr als f\u00fcnf Kilometer entlang \u00f6ffentlicher Stra\u00dfen wie B169, S\u00fc\u00dfsteinbruchstra\u00dfe und Torfstra\u00dfe. Die gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, gestaltet und erh\u00e4lt damit einen stufigen Waldrand im Sinne des Naturschutzes. Zudem wird die Verkehrssicherheit weiter gew\u00e4hrleistet. Es kann zu tempor\u00e4ren Stra\u00dfensperrungen und Einschr\u00e4nkungen kommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand2sabinehaas-bf-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-193951\" style=\"width:442px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand2sabinehaas-bf-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand2sabinehaas-bf-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand2sabinehaas-bf-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Waldr\u00e4nder mit einem flie\u00dfenden \u00dcbergang<\/strong> aus Str\u00e4uchern und Kr\u00e4utern bieten vielen V\u00f6geln, Insekten und Kleins\u00e4ugern passende Lebensr\u00e4ume. Da sie allm\u00e4hlich wieder zuwachsen, ist regelm\u00e4\u00dfig ein R\u00fcckschnitt n\u00f6tig. Das f\u00f6rdert die biologische Vielfalt im DBU Naturerbe.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Naturnahe Waldrand\u00fcberg\u00e4nge als Lebensraum f\u00fcr viele Tier- und Pflanzenarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits in den Jahren zuvor sorgte der Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge koordinierend vor Ort im Auftrag des DBU Naturerbe daf\u00fcr, dass der Wald nicht abrupt am Stra\u00dfenrand endet. \u201eWir haben bewusst aufgelichtet, um einen stufigen Waldrand mit Strauchg\u00fcrtel und Krautsaum als flie\u00dfenden \u00dcbergang entstehen zu lassen\u201c, sagt Revierleiterin Sabine Haas vom Bundesforstbetrieb. Solche Waldr\u00e4nder mit Str\u00e4uchern und Krautsaum seien in Wirtschaftsw\u00e4ldern selten geworden. Dr. Sabrina Jerrentrup, Fl\u00e4chenbetreuerin im DBU Naturerbe: \u201eDer gestufte \u00dcbergang bietet etwa f\u00fcr viele V\u00f6gel, Insekten und Kleins\u00e4uger passende Lebensr\u00e4ume und ist ein wichtiger Beitrag zur biologischen Vielfalt.\u201c Im Hartmannsdorfer Forst nutze ihr zufolge beispielsweise die in Sachsen gef\u00e4hrdete Haselmaus die Waldr\u00e4nder. Haas erg\u00e4nzt: \u201eEs siedeln sich auch selten gewordene Straucharten an, die im Waldesinneren kaum anzutreffen sind, zum Beispiel Haselnuss, Pfaffenh\u00fctchen, Wei\u00dfdorn, Schlehe und viele mehr. Durch ihre Bl\u00fcten und Fr\u00fcchte ziehen sie von Fr\u00fchjahr bis Herbst Insekten und V\u00f6gel an.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stufige Waldr\u00e4nder m\u00fcssen regelm\u00e4\u00dfig zur\u00fcckgeschnitten werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einen stufigen Waldrand m\u00fcsse Haas zufolge regelm\u00e4\u00dfig eingegriffen werden. \u201eDamit er sch\u00f6n geschlossen, stufig und strukturreich bleibt, setzen wir ihn mosaikartig auf den Stock\u201c, so die Revierleiterin. Sonst w\u00e4chst er, so Haas, wieder in die H\u00f6he \u201eund wir haben irgendwann erneut eine gerade Front, die wir nicht wollen\u201c. Im DBU Naturerbe beginnen jetzt Arbeiten, um die zunehmend in Stra\u00dfen, Wege und Parkpl\u00e4tze hineinragenden Str\u00e4ucher und B\u00e4ume zur\u00fcckzuschneiden. Ein zus\u00e4tzlicher Aspekt: \u201eDie betroffenen Stra\u00dfen sind au\u00dferdem regelm\u00e4\u00dfig Schwerpunkt f\u00fcr Wildunf\u00e4lle\u201c, so Haas. Sie hofft, dass durch die freigeschnittenen Sichtachsen Verkehrsteilnehmende das Wild fr\u00fcher erkennen und reagieren k\u00f6nnen und sich so die Zahl der Wildunf\u00e4lle verringert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand1sabinehaas-bf-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-193948\" style=\"width:453px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand1sabinehaas-bf-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand1sabinehaas-bf-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-hforst-waldrand1sabinehaas-bf-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Entlang mehrerer Stra\u00dfen<\/strong> im Hartmannsdorfer Forst endet der Wald abrupt an der Stra\u00dfenkante. Damit ein stufiger Waldrand im Sinne des Naturschutzes entsteht, sind ab Mitte August Arbeiten mit speziellen Forstmaschinen erforderlich.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bodenschonende Maschinen von Unternehmen aus der Region kommen zum Einsatz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 18. August geht es los: \u201eAuf mehr als f\u00fcnf Kilometern entlang \u00f6ffentlicher Stra\u00dfen werden wir B\u00e4ume entnehmen\u201c, so Haas. Dazu setzt das beauftragte Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.baumpflege-richter.de\/\">Dieter Richter<\/a> aus Neukirchen im Erzgebirge in Kooperation mit der Firma Forstservice Zitterbart aus Eibenstock einen sogenannten Harvester ein, der einzelne B\u00e4ume stehend fixieren, pr\u00e4zise abschneiden und zielgenau ablegen kann. Zus\u00e4tzlich komme ein Schreitbagger zum Einsatz, sagt Haas: \u201eDer Vorteil ist bei beiden Maschinen, dass sie boden- und bestandsschonend vorgehen \u2013 der Schreitbagger noch mehr als der Harvester.\u201c Abschlie\u00dfend werden die Geh\u00f6lze vor Ort kleingeh\u00e4ckselt und abtransportiert. Haas: \u201eDamit erhalten neue Pflanzen wieder Licht und Raum, um sich zu entwickeln.\u201c Au\u00dferdem werde im Sinne des Waldbrandschutzes kein brennbares Material an den Stra\u00dfen bleiben, das gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnte. Die Arbeiten im Auftrag des DBU Naturerbes sollen nach und nach erfolgen und bis Mitte November abgeschlossen sein. Der Bundesforstbetrieb bittet Verkehrsteilnehmende, ge\u00e4nderte Stra\u00dfenregelungen zu beachten und aufmerksam zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>DBU-Naturerbefl\u00e4che Hartmannsdorfer Forst geh\u00f6rt zum <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbe<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Hartmannsdorfer Forst liegt westlich der Stadt Schneeberg im Westerzgebirge. Charakteristisch f\u00fcr die mehr als 1.900 Hektar gro\u00dfe Fl\u00e4che sind neben einem ausgedehnten zusammenh\u00e4ngenden Waldgebiet, mosaikartig vorkommende Heide- und vereinzelt Moorfl\u00e4chen sowie gro\u00dffl\u00e4chige Wiesen. Eine Besonderheit sind die \u00fcber 100 Jahre alten Spirken \u2013 Nadelb\u00e4ume mit dunklem Stamm. Offene Fl\u00e4chen, Hecken und Str\u00e4ucher sowie W\u00e4lder bieten eine Vielfalt an Strukturen und somit vielen, darunter auch seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Der Keulenb\u00e4rlapp w\u00e4chst etwa auf kargen B\u00f6den in Nadelw\u00e4ldern, Heiden und Magerrasen und ist daher eine charakteristische Pflanze des Hartmannsdorfer Forstes.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-2dec3681-c939-40a3-9069-a3035255b7cf' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-2dec3681-c939-40a3-9069-a3035255b7cf' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=NkubUIS%2FHIbp1p3hNGBOSPSNRwU8iopOQIT0n2Mm6u0T5P3HVln15Gu6F5yHPgBl'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>J\u00f6rn Kr\u00fcger<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-2dec3681-c939-40a3-9069-a3035255b7cf' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-pm-hartmannsdorf-waldrand.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-2dec3681-c939-40a3-9069-a3035255b7cf' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202606-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturschutzma\u00dfnahme und Verkehrssicherung entlang der Stra\u00dfen im DBU Naturerbe Hartmannsdorfer Forst<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":193948,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[2658,432,50,68,2463],"class_list":["post-193753","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-hartmannsdorfer-forst","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-sachsen","tag-wald"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/193753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/193753\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194069,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/193753\/revisions\/194069"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/193948"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=193753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=193753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=193753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}