{"id":171743,"date":"2026-03-12T09:00:02","date_gmt":"2026-03-12T08:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=171743"},"modified":"2026-03-12T09:00:03","modified_gmt":"2026-03-12T08:00:03","slug":"entbuschung-in-den-borkenbergen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/entbuschung-in-den-borkenbergen\/","title":{"rendered":"Entbuschung in den Borkenbergen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-entbuschung-lukas-weiland-bundesforst-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-171795\" style=\"width:373px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-entbuschung-lukas-weiland-bundesforst-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-entbuschung-lukas-weiland-bundesforst-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-entbuschung-lukas-weiland-bundesforst-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Nach der Entbuschung: <\/strong>Auf insgesamt mehr als f\u00fcnf Hektar der DBU-Naturerbefl\u00e4che Borkenberge wurden etliche mehrj\u00e4hrige Kiefern und Birken gef\u00e4llt. So bekommen seltene Tier- und Pflanzenarten der Silikattrockenrasen wieder mehr Lebensraum.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>L\u00fcdinghausen\/Seppenrade. Auf der Teilfl\u00e4che Emkumer Mark der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/borkenberge\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/borkenberge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Borkenberge<\/a> hat sich eine offene Landschaft mit sch\u00fctzenswerten Pflanzengesellschaften wie Sandmagerrasen entwickelt. Doch um den Lebensraum zu erhalten und das Zuwachsen vor allem durch Besenginster, Traubenkirsche, Birken und Kiefern zu verhindern, muss die Fl\u00e4che regelm\u00e4\u00dfig gepflegt werden. \u201eWo Magerrasen mit seiner gro\u00dfen und seltenen Artenvielfalt w\u00e4chst, darf kein Wald entstehen\u201c, sagt Dr. J\u00f6rg <strong>Tillmann<\/strong>, stellvertretender Fachlicher Leiter und Offenlandmanager im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwei Tage lang packten Bundesforst und Freiwillige Feuerwehr kr\u00e4ftig an<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im vergangenen Sommer wurde die Teilfl\u00e4che Emkumer Mark mit Schafen beweidet. Stehen gebliebener Geh\u00f6lzaufwuchs und die sich fl\u00e4chig ausbreitende gebietsfremde Pflanzenart Kanadische Goldrute hatten ein Mulcher anschlie\u00dfend abgeschlegelt, in einem Auffangkorb gesammelt und von der Fl\u00e4che transportiert. Dadurch wird Tillmann zufolge ein N\u00e4hrstoffeintrag in die mageren B\u00f6den vermieden. \u201eSchafbeweidung und Mulchen wird zur Pflege der n\u00e4hrstoffarmen Offenland-Lebensr\u00e4ume jedoch nicht ausreichen\u201c, sagt Martin Lindenberg vom <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Rhein-Weser. Er ist als Koordinator im Auftrag des DBU Naturerbes unter anderem f\u00fcr die Borkenberge zust\u00e4ndig. Deshalb f\u00fchrten Forstwirte vom Bundesforst im Februar dieses Jahres mit Motors\u00e4gen erneut Geh\u00f6lzr\u00fcckschnitt durch. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr unterst\u00fctzten die Forstmitarbeitenden und \u00fcbten dabei den Umgang mit Kettens\u00e4gen. Zwei Tage lang packten die rund 20 Teilnehmenden kr\u00e4ftig an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-aufwuchs-lukas-weiland-bundesforst-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-171793\" style=\"width:427px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-aufwuchs-lukas-weiland-bundesforst-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-aufwuchs-lukas-weiland-bundesforst-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-aufwuchs-lukas-weiland-bundesforst-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Vor der Entbuschung:<\/strong> Ohne Pflegema\u00dfnahmen wachsen als erste Geh\u00f6lze Kiefern und Birken auf. Ganz allm\u00e4hlich entsteht ein Wald, seltene Lebensr\u00e4ume offener Fl\u00e4chen verschwinden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Kombination aus maschineller Entbuschung und Beweidung ist essenziell<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf mehr als f\u00fcnf Hektar wurden etliche mehrj\u00e4hrige Kiefern und Birken gef\u00e4llt. \u201eNeben der Offenhaltung geht es um das Schaffen lichter \u00dcberg\u00e4nge zwischen Wald und Offenland sowie das Freistellen von einheimischen Eichen\u201c, so Lindenberg. Ein Traktor mit Kran und R\u00fcckewagen sammelte die Kiefern nach den S\u00e4gearbeiten ein und fuhr sie zum H\u00e4ckseln von der Fl\u00e4che. Offenlandmanager Tillmann sagt: \u201eUm den Geh\u00f6lzaufwuchs in Schach zu halten, ist eine Beweidung der entbuschten Bereiche in Kombination mit maschinellem R\u00fcckschnitt in den Folgejahren weiterhin essenziell.\u201c Immerhin seien in dem Gebiet bis zu zehn Rote-Liste-Pflanzenarten heimisch, wie das in Nordrhein-Westfalen gef\u00e4hrdete Silbergras. Ohne die Beweidung und wiederholte maschinelle Pflege der Silikattrockenrasen ginge ein Paradies f\u00fcr V\u00f6gel verloren, darunter viele Arten des Offen- und besonders des vielf\u00e4ltig strukturierten Halboffenlandes. Tillmann: \u201eDeren Bestandsgr\u00f6\u00dfen sind teilweise von landesweiter Bedeutung wie bei Heidelerche und Nachtschwalbe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ehemaliger Truppen\u00fcbungsplatz dem Naturschutz gewidmet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-trecker-kerstin-heemann-dbu-naturerbe-1-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-171799\" style=\"width:365px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-trecker-kerstin-heemann-dbu-naturerbe-1-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-trecker-kerstin-heemann-dbu-naturerbe-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-borkenberge-trecker-kerstin-heemann-dbu-naturerbe-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nach den S\u00e4gearbeiten auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Borkenberge sammelte ein Traktor mit Kran und R\u00fcckewagen die Kiefern ein und fuhr sie zum H\u00e4ckseln von der Fl\u00e4che. Dadurch wird ein N\u00e4hrstoffeintrag in die mageren B\u00f6den vermieden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich entstand das Offenland nicht aus Naturschutzgr\u00fcnden, sondern durch milit\u00e4rische Nutzung. W\u00e4hrend im Zentrum der heutigen DBU-Naturerbefl\u00e4che Borkenberge der Kanonenproduzent Alfred <strong>Krupp <\/strong>1873 einen Schie\u00dfplatz etablierte, musste die Teilfl\u00e4che Emkumer Mark Jahrzehnte sp\u00e4ter als Hubschrauberlandeplatz baumfrei sein. Mehr als zwei Drittel der 1570 Hektar gro\u00dfen DBU-Naturerbefl\u00e4che Borkenberge sind dagegen bewaldet. Der Grund: \u201eAls der Bergbau im nahegelegenen Ruhrgebiet ab dem 19. Jahrhundert enorme Mengen Holz als Ausbauwerkstoff ben\u00f6tigte, wurde im gro\u00dfen Stil mit schnellwachsenden Kiefern aufgeforstet \u2013 auch in den Borkenbergen\u201c, erkl\u00e4rt Tillmann. Ab Mitte der 1930er-Jahre nutzte die deutsche Wehrmacht das Gel\u00e4nde als Flugplatz. Sp\u00e4ter hielt das britische Milit\u00e4r die verbliebene Sand- und Heidelandschaft f\u00fcr die Milit\u00e4r\u00fcbungen frei von Geh\u00f6lzen. Im Jahr 2016 ging die Fl\u00e4che Borkenberge als Teil des <a href=\"https:\/\/naturerbe-deutschland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbes<\/a> an die Stiftungstochter. Im DBU Naturerbe sollen offene Lebensr\u00e4ume mit seltenen Tier- und Pflanzenarten durch Pflege bewahrt, W\u00e4lder m\u00f6glichst ohne menschlichen Eingriff ihrer nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen, strukturarme Forste zu naturnahen W\u00e4ldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gew\u00e4sser \u00f6kologisch aufgewertet oder erhalten werden. Zudem m\u00f6chte die DBU-Stiftungstochter Menschen f\u00fcr die heimische Natur begeistern.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-676c13bb-eb8a-4e69-9a3e-49bcbeac8c81' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-676c13bb-eb8a-4e69-9a3e-49bcbeac8c81' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=A9wf%2Bfm9Y8uI9iktayXR0PZ%2Bq7l6Kyrigk9964bTk3DH%2B%2FO0JgZ8%2BY5B1dEQnvaf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Martin Lindenberg<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Rhein-Weser<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-676c13bb-eb8a-4e69-9a3e-49bcbeac8c81' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-borkenberge-pm-026-2026-borkenberge-entkusseln.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-676c13bb-eb8a-4e69-9a3e-49bcbeac8c81' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-2026-01-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Motors\u00e4gen, Traktor, Kran und R\u00fcckewagen Lebensraum f\u00fcr Heidelerche und Nachtschwalbe sichern<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":171799,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[3516,433,75,432,50,2682],"class_list":["post-171743","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-borkenberge","tag-dbu-naturerbe","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-nordrhein-westfalen-2"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/171743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/171743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":171801,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/171743\/revisions\/171801"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/171799"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=171743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=171743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=171743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}