{"id":190419,"date":"2026-07-03T08:51:16","date_gmt":"2026-07-03T06:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=190419"},"modified":"2026-07-03T08:51:17","modified_gmt":"2026-07-03T06:51:17","slug":"vielfalt-im-hohen-gras","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/vielfalt-im-hohen-gras\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Vielfalt im hohen Gras"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zschorlau. Mit struppig, chaotisch, ungepflegt oder wild w\u00fcrden einige den Blick auf die Ziegeleiwiesen nahe Zschorlau im S\u00fcdosten der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/hartmannsdorfer-forst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Hartmannsdorfer Forst<\/a> beschreiben. Dabei sind die sogenannten Altgrasstreifen mit hohem Gras nicht vergessen worden, sondern bewusst geschaffener Lebensraum. \u201eNaturschutz beginnt genau hier. Bei jeder Mahd bleibt ein Teil der Wiesenfl\u00e4che stehen, der Insekten, Amphibien und V\u00f6geln vielf\u00e4ltige Lebens-, R\u00fcckzugs- und Nahrungsr\u00e4ume bietet\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Sabrina<strong> Jerrentrup<\/strong>, Offenlandmanagerin im DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1446\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgras-hforst-sabine-haas-bundesforst-1920x1446.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-190591\" style=\"width:449px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgras-hforst-sabine-haas-bundesforst-1920x1446.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgras-hforst-sabine-haas-bundesforst-800x602.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgras-hforst-sabine-haas-bundesforst-400x301.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei jeder Mahd werden circa zehn Prozent der Wiesenfl\u00e4che stehengelassen und in Form von Streifen oder kompakten Inseln von der Mahd ausgespart. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ungem\u00e4ht f\u00fcr den Naturschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es kreucht und fleucht zwischen den Grashalmen und es tummeln sich zahlreiche V\u00f6gel und Insekten am Bl\u00fctenbuffet der Ziegeleiwiesen. Gleichzeitig steht die erste Heumahd an. \u201eFr\u00fcher zog sich die Heuernte \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit hin und die Tiere konnten ringsherum auf ungem\u00e4hte Fl\u00e4chen ausweichen. Mit den modernen Maschinen und M\u00e4hwerken werden Wiesen innerhalb weniger Stunden abgem\u00e4ht. Da bleibt f\u00fcr die Tierwelt nur wenig \u00fcbrig und es gibt kaum Ausweichm\u00f6glichkeiten\u201c, erkl\u00e4rt Jerrentrup. Sogenannte Altgrasstreifen k\u00f6nnen helfen. Dazu werden bei jeder Mahd circa zehn Prozent der Wiesenfl\u00e4che stehengelassen und in Form von Streifen oder kompakten Inseln von der Mahd ausgespart. So bleiben unterschiedliche Strukturen auf der Fl\u00e4che erhalten \u201eAltgrasstreifen bieten nicht nur im Sommer Lebensraum, sondern k\u00f6nnen auch als Winterquartiere in der offenen Landschaft dienen. Insekten \u00fcberwintern beispielsweise in den Pflanzenst\u00e4ngeln\u201c, erkl\u00e4rt Jerrentrup. Sie erg\u00e4nzt: \u201eWichtig ist aber, dass die Altgrasstreifen, die neben den dominierenden Gr\u00e4sern auch viele krautige Pflanzenarten enthalten, im n\u00e4chsten Jahr wieder an anderer Stelle angelegt werden, um die Pflanzenzusammensetzung nicht zu beeintr\u00e4chtigen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Alte Grasstreifen schaffen neuen Lebensraum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWer genau hinschaut, sieht keine ungepflegte Wiese, sondern vielf\u00e4ltigen und wertvollen Lebensraum\u201c, betont Sabine <strong>Haas<\/strong>, Revierleiterin beim <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge, die die DBU-Naturerbefl\u00e4che vor Ort betreut. W\u00e4hrend der Mahd werden in den Altgrasstreifen zahlreiche Tiere wie Heuschrecken und Spinnen verschont, die den schnellen Maschinen nicht ausweichen k\u00f6nnen. Nach der Mahd dienen die Streifen ihnen als R\u00fcckzugsr\u00e4ume und bieten Futter sowie Deckung vor Feinden. Ebenso f\u00fchlen sich Wiesenv\u00f6gel in den ungenutzten Bereichen wohl und finden dort geeignete Brutpl\u00e4tze und Sitzwarten, von denen sie zur Nahrungssuche die Umgebung beobachten k\u00f6nnen. Feldhasen und weitere Kleintiere finden in dem hohen Gras Ruhe- und Deckungsbereiche. Wildbienen und Schmetterlinge profitieren von dem langfristigen Nahrungsangebot an Bl\u00fcten oder Blattwerk. Ein weiterer Vorteil: Auch sp\u00e4tbl\u00fchende Pflanzenarten kommen bis zur Samenreife. Haas: \u201eNach der Mahd sind die Altgrasstreifen wiederum Startpunkt, von denen aus die Tiere die gem\u00e4hten Bereiche nach und nach besiedeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgrasstreifen-sabine-haas-bundesforst-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-190593\" style=\"width:447px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgrasstreifen-sabine-haas-bundesforst-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgrasstreifen-sabine-haas-bundesforst-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-altgrasstreifen-sabine-haas-bundesforst-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Altes Gras wird zu neuem Lebensraum: Es kreucht und fleucht zwischen den Grashalmen und es tummeln sich zahlreiche V\u00f6gel und Insekten auf den Ziegeleiwiesen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seltener Lebensraum braucht Pflege<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Artenreiche Wiesen sind besondere Lebensr\u00e4ume, aber mittlerweile selten in Deutschland. \u201eSie sind seit Jahrhunderten von Menschen und Landwirtschaft gepr\u00e4gt, doch verschwinden zunehmend aus unserer Kulturlandschaft, obwohl Deutschland f\u00fcr sie europ\u00e4ische Verantwortung tr\u00e4gt\u201c, sagt Jerrentrup. Einerseits reagiert der nach <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/abkommen-richtlinie\/fauna-flora-habitat-richtlinie-ffh-richtlinie-richtlinie-9243ewg-des-rates-vom\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Flora-Fauna-Habitatrichtlinie <\/a>gesch\u00fctzte Lebensraum sensibel auf D\u00fcngemittel und auf fr\u00fche oder h\u00e4ufige Mahd, andererseits ist er auf regelm\u00e4\u00dfigen R\u00fcckschnitt angewiesen. \u201eGanz ohne Pflegema\u00dfnahmen w\u00fcrden die Wiesen nach und nach verbuschen, zu Wald werden und letztendlich verschwinden. Extensiv bewirtschaftet sind sie hingegen wahre Schatzkisten der Artenvielfalt\u201c, verdeutlicht Jerrentrup. Neben den Ziegeleiwiesen umfasst die 1.900 Hektar gro\u00dfe DBU-Naturerbefl\u00e4che ein ausgedehntes, zusammenh\u00e4ngendes Waldgebiet, mosaikartig vorkommende Heide- und vereinzelte Moorfl\u00e4chen sowie \u00fcber 100 Jahre alte Spirken \u2013 Nadelb\u00e4ume mit dunklem Stamm. Sie ist Teil der des <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbes<\/a> und dem Naturschutz gewidmet.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-f5d247c2-f75b-44eb-b306-4b56221205e7' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-f5d247c2-f75b-44eb-b306-4b56221205e7' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=NkubUIS%2FHIbp1p3hNGBOSPSNRwU8iopOQIT0n2Mm6u0T5P3HVln15Gu6F5yHPgBl'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>J\u00f6rn Kr\u00fcger<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f5d247c2-f75b-44eb-b306-4b56221205e7' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hartmannsdorfer-forst-pm-069-2026-h-forst-altgrasstreifen.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f5d247c2-f75b-44eb-b306-4b56221205e7' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202606-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alte Grasstreifen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Hartmannsdorfer Forst schaffen neuen Lebensraum<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":190593,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[2658,50,2460,68],"class_list":["post-190419","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-hartmannsdorfer-forst","tag-naturschutz","tag-offenland","tag-sachsen"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/190419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/190419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":192354,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/190419\/revisions\/192354"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/190593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=190419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=190419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=190419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}