{"id":179063,"date":"2026-05-13T09:00:00","date_gmt":"2026-05-13T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=179063"},"modified":"2026-05-13T08:46:27","modified_gmt":"2026-05-13T06:46:27","slug":"management-fuer-drosselberg-steht","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/management-fuer-drosselberg-steht\/","title":{"rendered":"Management f\u00fcr Drosselberg steht"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-wald-beatrix-schwarz-bundesforst-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179183\" style=\"width:378px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-wald-beatrix-schwarz-bundesforst-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-wald-beatrix-schwarz-bundesforst-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-wald-beatrix-schwarz-bundesforst-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Drosselberg bei Erfurt wurde ehemals milit\u00e4risch genutzt und ist jetzt dem Naturschutz gewidmet.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Erfurt. Vergleichsweise jung und zu drei Vierteln wild \u2013 so k\u00f6nnte der Wald auf der rund 80 Hektar gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/drosselberg\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/drosselberg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Drosselberg<\/a> im Kern beschrieben werden. Zudem hat die Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, einige Besonderheiten erfasst, wie Trollblumen- und Orchideenwiesen. Welche Ziele es gibt und was in den kommenden zehn Jahren naturschutzfachlich erforderlich ist \u2013 das beschreibt der jetzt fertiggestellte Naturerbe-Entwicklungsplan.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wildnis: Mehr als 75 Prozent des Waldes bleibt sich selbst \u00fcberlassen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Drosselberg liegt am s\u00fcdlichen Stadtrand von Erfurt im Th\u00fcringer Becken und geh\u00f6rt nahezu vollst\u00e4ndig zum europ\u00e4ischen Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000. Vornehmlich Eichen, Buchen und Eschen finden sich auf dem fast durchweg bewaldeten Areal. \u201eVor allem die Eichen und Buchen erreichen ein h\u00f6heres Alter von bis zu 180 Jahren\u201c, sagt Dr. Heike <strong>Schneider<\/strong>, Projektverantwortliche im DBU Naturerbe. Eine gro\u00dfe Baumartenvielfalt mit Ahorn-Arten, Pappeln und Birken gibt es in den j\u00fcngeren Altersklassen, zwischen 20 und 100 Jahren. \u201eF\u00fcr diesen vergleichsweise jungen und recht dicht gewachsenen Wald spricht eine hohe Naturverj\u00fcngung\u201c, so die Forstwissenschaftlerin. Zudem sei ihr zufolge das Vorkommen zahlreicher Baumarten in verschiedenen Altersklassen gut f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der Wald\u00f6kosysteme unter zuk\u00fcnftigen Klimabedingungen. Grundlegendes Ziel im DBU Naturerbe sei, so Schneider, die rasche \u00dcberf\u00fchrung der W\u00e4lder in eine nat\u00fcrliche Waldentwicklung ohne weitere Eingriffe. \u201eF\u00fcr den wilden Wald von morgen haben wir am Drosselberg sehr gute Voraussetzungen \u2013 bereits mehr als 75 Prozent des Waldes bleibt schon jetzt sich selbst \u00fcberlassen\u201c, so Schneider.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mischbest\u00e4nde aus heimischen Baumarten sowie Alt- und Totholz erh\u00f6hen Lebensvielfalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1653\" height=\"1653\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-karte-dbu-naturerbe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179179\" style=\"width:377px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-karte-dbu-naturerbe.jpg 1653w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-karte-dbu-naturerbe-800x800.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-karte-dbu-naturerbe-400x400.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1653px) 100vw, 1653px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Natur pur erleben: Das DBU Naturerbe bittet Besuchende auf den ausgewiesenen Wanderwegen zu bleiben und Hunde anzuleinen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das DBU Naturerbe f\u00f6rdert Schneider zufolge Mischbest\u00e4nde aus heimischen Baumarten, die deutlich mehr Lebensr\u00e4ume mit h\u00f6herer Artenvielfalt schaffen und stabiler sind als monotone oder nichtheimische Best\u00e4nde. \u201eTrotz des noch geringen Anteils an Alt- und Totholz konnten wir im Drosselberg f\u00fcnf br\u00fctende Spechtarten nachweisen, darunter den in Deutschland stark gef\u00e4hrdeten Grauspecht\u201c, sagt Schneider. Das helfe ihr zufolge anderen Tiergruppen: \u201eFlederm\u00e4use nutzen Spechth\u00f6hlen zum Beispiel als Tages- und Winterquartiere oder f\u00fcr die Jungenaufzucht.\u201c Festgestellt worden seien insgesamt 14 Fledermausarten im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet \u201eSteiger \u2013 Willroder Forst \u2013 Werningslebener Wald\u201c, in dem die DBU-Naturerbefl\u00e4che Drosselberg liegt. Schneider: \u201eEine davon ist deutschlandweit eine Rarit\u00e4t: die Kleine Hufeisennase, eine europaweit streng zu sch\u00fctzende Art.\u201c Vom Alt- und Totholz profitieren auch K\u00e4fer und Pilze sowie insgesamt eine strukturreiche biologische Vielfalt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Extensive Bewirtschaftung erh\u00e4lt bunt bl\u00fchende Wiesen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den n\u00e4chsten Jahren stehen Schneider zufolge vor allem die Pflege von f\u00fcnf zerstreut liegenden Waldwiesen und die offengehaltene Nord-S\u00fcd-Trasse einer unterirdischen Fernwasserleitung im Fokus. In Mitteleuropa mittlerweile selten gewordene Wildbest\u00e4nde verschiedener Bl\u00fctenpflanzen gibt es hier noch, sagt Schneider: \u201eAuf einer der Waldwiesen der Naturerbefl\u00e4che wachsen die meisten der im Gebiet festgestellten gef\u00e4hrdeten Bl\u00fchpflanzenarten mit gleichzeitig der gr\u00f6\u00dften Individuenzahl: Trollblumen, Heil-Ziest, Kugelige Teufelskralle sowie Geflecktes Knabenkraut \u2013 eine Orchideenart.\u201c Um die bunt bl\u00fchenden Wiesen mit ihrem hohen Kr\u00e4uteranteil zu erhalten, werden sie extensiv durch einen P\u00e4chter bewirtschaftet, also ein- bis zweimal im Jahr gem\u00e4ht ohne Einsatz von D\u00fcngern oder Pflanzenschutzmitteln. Mitarbeitende des <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betriebs Th\u00fcringen-Erzgebirge k\u00fcmmern sich vor Ort um die Umsetzung. F\u00fcr DBU-Koordinator J\u00f6rn <strong>Kr\u00fcger <\/strong>und Revierleiterin Beatrix <strong>Schwarz<\/strong> stellt der Naturerbe-Entwicklungsplan eine Arbeitshilfe dar, mit der sie die j\u00e4hrlichen Ma\u00dfnahmen planen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Naturschutz ist Gemeinschaftsaufgabe \u2013 gesamtes DBU-Naturerbe umfasst 70.000 Hektar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-nep-gesa-wannick-dbu-naturerbe-1-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179185\" style=\"aspect-ratio:1.500060879094119;width:445px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-nep-gesa-wannick-dbu-naturerbe-1-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-nep-gesa-wannick-dbu-naturerbe-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-drosselberg-nep-gesa-wannick-dbu-naturerbe-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dr. Sabrina Jerrentrup und Dr. Heike Schneider haben im DBU Naturerbe die Naturschutz-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Drosselberg geplant und mit den Beh\u00f6rden abgestimmt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein rund 80 Hektar gro\u00dfes Gebiet des heute noch aktiven Standort\u00fcbungsplatzes Erfurt\/Drosselberg wurde 2004 aus der milit\u00e4rischen Nutzung genommen, dem <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbe<\/a> zugef\u00fchrt und damit dem Naturschutz gewidmet. Im Jahr 2019 hat der Bund diese Fl\u00e4che an die Stiftungstochter aus Osnabr\u00fcck \u00fcbertragen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen sowie dem Bundesforstbetrieb hat Schneider den 83-seitigen Managementplan erstellt und mit den Beh\u00f6rden abgestimmt. Ein langwieriger Prozess: Externe B\u00fcros kartierten zun\u00e4chst alle vorhandenen Biotope und Lebensraumtypen, erhoben Daten zum Waldzustand und erfassten zudem Pflanzen- und Brutvogelarten. Aufbauend auf diesen Daten entwickelte das Projektteam die geplanten naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Wald und Offenland. \u201eWir erarbeiten auf allen unseren <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\/flaechen\/flaechenliste\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\/flaechen\/flaechenliste\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">66 Fl\u00e4chen mit rund 70.000 Hektar<\/a> Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die geplanten Naturschutzma\u00dfnahmen\u201c, sagt Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. Doch Naturschutz ist ihr zufolge eine Gemeinschaftsaufgabe: \u201eF\u00fcr die Umsetzung der Ma\u00dfnahmen stimmen wir uns mit den beteiligten Beh\u00f6rden ab und setzen auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben und Partnerorganisationen.\u201c. Nun steht der naturschutzfachliche Fahrplan f\u00fcr die DBU-Naturerbefl\u00e4che Drosselberg bis 2036 fest.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-5e057317-d6b2-4666-9c9e-31f5f9c0f267' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-5e057317-d6b2-4666-9c9e-31f5f9c0f267' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=IzDxuW7jROF3NMuQtqRCbXxC7gsiaSFVTPZrJovXvf%2FkxJqZhkbvDh2vBvhl6tCc'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>J\u00f6rn Kr\u00fcger<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-5e057317-d6b2-4666-9c9e-31f5f9c0f267' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-drosselberg-pm-053-2026-drosselberg-nep.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-5e057317-d6b2-4666-9c9e-31f5f9c0f267' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-2026-01-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU Naturerbe legt Naturschutzma\u00dfnahmen<br \/>\nf\u00fcr kommende zehn Jahre fest<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":179185,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,3543,432,50,71],"class_list":["post-179063","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-drosselberg","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-thueringen"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/179063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/179063\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":179189,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/179063\/revisions\/179189"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/179185"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=179063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=179063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=179063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}