{"id":179273,"date":"2026-05-19T07:56:13","date_gmt":"2026-05-19T05:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=179273"},"modified":"2026-05-19T07:56:14","modified_gmt":"2026-05-19T05:56:14","slug":"nachhaltige-messewirtschaft-ein-plus-fuer-umwelt-und-unternehmen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/nachhaltige-messewirtschaft-ein-plus-fuer-umwelt-und-unternehmen\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Messewirtschaft \u2013 ein Plus f\u00fcr Umwelt und Unternehmen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck\/Leipzig. Messen sind in Deutschland wichtig als Marktplatz f\u00fcr Vernetzung und Innovation innerhalb vieler Wirtschaftszweige. Doch der Aufbau dieser Gro\u00dfveranstaltungen basiert oftmals auf Einwegbauteilen, die nach einmaliger Nutzung im Abfall landen. Ein Projekt der <a href=\"https:\/\/www.hs-osnabrueck.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hochschule Osnabr\u00fcck<\/a> will zeigen, dass Kreislaufwirtschaft nachhaltiger und ebenso wirtschaftlich sein kann. Dazu arbeiten die Forschenden mit der Leipziger Messe zusammen und betrachten die <a href=\"https:\/\/www.ot-world.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>OTWorld<\/em><\/a> f\u00fcr medizinische Hilfsmittel im Detail, die heute (Dienstag) startet. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Vorhaben mit rund 150.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1708\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-1093137103-matej-kastelic-stockadobe-com-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179498\" style=\"aspect-ratio:1.498843102688409;width:390px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-1093137103-matej-kastelic-stockadobe-com-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-1093137103-matej-kastelic-stockadobe-com-800x534.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Forschung und Praxis:<\/strong> Bei der Entwicklung eines komplett zirkul\u00e4ren Messestands durch die Hochschule Osnabr\u00fcck helfen Daten und Erfahrungswerte der heute startenden Messe <em>OTWorld<\/em> in Leipzig. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Projekt mit rund 150.000 Euro.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Messebranche als nachhaltiges Vorbild f\u00fcr ein Millionenpublikum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.auma.de\/messedeutschland\/kennzahlen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA)<\/a> sind f\u00fcr 2026 insgesamt 320 Messen in Deutschland geplant \u2013 darunter mehr als 160 nationale und internationale Varianten. 2024 gab es bei \u00e4hnlicher Veranstaltungszahl mehr als elf Millionen G\u00e4ste. DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>: \u201eDie Messebranche kann deshalb erheblich nachhaltiges Wirtschaften befl\u00fcgeln \u2013 und hat aufgrund ihrer Reichweite auch Vorbildcharakter.\u201c Bonde zufolge hat die Umstellung auf die erweiterte Kreislaufwirtschaft (oder auch <em>Circular Economy<\/em>) zudem finanzielle Vorteile besonders f\u00fcr kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen. An einer optimalen Strategie f\u00fcr eine Circular Economy in der Messewirtschaft arbeiten Forschende der Hochschule Osnabr\u00fcck um Prof. Dr. Kim <strong>Werner <\/strong>und Prof. Dr. Kai-Michael <strong>Griese<\/strong>. \u201eUnter anderem suchen wir Optionen zur Abfallvermeidung, zur Wiederverwendung von Bauteilen und zum effektiven Zusammenspiel bei Transport, Lagerung und Aufbau der Messen\u201c, so Werner. \u201eGrundlage daf\u00fcr ist unser f\u00fcr das Projekt entwickelte <em>Circular Event Scan<\/em>, mit dem wir die Leipziger Messe anhand von rund 100 Indikatoren hinsichtlich deren Zirkularit\u00e4t untersuchen\u201c, erg\u00e4nzt Griese.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>OTWorld<\/em> teilt Erfahrungen aus der Praxis&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dazu arbeitet das Team nach Worten der wissenschaftlichen Projektmitarbeiterin Klara <strong>L\u00fcttringhaus <\/strong>mit der <a href=\"https:\/\/www.leipziger-messe.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Leipziger Messe<\/a> sowie mit der dort stattfindenden <em>OTWorld<\/em> zusammen. L\u00fcttringhaus: \u201eDie Organisatoren sammeln mit uns wichtige Informationen \u00fcber die Leipziger Messe. Vor allem beobachten wir detailliert die Materialstr\u00f6me und Abl\u00e4ufe im Alltag der Messe \u2013 und das individuell f\u00fcr jeden der mehr als 600 St\u00e4nde.\u201c Dadurch solle die Strategie zur nachhaltigen Ver\u00e4nderung der Messewirtschaft an die Praxis angepasst werden. Gleichzeitig sind die Osnabr\u00fccker Forschenden vor Ort und wollen m\u00f6glichst viele G\u00e4ste von ihrem Ansatz begeistern. L\u00fcttringhaus zufolge kann die Messe-Industrie am besten mit finanziellen Vorteilen einer Kreislaufwirtschaft \u00fcberzeugt werden. \u201e<em>Circular Economy<\/em> beim Aufbau von Messest\u00e4nden muss im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Einwegbauteilen nicht teurer sein\u201c, so die Expertin f\u00fcr Eventmanagement. Denn eine zirkul\u00e4re Wirtschaftsweise sei \u201egut finanzierbar, besonders f\u00fcr kleinere und mittlere Unternehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Knappe Zeit und feste Abl\u00e4ufe als H\u00fcrden f\u00fcr eine <em>Circular Economy<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut Werner wird die nachhaltigere Ausrichtung der Messewirtschaft derzeit durch einige H\u00fcrden erschwert. Dazu z\u00e4hlen nach ihren Worten teils \u00fcber Jahrzehnte fest etablierte Abl\u00e4ufe. \u201eF\u00fcr den Auf- und Abbau der St\u00e4nde bleibt h\u00e4ufig wenig Zeit\u201c, so die Hochschulprofessorin. \u201eZudem gibt es bislang f\u00fcr viele Bauteile lediglich Einwegl\u00f6sungen, die man schnell einsetzen und wieder entfernen kann\u201c, sagt Werner. \u201eViele St\u00e4nde aus Einmalbauteilen m\u00fcssen am Ende jeder Messe entsorgt werden. &nbsp;Denn die Einlagerung und den Transport von wiederverwendbaren Teilen k\u00f6nnen viele Betriebe wegen hoher Kosten nur schwer bew\u00e4ltigen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenarbeit mit vielen Akteuren aus der Praxis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um die Messebranche von nachhaltigen L\u00f6sungen zu \u00fcberzeugen, entwickelt das von Werner und Griese geleitete Projekt einen komplett zirkul\u00e4ren Messestand. Auch Transport sowie Auf- und Abbau sollen als Komponenten einflie\u00dfen. Eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Messeunternehmen beim Austausch von Mehrwegbauteilen sei denkbar. Die Herstellung dieser Teile verspreche neue Wirtschaftsfelder. F\u00fcr die Forschungserkenntnisse sind die Erfahrungen auf der <em>OTWorld<\/em> nach Angaben der Hochschule \u201esehr wichtig\u201c. Die Entwicklung eines nachhaltigen Messestands und der zirkul\u00e4ren Strategie dauert Werner zufolge noch bis Ende des Jahres an. Dabei setzt die Hochschule Osnabr\u00fcck auf viele Partnerfirmen und -institutionen aus der Praxis \u2013 unter anderem den Verband der deutschen Messewirtschaft (<a href=\"https:\/\/www.auma.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AUMA<\/a>), die Agentur f\u00fcr Nachhaltigkeit der Veranstaltungswirtschaft&nbsp;<a href=\"https:\/\/2bdifferent.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>2bdifferent<\/em><\/a>, die Firma f\u00fcr Messearchitektur und -management&nbsp;<a href=\"https:\/\/imb-troschke.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>ibm Troschke<\/em><\/a> und die Leipziger <a href=\"https:\/\/www.materialkreislaeufe.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.materialkreislaeufe.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Gesellschaft f\u00fcr Materialkreisl\u00e4ufe mbH<\/em><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen&nbsp;(<strong>AZ&nbsp;<\/strong><\/strong><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/39514-01\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/39514-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">39514\/01<\/a><strong>):<\/strong>&nbsp;Prof. Dr. Kim Werner, Tel.: +49 541 9697268<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-720206cc-e94d-43d3-9881-2a76d5f5d801' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-720206cc-e94d-43d3-9881-2a76d5f5d801' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=FdnMPPXhhS6hAzD9FjJAygFnYumWW7eDFldzaKKkKSQ%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Prof. Dr. Kim Werner<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Hochschule Osnabr\u00fcck<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-720206cc-e94d-43d3-9881-2a76d5f5d801' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-pm-054-2026-ce-messen-39514-01-2.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU-Projekt kooperiert mit Leipziger Leitmesse OTWorld<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":179498,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2436,2477,64,51,68,52,2423],"class_list":["post-179273","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-circular-economy","tag-deutschland","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-sachsen","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/179273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/179273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":179525,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/179273\/revisions\/179525"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/179498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=179273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=179273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=179273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}